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#21
Experimente / Aw: Pb-210/Bi-210/Po-210-Fläch...
Letzter Beitrag von NoLi - 07. Januar 2026, 21:24
Zitat von: Raven am 07. Januar 2026, 20:37Das klingt nach einem Spannenden Projekt, versteh ich das Richtig einfach ein Polystyrol stück mit einem Rn-222 exhalierendem Objekt in eine Luftdichte dose packen und warten? Bei Polystyrol muss ich aber ein ein eher poröses und bröselndes material denken, das eignet sich eher weniger als Trägermaterial  ;D
Polystyrol gibt es auch als Platten. Die meisten Kunststoffschilder, die man im Baumarkt bekommt, bestehen aus diesem Material.
Man braucht zur Herstellung dieses Alpha-Beta-Gamma-Prüfstrahlers eine möglichst kräftige Radon-Quelle (z.B. aus dem militärischen Bereich ein Fluginstrument mit radiumreicher Leuchtfarbe oder ein möglichst poröses Uranmineral; beides mit möglichst einer Dosisleistung im zweistelligen µSv/h-Bereich), und eine luftdichte Dose, in der beides zusammen mindestens einige Monate eingeschlossen bleibt, damit sich aus den kurzlebigen Radon-Folgeprodukten Po-218, Pb-214, Bi-215, Po-214 das relativ langlebige (Halbwertszeit 22,5 Jahre) Pb-210 aufbauen und am Polystyrol fest anreichern kann. Daran bildet es durch den Zerfall ebenfalls seine Tochernuklide Bi-210 und Po-210. Je länger die Einschlusszeit ist, desto mehr Pb-210 bildet und bindet sich am Polystyrol.

Die andere Möglichkeit ist die beschriebene Anwendung von radonbeladenem Ethanol.

Pb-210 ist ein Beta-Strahler mit niedriger Emax von 63,5 keV und einem 4,25 %igen Gamma-Anteil mit einer Energie von 46,5 keV.
Bi-210 ist ein reiner Beta-Strahler mit einer relativ hochenergetischen Emax von 1,16 MeV.
Po-210 ist ein reiner Alpha-Strahler mit einer Energie von 5,41 MeV.

Norbert
#22
Experimente / Aw: Pb-210/Bi-210/Po-210-Fläch...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 07. Januar 2026, 21:24
Oben steht ja, in radonbeladenem Aethanol lagern.
Und Polystyrol ist nicht bröckelig.
Es ist kein Styropor gemeint, was aufgeschäumt wurde.
#23
Experimente / Aw: Pb-210/Bi-210/Po-210-Fläch...
Letzter Beitrag von Raven - 07. Januar 2026, 20:37
Das klingt nach einem Spannenden Projekt, versteh ich das Richtig einfach ein Polystyrol stück mit einem Rn-222 exhalierendem Objekt in eine Luftdichte dose packen und warten? Bei Polystyrol muss ich aber ein ein eher poröses und bröselndes material denken, das eignet sich eher weniger als Trägermaterial  ;D
#24
Lebensmittel / Aw: Die Kakao-Nachweisgrenze
Letzter Beitrag von opengeiger.de - 07. Januar 2026, 18:41
Zitat von: grovea am 07. Januar 2026, 11:45Der Background wurde über mehr als 24h gemessen (99930 s). Die Schokolade nur 11,5h (41350s). Bei der Subtraktion des Untergrundes skaliert InterSpec die Zeit automatisch auf die kürzere Meßzeit.
Die separate Auswertung des K40-Peaks vom Untergrund zeigt hier 1689 counts. Allerdings mit einer Meßzeit von ca. 24h und somit nicht direkt vergleichbar mit der Schokolade - also etwa den doppelten Wert. 

Ich denke die Grafik Schoko und Background.jpg macht die Sache völlig klar! Vielen Dank dafür. Interspec ist für mich ein wenig kryptisch beim handling der Messdauern. Dennoch ist es toll, dass man das Programm noch für Umme bekommt!

Deine Messung beleuchtet auch sehr deutlich den Vorteil eines großen Kristallvolumens bei der K-40 Messung. Ich könnte mir denken, dass bei großen Flächen-Detektoren mit Millimeterdicke des Szintillators z.B. beim LB124 für K-40 eine deutlich schlechtere Gamma-Effizienz erkennbar ist, da ja die mittlere Weglänge der Photonen, auf der es zur Wechselwirkung kommen kann, zumindest statistisch gesehen sehr klein ist. Nur die fast senkrecht zur Flächennormalen einfallenden Photonen können einen langen Weg zurücklegen. Ich kann mich noch an die dünne RAP-47 Sonde erinnern, mit der kam man doch kaum über 100keV, aber das ist bei dieser Sonde wohl so gewollt. Das stimmt doch, oder? 
#25
Lebensmittel / Aw: Die Kakao-Nachweisgrenze
Letzter Beitrag von Peter-1 - 07. Januar 2026, 18:08
Wenn man ganz spitzfindig sein will, dann muß man die Bezeichnungen der Pottasche Tütchen genau lesen.
Bei Müller's 30 gr steht : Pottasche Kaliumcarbonat
Bei Ostmann  15 gr steht : Pottasche Kaliumcarbonate E501

Unter E501 darf es K2CO3 sein, aber auch KHCO3  :o
Damit ist bei Ostmann eine gewisse Unsicherheit verbunden.
Wer analysiert nun den Inhalt von Ostmann  :unknw:
#26
Mineralien, Glas und Keramik / Aw: unbekannes Granulat
Letzter Beitrag von RolB - 07. Januar 2026, 17:54
#27
Mineralien, Glas und Keramik / Aw: unbekannes Granulat
Letzter Beitrag von RolB - 07. Januar 2026, 17:35
Ja, das denke ich auch. Meine Materialprobe ist sicherlich mindestens 10 wenn nicht sogar mehr als 20 Jahre alt. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob die hohe Urankonzentrationen damals üblich oder nur bei bestimmte Chargen/Hersteller aufgetreten sind bzw. wie das heute aussieht.

Roland
#28
Lebensmittel / Aw: Die Kakao-Nachweisgrenze
Letzter Beitrag von NoLi - 07. Januar 2026, 17:06
Zitat von: Peter-1 am 07. Januar 2026, 15:32...
Mit dem SBT10A habe ich für Müller's Pottasche 30gr eine Nettorate von 708 CPM gemessen. Für das 25gr Täfelchen MoserRoth nur netto 9 CPM. Ist in den Täfelchen dann überhaupt Kakao drin?
...
In den Pottaschetütchen hast Du 100 % Pottasche drin, in dem Schoko-Täfelchen allenfalls 7,5 % Pottasche, also auch nur einen Bruchteil der Pottasche-Tütchen. Und dann kommt auch noch die Absorption durch die weiteren Schokoladenbestandteile hinzu.

Norbert
#29
Mineralien, Glas und Keramik / Aw: unbekannes Granulat
Letzter Beitrag von NoLi - 07. Januar 2026, 16:57
Zitat von: RolB am 07. Januar 2026, 16:28Nachtrag: Quelle der Keramikperlendaten

https://www.wiwox.de/lieferprogramm/strahlmittel/wiwox-km-keramikperlen-strahlmittel/
Tja, was dann wohl an dem 25 kg Sack oder dem 1000 kg BigBag messbar sein wird... :o
Und ob das diejenigen, die damit umgehen, sei es in der Herstellung und Anwendung, auch wissen...

Norbert
#30
Mineralien, Glas und Keramik / Aw: unbekannes Granulat
Letzter Beitrag von RolB - 07. Januar 2026, 16:28