Neueste Beiträge

#21
Wenn Du das Gerät nicht zur Identifizierung von (exotischen) Radionukliden nutzt, ist eine nachträgliche Energiekalibrierung vermutlich nie notwendig. Wobei es nicht schaden kann, sich damit zu beschäftigen und entsprechende Kalibrierpräparate anzuschaffen. Da gibt es im Forum schon genügend Beispiele, von Th-232 bis Ra-226, was sich in zahlreichen Vintage-Gegenständen oder auch Mineralien findet.
#22
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 01. Mai 2026, 00:04
Ich habe mir neulich eine ATR-Radarröhre der "English Electric Valve Company" gekauft, heute unter dem Namen "Teledyne e2v" bekannt. An der Röhre konnte ich bisher nichts messen, aber der Kaufgrund war hauptsächlich die beiliegende Dokumentation. Dort sind einige Absätze recht interessant, auch in Bezug auf BeO-Keramiken.

Hier mal die Sicherheitshinweise, Stand August 1979

Edit: die wichtigen Infos sind auf Seite 2...
#23
Ich will es ja gar nicht Kalibrieren. Ich will nur wissen pb ich es irgendwie mal tun muss nach Zeitraum X. Die liebe KI hat mir aber auch schon gesagt, dass ich normalerweise nicht Kalibrieren muss.
#24
Gerne. So krass wie im Beispiel werden die Werte wohl niemals abdriften, aber eine leichte Abweichung über längere Zeiträume (Monate, Jahre) ist normal. Das Modell 103G soll diesbezüglich stabiler sein, was für mich aber trotzdem kein Kaufgrund gegenüber einem RC-110 wäre, auch nicht unter Berücksichtigung der etwas besseren Halbwertsbreite.

Starke Erschütterungen und Stöße sollte man auf jeden Fall vermeiden, vermutlich auch extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen. Der Schwachpunkt ist wohl hauptsächlich die Kopplung zwischen SiPM und Kristall.

Warum willst Du das Gerät überhaupt kalibrieren? Bei meinen 3 Geräten passte die Werkskalibrierung ausreichend gut.
#25
Danke Lennart, für Deine erklärenden Worte. Mich hatte das jetzt noch etwas mehr verunsichert. Noch nutze meinen 102 ab und zu mal. Ab wann ,,driften" denn die Werte so das ich Kalibrieren muss? Oder was ist der Trigger? Zeit? Abnutzung? Das ist mir nicht klar. Ich glaube selbst kalibrieren bekomme ich nicht hin. Einfach mal auf ,,Werkseinstellungen" zurückgehen?

Gruß
#26
Software / Aw: Rad Pro : quelloffene Alte...
Letzter Beitrag von Pinin - 30. April 2026, 21:43
Die Gamma-Messstationen des Bundesamt für Strahlenschutz dienen mir lediglich als grober Anhaltspunkt (0,11 µSv/h).
Ich bin zwar noch Anfänger, kenne mich inzwischen aber recht gut mit dem GC-01 aus, insbesondere was Installation, Einstellungen, Messverhalten betrifft.
Mittlerweile so gut, dass Gissio einen meiner Installationstipps in seine Anleitung aufgenommen hat.
Die aktuelle originale FNIRSI-Firmware 1.8 ist meiner Erfahrung nach am genauesten, was die Hintergrundstrahlung betrifft.
Auch die aus älteren Versionen bekannten Ungenauigkeiten oder Sprünge konnte ich nicht feststellen. Im Grunde entspricht sie damit der alten Rad Pro 3.0.2.

Zu den Einstellungen an meinem Gerät:
- Rad Pro 3.0.2: Es wurde ausschließlich die Röhre M4011 angepasst, alle anderen Einstellungen sind auf Werkseinstellung geblieben
- Rad Pro 3.1.1: Ebenfalls nur die Röhre M4011 angepasst, der Rest unverändert auf Werkseinstellung
- Originale FNIRSI-Firmware 1.8 ist idiotensicher, bietet keine Möglichkeit für röhrenspezifische Anpassungen

Inzwischen habe ich die gesamte Bergstraße von Heidelberg bis Darmstadt vermessen (mit Rucksack und Blechdose auf dem Rennrad).
Dabei liefern nur die ältere Rad Pro 3.0.2 sowie die originale FNIRSI-Firmware 1.8 zuverlässige niedrige Werte für die Hintergrundstrahlung.
Die Tests habe ich innerhalb eines Testdreiecks mit mehreren Vergleichs Sonden durchgeführt, jeweils über eine Stunde.
Nach jedem Durchlauf wurde eine andere Firmware aufgespielt, gemessen wurde immer mit demselben Gerät (meinem GC-01).
Mittlerweile muss ich nicht einmal mehr auf die installierte Versionsnummer schauen.
Bereits nach etwa einer Minute erkenne ich anhand eines Durchschnittswerts von über 0,2xx µSv/h, dass die aktuelle Rad Pro 3.1.1 läuft.

Warum ist die Hintergrundstrahlung deutlich höher, sobald ich von der originalen Firmware bzw. Rad Pro 3.0.2 auf die neue Rad Pro 3.1.1 wechsle?
#27
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: München: Strahlen-Alarm an...
Letzter Beitrag von NoLi - 30. April 2026, 21:31
Wenn in einem unerwarteten Bereich eine dauerhafte, nicht durch statistische Schwankung bedingte, Dosisleistung > 0,3 µSv/h auftritt bzw. angezeigt wird, sollte die Ursache abgeklärt werden. Daher hatte die unbekannte Person durchaus richtig gehandelt, indem sie sich an die Sicherheitsbehörde wandte.
Besser eine "Fehlalarmierung" als eine nicht weiter beachtete abnormale radiologische Situation, eventuell illegalen Ursprungs.

Norbert
#28
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: München: Strahlen-Alarm an...
Letzter Beitrag von Banev - 30. April 2026, 19:45
Zitat von: Lennart am 30. April 2026, 15:35
Zitat von: BanevAb welcher ODL würdet ihr denn zum Telefon greifen?
Das könnte ich so pauschal gar nicht beantworten. Für mich persönlich hängt das von mehreren Faktoren ab:
- bestätigen mehrere Geräte die Anwesenheit ionisierender Strahlung?
- Fehlalarm sicher auszuschließen?
- ist das Nuklid künstlich oder natürlichen Ursprungs?
- bekanntes Uranbergbaugebiet?
- Punktquelle oder großflächig ausgedehntes Strahlungsfeld?

Es ging mir um die Art von Situation, die in diesem Fall vorlag:
  • Ich bin der einzige vor Ort und habe nur ein Gerät dabei, das mir jedoch in der Bedienung vertraut und als zuverlässig bekannt ist.
  • Es ist ein Geigerzähler, ich kann also das Nuklid nicht eingrenzen.
  • Es ist kein Glitch, d.h. die Messung ist reproduzierbar und ich kann einen Fehlalarm durch mehrfache Prüfung der Ortsabhängigkeit der DL mit einiger Wahrscheinlichkeit ausschließen.
  • Es handelt sich um eine Stelle in einer ›radiologisch unverdächtigen‹ Umgebung – also weit und breit keine Bergbauhalde/weggeworfene Mineraliensammlung/Abklingbecken/seltsamer Gegenstand mit Trefoil ...  :o
  • Es gibt keine offensichtliche Quelle für stärkere EM-Strahlung (Sendemast/Hochspannungsleitung ...) in der Umgebung, die das Gerät evtl. beeinflussen könnte.
  • Lichtabhängigkeit kann ich ebenfalls ausschließen (Gerät in Tasche/Hülle/Ärmel ...).
  • Die DL ist höher als beispielsweise auf einer Halde in Jachymov oder am Rosinaschacht in Freital
  • Ich bin mir relativ sicher, dass hier nicht nur ein Radiologie-Patient an einen Baum gepinkelt hat ;D
#29
Hallo Lukas,
... wie gewohnt eine saubere Arbeit!

RESPEKT !!!

Viele Grüsse,
Ralf
#30
Software / Aw: Rad Pro : quelloffene Alte...
Letzter Beitrag von DG0MG - 30. April 2026, 16:58
Zitat von: Pinin am 30. April 2026, 15:20es Bundesamtes für Strahlenschutz liegt in meiner Umgebung aktuell bei 0,11 µSv/h.

Bitte von dem Gedanken lösen, dass das irgendeine Rolle spielt. Du kannst 50 Meter von der Sonde weg in einem Gebäude sein und völlig andere Messwerte haben, als die Sonde selbst auf der Wiese misst. Ein Vergleich ist nur zulässig, wenn Du UNMITTELBAR DANEBEN stehst. Weiterhin solltest Du für Messvergleiche eine möglichst lange Average-Time wählen - mindestens 10-15 Minuten.

Wenn trotz gleicher cpm-Werte die angezeigten Dosisleistungen unterschiedlich sind, hat sich der Kalibrierfaktor für das Zählrohr (oder überhaupt der Zählrohrtyp) geändert. Musst Du mal in die betreffenden Menüpunkte schauen.