Neueste Beiträge

#21
Jetzt wo Du es sagst triggert mich das auch.
Außerdem ist das kein "Plus", sondern ein Exklusiv-oder.
 >:(
#22
Thüringen / Aw: Die Referenzflächen der WI...
Letzter Beitrag von Peter-1 - Gestern um 10:47
Eine amtliche Antwort zum Spektrum der Testflächen.

Nachdem ich immer noch kein Spektrum von den Testfelder in Ronneburg gesehen habe, hatte ich das BfS angeschrieben. Wie lange würde eine Antwort dauern ?
Überrascht, nur 2 Tage !!!

Sehr geehrter Herr .....,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Leider kann ich nach Rücksprache mit den Kollegen nur berichten, dass es kein Referenzspektrum für diese Flächen gibt. Dies ist auch für den In-situ Vergleich nicht von Relevanz.
Hier wird in der Regel lediglich verglichen ob die Aktivitäten die durch die Systeme aller Beteiligten gemessen werden in einem vergleichbaren Bereich liegen. Diese Daten sind wie bei vielen Ringversuchen pseudonymisiert. Somit kann auch zu etwaigen Unterschieden keine Auskunft getätigt werden.

Tut mir leid, dass wir Ihnen in diesem Fall nicht weiterhelfen können.

Mit freundlichen Grüßen


Ich will es immer noch nicht glauben. Wer hat noch eine Idee ?
Wir messen doch sonst jede unerhebliche Stelle und schreiben eine Doktorarbeit.

Verwundert  Peter

#23
Zitat von: DL3HRT am Gestern um 09:57Akkus mit technischen Daten ausgewählt, die mir suspekt waren

Also mir wär schon allein das vertikal stehende "Minus"-Zeichen suspekt gewesen.  ;)
#24
Ich habe jetzt auch zwei dieser Akkus ausprobiert. Die habe ich bei Amazon bestellt. Ein 2er-Pack kostet stolze 14 Euro, also 7 Euro pro Akku.

So sehen sie aus:
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Ich habe natürlich wieder bewusst Akkus mit technischen Daten ausgewählt, die mir suspekt waren ;). Es wird eine Kapazität von 1300 mA bzw. eine entnehmbare Energie von 9 Wh angegeben.
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Das kann schon rein physikalisch nicht sein. Der Akku liefert nämlich eine konstante Spannung von 9,1 V. Daraus ergeben sich rechnerisch entweder 1,3 Ah * 9,1 V = 11,8 Wh oder 9 Wh/9,1 V = 0,989 Ah.

Beim Auspacken kam die erste Überraschung: Mann sind die leicht! Gerade einmal 26,5 g wiegt so ein Akku. Wenn man davon das Gehäuse, die Kontakte und die Platine mit der Lade- und Schutzelektronik abzieht, dann bleibt nicht mehr viel für den Akku (vermutlich LiPo-"Teebeutel") übrig.

Ich habe einen Akku am AATiS-Akkutester mit einem konstanten Strom von 200 mA entladen.

Ergebnis:
 - 0,393 Ah, also rund 400 mAh
 - 3,552 Wh

Hier das Entladediagramm.
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Der Test lief ziemlich genau 2 Stunden. Ich habe den Typ auf Alkali gesetzt weil ich nicht wusste, ob der Akku die Spannung konstant hält oder die Spannung langsam abfällt.

Auch wenn ich Ergebnisse in dieser Richtung erwartet habe, war ich doch ernüchtert. Kapazität und entnehmbare Energie liegen so weit unter den angepriesenen Werten, dass der Preis von 7 Euro durch nichts zu rechtfertigen ist. Die Akkus gehen natürlich zurück mit einer entsprechenden Bewertung.


#25
Europa und der Rest der Welt / Aw: Budapester Forschungsreakt...
Letzter Beitrag von ALARA - Gestern um 09:16
Danke für den Bericht und die Bilder.
Kontrollräume und Steuerungen interessieren mich als Automatisierer immer besonders. 10MW ist für einen Forschungsreaktor gar nicht mal so wenig, oder? Aber klar, wenn man nennenswert Isotope erzeugen möchte, muss es schon etwas brodeln.

Ich habe bei einem Tag der offenen Tür mal einen Siemens-Unterrichtsreaktor (SUR-100) an der Uni Stuttgart gesehen. Der hat 0,1W Dauerleistung und in der Spitze 1W. Ein putziges Teil.
#26
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#27
Europa und der Rest der Welt / Budapester Forschungsreaktor
Letzter Beitrag von megapull - Gestern um 08:07
Neben unserem Kraftwerk gibt es in der Stadt noch einige Forschungsreaktoren für Ausbildungszwecke und andere Anwendungen.

Ich besuchte den Forschungsreaktor auf dem KFKI-Campus oben auf den Budaer Bergen (Zentrales Physikalisches Forschungsinstitut). Unglaublich, aber wahr: An jedem letzten Freitag im Monat kann man kostenlos an einer Führung durch den Reaktor teilnehmen. Und ich durfte sogar fotografieren und filmen (solange ich die Sicherheitsvorkehrungen nicht fotografierte).

Es war ein absoluter Traum, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Der Reaktor selbst ist der älteste in Ungarn und seit 1959 in Betrieb. Am Eingang gibt es mehrere Stationen mit Ausstellungen historischer Forschungsinstrumente. Die meisten davon wurden von Gamma Művek entwickelt, einem Unternehmen, das auch heute noch in diesem Bereich tätig ist.

Vor dem Kontrollraum wurden uns einige Steuer- und Brennstäbe gezeigt (natürlich unbenutzt :D), die nur etwa 1 m lang waren. Die Brennelementbehälter selbst sind jeweils etwa 20 cm lang und werden nacheinander in die Brennstäbe eingesetzt. Der Reaktor produziert jetzt 10 MW Leistung, eine Steigerung von ursprünglich 5 MW im Zuge von Modernisierungen. (Die Modernisierungen wurden in zwei Phasen durchgeführt, die letzte in den 90er Jahren.)

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Anschließend gingen wir in den stark retro-inspirierten Kontrollraum, der für sich selbst spricht, und sahen uns die verwendeten Dosimetriegeräte an, die wir auch ausprobieren durften.

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Für die Kenner unter Ihnen werde ich das meiste überspringen, da es sich im Grunde fast ausschließlich um Thermo-Geräte handelt: Thermo-Neutronendetektor-Personendosimeter (EPD, glaube ich) und Thermo FH40G-Dosimetriemessgeräte mit allem erdenklichen Zubehör.

Das Highlight waren für mich die Gamma Autocont Oberflächenkontaminationsdetektoren. Es handelte sich um ein in Ungarn entwickeltes Kontaminationsmessgerät, vergleichbar mit einem weißen Berthold LB 1210, nur analog. Sie wurden speziell für die Überprüfung von Lebensmitteln und anderen Gütern nach Tschernobyl entwickelt, und ich war erstaunt, dass sie nicht nur immer noch im Einsatz sind, sondern auch regelmäßig zertifiziert und geprüft werden. Der Klang dieses Retro-Geräts war unübertroffen – und es war extrem empfindlich. (Ich war wirklich froh, dass ich nicht meine Schuhe trug, die ich zum Mineraliensammeln benutzte.)

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Danach gingen wir in die Reaktorhalle. Sie war wegen der regulären Sommerwartung außer Betrieb, aber ich konnte trotzdem die doppelte Hintergrundstrahlung messen :D Ich fragte, wie lange es dauert, den Reaktor nach der Wartung wieder in Betrieb zu nehmen, und zu meiner Überraschung dauert es, abgesehen von den Sicherheitsüberprüfungen, nur etwa 15 bis 20 Minuten.

Die Abschirmsteine, die man oben sieht, dienen Experimenten der Wissenschaftler, da Neutronenkanäle vom Reaktor ausgehen. Die Steine ��bestehen, wenn ich mich nicht irre, aus Paraffin (neutronenabsorbierend), Beton oder einer Berylllegierung. In diesem kurzen Video, das ich gemacht habe, können Sie die Reaktorhalle sehen.


Danach gingen wir tiefer ins Untergeschoss. Dort werden die bestrahlten Isotope für medizinische und Forschungszwecke gelagert und transportiert. Zum Beispiel Co-60, I-131 und so weiter. Zuerst trafen wir den Mann, der die Behälter für diese Isotope an der Drehbank herstellt, die ebenfalls im Haus steht.

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Anschließend besichtigten wir die Lager- und Transporträume mit vielen Bleiglasstücken, an der Wand montierten Detektoren und mechanischen Armen zum Bewegen der Materialien. Ich konnte diese Geräte ebenfalls bedienen, und es funktionierte reibungslos und einfach.

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Nach jedem einzelnen Zimmer gibt es ein Protokoll zur Überprüfung der Kontamination, bei dem man natürlich auch seine Füße und Hände kontrollieren muss.

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Es war eine fantastische Zeit! Wenn ihr also mal hier seid, solltet ihr unbedingt einen Besuch buchen! :D Mehr Infos gibt es hier: https://www.ek.hun-ren.hu/en/budapest-research-reactor/
#28
Thüringen / Aw: ehemalige Uranerzaufbereit...
Letzter Beitrag von DG0MG - 01. Juli 2026, 23:22
Ein interessante englischsprachige Dokumentation aus dem Jahr 1991. In der ersten Hälfte werden Aufnahmen aus dem Ronneburger Revier, aus der Uranaufbereitung Seelingstädt und von den Schlammteichen bei Culmitzsch gezeigt. Der Protagonist ist dabei u.a. der Umweltaktivist Michael Beleites, der mit einem Geigerzähler "Innova ALPHA iX" (den er von den westdeutschen 'Grünen' bekommen hat) über die Tailings läuft:

#29
Sachsen / Aw: Bahnhof Zwickau ("Zwickau ...
Letzter Beitrag von DG0MG - 01. Juli 2026, 23:04
#30
amerikanische Strahlungsmessgeräte (US) / Aw: Radiac Set AN/VDR-2
Letzter Beitrag von NoLi - 01. Juli 2026, 20:07
Zitat von: DL3HRT am 01. Juli 2026, 11:13...
Drückt man den ATTEN-Taster, so wird der Messwert mit einem im Gerät hinterlegten Faktor multipliziert. Diese Funktion wird benötigt, wenn man aus einem Fahrzeug heraus misst und die Dosisleistung außerhalb des Fahrzeugs wissen will. Dazu muss natürlich der Abschirmkoeffizient des Fahrzeugs bekannt sein und vorab vom Servicepersonal programmiert werden. Der Anwender kann diesen Faktor nicht ändern.
...
Nicht aus dem Fahrzeug heraus, sondern IM Fahrzeug gemessen.
Ich würde den Dosisleistungskorrekturfaktor (Schwächungsfaktor) der NVA-Gammakeule (des RWA-72M) verwenden.
Siehe hier:  https://www.flickr.com/photos/64683169@N00/3542176755
und hier:  https://www.flickr.com/photos/64683169@N00/3542983928/in/photostream/

Norbert