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#21
Sachsen / Aw: Plattenstraße Cunersdorf-W...
Letzter Beitrag von qasweder - 06. Oktober 2026, 18:45
Stimmt auch wieder.
#22
Baden-Württemberg / Aw: Atommuseum/Atomkeller Haig...
Letzter Beitrag von DG0MG - 06. Oktober 2026, 15:32
Zitat von: Eise am 18. August 2025, 09:37Nachdem ich den 'Atomkeller' gesehen habe, habe ich in jedem Fall den Eindruck, dass das nicht wirklich der Fall war.

ntv schreibt von einer neuen Studie zum Haigerloch-Reaktor:


"Das Fazit: Um die Kritikalität zu erreichen, hätte der deutsche B8-Reaktor doppelt so viel Uran benötigt, wie er tatsächlich besaß - und damit mehr als den geschätzten deutschen Kriegsbestand. Zudem hätte B8 mehr als doppelt so viel schweres Wasser benötigt - ebenfalls deutlich über der verfügbaren Menge. Insgesamt lägen diese Werte "weit entfernt" von Heisenbergs optimistischen Einschätzungen, schreiben die Autoren in der Studie."

Der ursprüngliche Artikel dazu: https://doi.org/10.1093/pnasnexus/pgag282

Im Beitragsanhang Original und deutsche Google-Übersetzung als PDF.



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#23
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: air-Q radon
Letzter Beitrag von DG0MG - 06. Oktober 2026, 11:45
Zitat von: air-Q am 05. Oktober 2026, 13:33Eine Po-218-Konzentration spektroskopisch zu bestimmen, gestaltet sich mit dem aktuellen Sensoraufbau schwierig.

Hallo Benjamin,
vielen Dank für die Informationen zum inneren Aufbau aus erster Hand, das finde ich wirklich prima!

Nein, in der Lukas-Zelle mit ZnS-Szintillationen kann man die verschiedenen Alpha-Zerfälle nicht auseinanderhalten, das ist schon klar. Dazu werden die Zerfallsprodukte auf einem Siliziumchip abgeschieden und zerfallen darauf weiter. Dort kann man dann die Impulshöhen auseinanderhalten. So wird das z.B. im verbreiteten AIRTHINGS Corentium gemacht: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,176.0.html

Da Euer Sensor der Zeichnung im Datenblatt nach offenbar schon selbst einen Prozessor enthält (I2C-Bus?): Ist der Sensor auch einzeln erhältlich, so wie vor einer Weile die Ionisationskammer des RadonEye?
#24
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: CBRN-Einsatz in Alsdorf: F...
Letzter Beitrag von Radiator - 06. Oktober 2026, 05:19
Im Haus der Geschichte Baden-Württemberg ist beim Themenkomplex AKW Wyhl eine Werbung der Atommafia, Verzeihung, der Kernkraftprofiteure ausgestellt.

Eine kleine Durchdrückpackung wie für Tabletten, mit einem zylindrischen dunkelbraunen Preßling von ca. 10x10 mm. Werbetext darauf "Mit dieser Urantablette können sie soundsoviele Einfamilienhäuser soundsolange mit Strom versorgen."

Vielleicht steht ja auf der (nicht einsehbaren) Rückseite, daß es sich um Kaffepulver oder Lakritz handelt, aber man wollte seitens der Verteiler wohl demonstrieren, daß man sich Uran auch einfach so ins Wohnzimmer holen kann.

Vielleicht sollte man doch mal einen Geigerzähler dranhalten. :)
#25
Sachsen / Aw: Hotspot auf dem Weg vom Wa...
Letzter Beitrag von NoLi - 06. Oktober 2026, 00:03
Hier mal ein Bericht der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg LUBW aus dem Jahr 2017, die im Auftrag des Umweltministeriums BW Strahlungsmessungen im Schwarzwald an und um die ehemalige Urangrube "Hans-Paul" in Menzenschwand zur Ermittlung einer möglichen Personendosis von Urlaubern und Wanderer durchgeführt hat:
https://um.baden-wuerttemberg.de/fileadmin/redaktion/m-um/intern/Dateien/Dokumente/3_Umwelt/Kernenergie/Berichte/uebergeordnet/Umweltradioaktivitaet/170719_Bericht_Menzenschwand.pdf
Auslöser war auch hier ein Bericht und Messungen von der Citizen Science Seite.

Norbert
#26
Sachsen / Aw: Hotspot auf dem Weg vom Wa...
Letzter Beitrag von NoLi - 05. Oktober 2026, 23:45
Zitat von: qasweder am 05. Oktober 2026, 23:20...
Bleibt die Frage, ab wann das in 1 m Höhe gefährlich wird. Gibt es da in DE Grenzwerte. Ist natürlich auch ein Unterschied, ob es mitten im Dickicht ist oder unter einer Wanderbank...
Der Grenz- bzw. Richtwert der effektiven Jahresdosis "für eine Einzelperson der Bevölkerung"(Jura-Deutsch) beträgt 1 mSv, bezogen auf realistische Aufenthaltsbedingungen. Unter Umständen kann für die natürliche Dosis ein Jahresgrenzwert von 6 mSv  angesetzt werden.

Norbert
#27
Sachsen / Aw: Plattenstraße Cunersdorf-W...
Letzter Beitrag von Steven - 05. Oktober 2026, 23:26
Zitat von: qasweder am 04. Oktober 2026, 23:18genau auf dem Spot zusammenbricht und seinen Rausch ausschläft, ist 0. Und falls doch, hat er nach 8h eine Jahresdosis Hintergrund gefressen.

Kurzer Hinweis: Das stimmt so nicht. Eine Person würde selbst direkt auf dem Schotterstein eine viel kleinere Dosis erhalten, da nur ein kleiner Teil des Körpers mit der vergleichsweise hohen Dosisrate bestrahlt würde. Dies ist mit den entsprechenden Wichtungsfaktoren auf die Äquivalentdosis umzurechnen.
#28
Sachsen / Aw: Hotspot auf dem Weg vom Wa...
Letzter Beitrag von qasweder - 05. Oktober 2026, 23:20
Hallo Norbert,

danke für die Klarstellung, das wusste ich noch nicht. Schande über mich. Da meine Reproduktionsphase vor 25 Jahren geendet hat, ist 1 m Höhe beim Messen ok.  8)
Dann sind vermutlich nahezu alle Punktquellen unbedenklich. Meine Schreibweise der Einheit werd ich entsprechend anpassen. Hab ich echt übersehen.

Bleibt die Frage, ab wann das in 1 m Höhe gefährlich wird. Gibt es da in DE Grenzwerte. Ist natürlich auch ein Unterschied, ob es mitten im Dickicht ist oder unter einer Wanderbank...


#29
Sachsen / Aw: Hotspot auf dem Weg vom Wa...
Letzter Beitrag von NoLi - 05. Oktober 2026, 22:29
Zitat von: qasweder am 05. Oktober 2026, 22:01...
Mein angegebener Ort wurde verdichtet geprüft. Im untersuchten Bereich ist die Ortsdosisleistung 1m über der Geländeoberkante inhomogen, aber stets unter 0,3 µS/h, Bei meiner Ortsangabe 0,2µS/h
...
Es ist international Usus und vorgeschrieben, die Strahlenexposition für die Bevölkerung bei Umweltmessungen in 1 m Höhe zu bewerten, weil sich dort die strahlenschutzrelevantesten Körperteile befinden (ok, manche sitzen etwas tiefer... :whistle3: ). Aber auch, um den möglichen Einfluß von störender und messwertverfälschender Beta-Strahlung auf Dosisleistungsmessgeräte zu unterbinden.
Daher wird die "offizielle" Ortsdosisleistung µSv/h immer in diesem Abstand gemessen und mit realistischer Aufenthaltszeit zur möglichen Dosisermittlung bewertet.

Was ich aber auch nicht gut finde, solche kleinförmigen Strahlenquellen im Boden zu ignorieren, zumindest wenn diese sich auf öffentlichen Wegen befinden und mit moderaten Mitteln entfernbar sind.
Ich denke, dies wird eine Kompetenz- bzw. Zuständigkeitsfrage sein: wer ist dafür zuständig und muß vor allem dann für die Kosten dafür aufkommen?

Norbert
#30
Sachsen / Aw: Hotspot auf dem Weg vom Wa...
Letzter Beitrag von qasweder - 05. Oktober 2026, 22:29
Sollte ich es vor meinem Urlaub schaffen, werd ich nochmal nachschauen. Wehe, ein Schlingel hat "meinen" Fund geklaut, dir soll morgen früh der Henkel deiner vollen Kaffeetasse abbrechen  ;)