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#21
Objekte und Stoffe / Aw: Rubidium als Prüfstrahler
Letzter Beitrag von opengeiger.de - 28. Januar 2026, 11:48
War die Tage etwas busy, nun will ich aber noch was zu dem Beitrag von @Peter-1 sagen. Ich kam auf einen ganz ähnlichen Gedanken, eigentlich müsste eine PIN-Diode doch auf die Beta's vom Rb87 reagieren. Ich hatte ja schon früh in meiner Citizen Science Karriere versucht herauszufinden, wie man ganz einfache Strahlungs-Detektoren bauen kann, da kam dann das "Stuttgarter Geigerle" mit den 3 BPW-34 PIN-Dioden raus, die man für ein paar Cent bekommt. Da viel mir schon auf, dass diese PIN-Dioden recht wenig auf Gamma-Strahlung reagieren, um so mehr auf Beta und Alpha, wenn man zum Beispiel eine PIN-Diode im Metallgehäuse nimmt und das Deckglas entfernt. Aber, und das sehe ich jetzt nach den Experimenten mit dem Rb87 als Problem: Einmal ist der aktive Halbleiter immer noch mit einer Passivierungsschicht aus SiO2 versehen und die kann schon mal 200 Mikrometer dick sein. Und dann liegt der pn-Übergang um den sich die strahlungsempfindliche Raumladungszone bildet auch nicht ganz an der Oberfläche. Also die Betas müssen schon ein wenig in das dotierte Si eindringen. Da diese PIN-Dioden oft für IR-Anwendungen hergestellt werden, ist die Tiefe des pn-Übergangs für den Hersteller sicher nicht so wichtig. Daher könnte die notwendige Eindringtiefe also auch nochmal zunehmen. Jetzt hat ja @NoLi ausgerechnet, so groß ist die Schichtdicke nicht, die so arg niedrigenergetische Betas noch schaffen. Und Silizium hat immerhin eine Dichte von 2,336 g/cm3. Wenn man sich nun den Transmissionskoeffizienten von Elektronen mit 80keV anschaut, dann ist der 50% bei einer Schichtdicke von 1E-3 g/cm2, d.h. wir sind bei 0.5*1E-3cm oder ungefähr 500 Mikrometer. Also das könnte schon der Grund sein, warum da kaum noch Beta's mit dieser niedrigen Energie wie beim Rb87-Zerfall in der Raumladungszone ankommen und dort zur Ionisation führen können. Mit gealtertem Sr90 sieht das sicher viel besser aus. Ich hoffe ich habe richtig gerechnet  ;)       
#22
Grundlagenwissen / Aw: Alles über PMTs
Letzter Beitrag von Peter-1 - 28. Januar 2026, 10:31
Die Verstärkung ändert sich kaum, aber das Rauschen läßt est langsam wieder nach. Wenn sich die Verstärkung geändert hat, so wurde durch zu hohen Lichteinfluß die Kathode leicht geschädigt und erholt sich ganz langsam wieder. Also Geduld !
#23
Grundlagenwissen / Aw: Alles über PMTs
Letzter Beitrag von DL8BCN - 28. Januar 2026, 08:19
Ich habe gestern mal gelötet ;D
Einen Spannungsteiler für einen XP3312 Photomultiplier, den ich noch als Ersatz habe.
Diesmal mit einem Gesamtwiderstand von gut 20 MOhm.
Als Stützkondensatoren 22nF/2kV zwischen den letzen beiden Dynoden in Richtung Anode.
Aus Versehen auch einen dritten C von der letzten Dynode zur Anode.
Das funktioniert dann aber gar nicht!
Was man machen kann ist wohl ein Kondensator zwischen Kathode und Anode.
Der muss dann aber noch spannungsfester sein.
Ich dachte erst es liegt an den zu niederohmigen Widerständen.
Dann habe ich den Fehler entdeckt und den Kondensator zur Anode ausgelötet.
Getestet habe ich mit einem 3-Zoll Plastikszintillator und dem Ludlum 12 bei 1000V.
Da die Spannung doch um einiges zusammenbrach, habe ich wieder die hochohmigere Variante verwendet.
Gesamt habe ich jetzt 60 MOhm, nicht 100 MOhm wie bei meinen früheren Versuchen.
Ich denke das ist ein ganz guter Kompromiss.
Zählrate ist jetzt außerhalb der Bleiburg bei 2500 cpm.
Ich hatte gelesen, daß der PMT sich erst vom Licht erholen muss, um wieder die volle Empfindlichkeit zu haben.
Das ist nun über Nacht hoffentlich passiert.
Heute Nachmittag werden ich die Zählrate noch mal messen und schauen, ob sie höher geworden ist.




#24
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Radiohörer - 27. Januar 2026, 23:27
...was die Kombi aus Sn & Cu in einer Bleiburg bewirken: die Profis lassen sich "etwas" in die Karten schauen und liefern den Hintergrund gleich mit -->
 System 777: Abschirmung für ultra-niedrige Hintergrundstrahlung

"Das System 777 von Mirion ist eine Bleiabschirmung für Germanium-Gammastrahlungsdetektoren für extrem niedrige Hintergrundstrahlung. Es besitzt eine 50 % erhöhte Bleidicke als typische Bleiabschirmungen und besteht aus Materialien, die sorgfältig für niedrige Hintergrundstrahlung ausgewählt wurden.
Die Hintergrundstrahlung von Blei wird von 210Pb dominiert, da andere Elemente im Raffinierungsprozess chemisch ziemlich effektiv abgetrennt werden. 210Pb zerfällt unter Emission einer 46,5 keV-Gammastrahlung. Diese Gammastrahlung wird im Allgemeinen von der Zinn-Kupfer-Auskleidung absorbiert und kann unter dem Energiebereich des Detektors liegen, sodass sie wenig bedenklich ist. Um das 210Bi-Tochterisotop von 210Pb jedoch müssen wir uns Sorgen machen. Es ist ein energetischer Beta-Emitter und Bremsstrahlung von dieser Beta verursacht ein Kontinuum von Hintergrund-Zählraten bis 500 keV. Aus diesem Grund ist die Abschirmung 777 aus geschichtetem Bulkblei aufgebaut. Die äußeren fünf Zoll sind gewöhnliches Blei, während für die innerste, einen Zoll starke Bleischicht ein 210Pb-Gehalt von etwa 20 Bq/kg ausgewählt wurde. Diese Bleidicke stoppt die Bremsstrahlung aus der äußeren Bleischicht.

Das System 777 hat eine abgestufte Auskleidung zum Stoppen der K-Schalen-Röntgenstrahlung von Blei im Energiebereich von 75 bis 85 keV. Die Auskleidungsmaterialien bestehen aus Zinn mit niedriger Hintergrundstrahlung und einer Dicke von 1 mm (0,040 in) sowie aus hochreinem Kupfer mit einer Dicke von 1,5 mm (0,060 in).

Das System 777 ist mit einem Gasanschluss für die Zuleitung von Gas (Flaschenluft oder Stickstoff) ausgestattet, um das Innere der Abschirmung zu spülen und den Strahlungshintergrund durch Radon und Radon-Tochterisotope zu reduzieren."
#25
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Radon Messungen in Schlesw...
Letzter Beitrag von Zugpferd - 27. Januar 2026, 20:32
Zitat von: NoLi am 19. Januar 2026, 12:29
Zitat von: Zugpferd am 19. Januar 2026, 00:05...
Norbert, meine Radon Messgeräte zeigen kaum was an bei mir.
Hmm, wie hoch sind denn die Anzeigewerte?
Bei uns in den Praktikumsräumen liegt die Radonkonzentration trotz Gebäudezu- und Abluft (mit Zuluftfilterung!) immer zwischen 5 Bq/m³ und 50 Bq/m³, je nach Klimatisierung/Luftwechsel, und bei geschlossenen Fenstern.

Norbert

Mein Gerät ist mit im Tresor mit den Steinen... muss mal wieder auslesen wie die Konzentration ist.
#26
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Radon Messungen in Schlesw...
Letzter Beitrag von Zugpferd - 27. Januar 2026, 20:30
Ja, hat geklappt, ich habe gestern die Bestätigung bekommen das ich mit meinem Haushalt an der Studie mitmache,
selbst die Anmeldung meiner Verwandten in Rendsburg und Glückstadt hat geklappt.

Leider werde ich ja erst - wenn überhaupt - in einem Jahr von Messwerten benachrichtigt...

#27
Gamma-Spektroskopie / Aw: Röntgenfluoreszenz
Letzter Beitrag von DG0MG - 27. Januar 2026, 19:07
Zitat von: Lennart am 27. Januar 2026, 13:412018 habe ich einige Anlagemünzen für teilweise 15,69 € pro Feinunze angeschafft. Der aktuelle Silberpreis liegt bei 93,49 €  ;)

Leg sie am besten in ein Schließfach bei der Sparkasse. Dort sind sie 100% sicher.
#28
Gamma-Spektroskopie / Aw: Röntgenfluoreszenz
Letzter Beitrag von Peter-1 - 27. Januar 2026, 15:43
So 100 kg Ag wären schon schön  :yahoo:
#29
Meines Wissens hat die Auswahl einer bestimmten GM-Röhre im Radpro-Menü nur die Auswahl der Empfindlichkeit zur Folge. Die HV wird dadurch nicht beeinflusst, nur der Umrechnungsfaktor cpm/µSv/h wird verändert.

Ich habe meinen Joy-It JT-RAD01 mit Radpro 3.0.2. ausgestattet.
Das Gerät hat einen CH32F103 Prozessor von WCH, und ein J321-Zählohr verbaut.
Radpro hatte das Zählrohr bereits voreingestellt.

Mit der HV-Werkseinstellung waren es fast 700 Volt und das Zählrohr zeigte an der Anode gelegentlich bereits kurze Glimmentladungen, dabei wurde das Piepsen zum Kreischgeräusch. >:(

Mit der Einstellung Zählrohr-HV-Profil-Benutzerdefiniert:
PWM-Tastverhältniss 14,5%
PWM-Frequenz 2,5 kHz
komme ich auf ca. 390V, das passt für die J321.

Die Empfindlichkeit stimmt allerdings wie auch vorher mit der Originalsoftware überhaupt nicht, das Gerät zeigt ca. 3,5 mal zu hohe Werte im Vergleich mit dem Radeye PRD und dem Graetz X5Cplus an. :unknw:
Bedenken muß man dabei, das Graetz X5Cplus hat ein energiekompensiertes Zählrohr und das RADEYE PRD einen Szintillator (auch energiekompensiert). Das J321 Zählrohr ist nur ein nacktes Glaszählrohr, mir war nur die Übereinstimmung der Umgebungsstrahlungswerte wichtig, bei unterschiedlichen Isotopen kann die Einstellung nicht mehr so stimmen!

Abhilfe schafft dann die Korrektur der Empfindlichkeit (unter die verschiedenen Zählrohre runterscrollen), bei meinem Gerät auf 316.23 cpm/µSv/h.
Jetzt ist die Dosisleistung praktisch identisch mit den beiden vorgenannten Geräten  ;D (gemessen auf einer dicken Stahlplatte um eventuelle Beta-Strahlung der Unterlage auszuschliessen).

Stefan

#30
Gamma-Spektroskopie / Aw: Röntgenfluoreszenz
Letzter Beitrag von Lennart - 27. Januar 2026, 13:41
Hier mal ein off-topic Hinweis für alle, die Silbermünzen für XRF-Versuche angeschafft haben:

2018 habe ich einige Anlagemünzen für teilweise 15,69 € pro Feinunze angeschafft. Der aktuelle Silberpreis liegt bei 93,49 €  ;)