Neueste Beiträge

#21
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Wiesbaden: Feuerwehreinsat...
Letzter Beitrag von NoLi - 21. April 2026, 23:26
Das ist das Problem so mancher Aufsichtsbehörde...es fehlt die Praxis bei unvorhergesehenen Vorgängen.
Daher machen wir im Auftrag des Umweltministeriums Baden-Württemberg am KIT seit vielen Jahren jährliche "unübliche" Praxistrainings für das Fachpersonal der vier Baden-Württembergischen Aufsichtsbehörden Stuttgart, Tübingen, Freiburg und Karlsruhe mit entsprechenden Strahlenquellen und richtigen Kontaminationen. Dabei werden auch besondere Merkmale auf die richtige Anwendung der persönlichen Schutzausstattung (wurde vom UM-BW für diese Resorts beschafft) gelegt, inklusive des möglichst kontaminationsfreie Ausziehen und des Inkorporationsschutzes.

Norbert
#22
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Wiesbaden: Feuerwehreinsat...
Letzter Beitrag von DG0MG - 21. April 2026, 21:28
Ich denke, die sehen das aus ihrer Scheuklappensicht: Es war nix drin, und auch, wenn was drin gewesen wäre, wären die einfach zu zweit hingekommen, hätten eine Wischprobe gemacht: Nix kontaminiert. Deckel auf: Nix drin. Problem geklärt. Trefoil mit Edding übermalt. Behälter zum Schrott.

Das kann aber der Bürger gar nicht beurteilen, ob das so einfach sein könnte. Deswegen schaffen solche Tips mehr Verwirrung, als der einfache Verweis auf die 112. Da allerdings wäre der gleiche "überflüssige" (Zitat RP Darmstadt) Einsatz abgelaufen, nur an einem anderen Ort - da hast Du recht. Hinterher ist man halt immer schlauer.

Das ist aber wieder ein sehr gutes Beispiel für das, was allein beim Auftauchen eines Trefoils so alles passiert.
#23
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Wiesbaden: Feuerwehreinsat...
Letzter Beitrag von NoLi - 21. April 2026, 21:16
Zitat von: DG0MG am 21. April 2026, 21:09...
Den letzten Satz finde ich unangebracht - der Hinweis auf 110 oder 112 sollte reichen, wenn man ein Gefäß mit unklarem Inhalt findet.
Genau so, wie es "semurobo" in der Kommentarspalte auch erwähnt hat.

Auch den Satz "Dadurch entstand ein unnötiges Risiko und ein überflüssiger Einsatz" (unter Hintergrund und Problem) finde ich, zumindest in der zweiten Satzhälfte, unangebracht...was wäre denn am Fundort entstanden? Auch ein überflüssiger Einsatz?

Kannst Du das Bild des Behälters noch einbinden?
P.S. Ok, hab`s jetzt gesehen ;D

Norbert
#24
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Wiesbaden: Feuerwehreinsat...
Letzter Beitrag von DG0MG - 21. April 2026, 21:09
Und an gleicher Stelle (seitlich in der "Story" blättern) macht das Regierungspräsidium Darmstadt dem Bürger Vorwürfe:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Okay, vielleicht noch zu recht. Der Bürger hätte den Fund nicht transportieren sollen.
Aber dann:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Der Bürger soll das Regierungspräsidium Darmstadt anrufen, wenn er als Hinterbliebener ein Behältnis mit Trefoil findet? Und die Telefonnummer - darf man sich dann erstmal ergooglen?

Den letzten Satz finde ich unangebracht - der Hinweis auf 110 oder 112 sollte reichen, wenn man ein Gefäß mit unklarem Inhalt findet.



#25
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Wiesbaden: Feuerwehreinsat...
Letzter Beitrag von NoLi - 21. April 2026, 20:53
Hier ein Bild der "Blechdose". Es handelt sich um einen verschraubbaren, massiven Aluminium-Abschirmbehälter für einen Prüfstrahler (Sr-90; Aktivität im MBq-Bereich):

https://www.instagram.com/p/DXXDE76CA1S/

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Norbert
#26
Hier sieht man den RadiaCode Zero vorgestellt und bekommt einen Eindruck von der Nullrate.

#27
Zitat von: DL3HRT am 21. April 2026, 16:49Inwieweit der extreme Messbereich sinnvoll ist oder nicht, sei dahingestellt.
In Pripyat betrug die maximale Dosisleistung beim und nach dem Durchzug der anfänglichen Fallout-Wolke max. 65 mSv/h.
Höhere Dosisleistungen treten eigentlich nur beim frühen A-Bomben-Fallout im Nahbereich auf (der allerdings bei H-Bomben sich durchaus bis mehrere 100 km in Windrichtung erstrecken kann!). Hier können die Dosisleistungen durchaus mehrere Sv/h bis ein paar 10 Sv/h erreichen, je nach Abstand.

Norbert
#28
Zitat von: ullix am 21. April 2026, 10:28Ist das hier der "bessere Geigerzähler" - viel empfindlicher und bis viel höherer Strahlung nutzbar?
So könnte man es tatsächlich ausdrücken. Im Mittel kommen bei mir 1,2 .. 1,4 Impulse pro Sekunden bei normaler Hintergrundstrahlung. Der RC103 liefert am selben Ort ca. 8 .. 10 Impulse pro Sekunde was nervt, wenn der Ticker eingeschaltet ist. Der RC0 hat mit eingeschaltetem Ticker eher etwas Beruhigendes ;). Man bekommt dadurch auch Erhöhungen der Dosisleistung beim Zuhören leichter mit.

Inwieweit der extreme Messbereich sinnvoll ist oder nicht, sei dahingestellt. An einem großen Stück Pechblende kommt man auf vielleicht 500 µSv/h (bei ganz aktiven Stücke evtl. noch etwas mehr). Das ist gerade einmal 1/18000 des angegebenen Messbereichs. Es werden nur wenige Leute die Möglichkeit haben, bei solchen Dosisleistungen zu testen.

Im Röntgengerät ginge das natürlich, aber da ist die Energie eher gering. Wir möchten ja auch gerne wissen, wie es mit der Energieabhängigkeit aussieht.

Zumindest bei der Messung an Pechblende oder der Cerberus GR-16 Röhre stimmen die Messwerte des RC0 recht gut mit denen eines automess 6150 AD4 überein.
#29
Zitat von: Radiohörer am 21. April 2026, 12:19
Zitat von: DG0MG am 21. April 2026, 11:20
Zitat von: Pinin am 20. April 2026, 21:31Insbesondere im Hinblick auf Radionuklide mit Alphazerfall, die bei Inkorporation von Nahrung radiologisch relevant sind, sind die Modelle daher nutzlos oder ist diese Einschätzung falsch?
Welche Nuklide wären das denn und in welchem Szenario?
...stark Radon haltiges Wasser, dass man sich in fast allen Radon-Bädern als Trinkur selbst verabreichen kann ;)
...

Radon-Tochternuklide sind wiederum auch Beta- und Gammastrahler... ;D
Diese Tochternuklide sind immer im Radonwasser vorhanden, wenn gleich unter Umständen noch nicht im Gleichgewicht.

Norbert
#30
Objekte und Stoffe / Aw: Ionisationsmelder (Rauch- ...
Letzter Beitrag von DG0MG - 21. April 2026, 12:25
In diesem auch anderweitig hochinteressanten Dokument der tschechischen Atomaufsichtsbehörde SÚJB

gibt es Informationen und Fotos zu in der früheren CSSR von TESLA in Liberec hergestellten Ionisationsmeldern. Sowas könnte ja trotz eigener Herstellung in der DDR auch verbaut worden sein.

  • MHG 102 35 kBq Am-241
  • MHG 103 75 kBq Am-241
  • MHG 107 35 kBq Am-241 (Aussehen wie MHG 181)
  • MHG 181 35 kBq Am-241
  • MSK 101 51.8 kBq Ra-226

Im Dokument wird auch das DDR-Produkt VA-K-301 erwähnt:
"VA-K-301 fire detector, produced in the former East Germany. 85Kr with activity of only some tens of kBq."
Das ist auf jeden Fall FALSCH! Es sind nicht "tens of kBq" sondern mindestens "tens of MBq"! Das Tausendfache! DIe tatsächliche Aktivität lag bei 150 MBq Kr-85.