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#21
Zitat von: ullix am Gestern um 10:06...
Ist jemals die Gamma-Empfindlichkeit einer M4011 et al. Röhre in Abhängigkeit von der Gamma-Energie bekannt worden? Würde mich sehr interessieren!
DAS suche ich auch schon lange, leider bisher ohne Erfolg. Ist schon merkwürdig, dass der chinesische Hersteller nichts diesbezügliches veröffentlicht, zumal diese Zählrohre in den meisten (chinesischen) Consumergeräten stecken.

Norbert
#22
Zitat@Gissio hat die Energieabhängigkeit für ein M4011 zumindest simuliert: https://github.com/Gissio/radlab/blob/main/simulations/m4011/m4011.ipynb
... mit dem Resultat einer 3-gipfeligen Kurve? Na, da kommen Zweifel auf!

Aber genau die Liste "Sensitivity for various sources" ist was mir vorschwebt. Ist ja "nur" eine Faltung dieser Kurve mit dem jeweiligen Gamma-Spektrum.

Ich kann hier noch ein Buch anbieten, in dem haufenweise Sensitivity Kurven gezeigt sind - aber nicht eine einzige für die für uns interessanten Tubes:
https://sourceforge.net/projects/geigerlog/files/Supporting%20Documents/Mullard_ElectronicTubes_Book2Part2B_GeigerMuellerTubes_1986.pdf/download

Und dabei ist daran zu denken, dass viele (alle?) Quellen aus dem Hobby Umfeld auch Beta-Strahler sind, für die diese Sensitivity überhaupt nicht gilt!
#23
Zitat von: ullix am Gestern um 10:06Ist jemals die Gamma-Empfindlichkeit einer M4011 et al. Röhre in Abhängigkeit von der Gamma-Energie bekannt worden? Würde mich sehr interessieren!

@Gissio hat die Energieabhängigkeit für ein M4011 zumindest simuliert: https://github.com/Gissio/radlab/blob/main/simulations/m4011/m4011.ipynb
#24
Ich unterstütze die GQ counter mit GeigerLog schon seit einigen Jahren, aber halte mich auch nicht zurück, was das z.T. schlampige Konzept dieser Counter, und GQ's extra schlampige Programmierung der Firmware und Nutzer Software angeht, aber dennoch:

Finde mal einen Counter mit langer Batterielaufzeit, interner History mit angemessener Größe, und brauchbarer Firmware!

FET ist ein besonders unnützer Algorithmus, der die Nutzer verwirrt, und die Daten ruiniert! Hier ein Beispiel (gleicher Link wie oben, https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,2058.msg38081.html#msg38081)

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Von FET=60 (=Off) zu FET=3 (default) steigen die Schwankungen erheblich! Darüber hinaus ruiniert der Algorithmus die Poisson Eigenschaft der Count-Verteilung, so das ein Poisson Check zum Test des Counters auch nicht mehr möglich ist!

Und schneller geht es letztlich auch nicht, denn erst nach 60sek habe ich einen CPM Wert, und der ist RICHTIG, egal wie er zu meinen Erartungen passt!

Energie-Kompansation: Auch so'n Ding. Dazu wird eine Standard-Röhre mit einigen "Magischen Bauchbinden" versehen, so dass die Empfindlichkeit auf den niedrigsten Wert im angestrebten Messbereich ABGESENKT. Dazu finden sich diverse Daten in diesem Artikel https://sourceforge.net/projects/geigerlog/files/Articles/GeigerLog-Calibration%20Guidance-v1.5.0.pdf/download

Die meisten Nutzer - sicher alle aus dem Hobbybereich - wollen aber Counts sehen, und nicht mit einer Tube arbeiten, dessen Empfindlichkeit absichtlich deutlich reduziert wurde!
   
Ist jemals die Gamma-Empfindlichkeit einer M4011 et al. Röhre in Abhängigkeit von der Gamma-Energie bekannt worden? Würde mich sehr interessieren!
#25
Vom ersten Bild her hätte ich die Ampullen für zugeschmolzene Reagenzgläser gehalten. Der Daumen in dem anderen Artikel sieht aus wie "Dino Mum coming" beim C64 (da gab's ein Spiel, wo einen ein Saurierfuß der halb so breit wie der ganze Bildschirm war zu zermalmen drohte.)

Wie man eine brennbare oder gar explosive Substanz mit einem Bunsenbrenner in ein Glasrohr eingeschmolzen bekommt will ich sehen. :)

Bin mir sicher, daß es daher weder Nitroglyzerin noch TNT waren.

Bei zwei der Ampullen hat es so einen grünlichen Schimmer, als wäre da noch ein weiteres Röhrchen enthalten. Vielleicht die Russenversion von einem Cyalume-Leuchtstab.  ;D

Ich könnte mir vorstellen, daß man da für Ausbildungszwecke oder bestimmte Standardlösungen etwas vorbereitet hat. Hätte ich vor 40 Jahren mit der Portion Jod auch mal machen sollen. So ist nur das leere Glas geblieben (weil Jod durch alle Arten von Deckeln und Dichtungen durchsublimiert.)

Halt nicht mit Sollbruchstelle und elegant wie bei uns, sondern russisch handgemacht.

Anwendung z.B.: Ampulle bei der Übung in einem Lappen zerhauen und das Kampfstoffspürpapier spricht an, wenn man den "kontaminierten" Lappen untersucht. Vielleicht sinds aber auch echte Kampfstoffe, und die mit 2 Ampullen sind diese binären, die man erst mischen muß. ;D

Oder Ampulle auf 1l verdünnen und man hat Titrierlösungen. Oder Desinfektionslösung für den Kaninchenstall. Oder jemand hat Wodka auf Papillon-Manier geschmuggelt.

#26
Die Schwankungen und erhöhte Background-Werte haben zwei Ursachen:

1.) Die "Fast Estimate" Einstellung. Probiere mal eine der anderen angegebenen Mittelungszeiten aus, bis die Schwankungen ein dir erträgliches Maß erreichen.
Am geringsten sind sie bei der 60 Sek-Einstellung, dafür braucht das Gerät aber diese Zeit, bis sich der angezeigte Messwert stabilisiert hat.

2.) Das nicht energiekompensierte Zählrohr. Diese Zählrohre ohne Energiekompensationsfilter zeigen eine Überempfindlichkeit im niederenergetischen Photonenbereich, also auch im Bereich eines Teils des natürlichen Strahlenspektrums. Der Kalibrierfaktor von Cs-137 bezieht sich auf den mittelenergetischen Photonenenergiebereich, in dem sich die meisten künstlichen radioaktiven Stoffe befinden...hier werden bei der neuen Einstellung 100 CPM / µSv/h realistischere Werte angezeigt.

Norbert
#27
Danke für eure antworten.
Fande den Faktor von fast 100 etwas verwirrend. Dachte mir das kann nicht so stimmen... Naja dann scheint ja etwa auch hier bei mir Zuhause teils .35 uSv/h richtig zu sein..

Es schwankt auch sehr. An gleicher Stelle zwischen 0.17 uSv/h und 0.35uSv/h.....
#28
Nuklearmedizin / Aw: Theracap Jod-131 Therapiek...
Letzter Beitrag von Kermit - 02. Juni 2026, 22:13
Zitat von: Peter-1 am 02. Juni 2026, 17:15nach meiner Rechnung ( für I131 ) ergeben 36 kBq in 1 Meter = 2 nSv/h  :unknw:
Habe ich mich total verrechnet?

Nein hast Du nicht. Jetzt kommt das "Aber"  ;)

Moderne Großformatige Kontrolleinrichtungen hören mittlerweile die "Flöhe" husten, weil die Software ständig den Untergrund extra vermisst und eine auch nur leichte Erhöhung damit sofort erkennt.
Zusätzlich erfolg auch eine automatische Spektrenerkennung für bekannte Nuklide wie NORM oder Medizin.

Das ist echt krass, was heute so per Software alles geht.

Ob das alles gut ist oder wir damit wieder mehr in Richtung Strahlenphobie laufen, kann ich nicht beurteilen...
#29
Nuklearmedizin / Aw: Theracap Jod-131 Therapiek...
Letzter Beitrag von NoLi - 02. Juni 2026, 17:21
Nein, der Sack mit dem Tüchlein lag im Müllfahrzeug direkt im unteren Bereich an der Fahrzeugwand, und die Müllfahrzeuge wurden beim Verlassen des Geländes händisch mit dem AUTOMESS 6150 AD-b ausgemessen (maximaler Abstand zur Fahrzeugwand 10 - 20 cm).

Warum fand die Endkontrolle des Fahrzeuges so statt? Die Müllsäcke aus Bereichen/Gebäuden mit radioaktiven Stoffen wurde am jeweiligen Sammelplatz arbeitstäglich und einzeln vom Strahlenschutz mit dem AD-b kontrolliert und bei Negativität mit einem Aufkleber versiegelt. Die Müllwerker waren angewiesen, nicht versiegelte Müllsäcke liegen zu lassen.
Der Müll aus allen anderen Gebäuden ohne radioaktive Stoffe wurde nicht ausgemessen, und das Tüchlein stammte aus so einem Gebäude.

Norbert
#30
Nuklearmedizin / Aw: Theracap Jod-131 Therapiek...
Letzter Beitrag von Peter-1 - 02. Juni 2026, 17:15
Hallo Norbert,

nach meiner Rechnung ( für I131 ) ergeben 36 kBq in 1 Meter = 2 nSv/h  :unknw:
Habe ich mich total verrechnet?

Gruß
Peter