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#21
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von ABel - Gestern um 13:09
Hallo,

und nun das Ganze mit PMT-Adapter.

Ein kleinerer PMT_RL2 führt zu einer geringeren Spannung am Eingang zum PMT-Adapter (V(input_neu)).

Der Strom durch den internen Lastwiderstand PMT_RL2 nimmt nun ab, wenn sein Widerstandswert steigt. Genau wie oben (ohne PMT-Adapter).

Aber der Anodenstrom, nun definiert als Summe von I(PMT_RL2) und I(RPM_C1), verändert sich kaum.

Damit scheint die richtige Stellgröße für eine Anpassung zwischen PMT und seinem Adapter der Widerstand PMT_RL2 zu sein?! Leider werde ich erst in der übernächsten Woche die Gelegenheit haben, das auch durch Messungen am realen Objekt zu prüfen.

Gruß Andreas

  step    MIN(V(input_neu))
    1    -0.77595710754 V
    2    -1.87054729462 V
    3    -3.31953072548 V
    4    -4.64411973953 V
    5    -5.29308223724 V
    6    -5.56689786911 V
    7    -5.65293407440 V

  step    PP(I(PMT_RL2))
    1    79.4570903599 μA
    2    58.2948475857 μA
    3    34.302693853  μA
    4    14.6055233511 μA
    5     5.5054390522 μA
    6     1.7562975973 μA
    7     0.5887158718 μA

  step    PP(I(PMT_RL2)+I(PMT_C1))
    1    91.6369160734 μA
    2    88.7943758724 μA
    3    87.6349788571 μA
    4    87.2388586715 μA
    5    87.1194250782 μA
    6    87.0783398784 μA
    7    87.0662665105 μA
#22
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von DL8BCN - Gestern um 12:47
Hallo Lennart, hast du noch ein Bild von den RB-5 Röhren?
Oder gab es das schon weiter oben?
#23
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von Radioquant98 - Gestern um 12:41
Ja schön. Nun hast Du Strom, Spannung, Widerstand und kannst dir den Widerstand aussuchen , der eine Impulsspannung, die dein Adapter noch verarbeiten kann.
Du mußt die Eingangsspannung so wählen, daß der größte Impuls den Adapter nicht übersteuert.

Greifst Du die Impulse hochohmig per Spannungsfolger ab, kannst Du die Werte direkt übernehmen. Anderenfalls muß Du deinen Eingangswiderstand - besser gesagt Eingangsimpedanz - zum Anodenwiderstand parallel dazurechnen.

Und bitte schreibe deine Tabellen bitte mit einer Nachkommastelle in µA, V usw. Das nimmt den Leser den ersten Schock :D und macht sie auf einen Blick übersichtlich.

Viele Grüße
Bernd
#24
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von ABel - Gestern um 12:05
Hallo,

nun hab ich mir das Schema ohne PMT-Adapter noch Mal vorgenommen.

Danach ist meine Meinung, das ein kleinerer PMT_RL2 zu einem kleineren Anodenstrom führt, falsch!

Es ist genau umgekehrt. Wobei die Anode hier keine ideale Stromquelle ist (R0 und C0 spielen eine Rolle).

Angehängt noch die Meßdaten aus LTspice.

Gruß Andreas

  step   PP(I(PMT_RL2))
     1     95.3410733503 μA
     2     92.9830955585 μA
     3     85.325790454 μA
     4     70.0178814017 μA
     5     49.990975416 μA
     6     28.0461888498 μA
     7     13.3735345654 μA

  step   PP(-V(anode_neu,HV_neu))
     1       0.95343017578 V
     2         3.06842041016 V
     3         8.53259277344 V
     4       23.1059570312 V
     5       49.9909667969 V
     6       92.5524291992 V
     7     133.735290527 V

  step   INTEG(V(anode_neu,HV_neu)*I(PMT_RL2))   FROM 0 TO 300 μs
     1     0.000988073255532  μWs
     2     0.00323341622043 μWs
     3     0.00950604102658 μWs
     4     0.0283043950032e μWs
     5     0.0666411448579 μWs
     6     0.124501879132 μWs
     7     0.165489646827 μWs
#25
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von ABel - Gestern um 11:51
Hallo Bernd,

Das PMT-Datenblatt nennt
dark current at 20 ºC:
   dc at nominal A/lm      typ 0.3 nA; max 1.5 nA
   dc at max. rated A/lm   typ 3 nA
   dark count rate         typ 300 s-1

Der Dunkelstrom ist doch aber in meinem Schema nicht drin. Wie bring ich den hinein? Eine weitere Stromquelle mit konstantem Strom parallel zu I2? Oder in den EXP-Parametern ein Vinitial[A] > 0?

Gruß Andreas
#26
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von Radioquant98 - Gestern um 08:38
Hallo Andreas,

der PMT hat einen Dunkelstrom. Nehmen wir an daß er maximal 100µA Anodenstrom kann , hast Du noch einen Aussteuerbereich von 100µA minus Dunkelstrom.
Der Dunkelstrom ist aber von PMT zu PMT unterschiedlich - Datenblatt.
Rechne mal nur mit der Spitzenspannung, da die Pulse von der Nulllinie aus nur in eine Richtung gehen - welche Richtung ist egal.
Praktisch in der Anwendung meinetwegen von 0,1V(wegen des Dunkelstromes) bis 5V. - oder eben mit deren Strömen.
Dann wird das Ganze nicht so unübersichtlich.

Viele Grüße
Bernd
#27
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von DL8BCN - Gestern um 08:11
Hübsch! ;D
#28
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Lennart - Gestern um 00:13
Ich habe eben fünf sowjetische RB-5 Röhren in die Messkammer gestellt und zusätzlich einige Taschentücher hineingelegt, damit die Röhren kopfüber nicht umfallen, oder anderweitig beschädigt werden.

Dann kam der Schock: Die Zählrate hat sich plötzlich halbiert. Das bestätigt einen Verdacht, den ich schon beim Blick auf das Hintergrundspektrum in der Messingburg hatte. Ein Großteil der Zählrate entfällt auf die Röntgenfluoreszenz, für die der RadiaCode-110 noch vergleichsweise empfindlich ist. Die eigentliche Abschirmwirkung der Hintergrundstrahlung ist also deutlich größer, als anfangs angenommen.

Zitat von: Flipflop am 18. März 2026, 19:48:good2: Sieht Super aus. Und Bitte nicht die Finger einklemmen, (ich würde das ganz sicher schaffen) hast du Handschuhe?

Der Deckel, den man wohl am häufigsten bewegt, rutscht in ca. 4-5 Sekunden langsam nach unten. Die Luft muss erst entweichen. Da hat man genug Zeit, die Finger anderweitig zu positionieren  ;)
#29
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: -- Youtube-Sammelthread --
Letzter Beitrag von Kermit - 18. März 2026, 22:02
Zitat von: Lennart am 18. März 2026, 20:00Wahrscheinlich war Cs-137 als "Abfallprodukt" auch deutlich billiger, als Co-60.

Der entscheidende Punkt ist neben der Energie und damit der "Behandlungstiefe" am Tumor (am Tumor braucht man einige Gy und nicht mGy!) die Halbwertszeit.

Eine Strahlentherapie benötigt üblicherweise eine Serie von Bestrahlungen mit einer gleichen Dosis. Daher muss man bei Co-60 zum Bsp als Therapiequelle jeden Tag die Bestrahlungszeit anpassen, um eine gleiche Dosis zu gewährleisten.

Einer der Gründe, warum man heute Linearbeschleuniger und natürlich auch Protonenanlagen benutzt.
(neben der zusätzlichen Sicherheit, den eine abschaltbare Strahlenquelle bietet)
#30
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: -- Youtube-Sammelthread --
Letzter Beitrag von Lennart - 18. März 2026, 20:00
Zitat von: NoLi am 18. März 2026, 17:48Bei der zersägten Cs-137 Quelle handelte es sich um eine Strahlentherapiequelle mit einer Aktivität von etwa 3000 Ci (ca. 1,1E14 Bq = ca. 110 TBq).

Bei den Zahlen ist es fast schon Haarspalterei, aber die Aktivität lag bei "nur" 50,9 TBq im Jahr 1987 und die Anfangsaktivität im Jahr 1971 betrug ca. 74 TBq, siehe S. 21f im IAEA-Bericht.

Es ist auch kurios, eine hochradioaktive Quelle aus einem wasserlöslichen Cs-Salz herzustellen. Dazu habe ich mal gelesen, dass die "geringe" spezifische Aktivität von Cs-137 (im Vergleich zu Co-60) ausschlaggebend war. Es war wohl anders nicht möglich, in der kleinen Standardkapsel eine ausreichende Aktivität unterzubekommen. Zumindest nicht für den gewünschten Einsatz in der Strahlentherapie.  Wahrscheinlich war Cs-137 als "Abfallprodukt" auch deutlich billiger, als Co-60.