Neueste Beiträge

#21
Jeder der ein solches Gerät hat, sollte es Pflegen.
Diese Art von Gerätetyp ist obsolete und wird nicht mehr produziert.

Für alle die es noch nicht wissen, die letzten Jahre wurde das Gerät ausschließlich in Deutschland von Thermo Fisher Scientific hergestellt.
#22
Genauso sehe ich das auch, eigentlich eine coole Idee. Ich denke, dass die Uranglaskugel von einer UV-LED angestrahlt wird. Ein paar Euro kommen für das Material schon zusammen: Uranglaskugel, Haube, Gehäuse, Detektor, Zählrohr etc. Aber den verlangten Preis finde ich persönlich dekandent, andere Leute dürfen da eine andere Meinung haben.

Im Sockel ist sicher ein kleines Zählrohr verbaut?

Ich denke tatsächlich drüber nach, mir so etwas selbst zu basteln  ;) .
#23
https://www.bettergeiger.com/product-list/p/doomsday-orb-tabletop-radiation-detector-and-uranium-glass-lamp

Die Idee ist gut, der Preis aber abnormal ! :fool:
Ich denke aber, es werden sich dennoch einige Interessenten dafür finden...

Norbert
#24
Kann mal jemand mit einer iphone-App beschreiben oder screenshotten, wie dort das Mitloggen von Tracks in etwa funktioniert?
Insbesondere die Frage: Kann man gespeicherte Tracks auch nachträglich bearbeiten, umbenennen, exportieren etc.?
Mir sagte jemand, man käme nur an die Tracks ran, wenn die App auch mit dem RC verbunden ist, stimmt das?
Zu der iphone App gibts keine Dokumentation?
#25
Bayern / Aw: Tschernobyl-Fall in Südbay...
Letzter Beitrag von megapull - 19. August 2026, 09:00
Zitat von: miles_teg am 18. August 2026, 16:21Ich bin in den nächsten Wochen dort im Urlaub (nicht geplant) und werde auch mal die "kristallenen Augen" offen halten. ;-)

Mein Fazit zur Suche nach CS-137 lautet kurz und bündig:

Selbst wenn das Radiacode-Gerät andernorts höhere Werte anzeigt, findet man die stärkste Kontamination in Kiefernwaldböden, unabhängig von den Messwerten (es sei denn, die Kontamination ist extrem hoch). Suchen Sie einfach nach natürlichen Senken.

Viel Erfolg bei der Suche!
#26
Zitat von: DL3HRT am 19. August 2026, 07:20Falls jemand überschüssiges Geld hat, aber nicht spenden möchte  ;) :

Genau dasselbe wollte ich hier auch gerade schreiben, als ich die Werbemail in meinem Postfach sah. ;D
Wenn es mir jemand schenken würde, hätte ich sicher Freude daran. Es ist bestimmt sehr dekorativ und ein echter Hingucker.
#27
Rob gehen anscheinend die Ideen aus. Heute morgen bekam ich eine Werbemail zur neuesten Produkt: "Doomsday Orb"

Falls jemand überschüssiges Geld hat, aber nicht spenden möchte  ;) :

Für "Schnellbucher" kostet das Teil nur 399 USD + Versand + Einfuhrumsatzsteuer etc. :)
#28
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Männer finden Fläschchen m...
Letzter Beitrag von NoLi - 19. August 2026, 00:18
Und noch ein Update:

"Verfahren eingestellt
Rätsel um vermeintliches Polonium-Fläschchen an Ostern bleibt ungelöst

Die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren um ein Fläschchen mit der Aufschrift "Polonium" in Vaihingen/Enz eingestellt. Die Ermittler konnten den Verursacher nicht finden.


Stand  17.8.2026, 16:56 Uhr

Anna Knake

In dem Fall um das in Vaihingen an der Enz (Kreis Ludwigsburg) gefundene Fläschchen mit der Aufschrift "Polonium" ist das Verfahren eingestellt worden. Wie die Stadt am Montag mitteilte, konnte kein Verursacher ermittelt werden.

Polonium-210 Fund Vaihingen: Großeinsatz der Feuerwehr

Bei der Ostereiersuche im April hatten zwei Männer das Fläschchen mit der Aufschrift "Polonium 210" im Garten in Vaihingen an der Enz gefunden. 140 Feuerwehrleute wurden alarmiert, und der Fundort wurde weiträumig abgesperrt. Spezialkräfte hatten das Fläschchen zunächst auch wegen des passenden Gewichts und der sauberen offiziellen Beschriftung als echt eingestuft.

Proben ergaben: Fläschchen enthielt keine gefährlichen Substanzen

Untersuchungen und Analysen des Umweltministeriums und der Polizei ergaben, dass das Fläschchen zu keinem Zeitpunkt das radioaktive Polonium-210 enthalten hat. Es ergaben sich auch keine Hinweise auf andere gesundheitsschädliche Stoffe, teilte die Stadt Vaihingen an der Enz mit.
"
( https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/fund-pollonium-flasche-ostern-verfahren-eingestellt-100.html)

Norbert



#29
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von DL8BCN - 18. August 2026, 21:05
Wenn ich den Namen "Varian" lese, geht mir als Funkamateur das Herz auf :)
"Varian" bringe ich immer mit "Eimac" in Verbindung.Weiß nicht warum.Aber die 3-500Z kennt jeder Funkamateur.
Ich habe damals in den 1990ern mit großer Begeisterung das Buch gelesen:
"Care and feeding of power grid tubes"

https://www.qsl.net/ea2ra/Links/Eimac/C&F1Web.pdf
#30
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 18. August 2026, 18:40
Varian Associates "1B35A" ATR-Sperrröhre

Mit den ATR-Röhren vom Typ 1B35A habe ich bisher nur schlechte Erfahrungen gemacht. Sämtliche Ausführungen waren nicht gekennzeichnet und teilweise > 70 Jahre alt, wobei jedoch mehrere Quellen von einem Co-60-Zusatz sprechen. Wie ich es bereits bei den JAN-6322 beschrieben hatte, ist es nicht besonders angenehm, vollständig im Trüben zu fischen. Zumindest ein Hinweis auf Co-60 muss schon gegeben sein.

So habe ich zufällig diese Variante der 1B35A entdeckt, die von dem ersten Spitzentechnologieunternehmen im Silicon Valley hergestellt worden ist, nämlich Varian Associates. Die von den Brüdern Russel und Sigurd Varian gegründete Firma hat, unter anderem, auch den ersten Klystron produziert. Ganz abgesehen davon liebe ich das Firmenlogo aus irgendeinem Grund  :)

Wie damals teilweise üblich, wurde die Röhre in einer Blechdose aus Aluminium ausgeliefert. Hinweise auf die genaue Aktivität gibt es nicht, sie lag jedoch mit Sicherheit unter einem Mikrocurie. Auch das Produktionsdatum ist leider unbekannt, ich nehme jedoch an, dass die Röhre in den 1970er Jahren hergestellt worden ist.

Auf jeden Fall war die Röhre für die Bundeswehr bestimmt, wie man am rückseitigen Stempel "BWB" unter dem stilisierten Bundesadler erkennen kann. Das ist der Abnahmestempel des ehemaligen Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung.

Mit etwas Tesafilm™ habe ich die Röhre am Detektor des SPRD-GN befestigt und dann wanderte das Ganze für 65.000 s in die Bleiburg. Was soll ich sagen? Der vergleichsweisen geringen Messzeit zum Trotz, war der Nachweis von Co-60 problemlos möglich, inklusive automatischer Nuklididentifikation! Habe ich schon mal gesagt, dass ich dieses Gerät liebe?!  :D

Jetzt könnte man einwerfen: "Wenn genügend Impulse ankommen, ist der Nachweis auch keine Kunst!" Tatsächlich lag die Zählrate bei absolut lächerlichen 0,507 CPS - 0,36 CPS = 0,147 CPS


Ich möchte an dieser Stelle auf ein interessantes Dokument hinweisen, welches mir zufällig über den Weg gelaufen ist:

"MICROWAVE DUPLEXERS", aus der Reihe "RADIATION LABORATORY SERIES" des MIT. Geschrieben von den Autoren W. C. Caldwell et al. und editiert von Louis D. Smullin et al. Herausgegeben von der McGraw-Hill Book Company im Jahr 1948.

LINK zum .pdf

Auch wenn einige Abschnitte für den Laien etwas zu schwer verständlich sind, bietet das Buch zahlreiche Informationen über Duplexer im Allgemeinen, sowie zahlreiche Daten und Bilder zu TR- und ATR-Röhren. Auf S. 138 (S. 152 im .pdf) sieht man beispielsweise, wie die 1B35 mithilfe einer Vorrichtung auf dem Hohlleiter montiert wurde. Ab Seite 216 (S. 230 im .pdf) geht es um die radioaktive Vorionisation.

Zitat:

"The TR tube will not, in general, protect crystals if the keep-alive discharge is off; and, in particular, the very first pulse of leakage energy when the transmitter is turned on will be extremely large. Thus, rapid and reliable firing of the keep-alive under all circumstances must be ensured."

"There seems to be little excuse to use the highly toxic radium salts since the artificially radioactive cobalt chloride is easily available."

"In practice, the cobalt chloride is used in a water solution and diluted to a concentration that has an equivalent radioactivity of 0.1 µg of radium per drop. A drop of the solution is put on the cone adjacent to the keep alive electrode before sealing off the tube. During the sealing-off and evacuating process, the water is evaporated. This amount of radioactivity is sufficient to guarantee the starting of the tube within less than 5 sec after the application of the voltage.
"


Die Vorionisation war also bei den TR-Röhren nicht so sehr für die eigentliche Funkenstrecke gedacht, sondern eher dafür, die Keep-Alive-Elektrode zuverlässig zu starten. Ich wusste auch nicht, dass das Co-60 als Cobalt-Chlorid in die Röhre eingebracht wurde.