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#21
Zitat von: NoLi am Gestern um 21:04Wie lange dauert es, bis der Messwert sich stabilisiert, der "Zebralook" erloschen ist?
Nach dem Einschalten hat es bei 0,19 µSv/h ca. 7 Minuten gedauert. Der Messwert ist bereits nach ca. 2 Minuten verhältnismäßig stabil und stabilisiert sich dann immer mehr. Die 0,19 µSv/h entsprechen ca. 1,2 cps. In 7 Minuten sind das knapp über 500 Impulse.

Kommt man in die Nähe einer Strahlungsquelle, so wird der "Zebralook" nahezu sofort beendet.
#22
Wenn ich es korrekt verstehe, basieren die RadiaCode Modelle auf Szintillationsdetektoren, sind primär für Gamma- und teilweise Betastrahlung ausgelegt, während die gefährliche Alphastrahlung nicht erfasst wird. Für eine Privatperson ohne beruflichen Umgang mit radioaktiven Stoffen stellt sich daher die Frage nach dem praktischen Nutzen eines solchen Geräts. Insbesondere im Hinblick auf Radionuklide mit Alphazerfall, die bei Inkorporation von Nahrung radiologisch relevant sind, sind die Modelle daher nutzlos oder ist diese Einschätzung falsch?
#23
Ich besitze seit einigen Tagen ein FNIRSI GC-01. Da es sich sowohl um mein ersten Geigerzähler als auch um meinen ersten Beitrag hier handelt, kurz zu meinem Hintergrund: Ich bin Bauingenieur in der Tragwerksplanung. Anfang dieses Jahres bin ich durch eine Dokumentation von Ranga Yogeshwar über Fukushima und Tschernobyl auf das Thema aufmerksam geworden. In der Folge habe ich mich intensiver mit den Ereignissen beschäftigt, insbesondere mit den zugrunde liegenden Unfallursachen sowie den konstruktiven Fehlern und sicherheitstechnischen Defiziten. Dabei wurde deutlich, dass das Eintreten solcher Ereignisse unter bestimmten Randbedingungen weniger unwahrscheinlich ist, als häufig angenommen wird. Besonders eindrucksvoll war übrigens eine Szene, in der Yogeshwar im Sperrgebiet von Tschernobyl bei dort verbliebenen Anwohnern eingemachtes Trockenobst mithilfe eines IdentiFinder-Strahlungsmessgeräts analysierte und dieses anschließend konsumierte.

Zum FNIRSI GC-01: Ich habe mein Gerät (blaue Ausführung) über Amazon direkt vom Hersteller bezogen. Eine Bestellung über die Herstellerwebseite habe ich verworfen, da dort eine Produktabbildung mit einer qualitativ einfacheren Zählrohrvariante gezeigt wurde. In meinem Gerät ist ein GM-Zählrohr des Typs 4011 (Baujahr 2025) verbaut. Der verwendete Mikrocontroller weist keine erkennbare Beschriftung auf. Die werksseitige Firmware (Version 1.80) habe ich getestet und anschließend durch ,,RadPro" ersetzt – falls Gissio hier aktiv ist: vielen Dank dafür! Die Firmware ist Spitzenklasse.

Sowohl der Mikrocontroller Firmware CH32F103R8T6 (WCH) als auch der APM32F103RBT6 (Geehy) scheinen bei meinem Gerät kompatibel zu sein. Laut Festplattenverwaltung (VID 0484) sollte es sich bei meinem Exemplar um einen CH32F103R8T6 handeln. Unklar ist mir jedoch, weshalb entgegen den Installationshinweisen von RadPro kein ,,Drive full"-Fehler auftritt, obwohl ich den Flash-Vorgang mit einem APM32F103RBT6-Firmware durchführt habe. Mein GC-01 führt nach Abschluss der Firmwareübertragung einen automatischen Neustart durch, allerdings nur, wenn während des Verbindungsaufbaus und des Flash-Vorgangs die OK-Taste gedrückt gehalten wird. Beim Zurückspielen der Original-Firmware erfolgt der Neustart hingegen unabhängig davon automatisch.

Die gemessene Hintergrundstrahlung ist bei meinem FNIRSI GC-01 plausibel, im Vergleich zu einem Automessgerät der Feuerwehr.
Einziger Kritikpunkt bisher: Ein s/w-LCD wäre bei Sonneneinstrahlung besser ablesbar als das Farb-TFT-Display des GC-01.

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#24
Zitat von: DL3HRT am Gestern um 19:47...
Noch ein Tipp an, damit man sich beim ersten Einschalten nicht erschrickt. Wenn noch nicht genug Impulse registriert wurden um einen stabilen Messwert zu bestimmen, wird der Messwert im "Zebralook" angezeigt. Ich dachte nach dem Einschalten, dass das Display einen Fehler hat. :D
...
Wie lange dauert es, bis der Messwert sich stabilisiert, der "Zebralook" erloschen ist?

Norbert
#25
Wie denn, mit einem Kunststoffszintillator?
#26
ZitatDa der RC0 keine Spektren schreibt, ...
Wie, beim RC Zero gibt es KEINE Spektren? Von einem RadiaCode Gerät?
#27
Zitat von: megapull am Gestern um 18:49Was mir aufgefallen ist, ist, dass die Werte für die Dosisleistung deutlich weniger schwanken als bei den anderen Modellen, was für den Einsatzzweck des Geräts gut sein dürfte.

Das kann ich bestätigen. Die Anzeige ist viel ruhiger. Allerdings scheint die Betaempfindlichkeit noch größer zu sein als bei den anderen RCs. Bei einem Plastikszintillator ist das auch nicht verwunderlich. Da der RC0 keine Spektren schreibt, ist das einerseits nicht weiter schlimm. Allerdings wirkt es sich auch auf die angezeigte Dosisleistung aus, was dann wiederum nicht so schön ist. Damit die Betaempfindlichkeit zuschlägt, muss man allerdings dicht ans Objekt. Beim normalen Tragen wird sich die Betaempfindlichkeit nicht so stark auswirken. Ich muss mir erst noch eine Meinung bilden, inwieweit ich das tolerieren kann oder nicht.

Gegenüber meinem RC103 sind die Messwerte durchweg etwas höher. Da muss ich noch in Ruhe eine Messreihe machen.

Noch ein Tipp an, damit man sich beim ersten Einschalten nicht erschrickt. Wenn noch nicht genug Impulse registriert wurden um einen stabilen Messwert zu bestimmen, wird der Messwert im "Zebralook" angezeigt. Ich dachte nach dem Einschalten, dass das Display einen Fehler hat. :D
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Das Gleiche kann passieren, wenn man ein Objekt mit hoher Dosisleistung misst und es dann vom RC entfernt. Der Messwert springt dann schnell nach unten, aber manchmal kommt auch der "Zebralook".
#28
Hallo, ich habe meine heute zusammen mit dem Schutzzylinder bekommen.

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Größe und Gehäuse entsprechen vollständig dem RC110. Das Menü ist etwas anders, natürlich können Sie jetzt auch Warnungen für mSv- und Sv-Werte festlegen. Das Display verfügt nun über eine orangefarbene Hintergrundbeleuchtung.

Ich habe gerade eine Unboxing-/Kurzrezensionsaufnahme gemacht, ich werde morgen versuchen, ein paar stärkere Sachen zu messen und die endgültige Version zu veröffentlichen, wenn ich kann.

Vergleich der Basis-CPS-Werte:

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Dosisleistungsvergleich mit einem Stück Autunit:

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(Der Graetz X5C Plus sagt ~11 µSv/h)
Gelb ist die 103, die graue ist die 110 und die schwarze ist die Zero.

Die Empfindlichkeit gegenüber der Nähe der Quelle ist vergleichbar mit den anderen Modellen. Der Zähler passt mit angebrachter Gummihülle in das Schutzrohr. Die Verarbeitungsqualität ist wie gewohnt gut, der schützende Metallzylinder ist besonders präzise und fühlt sich gut in der Handhabung an (so wie es sein sollte, wenn er echten EMP-Schutz bieten will).

Was mir aufgefallen ist, ist, dass die Werte für die Dosisleistung deutlich weniger schwanken als bei den anderen Modellen, was für den Einsatzzweck des Geräts gut sein dürfte.
#29
Zitat von: NoLi am Gestern um 13:54Der Radiacode ZERO soll die Ausmaße des RC-110 haben, also etwas größer wie die RC-10X Serie sein...stimmt das?
Dann braucht man dafür ja zumindest ein anderes Leder-Case und Silikon-Case...gibt es dies auch?

Norbert

Die Ausmaße sind zum RC-110 identisch, für den es natürlich auch Silikonhüllen und eine Ledertasche gibt.
#30
Er ist auf jeden Fall deutlich dicker als der RC-103. Das hängt mit der Größe des Szintillators zusammen.