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#21
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von RolB - 14. Januar 2026, 19:56
Das natürliche Mengenverhältnis von U235 zu U238 ist 0,0072 (0,72%), das Verhältnis der entsprechenden HWZen (und damit dem reziprogen Aktivitätsverhältnis bei gleicher Masse) ist 0,16, damit ist übeschlagsmässig
A235 = A238 * HWZ238/HWZ235 * Anteil235 = 12,4 Bq/mg * 6,35 * 0,0072 = 0,58 Bq/mg

Wo ist mein Denkfehler ?

Roland
#22
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Lebensmittelüberwachung Nu...
Letzter Beitrag von privy - 14. Januar 2026, 19:54
Zitat von: NoLi am 13. Januar 2026, 19:01Wird leider immer aktueller:
Ist es denn wirklich schon soweit?  >:(

Zitat von: NoLi am 13. Januar 2026, 19:01Dies können durchaus Surplus-Geräte sein, weil viele davon noch einwandfrei funktionieren und nur auf Grund von "Modellwechsel" ausgemustert wurden.

Welche wären zu empfehlen und wo bekommt man die dann günstig, wenn überhaupt?  :unknw:
#23
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von NoLi - 14. Januar 2026, 19:26
Die 25 Bq für 1 mg Natururan setzen sich aus
- 12,4 Bq U-238
- 12,4 Bq U-235
- 00,2 Bq U-234
zusammen.

U-235 ist zwar mengenmäßig nur gering vorhanden, hat aber eine wesentlich kürzere Halbwertszeit als U-238 (700 Mio. Jahre zu 4500 Mio. Jahre)...daher die höhere Aktivität bei geringerer Menge, zerfällt schneller.
Die Zerfallsreihen spielen bei der reinen Uran-Aktivität keine Rolle.

Norbert
#24
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von RolB - 14. Januar 2026, 19:10
Zitat von: NoLi am 14. Januar 2026, 16:511 mg Natururan hat eine Aktivität von 25 Bq U-235 + u-238, die reine U-238 Aktivität beträgt 12,4 Bq

Ich stehe vermutlich gerade etwas auf der Leitung. Woher kommen die 25 Bq her ? Der reine U235-Anteil in 1 mg Natururan trägt doch lediglich ca. 0,6 Bq bei.
Dann kommen die restlichen 12 Bq wohl von Nukliden der Zerfallsreihen. Im Gleichgewicht werden sie sicherlich nicht sein, schon gar nicht bei mobilisiertem Uran. Aber auch bis zum langlebigen U234 gibt es in der U238-Reihe 3 Nuklide. Müsste da die Aktivität nicht höher sein ?

Grüße Roland
#25
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Lebensmittelüberwachung Nu...
Letzter Beitrag von NoLi - 14. Januar 2026, 19:03
Zitat von: dave_one am 14. Januar 2026, 18:02
Zitat von: NoLi am 13. Januar 2026, 19:01Die Strahlenbelastung beim Einsatz von Atomwaffen wäre um ein Vielfaches höher als bei einem jetzt geübten Vorgehen nach einem Reaktorunfall, bei dem Radioaktivität austritt. Rein messtechnisch würde man aber nicht anders vorgehen müssen.

Stimmt der letzte Satz (meine Hervorhebung)? Würde nicht bei einem Atomwaffeneinsatz sowohl die hohe Hintergrundstrahlung als auch andere Isotope gerade die Alpha- und Betawerte verfälschen? Ganz abgesehen von der erhöhten Gefahr der Kontamination sowohl der Proben als auch der Testumgebung durch Fallout?
...
Es kommt darauf an, wo man sich aufhält und wo die Fallout-Wolke hinzieht.

Auf Grund der Halb- beziehungsweise Zehntelwertszeit der Spaltprodukte wird man innerhalb der Zugbahn der Fallout-Wolke messtechnische Kompromisse eingehen müssen, zum Beispiel Aktivitätsbestimmung über Dosisleistungsmessung. Lebensmittel aus diesem Bereich werden aber sowieso gemieden oder nur in geringer Menge verzehrt werden, wenn es überhaupt nicht anders geht. Und Probenauswertungen sind hier nur in Bunkerräumen mit Eingangsdekontamination und den üblichen Detektorabschirmungen sinnvoll.
In den Randbereichen und abgewandten Bereichen der Fallout-Wolke wird eine Kontamination nicht so hoch werden, dass man mit den bisher üblichen Routine-Messmethoden in Schwierigkeiten kommt. Dies gilt auch für den globalen Fallout bei einem beschränkten Einsatz von Atomwaffen, wie die Erfahrungen aus den überirdischen Testreihen der 1950er und 1960er Jahren zeigten. So betrug die Beta-Kontamination in den Testreihen der frühen 1960er Jahren in Europa kurzzeitig (jeweils wenige Wochen) maximal nur einige Bq/cm², Regenwasserproben bis zu maximal ein paar kBq/l (durchschnittlich aber nur einige Bq/l bis zu einigen 10 Bq/l).

Was die Messgeräte und Dosimeter angeht, sind die Zivilschutz-/Katastrophenschutzgeräte so ausgelegt, dass sie mindestens 1 Sv/h Dosisleistung bzw. 10 Sv Dosis anzeigen können müssen, und eine 100-fache Überhöhung dieser Werte keinen Anzeigerückgang (Sättigung) auslösen darf. Dies gilt aber nur für professionelle Geräte! Wer für diesen Fall auch vorsorgen möchte, dem empfehle ich dringend, Geräte aus Militär- und Zivilschutz-/Katastrophenschutzbeständen oder Feuerwehrbeständen zu beschaffen. Dies können durchaus Surplus-Geräte sein, weil viele davon noch einwandfrei funktionieren und nur auf Grund von "Modellwechsel" ausgemustert wurden. Consumer-Geräte können in diesem Fall allenfalls in den Rand- und abgewandten Bereichen die Profi-Messtechnik in gewissem Maß ergänzen und unterstützen.

Norbert

#26
Interessanter Artikel, Norbert!

Zitat von: NoLi am 13. Januar 2026, 19:01Die Strahlenbelastung beim Einsatz von Atomwaffen wäre um ein Vielfaches höher als bei einem jetzt geübten Vorgehen nach einem Reaktorunfall, bei dem Radioaktivität austritt. Rein messtechnisch würde man aber nicht anders vorgehen müssen.

Stimmt der letzte Satz (meine Hervorhebung)? Würde nicht bei einem Atomwaffeneinsatz sowohl die hohe Hintergrundstrahlung als auch andere Isotope gerade die Alpha- und Betawerte verfälschen? Ganz abgesehen von der erhöhten Gefahr der Kontamination sowohl der Proben als auch der Testumgebung durch Fallout?
Und würden diese Messgeräte aufgrund der Strahlung Fehler anzeigen, oder ist das nur bei Dosimetern (Sättigung der GM-Zählrohre mit Anzeige zu geringer Werte) der Fall?

Ich frage mich, ob die heutigen zivilen Messgeräte für Lebensmittelkontrollen für den A-Fall überhaupt ausgelegt sind, da man ja diese Problematik in den letzten Jahrzehnten nicht gerade als prekär angesehen hat.

Grüsse, David
#27
Chinesische Strahlungsmessgeräte (CN) / Aw: Measall KC761, KC761B
Letzter Beitrag von NoLi - 14. Januar 2026, 17:03

https://deepace.net/applying-custom-gamma-energy-calibration-on-kc761x/

Zur Energiekalibrierung sind mindestens 4 oder mehr unterschiedliche Einzel-Gamma-Prüfstrahler erforderlich oder ein professioneller Mischstrahler, was auf Grund der Bestimmungen der Strahlenschutzverordnung für Citizen Science (Privat)Anwender nicht in Frage kommt.
Oder man beauftragt dazu einen professionellen Dienstleister mit der entsprechenden strahlenschutzrechtlichen Umgangsgenehmigung.

Norbert
#28
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von NoLi - 14. Januar 2026, 16:51


Zitat von: DL8BCN am 14. Januar 2026, 13:18Auch komisch das in dem Zusammenhang von Stoffmengen / Konzentrationen pro Liter gesprochen wird und nicht in Bq/l.
Man müsste das umrechnen können, oder ist das so wenig, das man es nicht radiologisch messen kann?
Die Hauptmasse (g) von Uran stellt das U-238 dar, nämlich 99,28 %, dann folgt U-235 mit 0,72 %. Die Masse von Uran-234 ist vernachlässigbar.

1 mg Natururan hat eine Aktivität von 25 Bq U-235 + u-238, die reine U-238 Aktivität beträgt 12,4 Bq.

Da die Hauptgefahr von Uran im Körper durch seine chemische Toxizität und nicht durch seine Radioaktivität geprägt ist, wird der Grenzwert wie bei allen nicht radioaktiven Chemikalien/Elementen in µg/l angegeben.

Norbert
#29
Chinesische Strahlungsmessgeräte (CN) / Aw: Measall KC761, KC761B
Letzter Beitrag von bg8npk - 14. Januar 2026, 15:26
Zitat von: Petermarchl am 05. Januar 2026, 16:33Gibt es irgendwo ein tutorial zur Kalibrierung mit der custom gamma calibration Funktion? Wenn 7xh das versuche sind die peaks komplett verschoben...

https://deepace.net/applying-custom-gamma-energy-calibration-on-kc761x/

Maybe this page will help you to calibrate your device?
#30
Chinesische Strahlungsmessgeräte (CN) / Aw: Measall KC761, KC761B
Letzter Beitrag von bg8npk - 14. Januar 2026, 15:25
Zitat von: Carcosa am 03. Januar 2026, 12:09habe ein Problem mit meinem KC761C und den Spektren in InterSpec:

die CPS werden nach der Peakbestimmung nicht ausgelesen/ermittelt.

https://www.directupload.eu/file/d/9153/vdxh2r3o_png.htm

Zudem ist mir aufgefallen, dass die Spektren die man bei einem manuellen Abspeicherung erhält ganz anders verlaufen als das Spektrum das man über BT und die Measall App herunter geladen hat:

https://www.directupload.eu/file/d/9153/zfysh9mv_png.htm

Grün ist das manuelle Multichannel und das schwarze ist das was ich aus der App mit Bluetooth heruntergeladen habe. Es ist garantiert dieselbe Messung, Start und Endzeitpunkt sind identisch/ und es gab nur eine Messung die auf der microSD-Karte manuell abgespeichert wurde....

Wir untersuchen derzeit die Gründe für die hier festgestellten Abweichungen. Der Energiekalibrierungsalgorithmus auf KCSDI unterscheidet sich jedoch geringfügig von dem auf diesem Gerät, und wir überlegen, wie eine vollständige Synchronisierung der Energiekalibrierung zwischen den beiden unterschiedlichen Modi erreicht werden kann.