ehemalige Uranerzaufbereitung Seelingstädt

Begonnen von DL3HRT, 28. August 2019, 20:01

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DL3HRT

DG0MG hat mich zu einem kurzen Abstecher zur ehemaligen Uranerzaufbereitungsanlage in Seelingstädt eingeladen. Ich sollte meinen "Gammabesen" mit GPS-Aufzeichnung mitbringen. Nach einem heftigen Gewitterschauer haben wir uns heute auf den Weg gemacht.

Zur Anlage kann DG0MG wesentlich mehr schreiben als ich. Wir waren auch nicht direkt auf dem Gelände, da das immer noch gewerblich genutzt wird und Zutritt nicht erlaubt ist. Vielmehr sind wir auf einem Weg am südlichen Zaun entlanggelaufen. Da es sich dabei um den ehemaligen Objektschutzzaun handelt, ist dieser als Doppelzaun ausgeführt. Der Weg zwischen den beiden Zäunen war unser Ziel.

Die Ortsdosisleistung auf dem Weg vor dem äußeren Zaun liegt im Bereich von 0.1 µSv/h. Sobald man den Weg zwischen den beiden Zäunen betritt, nimmt die gemessene Gamma-Ortsdosisleistung schlagartig zu. Die Messwerte lagen fast durchweg oberhalb von 0.5 µSv/h. Das ist zwar nicht dramatisch, zeigt aber doch, dass der Weg zwischen den beiden Zäunen offensichtlich nicht saniert wurde. Ab und zu sprang der Szintillationszähler an und zeigte einen örtlich eng begrenzten Hotspot. Wir vermuten, dass für die Aufschüttung des Weges Haldenmaterial verwendet wurde.

Läuft man den Weg zwischen den Zäunen entlang, so entdeckt man einige Relikte der Objektschutzanlage, wie z.B. die 10Ghz-Mikrowellenschranken. Selbst der Schaltschrank mit ein paar dazugehörigen Komponenten ist noch vorhanden.
Im Anhang einige Fotos, sowie die KMZ-Datei zur Anzeige der Messwerte in Google-Earth. Fotos und Messwerte sind wie immer nur für angemeldete Nutzer zu sehen.