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#21
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von DG0MG - Gestern um 13:11
In Bremervörde gibt es eigentlich nur 2 Varianten, da es Bebauung nur im rechten unteren Teil des Vierecks nördlich und südlich der Gnattenbergstraße gibt. 
Dort ist eine Kläranlage (~  53.496427°  9.172530°) und südlich der Straße ein Pferdehof oder sowas ähnliches (~  53.495241°  9.174756°).
Ich denke, sie ist im Gelände der Kläranlage. Das ist bestimmt schwer einzusehen, aber einmal rundherum laufen sollte möglich sein.
#22
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von Peter-1 - Gestern um 11:46
Hallo,

bin ja die nächsten Tage an der Nordsee und schaffe es vielleicht nach Bremervörde. Macht für mich aber nur Sinn wenn ich die genauen Koordinaten der Sonde habe. Wurden die schon einmal genannt?  Mit Bederkesa bin ich noch nicht weiter, schade.

Peter
#23
Hallo,

nun hab ich erste Messungen mit meinem Pulsgenerator. Der erste Aufbau auf einem Breadboard hatte massive Kontaktprobleme, drum ist nun alles auf eine Lochstreifenplatine aufgelötet. Zur Stromversorgung mit +/-18V dient ein DIY-Bausatz (AR182, Stabilisiertes symmetrisches Netzteil, 1,5-37V, max. 2x1,5A) mit Ringkerntransformator.

Hardware und Simulation stimmen noch nicht gut überein. Nach CD40106B-Datenblatt sollten sich mit R=100kΩ (gemessen 99,9kΩ) und C=47nF (gemessen 47,4nF) eine Frequenz von ca. 297Hz ergeben. Die Simulation liefert 256Hz die Messung 190Hz. Die 3 Potis in der Schaltung sind gesockelt, damit ich sie mit dem Multimeter einstellen kann. Der Parameter ,,ax" in der Simulation müsste eigentlich die Werte 0.01, 0.05, 0.1, 0.15, 0.2, 0.25, 0.3, 0.35, 0.4 und 0.45 durchlaufen, damit aber Simulation und Messergebnisse einigermaßen übereinstimmen muss ich ,,ax" mit dem Faktor 0.615 multiplizieren.

Im Diagramm sind die Simulationsergebnisse in rot und blau, die mit dem Oszilloskop digitalisierten Kurven in blaugrün und magenta zu sehen (in grün die ansteigende Flanke des Rechtecksignals auf die ich triggere).

Im Messaufbau von links nach rechts: externes USB-Audio-Interface, PMT-Adapter (weißes Gehäuse), Oszi, Pulsgenerator (im Stahlblechgehäuse) und Stabilisiertes symmetrisches Netzteil

Gruß Andreas
#24
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von DL8BCN - 01. Oktober 2026, 21:10
Hab ich so deutlich eigentlich noch nie gesehen.
Das war mehr als eine Verdoppelung der ODL.
Langzeitdurchschnitt in Bremervörde ist ca. 0,065 μSv/h und heute waren es im Peak ca. 0,14 μSv/h.
Habe eben 1,5 Liter Regenwasser gefiltert durch einen 0,5 my Glasfaserfilter.
Der Berthold LB1210B geht von ca. 8 cps Nullrate auf 14 cps in Kontakt mit dem getrocknetem Filter.
Die Gammaspektroskopie zeigt die typischen Bi-214 Linien.

#25
Radon / Aw: Radonbestimmung in Quellwa...
Letzter Beitrag von Radiohörer - 01. Oktober 2026, 20:45
...dieses und ähnliches Vorgehen zur Emittlung des Rn-Gehalts in Luft, Wasser und Erde und die dazu früher verwendeten Geräte sind ausführlich beschrieben in
"GÜNTHER & TEGETMEYER, 1901 - 1958; Instrumente für die Wissenschaft aus Braunschweig" ab Seite 178 re bis 199.

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis: https://www.rudolf-fricke.de/GuT_Inhalt.pdf
"4. Strahlungsmessinstrumente
1. Ionisationsapparate
2. Radiometrischer Exkurs
3. Gerätedokumentation:
Ionisationsapparat zur Bestimmung der Radioaktivität von Luft-, Bodenproben und Quell-
sedimenten nach Elster und Geitel – Fontaktoskop zur Bestimmung der Radioaktivität von
Quellwässern nach Engler und Sieveking – Fontaktoskop für Reisezwecke zur Bestimmung
der Radioaktivität von Quellwässern nach Loewenthal und Kohlrausch – Fontaktometer
zur Bestimmung des Emanationsgehaltes von Quellwassern nach Mache und Meyer –
Emanometer nach Becker – Instrument für radioaktive Messungen nach Wulf – Radiome-
ter für Aufschlussarbeiten – Isolierhaken zu Versuchen über die durch atmosphärische
Luft induzierte Radioaktivität nach Elster und Geitel"

Erhältlich bei: https://www.rudolf-fricke.de/AF-Verlag.htm

#26
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von Radiohörer - 01. Oktober 2026, 19:37
...ja, kann man schön sehen: leider ist der Regen schon wieder weiter -->
https://odlinfo.bfs.de/ODL/DE/themen/wo-stehen-die-sonden/karte/_documents/Messstelle.html?id=033520291
und für später eine Erinnerung ;)
#27
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von DL8BCN - 01. Oktober 2026, 19:05
Heute sehe auch bei mir an meiner Außenstation eine Erhöhung der ODL.
Normalerweise bewegt sich der Wert um die 0,065 μSv/h.
Heute nun liegt er aktuell bei 0,084 μSv/h.
Allerdings ist dies eindeutig dem Niederschlag geschuldet.
Es regnet heute nach längerer Zeit intensiv.
Also wieder Radonfolgeprodukte die ausgewaschen wurden.
#28
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: -- Youtube-Sammelthread --
Letzter Beitrag von NoLi - 01. Oktober 2026, 18:15
Hier ist so ein "Nasopharyngeal Radium Applicator" abgebildet und beschrieben:

https://www.orau.org/health-physics-museum/collection/brachytherapy/nasopharyngeal-radium-applicator.html

Google-Übersetzung:
"Nasopharynx-Radium-Applikator (ca. 1950)
Das oben abgebildete Beispiel ist ein "Dummy" (nicht radioaktiver) Nasopharynx-Applikator, der zu Trainings- und/oder Demonstrationszwecken hergestellt wird. Bei der tatsächlichen Verwendung würde die kleine Monellmetallkapsel am rechten Ende des Applikators etwa 50 Milliküren (mCi) von Ra-226 enthalten. Einer davon würde für 5 bis 15 Minuten in jeden der Nasengänge eingefügt werden. Die übliche Absicht war, das lymphoide Gewebe zu schrumpfen.
Nasopharynx-Radium-Applikator

Während des Zweiten Weltkriegs wird geschätzt, dass Tausende von Luft- und U-Boot-Besatzungsmitgliedern mit diesen Geräten behandelt wurden, um die Ohrprobleme zu reduzieren oder zu vermeiden, die durch die Druckänderungen der Besatzung im Dienst auftreten könnten. Von den 1940er bis in die 1960er Jahre wurden möglicherweise bis zu mehreren Millionen Zivilisten, meist Kinder, mit diesen wegen Ohr- und Adenoidinfektionen behandelt. Einer davon war der verstorbene Frank Zappa.

Die Dosimetrie ist aufgrund der Ungleichmäßigkeit der Expositionen etwas komplex, aber eine Schätzung legt nahe, dass Gewebe 1 cm von der Quelle während einer typischen 10-minütigen Behandlung 200 bis 300 Rem (2-3 Gy) erhalten hätten.

Referenz

In: Janet Raloff. Wiederbewertung Der Risiken Von Radium. Wissenschaftsnachrichten Vol. 146: 172-173; 1994.[/
i]"

Norbert
#29
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: -- Youtube-Sammelthread --
Letzter Beitrag von Flipflop - 01. Oktober 2026, 15:59
Januar 1958?
Die vierjährige Joke Haanschoten und die sechs anderen Mitglieder ihrer Familie wurden vor einer Woche in ein streng bewachtes Isolationskrankenhaus gebracht. Sie wurde mit der Spitze einer Radiumnadel (die in der Nase abgebrochen war) aus dem Krankenhaus nach Hause geschickt. Schließlich stieß sie die tödliche ,,Perle" aus Radium aus, und ihr Vater verbrannte sie in dem Küchenherd. Später warf er die Asche in den Hintergarten – und radioaktiver Staub verwehte über ganz Putten.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)


https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Radioactive_house_at_Putten_(1958)

In diesem Artikel steht etwas von einer 50 Millicurie Quelle:

https://time.com/archive/6803354/medicine-radioactive/

Dutch History: A Family Exposed to Radioactive Contamination in Putten (1958)

The Dutch Table

#30
Radon / Aw: Radonbestimmung in Quellwa...
Letzter Beitrag von DG0MG - 01. Oktober 2026, 14:13
Für die Besitzer eines Alpha-Sniffers (oder eines CT007-R) ist hier von Bill Brodhead eine Methode beschrieben, Radon in 250ml Wasser zu messen:


Man braucht einen Behälter mit 1250 ml Volumen, füllt ihn mit 250ml Wasser, das dann in den 1 Liter Luft darüber ausgeschüttelt wird. Diese Luft wird kreislaufmäßig durch den Alpha-Sniffer gepumpt. Man soll den Wert schon nach 5 Minuten ablesen können.

Radontec gibt die Anleitung in Deutsch wieder: https://radontec.de/radon-im-wasser-messen-alpha-sniffer