Neueste Beiträge

#21
Kaufberatung / Aw: Zählgas
Letzter Beitrag von NoLi - 24. Mai 2026, 21:55
Die Weißen von HERFURTH sind die Dosen mit dem verunreinigten Zählgas...zur Unterscheidung wurden ab dem Jahr 1988 ausgelieferte Minicont Kartuschen mit einer roten Banderole verwendet. Gleichzeitig wurden die Proportional-Detektoren des Minicont nicht mehr aus Kunststoff, sondern ganz aus Metall gefräst. Die Kunststoffdetektoren waren zur Leitfähigkeit innen mit Graphit beschichtet, welches bei der Ölreinigung mit Lösemittel heraus gelöst wurde.

Bei der Auslieferung der Minicont durch den Bund (BBK) ab dem Jahr 1988 kamen anfangs neben den Roten auch teilweise wohl Weiße mit zur Auslieferung. Wahrscheinlich auch ein Durcheinander, bei der Flaschenfarbkennzeichnung in der Anfangsphase, bei der Bestückung.

Norbert
#22
Sachsen / Aw: Halde Schacht 333
Letzter Beitrag von DG0MG - 24. Mai 2026, 19:38
Danke für den ausführlichen Bericht!

Dass dort zumindest nach Oberflächenmessung nichts sonderlich aktives zu finden ist, ist ja auch ein Ergebnis.

Wenn sie dei Halde tatsächlich anschneiden, kann man ja auch an tieferen Stellen nochmal schauen.
#23
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: Thermo FH40G-L
Letzter Beitrag von NoLi - 24. Mai 2026, 18:54
Zitat von: opengeiger.de am 23. Januar 2024, 19:45Ich hab hier gerade einen FH40G-L zum Austesten. Der quittiert immer wieder aus heiterem Himmel den Dienst mit der Fehlermeldung ,,Er. CMP", so dass nur Aus- und wieder Einschalten hilft. Ansonsten produziert er aber plausible Werte.

Kennt jemand diese Fehlermeldung und hat eine Idee, was zu tun ist?  :unknw:

Diese Fehlermeldung hatte ich jetzt auch bei unserem CBRN-ErkKW Gerät, und er ließ sich reproduzieren!
Als Ursache wurde ein Smartphone, welches sich in < 10 cm Abstand zum FH 40 G-L(10) befand, ermittelt. Also elektromagnetischer Störeinfluß. Bei einem Abstand von > 10 cm trat dieser Effekt nicht mehr auf.

Norbert
#24
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: Thermo FH40G-L
Letzter Beitrag von NoLi - 24. Mai 2026, 18:45
So, die neuen CBRN-Erkunder des Bundes BBK sind mitten in der Auslieferung (diesmal ein geländegängiger Mercedes 5,5 to), das Vorgängerfahrzeug (FIAT Ducato) wird von Bund eingezogen und "verwertet".
Die fest eingebaute radiologische NBR-Messeinrichtung des Neuen ist u.a. durch ein Dosisleistungsmessgerät Thermo Scientific RadEye PRD-ER4 (Vorteil laut Bund: bis 10 Sv/h!) ersetzt worden. Leider wurde das in gleicher Funktion im Vorgängerfahrzeug befindliche FH 40 G-L(10) ("nur" bis 1 Sv/h) nicht zur Verwertung ausgemustert, sondern wird aus dem alten Erkunder entnommen und dauerhaft für die radiologische MER-1 Ergänzungsmessaustattung https://www.bbk.bund.de/DE/Themen/CBRN-Schutz/CBRN-Faehigkeiten/Mess-Nachweistechnik/RN-Messtechnik/rn-messtechnik_node.html verwendet, mit der auch der neue Erkunder wieder zu bestücken ist.
Allerdings werden nicht alle neuen CBRN-Erkundungsfahrzeuge damit (MER-1) ausgestattet, weil diesmal mehr Fahrzeuge geordert sind als beim Vorgänger... :unknw:

Also leider keine Hoffnung auf den Erwerb eines FH 40 G-L(10) via Versteigerungsportal oder Verkaufsplattform mehr :( , wie es zum Beispiel beim GRAETZ X50 ZS der Fall war.

Norbert
#25
Tschechien (CZ) / Aw: Exkursion nach Jachymov
Letzter Beitrag von Radioquant98 - 24. Mai 2026, 17:49
Hallo Lennart,

falls Du doch keine 200 Euro pro Beutel bekommst :unknw: entsorge ich dir einen Beutel kostenlos :D

Viele Grüße
Bernd
#26
Hallo Noli,

der Preis liegt laut Homepage bei 169,99 Euro und soweit ich weiss wird das Aufschrauben zum Einschalten verwendet (Magnetschalter), das kleine Loch dürfte der Beeper sein. Geschlossen ist dann wohl aus?

Stefan
#27
Zitat von: Gigabecquerel am 24. Mai 2026, 10:42Lustig, dass das Gerät es schon hier her geschafft hat!
Der entwickler ist ein Freund von mir hier in München, ich habe das erste Modell gekauft. "Interessantes Spielzeug" trifft es ganz gut, am ende tickert es nur, aber ist durch seine größe und unauffälligkeit super für flohmärkte und ähnliches!
Ist alles eine Preisfrage.
Apropos Preis: wo soll dieser denn für dieses Gerätchen liegen?
Und hört man die akustischen Impulswiedergaben auch bei geschlossenem (zusammengeschraubtem) Teil, auch bei einem Geräuschuntergrund auf einem Flohmarkt?

Norbert
#28
Zitat von: megapull am 24. Mai 2026, 09:49...
  • Detektortyp: CsI(Tl)-Szintillationskristall mit Festkörper-Fotodetektor
  • Kristallgröße: 8 × 8 × 4 mm
  • Empfindlichkeit: Erkennt Gammastrahlung <60 keV
  • Detektionsprinzip: Szintillationsphotonenzählung
...
Ich hoffe doch, es soll > 60 keV heißen... ;D

Norbert
#29
Tschechien (CZ) / Aw: Exkursion nach Jachymov
Letzter Beitrag von Lennart - 24. Mai 2026, 16:58
An alle, die sich für die Proben interessieren:

Ich kümmere mich im Verlauf der nächsten Woche darum und werde mich dann melden. Bisher sind vier Beutel reserviert.
#30
Sachsen / Aw: Halde Schacht 333
Letzter Beitrag von Lennart - 24. Mai 2026, 15:21
So, ich hab mir die Halde mal angeschaut. Die Anfahrt ist denkbar einfach. Man verlässt die Jägerhäuser Straße und biegt auf den Hirschsteinweg ab. Die ersten paar Meter ist dieser noch asphaltiert, danach folgt eine grobe Schotterpiste, die aber mit einem gewöhnlichen PKW befahrbar ist. Die Zufahrt ist nicht ausdrücklich verboten. Eine kleine Abzweigung nach rechts führt direkt zum Schacht und der dazugehörigen Halde, trotzdem sollte man noch einige Meter weiterfahren, bis man zu einer großen Abzweigung kommt. Dort ist der Weg so breit, dass das Parken am Rand problemlos möglich ist, ohne jemanden dadurch zu behindern.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Der "Parkplatz":

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Die Abzweigung ist leicht zu erkennen. An einem Baum verweist ein Schild auf den "Rundweg Bermsgrün". Dem folgt man aber nicht, sondern begibt sich einige Meter zurück, bis man den Weg in Richtung Süden sieht, der auf Google Maps jedoch nicht eingezeichnet ist.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Der Track des RadiaCode-110 verdeutlicht, was ich genau meine.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen. Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Der nicht eingezeichnete Weg teilt sich nach kurzer Zeit auf, wobei man links zum Schacht und rechts zur Halde kommt. Der Weg zum Schacht ist teilweise mit Holzstämmen blockiert, damit niemand dort direkt vorfahren kann. Zudem ist der Weg mit Granitgestein geschottert, was in einer ganz leicht erhöhten Zählrate resultiert - zumindest mit dem Raysid. Der RC-Track zeigt davon nichts, das Gerät war in einem Meter über dem Boden befestigt. Ich würde den hellen Granit eher für Fremdmaterial halten.

Hier sieht man den ehemaligen Schacht. Der Bereich ist mit Stacheldraht eingezäunt, wobei dieser direkt im Zugangsbereich knapp 5 cm über dem Boden hängt. Frei nach dem von Freud beschriebenen "Todestrieb", sowie dem Motto "Gott ist mit die Doofen", habe ich den Bereich vorsichtig seitlich mit dem Fuß berührt  :)

Tatsächlich fühlt sich der Untergrund komisch an, der Fuß sackt etwas ein - das war genug Abenteuer für mich.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen. Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Durch die Hangschüttung ist die Halde oben relativ flach und wird den Hang hinunter zunehmend steiler. Von oben sieht die Halde so aus:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Von unten betrachtet sieht man auf dem folgenden Foto links den Weg und rechts den Steilhang der Halde selbst:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Das Plateau der Halde ist stark bewachsen, wobei teilweise kleine Tierpfade durch das Unterholz verlaufen.

Die Dosisleistung ist flächendeckend relativ gering. Hotspots gab es nur sehr wenige, ich kann mich an drei Stück erinnern. Der gemessene Maximalwert war, wohlgemerkt mit dem RC-110, im direkten Kontakt bei ca. 2,5 µSv/h. Ein anderer Hotspot kam auf ca. 1 µSv/h. Graben brachte keinen Erfolg, vermutlich handelt es sich um kleine Krümel. Ohne Raysid hätte ich nichts davon überhaupt gefunden.

Der Track zeigt nur einen Hotspot, weil ich erst später auf die Idee kam, überhaupt einen aufzuzeichnen. Ich halte die Freigabe für eine Weiterverwendung des Materials - was immer damit genau gemeint ist - für vertretbar. Verglichen mit anderen Halden des Uranbergbaus ist das hier deponierte Gestein meiner Meinung nach harmlos - in vielen Steinbrüchen gibt es mehr Uranerze zu finden, Beispiel: Steinbruch Kirchberg.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Fazit:
Die Halde ist weder mineralogisch, noch radiologisch in irgendeiner Weise interessant. Das Volumen ist auch nicht besonders groß, ich wüsste also nicht, was man mit der Menge an Schotter anfangen möchte. Zumal das Gelände für schweres Gerät nicht besonders gut zugänglich sein dürfte.