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#21
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: St. Ingbert – radioaktives...
Letzter Beitrag von NoLi - 21. August 2026, 17:51
Zitat von: DL8BCN am 21. August 2026, 15:45Interessant wäre noch, ob die Kosten der gesamten Aktion nun der 24 Jährige übernehmen muss.
Das könnte sehr sehr teuer werden.
Eigentlich gilt das Motto "Wer bestellt, bezahlt"...aber unser Staat nimmt sich ja in seinen Anordnungen von sehr Vielem aus!

Langlebige radioaktive Abfälle (obwohl aus und in Mutter Natur gesammelt!), dazu endlagergerechte Verpackung und Dekontamination der Wohnung und eventueller anderer Lokalitäten durch eine Spezialfirma...das kostet deutlich im unteren fünfstelligem €-Bereich. Alleine die endlagergerechte Verarbeitung eines 200-Liter-Abfallfasses kostet schon im fünfstelligen Bereich (so um die € 10.000.- plus) .

Vor gut 10 Jahren wurde in Baden-Württemberg begonnen, Uranerze und über 90 % der Strahlenquellen aus Schulen zwecks Entsorgung durch die Landesanstalt für Umweltschutz einsammeln zu lassen und der Landessammelstelle zu übergeben; für die Kosten muß das Land aufkommen.
https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/blog/-/blogs/entsorgung-von-radioaktiven-stoffen-aus-schulen-in-baden-wurttemberg

Norbert
#22
Zitat von: DL3HRT am 13. Februar 2019, 07:52Das Präzisionspotentiometer neben dem Kodierschalter dient zum Einstellen der Schaltschwelle des Komparators, welcher die Impulse des Photomultipliers aufbereitet. Dreht man ca. 3 Umdrehungen gegen den Urzeigersinn, so ändert sich die Signalform am Zähleingang des PICs dramatisch.
Vor dem Probieren Stellung des Potis markieren, sonst...  >:D

Könnte man damit die Kalibrierung des Radiation Pager S verändern, sodass das Gerät auf der ganzen Bandbreite, unabhängig vom kalibrierten "Isotop" warnt?

Das würde den Nutzwert enorm steigern, immerhin hat es einen dicken Kristall.
#23
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: St. Ingbert – radioaktives...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 21. August 2026, 15:45
Interessant wäre noch, ob die Kosten der gesamten Aktion nun der 24 Jährige übernehmen muss.
Das könnte sehr sehr teuer werden.
#24
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von NoLi - 21. August 2026, 12:45
Zum "Sondenverschwinden:
Die Sonden werden normalerweise vom BfS alle 4 Jahre abmontiert und im Strahlenkanal in Berlin kalibriert/geeicht. Wenn eine Störung oder der Verdacht darauf vorliegt, wird die betroffene Sonde schon vorher gewechselt.
Eigentlich erfolgt beim Routinetausch zur Kalibrierung/Eichung gleich der Neueinbau einer frisch überprüften Sonde...somit müsste mindestens ein Viertel des Gesamtsondenbestandes als Tauschsonden zur Verfügung stehen, was laut Info des BfS beim derzeitigen Stand von rund 1700 betriebsbereiten Messstellen einen Vorratsbestand von rund 425 Tauschsonden bedeuten würde (nicht mitbetrachtet die Ersatzsondenanzahl für den Tausch defekter Sonden).
Ich kann mir vorstellen, dass diese Tauschsonden, anteilig an den Knotenpunkten der Bundesländer verteilt, dort vorgehalten werden, um im Bedarfsfall von der lokalen BfS-Station gewechselt zu werden. Sollte keine Ersatzsonde zur Verfügung stehen, wird wahrscheinlich die betroffene Messstelle außer Betrieb genommen, bis wieder eine Sonde verfügbar ist.
Weiterhin wird das IMIS-Messnetz auf Grund des Atomausstiegs im Umkreis der Ex-Kernkraftwerke ausgedünnt und diese Sonden andernorts installiert.

Norbert
#25
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: St. Ingbert – radioaktives...
Letzter Beitrag von NoLi - 21. August 2026, 12:15
Noch ne Meldung:

"Keine Gefährdung  Einsatz beendet - Radioaktives Material aus Wohnung geräumt
20. August 2026, 14:18 Uhr

Harald Tittel/dpa

Anfang August hatten radioaktive Gesteinsmineralien in einer Wohnung einen Polizeieinsatz ausgelöst. Warum der Einsatz jetzt abgeschlossen ist.

Direkt aus dem dpa-Newskanal: Dieser Text wurde automatisch von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) übernommen und von der SZ-Redaktion nicht bearbeitet.

St. Ingbert (dpa/lrs) - Die in einer Wohnung im saarländischen St. Ingbert gelagerten radioaktiven Gesteine sind allesamt entfernt worden. Eine Fachfirma habe das Material vollständig geborgen und geräumt, teilte die Stadt St. Ingbert mit. Anschließende Messungen ergaben keine Kontamination. Damit sei der Einsatz abgeschlossen, hieß es.

Anfang August hatte radioaktives Material in der Wohnung eines 24-Jährigen einen großen Einsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Der Mann soll eine Leidenschaft für das Sammeln radioaktiver Gesteine in Steinbrüchen haben: Er habe die Materialien in seiner Wohnung gelagert und verarbeitet.

Die Ermittler gingen von einem ,,entarteten Hobby" aus, das aus dem Ruder gelaufen sei. Bei den Mineralien in seiner Wohnung wurden Strahlungswerte, aber keine gesundheitsgefährdende Strahlung gemessen. ,,Eine Gefährdung für die Bewohner und die Bevölkerung bestand nicht", teilte die Stadt weiter mit.

© dpa-infocom, dpa:260820-930-558121/1
"
(https://www.sueddeutsche.de/panorama/keine-gefaehrdung-einsatz-beendet-radioaktives-material-aus-wohnung-geraeumt-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-260820-930-558121)


"Saarland Stadt gibt Entwarnung: Radioaktives Material aus St. Ingberter Wohnung entfernt

Stand: 20.08.2026 • 12:14 Uhr

In St. Ingbert hat der unsachgemäße Umgang mit radioaktiven Mineralien Anfang August einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Jetzt teilte die Stadt mit, dass alle radioaktiven Stoffe aus der Wohnung des 24-jährigen Verdächtigen entfernt wurden.

Die Wohnung des 24-jährigen Verdächtigen, dessen mutmaßlicher Umgang mit radioaktivem Material Anfang August zu einem größeren Polizeieinsatz geführt hatte, ist jetzt frei von radioaktiven Stoffen. Das teilte die Stadt St. Ingbert mit. Eine Spezialfirma habe die Mineralien geborgen und entfernt.

Im Anschluss seien die Strahlungswerte überprüft worden. Dabei könne Entwarnung gegeben werden. Die Wohnung befindet sich in einem Mehrfamilienhaus. Für die anderen Haushalte bestand keine Gefahr.
Rückblick: Umgang mit radioaktivem Gestein als Hobby?

Anfang August hatte die Polizei den Hinweis erhalten, dass ein 24-Jähriger unsachgemäß mit radioaktiven Mineralien hantiere. Daraufhin wurden in der Nähe des Drahtwerk Nord Areals in St. Ingbert sowie in der Wohnung des Verdächtigen und an einem dritten Standort Untersuchungen und Messungen durchgeführt.

Bei den Mineralien handelte es sich um etwas größere, kohleartige Steine. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um ein Hobby handelt, das aus dem Ruder gelaufen ist. Der Verdächtige habe wohl eine gewisse Bekanntheit in den sozialen Medien und habe zu Hause radioaktives Gestein gesammelt und bearbeitet.

Laut Innenministerium ging zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung aus, aber für den Verdächtigen und seine direkten Kontaktpersonen.

Über dieses Thema haben auch die SR info-Nachrichten am 20.8.2026 berichtet.
"
(https://www.tagesschau.de/inland/regional/saarland/sr-stadt-gibt-entwarnung-radioaktives-material-aus-st-ingberter-wohnung-entfernt-102.html)

Norbert
#26
So, wie der Safe da steht, ist er sicher nicht bleigeschirmt.
Wir haben auf der arbeit erst einen Ähnlich großen, geschirmten umgezogen, der hat fast ne halbe tonne auf die waage gebracht.
Es ist auch nicht die aufgabe des Safes die quellen zu schirmen, sondern sie von unbefugten händen fern zu halten. Sonst wären die quellen ja auch direkt offen wenn man ihn auf macht, und das will niemand. In den safe gehören sauber geschirmte quellen.

"Sauber Geschirmt" heißt übrigens auch nicht, dass man sie von außen nichtmehr messen kann, sondern, dass die dosisleistung an der oberfläche auf, je nach kategorie, wenige µSv/h reduziert wird.
#27
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Strahlenschutzeinsatz – Sc...
Letzter Beitrag von DG0MG - 21. August 2026, 11:57
Zitat von: Kermit am 21. August 2026, 11:23Die Bilder sind nicht besonders gut

Man kann das Bild aber schöner zaubern:
https://www.feuerwehr-telfs.at/wp-content/uploads/2026/05/WhatsApp-Image-2026-05-04-at-17.40.37-1-1152x1536.jpeg

Man beachte aber die Überschrift: "In einer Wohnung". Rechts unterhalb des Tresors steht ein ältlicher "Contamat FHT 111 G" (oder so ähnlich) mit dem Lappen drauf wird den nicht die Feuerwehr mitgebracht und dann so ordentlich in die Ecke gestellt haben. Nein, der gehört dort zum Haushalt dazu.
Rechts daneben stehen 2 weiße Pappkartons, händisch beschriftet mit "Nur mit Vorschaltgerät betreiben!!!". Man kann auch noch "UVHPR125" lesen. Das sind also offenbar UV-Lampen.

Vielleicht sind also im Tresor "nur" Mineralien und der Besitzer war so verantwortungsvoll, sie wegzuschließen und die Wohnumgebung auf Kontamination zu prüfen. Ein Szenario könnte sein, dass er verstorben ist und die Angehörigen nicht wissen, wie sie mit dem Problem (Tresor an der Wand) umgehen sollen. Aber das ist reine Spekulation von mir in Ermangelung weiterer Infos.
#28
Noch abgesehen vom: warum findet jemanden plötzlich so ein Tressor in einer Wohnung.
Hier zu lande haben Wohnungen immer einen Besitzer. Die soll (?) doch wissen was da steht oder hängt oder warum (Familie).
#29
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Strahlenschutzeinsatz – Sc...
Letzter Beitrag von Kermit - 21. August 2026, 11:23
Zitat von: Petroman am 21. August 2026, 11:06Ist es nicht so das, wenn man ein semi professioneller Aufbewahrungskasten hat, was so aussieht, das man dann auch nicht wesentliches messt am Aussenseite?

Ja, das habe ich anhand der Bilder auch schon gedacht.  ;)

Der "Schrank" sieht aus wie ein Standart-Tresor für radioaktive Stoffe. Das er schwer ist kann man auch von der Halterung ableiten, mit der er an der Wand befestigt ist. Die Bilder sind nicht besonders gut, aber ich denke, das Schloss ist auch ein Tresorschloss der üblichen Bauart.

Man kann also davon ausgehen, das er je nach Bauart, entsprechend gut mit Blei usw. abgeschirmt ist, was ja auch neben dem kontrollierten Zugriff auf den Inhalt, die Aufgabe eines Strahlenschutztresors ist. ;)

Also kann man von der äußerlich gemessenen DL noch nicht ableiten, wie der Inhalt aussieht und ob noch Quellen drin sind...
#30
Ist es nicht so das, wenn man ein semi professioneller Aufbewahrungskasten hat, was so aussieht, das man dann auch nicht wesentliches messt am Aussenseite?