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#21
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von DG0MG - 22. September 2026, 17:01
Zitat von: DL8BCN am 22. September 2026, 16:47Die ODL Sonde in 27446 Selsingen ist aus der Liste verschwunden und es gibt sie auch auf der Karte nicht mehr :o
Ich muss mal schauen, ob die wirklich abgebaut wurde.

Ja, sie ist seit 26.8.2026 nicht mehr in der Liste. Tatsächlich hätte ich Dich nach 1 Monat gebeten, doch mal vorbei zu schauen.

Ebenso nicht mehr gelistet ist die Messstelle Frankfurt/Oder: http://odlinfo.bfs.de/DE/aktuelles/messstelle/120530001.html
An dieser war ich voriges Jahr selbst noch dort: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=37101

Weiterhin fehlt seit dem 22.8.2026 die Sonde "Urban Köln Bahnhof": http://odlinfo.bfs.de/DE/aktuelles/messstelle/053150004.html
#22
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von DL8BCN - 22. September 2026, 16:47
Die ODL Sonde in 27446 Selsingen ist aus der Liste verschwunden und es gibt sie auch auf der Karte nicht mehr :o
Ich muss mal schauen, ob die wirklich abgebaut wurde.

#23
Objekte und Stoffe / radioaktive Zäpfchen zum einfü...
Letzter Beitrag von wrdmstr inc. - 22. September 2026, 16:46
In der historischen Medizin des frühen 20. Jahrhunderts (1920er- und 1930er-Jahre) bildeten Leucagine, Réthragine und Rectagine eine logisch benannte Produktlinie der französischen Laboratoires Toraude,die speziell auf die verschiedenen Körperöffnungen abgestimmt war.

->  https://www.shp-asso.org/toraude2/

Alle drei Präparate gehörten zu den damals modernen, leicht radioaktiven oder antiseptischen Arzneimitteln (,,médications radifères"), unterschieden sich jedoch in ihrer Form und ihrem Anwendungsort.
Leucagine (abgeleitet von Leukorrhoe/ aus dem Griechischen: leukos = weiß, rhoia = Fluss) wurde als gynäkologischer Arzneistift (Crayon) zur Behandlung von vaginalem Ausfluss und Entzündungen eingesetzt.
Réthragine (abgeleitet von Urethra) war eine lange, dünne und flexible medizinische ,,Kerze" (Bougie), die in die Harnröhre eingeführt wurde, um Entzündungen wie Tripper zu behandeln oder Verengungen zu weiten.
Rectagine (abgeleitet von Rektum) war ein klassisches Zäpfchen (Suppositorien) welches rektal in den Mastdarm eingebracht wurde, um dort lokale Leiden wie Hämorrhoiden, Analfissuren oder Schleimhautentzündungen zu lindern.

Leucagine gab es mit 1 µg Radiumbromid= 21,4 kBq, 5 µg =107,1 kBq und 10 µg =214,3 kBq. Zum öffnen der in einer Glasampulle gelieferten Stifte musste man wie damals üblich das Glasröhrchen mit einer Feile anritzen und brechen. In der Anleitung ist rechts der "Crayon" in Originalgrösse abgedruckt was ca. 54mm Länge entspricht

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

die Anleitung sogar auf gestrichenem Papier:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Geschichte der Laboratorien L.-G. TORAUDE

Durch eine Reihe von Zufällen wählte Herr L.-G. TORAUDE das Gebäude an der Place de la Sorbonne (Nr. 2 und 4) als Sitz seiner Laboratorien; dessen Bewohner waren seit 1860 mehr oder weniger eng mit der Geschichte der Pharmazie verbunden.
Zunächst verlegte FONTAINE – Nachfolger der Wissenschaftler ROBIQUET und PELLETIER – sein Unternehmen für chemische Produkte dorthin. Im Jahr 1869 folgten ihm die hervorragenden Chemiker BILLAULT und BILLAUDOT nach, nachdem der Sohn FONTAINES in seinen eigenen Geschäftsräumen durch die Explosion von Kaliumpikrat ums Leben gekommen war; dieses war angeliefert worden, um nach Toulon verschickt und dort für Versuche mit Unterwassertorpedos verwendet zu werden.

Die Laboratorien TORAUDE vertreiben heute – in Zusammenarbeit mit dem Haus BILLAULT – die verschiedenen von SAZERAC und LEVADITI entdeckten Wismutpräparate (Trépol, Néo-Trépol, Trépo-quinol) sowie die gesamte Reihe der weltweit bekannten Radiumpräparate für die bakterizide und radioaktive Behandlung (Bougies Réthragine, Crayons und Ovules Leucagine) usw.

Apotheker können dort zudem für ihren Berufsstand wichtige Fachwerke beziehen, darunter: 1. ,,Notions pratiques de pharmacie" (Praktische Grundlagen der Pharmazie) für Studenten, Apothekenpraktikanten und approbierte Apotheker (Band im Format ,,In-4° raisin", 424 Seiten, von Em. DUFAU und L.-G. TORAUDE); 2. Das in allen Apotheken gebräuchliche Bestandsbuch für die in Tabelle B aufgeführten Giftstoffe. Schließlich finden Interessenten für das Thema Radium bei den Laboratoires TORAUDE das Gerät ,,Toradon" – ein Solenoid zur Erzeugung von Radiumemanation für die Radioaktivierung von Flüssigkeiten – sowie alle Informationen zu diesem Gerät.
SOCIÉTÉ D'HISTOIRE DE LA PHARMACIE, 1929. (Alle Rechte vorbehalten.)
übersetzt aus: https://www.persee.fr/doc/pharm_0995-838x_1929_num_17_66_11608

#24
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: CBRN-Einsatz in Alsdorf: F...
Letzter Beitrag von wrdmstr inc. - 22. September 2026, 16:15
solche Kugeln gabs haufnenweise  :))  haa..Wortspiel
#25
Sachsen / Aw: Brunnen Tannenbergsthal
Letzter Beitrag von Flipflop - 22. September 2026, 13:44
Zitat von: DG0MG am 21. September 2026, 11:14Was hat die Halbwertsschichtdicke mit meiner Frage zu tun?
Oder anders: Ist mein Text wirklich deartig unverständlich oder hast Du ihn gar nicht gelesen?

Da Du und Radiohörer ja näher an der Quelle seit, nehmt doch das nächste Mal einen 10 und 20/40 Lt Eimer mit und schaut mal wie sich die Dosisleistung verändert, abhängig vom Durchmesser vom Kessel, und gegenüber der Badewanne. Dazu noch ein Rohr für den Radiacode. Ab wie vielen Zentimeter Wasser kann man keine Erhöhung der DL. mehr feststellen?

Jemand kennt hier sicher die Antwort, bitte Melden.

Allerdings könnte sich vielleicht das Gute Verhältnis zu euren Nachbarn etwas eintrüben wenn diese Quelle jetzt zum Experimentierfeld wird.
#26
Europa und der Rest der Welt / Aw: Sellafield (Windscale) UK
Letzter Beitrag von miles_teg - 22. September 2026, 10:28
Ich beneide Dich ein wenig um die vielen Reisen. ;-)
Aber ich hätte während meiner Zeit in UK ja auch mal nach Sellafield fahren können. Insofern bin ich auf deinen Videobericht gespannt!
Auch wenn es vermutlich nichts zu messen gibt, so ist das AKW Dungeness (an der Kanalküste) vielleicht einen "Abstecher" wert. Soweit ich weiß sind beide Reaktoren nicht mehr in Betrieb, aber die Lage (quasi direkt an einem der längsten Kiesstrände Europas, mit Vogelschutzgebiet) macht es ein wenig besonders.
#27
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Doku: Wismut in der DDR
Letzter Beitrag von DG0MG - 22. September 2026, 08:59
Der FAG macht zumindest einen seriöseren Eindruck, als wenn er einen Gamma-Scout oder gar einen RKSB-104 in der Hand hätte.
#28
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Doku: Wismut in der DDR
Letzter Beitrag von DL3HRT - 22. September 2026, 08:17
Zitat von: DG0MG am 21. September 2026, 13:38und auch Frank Lange aus Ronneburg
Ha, den FH40F2 hat Frank von mir.  :)
#29
Sachsen / Aw: Brunnen Tannenbergsthal
Letzter Beitrag von Radiohörer - 21. September 2026, 22:04
Zitat von: NoLi am 21. September 2026, 12:34In einem offenen System, wie zum Beispiel diese Badewanne, wird sich nie ein Zerfallsgleichgewicht einstellen, weil ein gewisser Teil des Radons vorher aus dem Wasser ausgast. Die Ausgasungsrate hängt vom Luftdruck und der Temperatur von Luft und Wasser ab.
...kann ich mir schon gut vorstellen, dass sich da ein Zerfallsgleichgewicht einstellt: bei unserer Ankunft floß kein Wasser aus dem Überlauf der Wanne und nur ~2m Bachabwärts ein minimales Rinnsal. Anscheiend war es, trotz der Regenfälle der letzten Zeit
14 Tage: https://server.wetterochs.de/opendata-dwd/data/radar/SF/sum-DE-hd5/Sum_336_hrs.png
30 Tage: https://server.wetterochs.de/opendata-dwd/data/radar/SF/sum-DE-hd5/Sum_720_hrs.png
so trocken, dass die Quelle versiegte bzw. das Quellwasser hauptsächlich durch den Waldboden sickerte :unknw:
Im Hochwald ist es auch "relativ" Windstill, die Wasseroberfläche ~10cm unter dem Rand der Wanne und nach dem Abpumpen war kein aufquellendes Wasser zu bemerken, wie ich es sonst aus den Quellen der OPf, der Sauerbrunnen oder speziell der Mofetten als krassen Gegensatz kenne. Auch lösten sich keine Blasen vom Boden, wie es sonst bei der Absenkung des Wasserspiegels auftritt.
Das Wasser in der Wanne scheint auch sehr geschichtet zu sein, sonst müsste(?) man mit einem elektronischen, berührungslosen Thermometer ja eine Abweichung bei 10 Messpunkten an verschiedenen Punkten der Wasseroberfläche in der Wanne messen können: lagen alle bei 12,3°C vor dem Pumpen und Einsetzen der Schaumstoffe.
Auch nach dem Abpumpen lagen die 8 Messwerte bei 7.7°C +-0,1°: weil ich nach dem Zulauf zur Wanne gesucht habe. Das Wasser scheint diffus aus dem sehr groben >3mm Sand zu kommen.
Leider hab ich keine Wärmebildkamera, damit hätte man u.U. solche Temperaturverteilungen sehen können. Da feht mir auch die Erfahrung, was da möglich ist. Ein/zwei Zehntel °C sollten bei teueren Modellen event. möglich sein???
Wer weis was genaueres?

Kennt jemand einen kleinen, schnell ansprechenden Temperatursensor mit Logger, mit dem ich das ausfließende Wasser am Ende des Schlauches und bis in 1m Wassertiefe messen kann?


#30
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: -- Youtube-Sammelthread --
Letzter Beitrag von Flipflop - 21. September 2026, 19:39
Experiment zum exponentiellen Zerfall

M.M. - Physik mit c