Neueste Beiträge

#21
Allgemeine Diskussionen / Aw: Frieseke & Höpfner
Letzter Beitrag von DL3MFO - 30. August 2026, 22:57
Weit unter Wert verkauft! 
Wolfgang
#22
Möglicherweise sind das nur Einschwingvorgänge des Oszis. -Bedienungsanleitung oder Internet.

Diese digitalen Oszis haben viele Vorteile, aber auch einige Nachteile - Diese muß man halt kennen , um zu wissen was woher kommt.

Viele Grüße
Bernd
#23
Allgemeine Diskussionen / Aw: Frieseke & Höpfner
Letzter Beitrag von NoLi - 30. August 2026, 14:31
Na ja, ganz weg sind die ja nicht, das Werk in Erlangen existiert und produziert ja weiterhin...allerdings unter dem neuen Namen. Dies ist aber der Lauf der Zeit.

In der Schweiz steht gerade ein FH49 zum Verkauf an, für CHF 99.-:
https://www.ricardo.ch/de/a/friesecke-hoepfner-fh49-raritaet!-1315102966/
Und mit der tollen Schaltuhr des Schweizer Luxusuhrenherstellers JAQUET !!

Norbert
#24
Allgemeine Diskussionen / Aw: Frieseke & Höpfner
Letzter Beitrag von DL3MFO - 30. August 2026, 13:56
Danke für die Mitteilungen. Es war mir schon klar, dass FRIESEKE & HÖPFNER nicht direkt untergegangen sind, sondern mehrmals weitergereicht wurden. Nach meinem Anschein hat die Firma jedoch keine Bedeutung mehr. Die beiden Namen sind nirgends mehr zu lesen, es sei denn auf dem Flohmarkt. Dabei war das FH49 einmal das Standard – Messgerät für das Labor, zusammen mit dem ganzen Zubehör von F & H. Alles sauber aufgebaut, reparaturfreundlich. Ähnlich ging es TELEFUNKEN. Deren Einkanalanalysator (mit Röhren !) war ebenfalls Laborstandard, jedenfalls so lange er nicht von den VICTOREEN – Vielkanalanalysatoren aus USA abgelöst wurde. Ich trauere beiden Firmen nach, sie waren Teil meines Lebens. :(
#25
Hallo Andreas,

das Überschwingen bei dier liegt geschätzt bei 50MHz. Da spielt die Anpassung schon wieder eine Rolle. Auch die Verbindung zum Tastkopf sollte da schon möglichst kurz sein. Also Tastkopfmasse nicht über den Massedraht, sondern über den Massering an der Tastkopfspitze.

Hier noch mal paar Infos zum Messen: https://www.mikrocontroller.net/attachment/159379/cds.linear.com_docs_Application_Note_an47fa.pdf

Viele Grüße
Bernd
#26
Hallo,

was ich bis jetzt entdeckt habe:

Für das Speichern der Wellen bietet das Oszilloskop 2 Datenquellen an, Bildschirm und Speicher. Außerdem kann im Format .bin und .csv exportiert werden. Mit dem .bin-Format kann ich nichts anfangen, drum alles weitere mit dem .csv-Format.

Mit der Datenquelle Speicher werden 10.000 Datensätze exportiert. In meinem Fall von t0=-8µs in Schritten von 3,2ns bis 24µs (also über einen Bereich von 32µs).

Mit der Datenquelle Bildschirm werden 1.000 Datensätze exportiert. In meinem Fall von t0=-2µs in Schritten von 20ns bis 18µs (also über einen Bereich von 20µs).

Im Datensatz Speicher sind die Extremwerte max. 8,564199V, min. -90,59999mV (CH1) bzw. max. 1,270773V, min. -1,14288V (CH2).

Im Datensatz Bildschirm sind die Extremwerte max. 6,0946V, min. -68mV (CH1) bzw. max. 1,2686V, min. -549,0667mV (CH2).

Auf dem Bildschirm werden angezeigt die Extremwerte max. 8,1742V, min. -82mV (CH1) bzw. max. 1,2686V, min. -1,0237V (CH2).

Ich vermute, dass der Bildschirm-Datensatz und die Bildschirmdarstellung aus den Speicherdatensätzen interpoliert werden. Kann mir Jemand das bestätigen?

Warum allerding die Bildschirmdatensäte (1.000) und die Bildschirmdarstellung (1024 Bildpunkte abzüglich der Ränder) unterschiedlich interpoliert werden, erschließt sich mir nicht? Hat Jemand eine Erklärung für mich?

Gruß Andreas
#27
Allgemeine Diskussionen / Aw: Frieseke & Höpfner
Letzter Beitrag von NoLi - 30. August 2026, 11:25
Zitat von: DL3MFO am 29. August 2026, 23:39Warum ist eigentlich FRIESEKE & HÖPFNER vom Markt verschwunden?
...
Moin und Willkommen!

Meiner Meinung begann der "Untergang" von F & H mit der Fusion der amerikanischen ESM Eberline. Die Amerikaner bestanden darauf, IHRE Produkte jetzt hauptsächlich auch auf dem europäischen Markt anzubieten, soweit dies möglich war, und ließen deutsche Produkte teilweise "auslaufen". Problematisch war dies allerdings bei den Dosisleistungsmessgeräten und Dosimetern, weil diese Geräte im Profi-Bereich in Deutschland/Österreich/Schweiz mittlerweile eichfähig sein mussten, was es in den USA bis heute nicht gibt; daher wurde und wird diese Gerätesparte weiterhin in Erlangen entwickelt und produziert.
Auf der anderen Seite muß man erwähnen, dass Erlangen mit der Entwicklung, Einführung und Produktion der RadEye-Serie ab Mitte der 2000er Jahre weltweit -und vor allem auch in den USA- einen großen Wurf erzielt hat.

Thermo Scientific Erlangen ist beim Bund bis heute noch gut im Geschäft, was bei der Bundeswehr mit dem SVG-2 und im Zivil-/Katastrophenschutz durch das BBK im neuen CBRN-Erkunder mit den RadEye`s und dem FHT 1376 FMG realisiert ist.

Norbert
#28
Sachsen / Aw: Wettinquelle in Bad Bramba...
Letzter Beitrag von DG0MG - 30. August 2026, 10:42
Zitat von: DG0MG am 27. August 2026, 16:12Ob man eine "modernere" Messung heute auch noch direkt an der Quelle macht und womit?

Ein Teil der Antwort ist die ISO 13164-4:
"Wasserqualität - Radon-222 - Teil 4: Bestimmung mittels Zweiphasen-Flüssigszintillations-Messtechnik"

Leider hab ich diese ISO nicht in frei lesbarer Form in deutscher Übersetzung gefunden.

Hinweise zur praktischen Verfahrensweise bei der Radonmessung gibt dieses Dokument (Seite 5, Abschnit 2.3):
https://www.bundesumweltministerium.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Strahlenschutz/leitstelle_h_vorbemerk_twass_02_v2016_06.pdf

"Aufgrund der kurzen Halbwertszeit des Rn-222 sollten der Transport und eine damit verbundene, kurzfristige Aufbewahrung insgesamt nicht mehr als zwei Tage in Anspruch nehmen. Zur Kühlung der Proben werden in der Praxis handelsübliche Kühlboxen, die eine Temperatur von etwa 5 °C bis 10 °C sicherstellen, eingesetzt."
#29
Sachsen / Aw: Radiumquelle Thierberg
Letzter Beitrag von DG0MG - 30. August 2026, 09:32
Zitat von: DG0MG am 17. September 2025, 16:03
Zitat von: DG0MG am 09. September 2018, 12:46

"Jedenfalls attestierte man der Quelle irgendwann einmal eine Radonaktivitätskonzentration von 3kBq/Liter,"

@opengeiger.de : Kannst Du für diese Angabe eine Literatur-Quelle angeben, bzw. wo stammt die Info her?

Leider gab es immer noch keine Literaturquelle für diese Angabe von 3000 Bq/l. Ich meine inzwischen, dass diese Zahl zu niedrig ist.

Warum?

Ich gehe davon aus, dass das Maximum der Gamma-Zählrate bei einer Messung *IM* Wasser (nach 2-3 Stunden) ein Maß für den Radongehalt ist. Dieser Messwert liegt bei der Thierbergquelle und meinem Messaufbau bei rund 60 cps. Bei der Quelle Plesna sind es 180 cps, also das Dreifache. Letztere hat einen amtlich angegebenen Radongehalt von 15.000 Bq/l. Wenn zwischen Radongehalt und Zählrate Proportionalität besteht, sollte die Thierbergquelle demzufolge bei etwa 5000 Bq/l liegen.
#30
Tschechien (CZ) / Aw: Radium-Quelle Břetislav be...
Letzter Beitrag von DG0MG - 30. August 2026, 09:14
Gestern war ich auch mal an dieser Quelle und ich muss sagen, die ist schon ziemlich spannend. Wenn man vergleicht, welcher Zirkus in Bad Brambach gemacht wird, so dass es quasi unmöglich ist, auch nur einen Liter Wasser der Wettinquelle zu wissenschaftlichen Zwecken abzuzapfen, so einfach geht das hier. Es ist allerdings - wie schon von @DG0JN und @Radiohörer beschrieben, mit einer kleinen Wanderung verbunden. Ich habe die im ersten Beitrag beschriebene Route von "Plesna Hauptbahnhof" (mit großer Wartehalle) aus gewählt, der Weg führt durch den Tunnel und dann etwa 1 km entlang der Bahnlinie.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Wie schon festgestellt, ist durch eine schnelle Messung am Auslauf der Quelle nicht sehr viel von den "Qualitäten" des Wassers zu bemerken. Auf diese Weise könnte man sich arg täuschen, wenn man es nicht schon besser wüsste:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen. Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Bereits im Umfeld der eingegrabenen Edelstahlwanne ist auch schon eine Erhöhung festzustellen. In die Stirnseite der Wanne ist ein Loch geschnitten, das den  Überlauf darstellt, der Wasserspiegel in der Wanne ist also immer gleich:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen. Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

In der Wanne hat das im Wasser gelöste Radon also Zeit, zu zerfallen und Folgeprodukte aufzubauen.
Direkt an der Wasseroberfläche misst man bereits 2,4 µSv/h:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Also kam ich auf die Idee, den Quellwasser-Marinelli erstmal mit dem Wannenwasser zu füllen, zu versenken und direkt in der Wanne zu messen. 5.9 µSv/h direkt *IM* Wasser!:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Ich habe dann am Auslauf den Kanister mit "frischem" Quellwasser gefüllt, es dauerte 2:05 Minuten. Die Fließrate liegt also bei 2,4 Liter pro Minute. Dabei sind es erstmal nur 0.24 µSv/h resp. 28 cps.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen. Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Hier ein Screenshot nach einem dreiviertel Tag, man sieht wieder sehr schön den Aufbau der Zerfallsprodukte. Der einzelne Peak ist das eintauchen in die Wanne.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Zum Vergleich: Dieser cps-Wert (im Maximum bei 180) liegt unter denselben Messbedingungen) bei der Thierbergquelle im Vogtland bei etwas über 60. Die dortige Quelle ist also mMn aktiver, als die bisher angegebenen 3kBq/l.