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#21
Aus Rad Pro Referenzhandbuch: Rad Pro enthält Standard-Sensitivitätswerte für die M4011 GM-Röhre: 108,345 cpm/µSv/h
(abgeleitet aus numerischen Simulationen mit Rad Lab für eine Standard-Gammaquelle Cs-137).

Ich habe diesen Wert auf 199,53 cpm/µSv/h angepasst (weitere Einstellungen: Röhre: M4011, HV-Profil: Werkseinstellung).

Ergebnis unter Rad Pro 3.1.1: Die Messwerte für die natürliche Hintergrundstrahlung stimmen nun mit den Gamma-Messstationen des Bundesamtes für Strahlenschutz überein (aktuelle Messwerte: 0,109 µSv/h), sind also in meiner Umgebung, als auch mit der Original FNIRSI-Firmware 1.8 konsistent.
Für den Test habe ich den GC-01 in eine Blechdose gepackt und auf einen Tisch gelegt, die gleichen Werte wurden jedoch auch ohne die Blechdose erzielt.
Ich frage mich allerdings, ob die Empfindlichkeit einfach so angepasst werden kann damit die Messwerte stimmen.
Im Grunde ist das wie eine Kalibrierung, oder sehe ich das falsch

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#22
Zitat von: DG0MG am 28. November 2025, 14:45@Radiacode-101

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Ich möchte mal die Alarmfunktionen des RadiaCode diskutieren. Es sind insgesamt NEUN Alarmschwellen: Zählrate, Dosisleistung und Dosis, jeweils in zwei Stufen + "Off the SCale" einstellbar. Dazu noch Optionen, ob akustisch und/oder haptisch gemeldet werden soll und ob die Alarme ebenfalls auf dem Mobilgerät ausgegeben werden sollen. Weiterhin noch, ob der Alarm einmalig oder dauerhaft bestehen bleibt. Das sind schon ganz schön viele Varianten. Funktionieren tut das gut und sicher so, wie vorgesehen. Die Dosisalarme hab ich ausgeschalten, ebenso die Dosisleistung und verwende nur die Zählrate als Alarm-Indikator, ob irgendetwas aktives in meinem Umfeld ist (z.B. auf dem Flohmarkt).

Aber ist das auch wirklich 100% praxistauglich?

MMn nicht so ganz und hatte dazu auch schonmal einen Thread gestartet: Alarmfunktion in Messgeräten

Es gibt schon Situationen, wo einen die Alarmfunktion des RC nervt. z.B. schon, wenn ich einen Waldweg entlang wandere, der mit Wismut-Schotter belegt ist. Oder auch auf einem großen geteerten Flohmarktparkplatz, auf dem zu DDR-Zeiten mal Schlaglöcher mit Haldenmaterial ausgebessert wurden. Man ist eigentlich unnötigerweise ständig mit dem Anpassen der Alarmschwelle beschäftigt: Handy rausholen, App öffnen, Einstellung suchen, überlegen, welchen Wert man jetzt einstellt usw.  Wenn einem das Gepiepe oder Gebrummel in der Tasche zu bunt wird, schaltet man den Alarm oder das ganze Gerät wutentbrannt ganz aus, damit man Ruhe hat und ist dann natürlich radiologisch total blind. Dazu kommt, dass man trotz toller, hochintelligenter Technik (erheblich mehr, als der Mondlandecomputer!) in der Tasche, SELBST DARAN DENKEN muss, die Alarmschwelle später wieder herunterzusetzen.

Der RAYSID hat eine Funktion, die eine DYNAMISCHE Anpassung einer Alarmschwelle ermöglicht: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=39329
Das wäre eine Möglichkeit: Langsame Änderungen verschieben die Alarmschwelle nach oben oder unten, schnelle Änderungen nach oben lösen ein Alarmereignis aus.

Eine andere Variante, mit der ich mich möglicherweise auch anfreunden könnte, wäre eine "manuelle" dynamische Änderung der Alarmschwelle. Also etwa so: Ich stelle die Alarmschwelle auf 25cps und hake eine imaginäre Funktion "dynamic" an. Wenn der Alarm auslöst (die Zählrate also über 25cps steigt) muss man den Alarm "quittieren". Dabei wird die Alarmschwelle auf z.B. das 1,5fache des ursprünglichen Wertes gesetzt (25*1.5=37). Beim nächsten Alarm wieder genauso (37*1.5=55). Sinnvollerweise könnte die so manuell erhöhte Alarmschwelle langsam gleitend wieder auf den ursprünglich eingestellten Wert absinken. Auf diese Weise funktioniert übrigens der "Radiation Pager-S": https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=11051

Was wurde daraus, ist das etwas für Radiacode im Bereich des möglichen, gibt es dazu von RC eine Antwort?
#23
Radiacode Zero vs 102 – Is the Upgrade Worth It?

ChemiCode

#24
Zitat von: NoLi am 24. April 2026, 10:08Niederbrüllen ist ein Verhalten von Affen und Primaten...die Ausführenden sollten sich nicht wundern, mit denen gleichgesetzt zu werden!

Norbert
Als Biologe muss ich hier natürlich einfügen, das wir genau das sind. ;-)
#25
Ja, der Schwingkondensator ist ein kontaktloser "Zerhacker", eben ein Gleich-/Wechselspannungswandler. Zu der Zeit gab es noch keine integrierten Chopperverstärker und der Schwingkondensator bringt kein zusätzliches Rauschen oder Fremdspannung zum Verstärker. Auch FETs gab es noch nicht, also Röhren. Und wenn ich mich nicht ganz täusche war der Eingang eine Elektrometerröhre.
Der Tastkopf ist aber recht globig - war damals aber auch alles Andere.

Das hat mich auch schon immer interessiert, habe aber keine Schaltpläne dazu gefunden.

Viele Grüße
Bernd
#26
In dieser umfangreichen Publikation ..


Dresdner Hefte zur Geschichte der Elektrotechnik
Heft 2: Im Sog früher kerntechnologischer Entwicklungen und Versprechen
Der ,,Schwingkondensator" als elektro-mechanischer Verstärker zwischen Elektronenröhre und Feldeffekttransistor und dessen Nutzbarmachung im Wirtschaftraum Dresden-Jena
Günter Dörfel

.. findet sich Näheres zum Wirkprinzip der Messelektronik. Soweit ich das verstanden habe, besteht das Problem, den winzig kleinen Ionisationskammerstrom hinreichend genau unter allen möglichen Umwelteinflüssen und in industrieller Umgebung zu messen. Dazu wurde von Vakutronik (und vorher schon bereits von Manfred v. Ardenne) die Technik des "Schwingkondensators" verwendet. Der Begriff ist auch oben im Prinzipschaltbild zu lesen. Für "Schwingkondensator" gibt es nichtmal einen Wikipedia-Eintrag.
Es handelt sich um ein Spezialbauteil, einen Kondensator, dessen Kapazität durch angelegte Spannung verändert werden kann. Der zu messende Ionisationskammerstrom lädt diesen Kondensator, eine an zusätzliche Elektroden angelegte Wechselspannung verändert zyklisch seine Größe (z.B. nach dem elektromagnetischen oder piezomechanischen Prinzip). Daraus folgend liegt am Kondensator keine Gleichspannung, sondern eine Wechselspannung an, die sich einfacher verstärken lässt.
Der modernere Begriff ist wahrscheinlich "Chopper-Verstärker": https://de.wikipedia.org/wiki/Chopper-Verst%C3%A4rker
#27
Zitat von: privy am 26. April 2026, 07:46Ja, das tritt nach einer Überschreitung einer Alarmschwelle auf. Wenn der Alarm nun quittiert wird, durch kurzes Drücken des runden Knopfs, bleibt weiterhin eine Alarmmeldung im Display und das kleine Schloss ebenfalls. In diesem Zustand lässt sich durch den runden Knopf die Displaybeleuchtung ein- und ausschalten.

Du hast recht, das ist so. Wenn in der oberen Zeile Gamma oder s-1 angezeigt wird (also in der Vergangenheit ein Alarm aufgelaufen ist), dann ist das Verhalten der Displaybeleuchtung so wie beschrieben. Steht das irgendwo im Handbuch?

Einen Sinn kann ich darin nicht erkennen, insbesondere stören mich eben die unterschiedlichen Verhaltensweisen.
Wenn ich im Dunkeln kurz auf den Knopf drücke und es geht kein Licht an, weiss ich nicht, ob das Gerät ausgeschalten oder gesperrt ist.

Ich würde es besser finden, wenn das Licht IMMER beim Druck auf den runden Knopf angeht. Auch auf die Gefahr hin, dass jemand sagt, versehentliches Drücken in der Tasche würde den Akku entladen. Das ist ja jetzt - zumindest im Alarmfall - auch schon so.
Um den bisherigen eingeführten Zustand nicht über den Haufen zu werfen, könnte man auch einen vierten Einstellungs-Punkt beim Beleuchtungsverhalten anbringen.
  • Disabled
  • Turns on every time the button is pressed
  • Turns on depending on the light
  • Turns on every time the round button is pressed, even when locked. <== Vorschlag
#28
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Wiesbaden: Feuerwehreinsat...
Letzter Beitrag von DG0MG - 26. April 2026, 22:28
Zitat von: NoLi am 22. April 2026, 09:31Da laut Pressebericht der verstorbene Gatte der Finderin ein Mediziner war, könnte es sich vielleicht auch um den Aufbewahrungsbehälter für eine sogenannte "Derma-Platte" handeln, mit deren Hilfe und dem darin befindlichen Sr-90 früher Hautkrebs durch Auflegen auf die erkrankte Stelle behandelt (bestrahlt) wurde.

Dass auf dem Behälter die frühere Herstellerfirma steht:

BUCHLER&CO.
BRAUNSCHWEIG

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spricht ebenfalls dafür. Buchler stellt zumindest Pharmazeutische Produkte her: https://www.buchler-gmbh.com/gallery-historical-production/
Auch ist auf dem Behälter ein Maß in mm zu lesen, vielleicht ein Durchmesser. Das spricht ebenfalls für ein Verwendungsobjekt, nicht einfach nur für einen Prüfstrahler.
#29
Software / Aw: Rad Pro : quelloffene Alte...
Letzter Beitrag von Gissio - 26. April 2026, 19:12
Rad Pro verwendet für die HV-Einstellung dieselben PWM-Parameter wie die originale Firmware – die Spannung sollte also identisch sein. Du musst dir diesbezüglich keine Sorgen machen.

Übrigens, Rad Pro 3.1.1 wurde soeben veröffentlicht und behebt das Abschaltproblem beim Bosean FS-5000.
#30
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Aw: Gamma-Scout - alle Variant...
Letzter Beitrag von NoLi - 26. April 2026, 19:01
Wenn man weiß, wie man den Ticker an- bzw. abschalten kann...ich kann damit so leben. Für mich wäre viel wichtiger eine zuschaltbare Display-Hintergrundbeleuchtung, zumindest beim Modell Rechargeable.

Norbert