Neueste Beiträge

#21
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von ALARA - 08. Juni 2026, 20:31
Gute Idee mit der Blende! Ich habe mich neulich schon gefragt, ob es nicht sinnvoll wäre einen entweder möglichst kleinen Sensor zu haben, um damit punktuell zu messen. Meine Antwort: Ja.
Möglichst klein sollte er allerdings sein, damit man ein 3-Dimensionales Objekt Zeile für Zeile abtasten kann. Die Zählraten könnte man dann als Falsch-/Fehlfarben darstellen und über ein Foto vom Objekt legen.
#22
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von DL3HRT - 08. Juni 2026, 20:02
Es wird an verschiedenen Stellen geschrieben, dass die Anodenbleche vollständig aus Thorium bestehen. Die Chance, das an einer offenen Röhre zu überprüfen, sollte man sich nicht entgehen lassen.

Wir haben aus drei 1mm dicken Blechen schnell eine Blende improvisiert, um Betastrahlung abzuschirmen. Der Durchmesser der Bohrung beträgt 8 mm und es ist nur noch ein sehr kleiner Teil des Beta-Szintillators wirksam.
Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Die Idee dahinter ist, dass man mit die Röhre langsam vor dem Loch vorbei bewegt und die gemessene Beta-Aktivität misst. Man kann damit die aktive Fläche eingrenzen. Aufgrund der nun sehr geringen Detektorfläche ist die Empfindlichkeit auch entsprechend geringer. Es funktioniert also nur bei Objekten, die eine deutlich Beta-Aktivität zeigen.

Der improvisierte Aufbau sieht wie folgt aus:
Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Ich habe die Bleche gleich mit nach Hause genommen, denn so etwas kann man immer einmal gebrauchen  ;) .

Die Ergebnisse waren eindeutig. Alle dunkelgrauen, geriffelten Metallteile sind starke Beta-Emitter. Sind bestehen also aus Thorium oder enthalten einen großen Anteil davon. Damit ist die Aussage der unterschiedlichen Quellen bestätigt.
#23
Szintillatoren / Aw: Szintillator aus eigener H...
Letzter Beitrag von Z. Erfall - 08. Juni 2026, 19:43
Gerade zufällig ergoogelt und wenn auch sicher nicht für die Physiker hier, aber zumindest für mich als Laien sehr interessant, ich hoffe der Link geht klar:

GSI "Schülerlabor": Szintillatoren - Detektoren in der Hochenergiephysik, Univ.Doz.DI.Dr. Manfred Krammer, Institut für Hochenergiephysik der ÖAW, Wien

Übersichtsseite zu weiteren Präsentationen der Reihe

VG

ZE
#24
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Humor
Letzter Beitrag von Flipflop - 08. Juni 2026, 19:38
#25
Szintillatoren / Aw: Szintillator aus eigener H...
Letzter Beitrag von Gigabecquerel - 08. Juni 2026, 14:21
Ihr werft hier ein paar Sachen zusammen:
Ein Szintillator ist kein Cherenkov-Radiator und umgekehrt!
Prinzipiell ja, jeder Szintillator erzeugt auch Cherenkov Licht, aber ein Cherenkov-Radiator Szintilliert nicht.
Das sind zwei komplett unterschiedliche effekte. Cherenkov Licht entsteht überall, wo ein geladenes teilchen schneller als die Lokale lichtgeschwindigkeit fliegt. Je nach brechungsindex und masse des teilchens ist die benötigte energie relativ gering, in glas geht das schon ab knapp 150 keV mit elektronen, bzw. 50 MeV mit muonen. Aber das cherenkov-licht ist zwei bis vier größenordnungen dunkler als das licht eines szintillators. Hierfür gibt es keine minimalenergie.
Am ende ists wie mit den lasern: Alles leuchtet irgendwie, das meiste aber nicht sehr gut.
Szintis selber machen ist möglich. Viele Salze szintillieren an sich schon, vorallem die Alkali-Halogenide. Je schwerer desto besser, mit KI geht das relativ gut, CsI und so kennt ihr sicher alle schon als Szintis. Ein bisschen dotiert wirds gleich viel heller (und geht vorallem aus dem UV raus), aber das wird schnell ekelhaft mit Tl o.Ä. und imhomogen. Mit Organik geht das einfacher: Man braucht eine matrix mit möglichst vielen aromatischen ringen (ob das jetzt ein Kunststoff wie PS oder ein LöMi wie Xylol ist ist erstmal egal), dem muss man dann ein paar farbstoffe / fluorophore hinzu geben. Der energieübergang von der matrix zum fluorophor ist relativ komplex und nicht-strahlend, also ohne licht als zwischenschritt, aber als faustregel gilt: Wenn der fluorophor bei ~270 nm stark absorbiert, dann wird auch die energie aus der matrix gut aufgenommen. Meist hat man kein so weites schieben der wellenlänge mit nur einem farbstoff, d.h. der erste wird bei 330-380 nm sein licht wieder abgeben, leider sind die meisten kunststoffe hierfür noch sehr intransparent. Deshalb gibt man einen zweiten farbstoff hinzu, der dann ganz klassisch fluoresziert und das licht noch weiter ins sichtbare schiebt.
#26
Grundlagenwissen / Aw: Sonne, Polarlichter
Letzter Beitrag von DL8BCN - 08. Juni 2026, 12:16
Da es hier bei uns in Norddeutschland nun gar nicht mehr richtig dunkel wird, Stichwort ,,Weiße Nächte", erwarte ich auch nicht viel vom Polarlicht. Es gibt nun eher NLC's zu sehen.
Das sind leuchtende Nachtwolken.
Vielleicht klappt es aber noch mal in Richtung Herbst.
#27
Grundlagenwissen / Aw: Sonne, Polarlichter
Letzter Beitrag von Flipflop - 08. Juni 2026, 11:07
Vorhersage für Heute, Übersetzt:

WARNUNGEN VOR GEOMAGNETISCHEN STÜRMEN DER STUFEN G2/G3
Veröffentlicht: Samstag, 6. Juni 2026, 22:15 UTC
Für den 8. Juni wurde eine Warnung vor einem geomagnetischen Sturm der Stufe G3 und für den 9. Juni eine Warnung vor einem geomagnetischen Sturm der Stufe G2 herausgegeben, da die CME, die die Sonne am 6. Juni verlassen hat, voraussichtlich eintreffen wird. Bleiben Sie auf dem Laufenden!

https://www.swpc.noaa.gov/news/g2g3-geomagnetic-storm-watches

(Vorhersage vom eintreffen des CMEs:)

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

https://forum.meteoros.de/viewtopic.php?f=1&t=63144&start=20#p253503

Re: (Sammelthread) Polarlicht-Vorwarnungen 2026
Beitrag  6. Jun 2026, 20:16

Es gab mittlerweile einen M1.8 Flare, der einen erdgerichteten, doch recht beeindruckenden CME proudziert zu haben scheint. NOAA SWPC geht aktuell von G3 am 08.06. aus. Vielleicht passen dann alle Bedingungen einschl. des Impact-Timings, Bz und Wetters besser.
#28
Das sieht man anhand eines Glühstrumpfes in dem Video, das Du oben gepostet hast, besser, als ich es textlich beschreiben könnte.
#29
Wie lange braucht das Gerät, bis sich der Messwert am Bioglas-Amulett stabilisiert hat, und wie hoch sind die Schwankungsbreiten der Messwertanzeige?

Norbert
#30
Hier jetzt mal einige Bilder von dem kleinen Ding:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen. Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.
Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Hineinschauen kann man auch mal:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen. Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Der eigentliche Sensor ist in dem Blechgehäuse auf der rechten Seite:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen. Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Um die Kalibrierung zu ändern, braucht man ein Passwort:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Eleganterweise steht das gleich mit im Manual, es lautet "0018". Stellt man dieses ein, kann man den Korrekturfaktor C1 von 1.00 ändern und somit den Messwert erhöhen oder verringern. Eine Korrektur ist aber erstmal nicht nötig, da der Messwert für das grüne Bioglas-Amulett in der Gröenordnung liegt, die auch der RadiaCode-110 anzeigt.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.