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#21
Tschechien (CZ) / Aw: Radium-Quelle Břetislav be...
Letzter Beitrag von DG0MG - Gestern um 15:09
Mir fällt gerade ein interessanter Fakt auf. Bei geeigneter Einstellung der Farbskala im RadiaVerse sieht man deutlich, dass ich auf dem Rückweg von der Quelle zum Auto durch irgendetwas kontaminiert bin. Der Hinweg (nach Süden) sind recht konstant 60-80 nSv/h, auf dem Rückweg Richtung Bahnhof (nach Norden) sind es stabile 140 nSv/h. Das ist mir natürlich vor Ort gar nicht aufgefallen, jetzt überlege ich, was die Ursache war.


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Ich hatte ja rückzu einen 5-Liter-Kanister Quellwasser dabei. Der Kanister war, wie oben zu sehen, zeitweise auch komplett in dem Edelstahlbottich eingetaucht und könnte auch außen Radonfolgeprodukte anhaften gehabt haben. Den Kanister schließe ich als Ursache aber aus, weil 5 kg Wasser schon recht unhandlich zu tragen sind und ich deshalb hin und wieder die Trageseite gewechselt habe, mal in der linken, dann wieder in der rechten Hand. Das müsste sich eigentlich in den Messwerten widerspiegeln, tut es aber nicht.

Es waren zwei RadiaCodes, die ich am Mann hatte: Den empfindlicheren 110er für allgemeine Messungen und den "alten" RadiaCode-101 im Quellwasser-Marinelli. Während meines Aufenthaltes an der Quelle habe ich in der App zwischen beiden Geräten hin und hergeswitcht, ich meine, ich hatte die Trackfunktion auch eine Weile ausgeschalten. Ich muss also nochmal die entsprechende *.rctrk-Datei anschauen, ob der Rückweg nicht etwa die Messwerte des RadiaCode-101 zeigt, der sich im Quellwasserkanister befand. Und ausprobieren, wie sich die App verhält, wenn man während der Trackaufzeichnung das Gerät wechselt (ich glaube, da kommt ne Warnung) oder wenn man den Track anhält, das Gerät wechselt und dann weiterlaufen lässt. Da aber im RadiaVerse 0,14 µSv/h = 43 cps angezeigt werden, halte ich diese Variante für unwahrscheinlich - die Daten werden schon, wie gewollt, vom RC-110 stammen.

Den die Trackmeßwerte liefernden RadiaCode-110 hatte ich entweder in der linken Hosentasche oder in der Umhängetasche, das weiß ich nicht mehr genau. Ich kann mir vorstellen, dass ich mir mal die nassen Hände nach dem Fischen des Kanisters aus der Edelstahlwanne an den Oberschenkeln abgetrocknet habe. Das könnte ja als Verursacher der 60-nSv/h-Erhöhung schon ausreichen.

Das nur als Hinweis für zukünftige Quellen-Besucher: Entweder aufpassen, dass soetwas nicht wieder passiert, oder: den Versuch gezielt wiederholen: Hände ins Wannenwasser, abschütteln und mit Lappen abtrocknen. Den Lappen dann abseits der Quelle vermessen.
#22
Tschechien (CZ) / Aw: Radium-Quelle Břetislav be...
Letzter Beitrag von Steven - 13. September 2026, 22:17
Bitte - bin schon lange stiller Mitleser und Radiacode-110-Nutzer.
#23
Tschechien (CZ) / Aw: Radium-Quelle Břetislav be...
Letzter Beitrag von DG0MG - 13. September 2026, 22:14
Sehr gut, ein wirklich hilfreicher erster Beitrag, vielen Dank!
#24
Tschechien (CZ) / Aw: Radium-Quelle Břetislav be...
Letzter Beitrag von Steven - 13. September 2026, 22:12
Hier eine übersetzte Variante.

Die Formatierung ist teilweise etwas durcheinander, vor allem sind Überschriften, Bildunterschriften und Text nicht richtig von einander abgesetzt. Aber insgesamt sollte es lesbar sein.

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#25
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: BERTHOLD LB1210 B analoger...
Letzter Beitrag von ALARA - 13. September 2026, 20:19
Ich wünsche viel Erfolg bei der Reparatur.
Hast Du ein Bild von dem wachsartigen Material?
#26
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: BERTHOLD LB1210 B analoger...
Letzter Beitrag von megapull - 13. September 2026, 14:25
Ich habe mir so ein Gerät gekauft, weil es mir für insgesamt 60 Euro angeboten wurde und der Zähler in Ordnung aussah.

Ich habe ein mittlerweile sehr bekanntes Problem: Die Batterieprüfung funktioniert, aber sonst nichts.

Nächster Schritt: T42 prüfen ;D

NACHTRAG: Ich habe das Gerät inzwischen zerlegt, um es auf mögliche sichtbare Mängel zu überprüfen.
Das Batteriefach war an einem der sechs Batteriekontakte stark korrodiert. Mit Essig ließ es sich jedoch einwandfrei reinigen. Innen sah alles so neuwertig aus, wie es bei einem Gerät aus den 80er-Jahren eben möglich ist. Ich werde es demnächst mit dem Multimeter testen.

Der TR3402 ist bei meinem Gerät jedoch von einem wachsartigen Material umhüllt.
#27
Sachsen / Aw: Wettinquelle in Bad Bramba...
Letzter Beitrag von DG0MG - 12. September 2026, 22:40
Zitat von: DL3HRT am 06. September 2026, 10:09Ursache für die vermutlich zu geringe Aktivität in meiner damaligen Probe war die Prozedur der Probenahme.

Vielleicht ist es auch ganz anders. In der Diplomarbeit der tschechichen Studentin Štěpánka Turnová von 2019 wird ähnliches berichtet (https://dspace.cuni.cz/handle/20.500.11956/105322 Seite 50):

"Die Aktivität der Wettinquelle am Auslauf des Trinkbrunnens beträgt 13.573 Bq/l. Beim Befüllen des Bechers entweicht in großem Umfang CO2, wodurch Radon aus dem Wasser in das austretende Gas übergeht.
Dank der Unterstützung des Kurbetriebspersonals konnten wir den unterirdischen Bereich des Trinkpavillons besichtigen. Die Aktivität der Wettinquelle an dieser Stelle – vor der Aufbereitung – liegt bei 24.750 Bq/l. Die physikalischen und chemischen Parameter der Wettinquelle werden direkt an der Quelle in einem unterirdischen Labor (Abb. 23) unterhalb des Trinkpavillons überwacht. Die Radonaktivität wird nicht kontinuierlich gemessen, sondern periodisch durch Laboranalysen entnommener Proben bestimmt. Die Aktivität anderer Quellen wurde nicht ermittelt; diese werden jedoch ebenfalls in regelmäßigen Abständen vom Kurbetrieb gemessen.
"

#28
Tschechien (CZ) / Aw: Radium-Quelle Břetislav be...
Letzter Beitrag von DG0MG - 12. September 2026, 21:52
Hier ein Artikel über die Quelle, erschienen nicht lange nach ihrer Entdeckung (2017). Man spricht davon, dort ein Heilbad einrichten zu wollen und gibt Tips, wie man Wasser zapft, um es kranken Personen, die den etwas beschwerlichen Waldweg nicht laufen können, zu bringen.
Hauptprotagonist ist der bereits durch das Olivenöl-Experiment bekannte Viktor Goliáš, Assistenzprofessor an der Fakultät für Naturwissenschaften der Karls-Universität in Prag.


Die damals wasserzapfend auf dem Foto zu sehende Studentin Štěpánka Turnová hat 2019 ihre Diplomarbeit über diese Quellen bei Plesna geschrieben und dafür ein "SEHR GUT" bekommen:


Da das Portal momentan überhaupt nicht erreichbar ist, das PDF im Anhang. Leider ist es über 10 MB groß, so dass Deepl und Google die Übersetzung verweigern. Kann das mal bitte jemand mit "Möglichkeiten" übernehmen?


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#29
Tschechien (CZ) / Aw: Radium-Quelle Břetislav be...
Letzter Beitrag von DG0MG - 12. September 2026, 17:34
Ziemlich genau 2 Wochen nach dem Zapfen:

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#30
Allgemeine Diskussionen / Aw: ~500 neue CBRN-Erkunder
Letzter Beitrag von NoLi - 12. September 2026, 11:58
Gestern ein CBRN-Erkundereinsatz bei einer chemischen Gefahrenlage.

Beim Einbiegen in eine Strasse löste das parallel laufende radiologische Messsystem plötzlich "Strahlung künstlich hochenergetisch" aus, die Software schlug Co-60 (1,17 MeV und 1,33 MeV) als Ursache vor mit einer Dosisleistungserhöhung von 0,04 µSv/h (40 nSv/h).
Die Ursache war aber nicht Co-60 (Alarm / Meldung verschwand wieder von alleine), sondern vermutlich K-40 (1,46 MeV), welches sich in erhöhten Maß im Hartgestein-Schotter (Rhyolit / Porphyr) unterhalb der Asphaltschicht der neuen Strasse befand und zu dem sprunghaften und geringen Anstieg der Dosisleistung führte.

Im neuen CBRN-Erkunder unterscheidet die Software zwischen "niederenergetisch", "mittelenergetisch" und "hochenergetisch". Da das System mit Plastikszintillatoren arbeitet, ist die Halbwertsbreite FWHM und damit das Energieauflösungsvermögen nicht berauschend (zwischen 15 % und 25 %); daher kann durchaus die 1,460 MeV-Linie des K-40 als mutmaßliche 1,332 MeV-Linie des Co-60 bewertet worden sein.
Selbst das BBK weist bei seinem einwöchigen Fahrzeugübergabeseminar darauf hin, die Software-Radionuklidvorschläge äußerst vorsichtig zu interpretieren, zu hinterfragen und auf Plausibilität zu prüfen.

Rhyolit / Quarzporphyr enthält 3 % bis 6 % Kaliumanteil, der je nach Abbaugebiet sogar bis 9 % betragen kann. Selbst mit einem Pancake-Zählrohr lässt sich z.B. im Bahnschotter das K-40 mit der Zählrate deutlich nachweisen.

Norbert