Zitat von: Pinin am 20. April 2026, 21:31Wenn ich es korrekt verstehe, basieren die RadiaCode Modelle auf SzintillationsdetektorenDas ist richtig.
Zitat von: Pinin am 20. April 2026, 21:31sind primär für Gamma- und teilweise Betastrahlung ausgelegt,Das stimmt für Gammastrahlung. Dass sie teilweise auch für Betastrahlung empfindlich sind, ist eher ein ungewollter konstruktiver Nachteil. Man nimmt das in Kauf, da entsprechende Filter das Gerät erheblich größer machen würden. Bei einer normgerechten Dosisleistungsmessung in z.B. 1 Meter Höhe vom Boden spielt es auch keine Rolle mehr, da kaum Beta-Strahlung den Sensor erreicht.
Zitat von: Pinin am 20. April 2026, 21:31während die gefährliche Alphastrahlung nicht erfasst wird. Für eine Privatperson ohne beruflichen Umgang mit radioaktiven Stoffen stellt sich daher die Frage nach dem praktischen Nutzen eines solchen Geräts.Hierbei möchte ich nur mal auf die 160 Seiten(!) dieses Threads verweisen, in dem man den praktischen Nutzen deutlich vor Augen geführt bekommt. Die RadiaCode-Modelle sind weltweit die beliebtesten Strahlungsmessgeräte im Nicht-professionellen Bereich, wenn man mal von den vielen chinesischen reinen Zählrohr-Modellen absieht. Das hat natürlich seinen Grund. Wie @NoLi schon schrieb: Es kommt im 'normalen Leben' einfach nicht vor, dass Du einem reinen Alpha-Strahler begegnest. Selbst das Tschernobyl-Cäsium ist ein Gamma-Strahler, den man mit dem RadiaCode-1xx auch nach 40 Jahren in Lebensmitteln nachweisen kann. Du findest kein anderes Gerät in dieser Preisklasse, mit dem das derartig komfortabel zu machen ist.
Zitat von: Pinin am 20. April 2026, 21:31Insbesondere im Hinblick auf Radionuklide mit Alphazerfall, die bei Inkorporation von Nahrung radiologisch relevant sind, sind die Modelle daher nutzlos oder ist diese Einschätzung falsch?Welche Nuklide wären das denn und in welchem Szenario?
Zitat von: Flipflop am 21. April 2026, 10:51eine ... relativ geringe Dichte (ca. 1 g / cm³)...was den Claim von "tissue like" erlaubt, aha. Und der doch eher geringe Sprung auf 3.7 g/cm³ von Na-Iodide Kristallen erlaubt dann die Photopeak Erkennung? Erstaunlich.
ZitatDünne (0,25 mm dicke) Plastik – Szintillatoren, gekoppelt an PMTs, können für niedrige Hintergrunddetektion von Beta – Partikeln in Anwesenheit von Gammastrahlen verwendet werden. Das Eintrittsfenster besteht normalerweise aus aluminisierter Mylarfolie.
Zitat von: ullix am 21. April 2026, 10:28Warum sollte dies gerade dann NICHT gehen, wenn diese aus "Kunststoff" kommen?
Zitat von: DL3HRT am 20. April 2026, 20:48Wie denn, mit einem Kunststoffszintillator?Das klingt gerade so, als sei es allgemein bekannt, dass Kunststoffszintillatoren es nicht erlauben, Lichtpuls-Intensität zu messen? Kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt Lichtpulse, und deren Intensität kann ich messen. Warum sollte dies gerade dann NICHT gehen, wenn diese aus "Kunststoff" kommen?
Zitat von: Pinin am 20. April 2026, 21:31Wenn ich es korrekt verstehe, basieren die RadiaCode Modelle auf Szintillationsdetektoren, sind primär für Gamma- und teilweise Betastrahlung ausgelegt, während die gefährliche Alphastrahlung nicht erfasst wird. Für eine Privatperson ohne beruflichen Umgang mit radioaktiven Stoffen stellt sich daher die Frage nach dem praktischen Nutzen eines solchen Geräts. Insbesondere im Hinblick auf Radionuklide mit Alphazerfall, die bei Inkorporation von Nahrung radiologisch relevant sind, sind die Modelle daher nutzlos oder ist diese Einschätzung falsch?Für Privatpersonen ist die Messung von reinen Alpha-Strahlern sekundär, weil diese in der Technik und Umwelt alleine kaum vorkommen. Meistens ist der Alpha-Zerfall mit der Emission eines Gamma-Quants oder eines Beta-Teilchen verbunden, oder sie liegt im Verbund mit einer Beta-/Gamma-Zerfallsreihe. Somit ist es ausreichend, diese Beta-/Gamma-Strahlung detektieren zu können.
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