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#21
Grundlagenwissen / Aw: Sonne, Polarlichter
Letzter Beitrag von Flipflop - 28. November 2025, 16:14
Zitat von: NoLi am 07. November 2025, 09:09Eigentlich müsste man mal mit einem Ballon und einem Strahlungsmessgerät bewaffnet in die Aurora borealis hineinfahren ;)

Norbert

Auszugsweise Übersetzt:

Die Sonneneruption - klassifiziert als X5-Ereignis - löste am 11. November 2025 eine seltene Ground Level Enhancement (GLE) aus, bei der solare energetische Teilchen tief in die Erdatmosphäre eindrangen und einen Strahlungsanstieg verursachten, der sogar auf Bodenniveau nachweisbar war. Innerhalb einer Stunde begannen das britische Met Office und seine Kollegen bei KNMI in den Niederlanden mit dem Start einer Reihe von Wetterbeobachtungsballons, die mit Surrey-Sensoren ausgestattet sind, um den Sturm in Echtzeit zu messen - bis hin zu Verkehrsflugzeughöhen und in Regionen, die von Business-Jets und Überschalltransporten verwendet werden.

Frühe Analysen zeigen, dass der Strahlungsspiegel auf 40.000 Fuß auf den höchsten Stand seit 2006 gestiegen ist und für einen kurzen Zeitraum fast das Zehnfache des normalen Hintergrundniveaus erreicht hat. Obwohl dieses Ereignis kein unmittelbares gesundheitliches Problem aufwirft, könnten größere Stürme in Zukunft besorgniserregender sein, nicht zuletzt, weil sie das Potenzial haben, die elektronischen Systeme an Bord von Flugzeugen zu stören. Während des Höhepunkts des Sturms schätzt das Team, dass einzelne Ereignis-Störungen - Bit-Flips im Bordcomputerspeicher, die durch energetische Partikel verursacht werden - etwa 60 Fehler pro Stunde pro Gigabyte erreicht haben könnten.

https://www.surrey.ac.uk/news/world-first-uk-space-weather-probes-capture-biggest-solar-radiation-spike-almost-20-years

https://airdrive.eventsair.com/eventsairwesteuprod/production-iop-public/b536c9ba99e3430696695cf78e79c4fa
#22
Polnische Strahlenmessgeräte (PL) / Aw: RAYSID - Spectroscopic Per...
Letzter Beitrag von DG0MG - 28. November 2025, 15:01
Zitat von: miles_teg am 28. November 2025, 11:53Ist bei mir immer an. Das ermöglicht bei wechselnden Hintergrund-Dosisleistungen eine dynamische Anpassung der CPS-Alarmschwelle. Beispiel: ich laufe erst über Waldboden, dann über Granit. Da gibt es (im Idealfall) genau einen CPS Alarm, aber solange man unter dem Dosisalarm bleibt, keinen weiteren.

Das klingt sehr gut, so stelle ich mir einen Automatismus eigentlich vor. Das ständige Umstellen der Alarmschwelle finde ich unpraktisch: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=39342
#23
Radon / Aw: Darf es etwas Radon sein? ...
Letzter Beitrag von Flipflop - 28. November 2025, 14:59
Seite 20:

Abbildung 8 zeigt grafisch die Abfolge der 24-Stunden-Radonmessungen, die
über einen Zeitraum von 30 Tagen durchgeführt wurden, und zwar (a) mit der Methode unter Verwendung von zwei GM-Zählern (rot) mit Radonaktivität, berechnet nach den Gleichungen ((37) und (38)),
(b) mit dem Corentium-Monitor Nr. 1, bezeichnet als COR1 (blau), (c) dem Corentium-Monitor Nr. 2, bezeichnet als COR2 (grün), und dem
Mittelwert der beiden Corentium-Messwerte, bezeichnet als ACOR (schwarz). Bei Radonaktivitäten
von etwa 100 Bq/m3 (oder 2,7 pCi/L) verzeichnete GM1 etwa 62.300 ( ), β γ Zählungen
und GM2 etwa 67.800 ( ), , α β γ-Zählungen in 24 Stunden, was zu einer Netto-Alpha-
Zählrate von etwa 2,19 0,26 cpm ± führte, was im Wesentlichen mit der Beziehung (39) übereinstimmt.
Die Algorithmen zur Berechnung der Alpha-Zählrate (cpm) und der damit verbundenen Unsicherheit
aus den Rohdaten sind in Anhang 2 aufgeführt. Eine vollständige tabellarische Darstellung der GM- und COR-Daten
ist in Tabelle 3 zu finden.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Seite 21:

Abbildung 8. Sequenz von 24-Stunden-Messungen der Radonaktivität mit der GM-Methode (rot), dem handelsüblichen
Monitor COR1 (blau), dem handelsüblichen Monitor COR2 (grün) und dem Mittelwert ACOR der beiden handelsüblichen
Monitore (schwarz). Die Standardabweichung der Radonaktivitätskonzentrationen beträgt bei (a) GM
etwa 0,32 pCi/L, bei (b) handelsüblichen Messgeräten zwischen etwa 0,90 und 1,44.

Method to Measure Indoor Radon Concentration
in an Open Volume with Geiger-Mueller Counters:
Analysis from First Principles

https://www.scirp.org/journal/paperinformation?paperid=78810

#24
@Radiacode-101

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Ich möchte mal die Alarmfunktionen des RadiaCode diskutieren. Es sind insgesamt NEUN Alarmschwellen: Zählrate, Dosisleistung und Dosis, jeweils in zwei Stufen + "Off the SCale" einstellbar. Dazu noch Optionen, ob akustisch und/oder haptisch gemeldet werden soll und ob die Alarme ebenfalls auf dem Mobilgerät ausgegeben werden sollen. Weiterhin noch, ob der Alarm einmalig oder dauerhaft bestehen bleibt. Das sind schon ganz schön viele Varianten. Funktionieren tut das gut und sicher so, wie vorgesehen. Die Dosisalarme hab ich ausgeschalten, ebenso die Dosisleistung und verwende nur die Zählrate als Alarm-Indikator, ob irgendetwas aktives in meinem Umfeld ist (z.B. auf dem Flohmarkt).

Aber ist das auch wirklich 100% praxistauglich?

MMn nicht so ganz und hatte dazu auch schonmal einen Thread gestartet: Alarmfunktion in Messgeräten

Es gibt schon Situationen, wo einen die Alarmfunktion des RC nervt. z.B. schon, wenn ich einen Waldweg entlang wandere, der mit Wismut-Schotter belegt ist. Oder auch auf einem großen geteerten Flohmarktparkplatz, auf dem zu DDR-Zeiten mal Schlaglöcher mit Haldenmaterial ausgebessert wurden. Man ist eigentlich unnötigerweise ständig mit dem Anpassen der Alarmschwelle beschäftigt: Handy rausholen, App öffnen, Einstellung suchen, überlegen, welchen Wert man jetzt einstellt usw.  Wenn einem das Gepiepe oder Gebrummel in der Tasche zu bunt wird, schaltet man den Alarm oder das ganze Gerät wutentbrannt ganz aus, damit man Ruhe hat und ist dann natürlich radiologisch total blind. Dazu kommt, dass man trotz toller, hochintelligenter Technik (erheblich mehr, als der Mondlandecomputer!) in der Tasche, SELBST DARAN DENKEN muss, die Alarmschwelle später wieder herunterzusetzen.

Der RAYSID hat eine Funktion, die eine DYNAMISCHE Anpassung einer Alarmschwelle ermöglicht: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=39329
Das wäre eine Möglichkeit: Langsame Änderungen verschieben die Alarmschwelle nach oben oder unten, schnelle Änderungen nach oben lösen ein Alarmereignis aus.

Eine andere Variante, mit der ich mich möglicherweise auch anfreunden könnte, wäre eine "manuelle" dynamische Änderung der Alarmschwelle. Also etwa so: Ich stelle die Alarmschwelle auf 25cps und hake eine imaginäre Funktion "dynamic" an. Wenn der Alarm auslöst (die Zählrate also über 25cps steigt) muss man den Alarm "quittieren". Dabei wird die Alarmschwelle auf z.B. das 1,5fache des ursprünglichen Wertes gesetzt (25*1.5=37). Beim nächsten Alarm wieder genauso (37*1.5=55). Sinnvollerweise könnte die so manuell erhöhte Alarmschwelle langsam gleitend wieder auf den ursprünglich eingestellten Wert absinken. Auf diese Weise funktioniert übrigens der "Radiation Pager-S": https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=11051

#25
Kaufberatung / Aufrüstung meiner Ausrüstung f...
Letzter Beitrag von megapull - 28. November 2025, 13:58
Hallo.

Entschuldigt bitte mein holpriges Deutsch, ich bin kein Muttersprachler.

Ich bin hauptsächlich Mineralienprospektor und werde gelegentlich auch gerufen, um Baumaterialien, Antiquitäten usw. zu vermessen.

Ich möchte meine Ausrüstung aufrüsten, da meiner Ausrüstung einige benötigte Eigenschaften fehlen.

Ich besitze derzeit:

  • Ludlum Model 3
  • 44-2 Gamma Scint
  • 44-7 ABG Probe
  • Radiacode 103
  • DP-75

Der Radiacode ist für die Suche nach den eigentlichen Mineralien zuständig, und im Moment funktioniert er auch ganz gut, aber in extremen Fällen bin ich auf Empfindlichkeitsprobleme gestoßen. Es behandelt die Spektroskopie ausreichend.

Das Ludlum-Gerät nutze ich hauptsächlich, um mich und meine Ausrüstung auf verbliebene Alpha-Kontamination zu überprüfen. Das Gamma-Szintillationsgerät verwende ich derzeit selten, da es viel zu empfindlich ist, aber manchmal ist es hilfreich.

Das DP-75 ist groß und alt, aber es ist einigermaßen genau, und leider ist es im Moment mein einziges energiekompensiertes Messgerät.

Für mich ist klar, dass die größte Lücke hier im Fehlen einer energiekompensierten Dosismessung liegt.

Das Ludlum-Gerät reagiert extrem empfindlich auf niederenergetische Gammastrahlung (also praktisch auf alle Uranmineralien), und das Radiacode-Gerät ist sehr empfindlich gegenüber starker Betastrahlung.

Ich möchte ein neues Gerät erwerben, um eine oder mehrere Lücken in meinen Fähigkeiten zu schließen. Folgende Anforderungen sollen erfüllt sein:

  • Tragbar, schnell und empfindlich (Radiacode erfüllt diese Anforderungen derzeit).
  • Ich benötige präzise, energiekompensierte Dosisleistungsmessungen direkt vor Ort.
  • Ich benötige robuste und tragbare Geräte, die auch unter rauen Bedingungen im Feldeinsatz zuverlässig funktionieren.

Natürlich kommt mir der Automess 6150AD6/E in den Sinn, aber ich wollte lieber nachfragen, bevor ich so viel Geld ausgebe.

Der Raysid ist auch keine schlechte Wahl (vielleicht den Radiacode verkaufen und aufrüsten?), aber ich glaube, mir würde das LCD fehlen.

Ich habe mir auch die Geräte von SE International angesehen – der Ranger reagiert, genau wie der Ludlum, zu stark auf niederenergetische Gammastrahlung, ist aber eine sehr gute Geiger-Müller-Zählröhre im tragbaren Format.

Außerdem bieten sie ein energiekompensiertes Modell an, den Monitor 1000EC. Der hat mir sehr gut gefallen, aber ich bin mir nicht sicher, ob 45 CPM pro µSv/h für mich ausreichen würden.

Ich bin unschlüssig, was ich zuerst kaufen oder was ich zuerst upgraden soll, und ich denke, hier bin ich am besten aufgehoben, um nachzufragen. Danke :)

Falls Sie etwas anderes empfehlen können, bin ich natürlich offen für Vorschläge und freue mich über gute Ideen :D
#26
Lebensmittel / Aw: Pottasche: Katastrophensch...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 28. November 2025, 13:54
Ok, das leuchtet ein!
#27
Gamma-Spektroskopie / Aw: Spektren von Radiacode 103...
Letzter Beitrag von ABel - 28. November 2025, 13:53
Hallo,

ich denke das der Radiacode seine Bins, Slots, Channels, oder wie auch immer man sie bezeichnen will, immer in gleicher Weise mit Counts füllt. Die Koeffizienten legen dann deren Position im Spektrum fest.

Wenn ich mein Spektrum als xml-Datei speichere und die Koeffizienten in dieser Datei mit einem Editor verändere (z.B. in 25.0, 2.0 und 0.0), sie in InterSpec importiere und als txt-Datei exportiere, dann sieht das in dieser txt-Datei so aus:

...
Channel Energy Counts
0 25 60207
1 27 65036
2 29 68824
...
1021 2067 1
1022 2069 2
1023 2071 1141

Die Counts in den Channels sind exakt die, die sich in der xml-Datei als <DataPoint>60207</DataPoint> ... bis <DataPoint>1141</DataPoint> finden.

Interessant wäre noch was die Counts im letzten Channel aussagen? Sie werden im Spektrum nicht dargestellt?!

Gruß Andreas
#28
Polnische Strahlenmessgeräte (PL) / Aw: RAYSID - Spectroscopic Per...
Letzter Beitrag von miles_teg - 28. November 2025, 11:55
Zitat von: Kermit am 27. November 2025, 22:32
Zitat von: DG0MG am 27. November 2025, 19:27bringt einen ausführlichen Artikel über den RAYSID:

Danke für das Teilen. Interessant.

Leider sind ein paar "Eier" (bewußt oder unbewußt) dabei.

Beispiel: Vergleich der Anzeigen des Raysid bei der Sicherheitskontrolle des Handgepäcks am Flughafen mit dem Wert unter der Patientenschutzschürze bei Zahnröntgen...

Wie war das mit den Äpfeln und den Birnen?  ;)

Der Journalist hat also schon einen mit USB-C.
#29
Polnische Strahlenmessgeräte (PL) / Aw: RAYSID - Spectroscopic Per...
Letzter Beitrag von miles_teg - 28. November 2025, 11:53
Zitat von: DG0MG am 28. November 2025, 09:38Neu war für mich dieses hier zum RAYSID: "[..Alarme..] Für CPS lässt sich die Grenze auf dynamisch einstellen – der Alarm wird dann ausgelöst und protokolliert, wenn die Strahlung um einen bestimmten Prozentsatz schlagartig ansteigt."

Das scheint mir doch eine sehr nützliche Funktion zu sein, eine gleitende Alarmschwelle würde ich mir für den RadiaCode auch wünschen. Benutzt das einer der RAYSID-Besitzer und kann mal etwas dazu sagen?

Ist bei mir immer an. Das ermöglicht bei wechselnden Hintergrund-Dosisleistungen eine dynamische Anpassung der CPS-Alarmschwelle. Beispiel: ich laufe erst über Waldboden, dann über Granit. Da gibt es (im Idealfall) genau einen CPS Alarm, aber solange man unter dem Dosisalarm bleibt, keinen weiteren.
#30
Lebensmittel / Aw: Pottasche: Katastrophensch...
Letzter Beitrag von NoLi - 28. November 2025, 11:48
Zitat von: DL8BCN am 28. November 2025, 10:52@Peter-1 : Ich meine den Hintergrund braucht man gar nicht abziehen, von der Zählrate .
Es geht ja nur um die Vergleichbarkeit bei Umrechnung auf 100 Bq/cm2.
Im Katastrophenfall würde man den Background ja ebenfalls mit messen.
Oder ist das ein Denkfehler?
Gerade bei niedrigen Zählraten der Kalibrierprobe im Vergleich zum Background/Untergrund/Nullrate/Nulleffekt muss bei einer quantitaiven Auswertung/Berechnung dies berücksichtigt und vom Probenmesswert abgezogen werden, um den Nettobeitrag der Messprobe zu bekommen. Bei hohen Zählraten spielt dies keine so große Rolle, weil dann der Background im Vergleich zur Probe und deren statistischen Zählratenschwankung vernachlässigbar ist.

Norbert