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#21
@NoLi Bisher habe ich keine Werbung oder auch nur Bemerkung von GQ gesehen, in der die drastisch verringerte Empfindlichkeit erwähnt wurde. Ein disebezüglicheer Post meinerseits vor einigen Monaten wurde komplett ignoriert.

Aber da die Daten in der Factory-Firmware (siehe rote Kurve oben) stecken, bekommt jeder Nutzer eines neuen Gerätes diese neue, niedrige Empfindlichkeit mit.

Soweit ich sehe, hat sich jedoch bisher niemand gewundert  ;D

Lieber Russe, kannst Du vielleicht die SBM20 wieder produzieren? Du darfst auch höhere Preise verlangen, ok?

P.S.: Bist Du sicher, dass GQ jemals die SBM20 eingebaut hatte? GQ ist eine chinesische Firma und hat m.E. ausschliesslich China-Röhren eingesetzt. Nein?
#22
Zitat von: ullix am Gestern um 09:48...
Angeblich war dies das Ergebnis einer GQ-Kalbrierung. Diese wurde aber nie gezeigt, und hat m.E. auch nie stattgefunden. Wie ich gezeigt habe ist dieser Wert von 154 numerisch identisch mit dem Mittelwert der beiden russischen Daten für die SBM20. Zufälle gibt's!
( https://master.dl.sourceforge.net/project/geigerlog/Articles/GeigerLog-Calibration%20Guidance-v1.5.0.pdf?viasf=1&fid=f16d3bb62bcd78cc )
...
GQ hatte (aus Kostengründen?) vom russischen SBM-20 Zählrohr auf das billigere chinesische M4011 Zählrohr gewechselt und den Kalibrierfaktor beibehalten unter der Prämisse, dass die Empfindlichkeit und damit der Kalibrierfaktor beider Zählrohre gleich sind (154 CPM / µSv/h), weil die Baumaße der Zählrohre weitestgehend gleich sind. Aber dem ist halt nicht so...:P

Was mich interessieren würde: hat GQ diesen Kalibrierfaktor von  100 CPM / µSv/h  jetzt in ihren aktuell zum Verkauf anstehenden Geräten aufgenommen, oder werden diese immer noch mit dem Faktor  154 CPM / µSv/h  ausgeliefert?

Norbert
#23
Gamma-Spektroskopie / Aw: Software: BecquerelMonitor...
Letzter Beitrag von DL8BCN - Gestern um 16:02
Hallo Lennart, ich hatte weiterhin viele Probleme mit BecqMoni und habe es erstmal ad acta gelegt.
Bis auf weiteres verwende ich nur noch Theremino-MCA.
Da bekomme ich einfach viel schönere Spektren und finde die Bedienung viel einfacher.

#24
Nuklearmedizin / Aw: Theracap Jod-131 Therapiek...
Letzter Beitrag von NoLi - Gestern um 16:02
Zitat von: Kermit am Gestern um 07:45...
In D gibt es dazu Vorgaben, in F und anderswo in der EU werden nuklearmedizinische Therapien teilweise ambulant durchgeführt. Damit erhöhen sich die Einträge nuklearmedizinischer Nuklide in das Brauchwasser und in den Hausmüll (Papiertaschentücher, Hygieneartikel etc)
...
Auch in Deutschland entstehen trotz der restrektiven Regelungen immer mehr radioaktive Restmüllabfälle aus dem häuslichen Bereich. Besonders heben sich I-131 und Lu-177 hervor, aber auch Tc-99m ist nicht zu vernachlässigen, insbesondere in Windeln.

Ein Beispiel aus der Praxis aus dem jetzt KIT: eine Mitarbeiterin bekam ca. 400 MBq I-131 für die Schilddrüse und blieb 3 Tage in der Klinik; daraufhin Entlassung. Die Mitarbeiterin kam wieder zur Arbeit, schneutzte einmal in ein Einmal-Taschentuch, warf dieses in den Restmüll. Das Müllfahrzeug erzeugte bei der radiologischen Ausfahrtkontrolle einen Strahlenalarm und wurde entleert, um händisch die Ursache zu suchen. Diese wurde in einem Müllsack gefunden...die Aktivitätsbestimmung des Tüchleins ergab 36 kBq I-131.

Norbert
#25
Österreich (AT) / Aw: Uranvorkommen - Prinzkogel...
Letzter Beitrag von megapull - Gestern um 12:16
Zitat von: Cassiopeium am Gestern um 11:29Servus megapull,

das Gebiet um den Prinzenkogel war einmal ein Bergbaugebiet, davon zeugen noch heute viele Stollen und Abraumhalden. https://www.zobodat.at/pdf/Der-steirische-Mineralog_SH_1_2008_0001-0160.pdf

Im Zuge der Errichtung des ersten Atomkraftwerkes in Zwentendorf wurde in Österreich Prospektion nach Uran betrieben.
Am Prinzenkogel fand man dabei wirtschaftlich unbedeutende Mengen, daher ist dieses Gebiet ganz gut dokumentiert https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/AL0024_005_A.pdf siehe Seite 76.

Später machten Mineraliensucher immer wieder ganz schöne Funde an Uranglimmer.
meines Wissens nach sind diese Fundstellen aber bereits unter der dichten Vegetation verschwunden.
Jedoch kann man entlang der Forstwege durchaus an manchen Stellen mit empfindlichen Geräten (Radiacode) erhöhte Ortsdosisleistungen feststellen.

Mit der nötigen Ausdauer lässt sich bestimmt auch heute noch zumindest ein Belegexemplar finden.

Anbei ein paar Eindrücke von der Geologie


Das sind genau die Infos, die ich gesucht habe, danke! Sieht interessant und vielversprechend aus! :D Vielleicht mache ich ja mal einen Ausflug dorthin...

Nachtrag: Ich habe das Gebiet inzwischen mit ArcGIS und der Hilfe von Leuten hier und von Mindat kartiert. Jetzt habe ich eine landschaftlich reizvolle 12 km lange Strecke vor mir, die ich bei meiner zukünftigen Reise dorthin zurücklegen kann. Hoffentlich habe ich Glück.
#26
Österreich (AT) / Aw: Uranvorkommen - Prinzkogel...
Letzter Beitrag von Cassiopeium - Gestern um 11:29
Servus megapull,

das Gebiet um den Prinzenkogel war einmal ein Bergbaugebiet, davon zeugen noch heute viele Stollen und Abraumhalden. https://www.zobodat.at/pdf/Der-steirische-Mineralog_SH_1_2008_0001-0160.pdf

Im Zuge der Errichtung des ersten Atomkraftwerkes in Zwentendorf wurde in Österreich Prospektion nach Uran betrieben.
Am Prinzenkogel fand man dabei wirtschaftlich unbedeutende Mengen, daher ist dieses Gebiet ganz gut dokumentiert https://opac.geologie.ac.at/ais312/dokumente/AL0024_005_A.pdf siehe Seite 76.

Später machten Mineraliensucher immer wieder ganz schöne Funde an Uranglimmer.
meines Wissens nach sind diese Fundstellen aber bereits unter der dichten Vegetation verschwunden.
Jedoch kann man entlang der Forstwege durchaus an manchen Stellen mit empfindlichen Geräten (Radiacode) erhöhte Ortsdosisleistungen feststellen.

Mit der nötigen Ausdauer lässt sich bestimmt auch heute noch zumindest ein Belegexemplar finden.

Anbei ein paar Eindrücke von der Geologie



#27
Nuklearmedizin / Aw: Theracap Jod-131 Therapiek...
Letzter Beitrag von Lennart - Gestern um 11:07
Zitat von: Kermit am Gestern um 07:45Da wo sie vorher auch waren  :)) , und an den Mautstellen etc... Wenn Du von Italien nach D fährst und zurück, genau da wo sich alles staut, stehen die dunklen kaum auffälligen Fahrzeuge mit der Technik auf der Autobahn "rum".... ;)

Bei mir ist auch immer jeder graue VW Caddy am Straßenrand ein Blitzer. Wenn man dann aber doch mal zu schnell vorbeifährt, blitzt es tatsächlich recht selten  ;)

Ein Monitoring an Bahnhöfen und Flughäfen will ich gar nicht anzweifeln, das lässt sich vergleichsweise leicht implementieren und ist sicher weit verbreitet.

Ich habe Deine Aussage aber so verstanden, dass Du von fest installierten Systemen an "vielen" Grenzübergängen sprichst. Das spiegelt jedenfalls nicht meine Erfahrung wider, als jemand der häufig über EU-Grenzübergänge fährt. Zunächst mal sind viele Staus eine Folge der Kontrollen, die eigentlich gar nicht stattfinden sollten.
Was macht man denn, wenn die Staus wegfallen? Fährt dann ein Transporter mit nuklearmedizinischen Präparaten durch, ein Alarm ertönt und die Polizei jagt hinterher? Eine absurde Vorstellung. An vielen deutschen Grenzübergängen ist es - trotz aktueller Kontrollen - eher die Regel, einfach zügig hindurchzufahren.

Wenn Du natürlich Quellen hast, die eine flächendeckende Aufrüstung von EU-Grenzübergängen mit Großflächendetektoren belegen, nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil  ;D
#28
Was die Kalibrierung angeht verweise ich auf meinen früheren Post
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,2058.msg38081.html#msg38081

GQ hatte begonnen, für seine "Calibration" 6 Punkte zu nutzen, die aber nur zeigte, dass diese Energie-unabhängig bei 100 CPM/(µSv/h) lag. Ich bin verblüfft, dass eine echte Kalibrierung diesen Wert mit 96 CPM/(µSv/h) sogar bestätigt!

Bis dato hatte GQ nur 3 Kalibrier Punkte genutzt, bzw. bei dem Doppel-Tube Counter GMC-500 nur 2 oder gar nur 1. Egal ob Tube M4011 oder eine "Ähnliche", der Wert jeder der Kalibrier-Punkte, unabhängig von der Röhre, war 154 CPM/(µSv/h)!

Angeblich war dies das Ergebnis einer GQ-Kalbrierung. Diese wurde aber nie gezeigt, und hat m.E. auch nie stattgefunden. Wie ich gezeigt habe ist dieser Wert von 154 numerisch identisch mit dem Mittelwert der beiden russischen Daten für die SBM20. Zufälle gibt's!
( https://master.dl.sourceforge.net/project/geigerlog/Articles/GeigerLog-Calibration%20Guidance-v1.5.0.pdf?viasf=1&fid=f16d3bb62bcd78cc )

Dann sei GQ im Gespräch mit einer US-Normierungsbehörde (NIST?) überzeugt worden, dass es nicht nur 3 sondern sogar 6 Kalibrierpunkte benötige um die Kurven der Kalibrierung nachzuvollziehen. Für eine Weile hat GQ dann in veränderter Firmware statt bisher 3mal nunmehr 6mal denselben Wert von 154 in die "Calibration" eingegeben.

Dann scheint es - erstmalig - eine echte Messung gegeben zu haben, und ergab dieses Ergebnis (rote Kurve). Daten mit GeigerLog aus der Firmware ausgelesen:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Ich sehe keine Kurven, sondern einen konstanten Wert (so wie die Physik es wollte), und die gerühmte Empfindlichkeit der Glas-Tubes ist auf einmal von 154 auf 100 (großzügig interpretiert) abgesunken.

Dieser Wert ist nun von @NoLi mit 96 bestätigt worden!

#29
Je nachdem wie stark die SR-90 Quelle ist, könnte es in DL über der Freigrenze und somit verboten sein.
Die Freigrenze sollte nach meinen Infos bei 10 kBq liegen.
Also sind die 260 kBq weit drüber.
Ah, Norbert hatte dazu in seinem Beitrag #1 schon etwas geschrieben.
#30
In einer ungarischen Facebook-Gruppe wird gerade eines dieser Fahrzeuge zum Verkauf angeboten. Es sieht neu aus und hat Papiere, falls jemand Interesse hat.

Den Unterlagen zufolge ist die SR-90-Quelle enthalten. Das ungarische Dokument dient speziell der Dokumentation und Zertifizierung der Quelle.