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#21
Ein nur leicht bearbeitetes RAW-Bild der Langzeitbelichtung. Man sieht hier den offenen Bereich des CsI-Kristalls aus dem RadiaCode-110 mittig im Bild. Außen ist die spiegelnde Oberfläche der reflektierenden Verkleidung und Reste des optischen Gels. Der leuchtende Teil ist 6 x 6 mm groß.

Keine Ahnung, warum die Farbe so komisch aussieht. Sollte das nicht ein gelbliches Grün sein? Ich sehe ein gelbliches Gelb  :)
#22
Hast du mal eingeschaltet ohne den Detektor?
Wäre interessant, ob dann immer noch so viele falsche Impulse kommen.
Im Grunde müsste das Gerät ruhig sein und höchstens eine Fehlermeldung anzeigen.
Zum neu Kalibrieren kann man sehr gut die Anleitung von diesem Youtube-Link nehmen:
https://youtu.be/HnGy2MEqQbg?is=YtQY4193Q0kzwb4H
Eventuell den Kristall zwischenlagern in einem kleinen luftdichtem Behälter zusammen mit Trockenmittel.Etwas hygroskopisch ist der schon. Natürlich nicht so schlimm wie NaI(TI).
#23
Mineralien, Glas und Keramik / Aw: Uranglas
Letzter Beitrag von Atomicoli - 13. Oktober 2026, 20:40
Einer meiner schönsten Uranglas Gegenstände. Dieser Teller stammt aus dem Jahr 1890 was mann einer Nummer im Glas entnehmen kann. Die Manufaktur Davidson stellte dieses Objekt her. Aufgrund des Herstellungszeitraums nehme ich zu 100 % an das Uran mit dem natürlichen Isotopen Verhältnis verwendet wurde. 99,3 % U-238 zu 0,7 % U-235. Gemessen hab ich mit einem Radiacode 102. Am Messort liegt die Ortsdosisleistung bei 0,1 uSV/h. An der Telleroberfläche messe ich mit 4mm normalem Glas ( um die Betastrahlung völlig abzuschirmen ) als Abschirmung 0,19 uSV/h. Anbei die Bilder des Tellers und ein rund 8 Stunden langes Gammaspektrum.
#24
Zitat von: NoLi am 13. Oktober 2026, 17:30am besten Öl von einem Szint.Sondenhersteller benutzen.
Eigentlich wollte ich sagen: "Woher nehmen, wenn nicht stehlen?"
Kurze Zeit später hat sich schon jemand freundlicherweise bereit erklärt, mir etwas davon zukommen zu lassen. Vielen Dank noch mal!

Zitat von: TritiumLicht am 13. Oktober 2026, 17:42Daß die Konstruktion mechanisches Spiel zwischen Kristall und SiPM hat, irritiert mich sehr. Das sollte nicht sein, eine konstante Koppelung ist essenziell. Für mich wäre der nächste Schritt, hier nach dem Grund zu suchen.

In der Tat, das ist recht merkwürdig. Bevor ich die Kapsel wieder endgültig verschließe und alles neu einfette, werde ich einige "Trockenübungen" machen und mal schauen, wo das Problem liegt.

Zitat von: TritiumLicht am 13. Oktober 2026, 17:42Nein, das ist eine Si-Fotodiode in einem transparenten Kunststoff-Molding. Da ist nichts verbaut, was durch normale Licheinwirkung Schaden nehmen kann.

Alles klar, sehr beruhigend. Der Kristall selbst sollte auch nicht zu empfindlich auf die normale Luftfeuchtigkeit reagieren, oder? Zumindest verglichen mit NaI  :)
#25
Chinesische Strahlungsmessgeräte (CN) / Aw: Measall KC761, KC761B
Letzter Beitrag von Gigabecquerel - 13. Oktober 2026, 19:03
Ich konnte heute auf der Arbeit mal wieder an die Röntgenanlage und habe beschlossen den KC761C ein bisschen zu foltern.

Eingestellt war die Anlage auf ein N-150 Spektrum mit 10 mA, auf 2 Meter hat das dann nominal 55 mSv/h Hp(10) mit Phantom gegeben. Wir haben auf 1 mSv laufen lassen, einmal mit dem CsI und einmal mit der PIN Diode.

Wie zu erwarten hat der CsI komplett aufgegeben, knapp 20 µSv/h und 16kcps angezeigt. Das hat auch noch ca. 30 min so gehalten, denn der Kristall hat ja ein sehr langes nachleuchten. Wenn ich mich richtig erinner gibt der Hersteller ja auch nur bis zu 100 µSv/h an beim CsI, da beschwer ich mich über nix :)

Was mich aber sehr gefreut hat ist, dass die PIN Diode absolut stabile 56 mSv/h angezeigt hat!
0, Strahl an, 56, Strahl aus, 0. Ohne Beschwerde oder irgendwas.

Ich bin weiterhin absolut zufrieden mit dem Gerät!

Strahlende Grüße,
Lukas
#26
Danke für die guten Fotos.
Gut ist auf jeden Fall, daß nichts zerbrochen ist, und die Polymid-Trägerplatine keinen Riss hat.

> Als Referenz sei erwähnt, dass die Kantenlänge des SiPM ca. 6 mm beträgt.

Bei 6x6mm Größe, der Bonddrähre an dieser Stelle, dem Layout des Leadframes und die Ausführung der Pin1-Markierung ist der SiPM eindeutig ein MICROFC-60035-SMT von onsemi. Pin1 ist im Foto "SiPM Macro Stack.jpg" links unten (siehe DaBla).
Als optisches Gel vermute ich Silikonfett, und der CsI(Tl) hat vmtl eine TiO2 Beschichtung. Den gibt es so fertig in CN zu kaufen.
Daß die Konstruktion mechanisches Spiel zwischen Kristall und SiPM hat, irritiert mich sehr. Das sollte nicht sein, eine konstante Koppelung ist essenziell. Für mich wäre der nächste Schritt, hier nach dem Grund zu suchen.

> Kann der SiPM durch Lichteinfluss eigentlich beschädigt werden?
Nein, das ist eine Si-Fotodiode in einem transparenten Kunststoff-Molding. Da ist nichts verbaut, was durch normale Licheinwirkung Schaden nehmen kann.

HTH
#27
@Lennart, nur reinstes Silikonöl als Koppelmedium vewenden. Dabei darauf achten, dass die Ölsorte keine Spektrallinien "verschluckt", vor allem nicht im Bereich des CsI-Szintillationsspektrums...am besten Öl von einem Szint.Sondenhersteller benutzen.
Beim Zusammenfügen von Kristall und SiPM darf sich kein Luftbläschen dazwischen befinden!

Norbert
#28
Zunächst mal danke für die Ideen und Ratschläge. Meine persönliche Befürchtung war auch, dass irgendetwas innerhalb der Detektorkapsel einen Schaden davongetragen hat, so wie es @TritiumLicht und @DG0MG ebenfalls vermuten. Geräusche beim Schütteln waren nicht zu hören, das habe ich direkt nach dem "Unfall" schon überprüft.

Ich habe jetzt mal die beiden Steckverbindungen gelöst, also in Richtung Display und Kristall. Das geht recht einfach, wenn man die Klemmen mit der Pinzette aufschiebt.

Die Detektorkapsel kann man aus der Platine herausziehen, wenn das Flachkabel gelöst ist. Der Deckel ist, soweit ich das beurteilen kann, nur zugeklemmt und wird mit einer kleinen Plastiklasche gehalten. Beim Öffnen erhält man zwei getrennte Bauteile, nämlich den Kristall inklusive seiner spiegelartigen, reflektierenden Ummantelung und den Deckel, der Anschlusskabel und SiPM beinhaltet.

Vor dem Öffnen war mir aufgefallen, dass der Deckel Spiel hat. Damit meine ich, dass der Deckel axial in Richtung des Kristalls gedrückt werden konnte. Ohne Druck rutschte er wieder in seine Ausgangsposition zurück.

Gekoppelt sind SiPM und Kristall durch eine Art optisches Gel. Wirkliche Beschädigungen konnte ich nicht erkennen. Nun spricht das "interessante" Spektrum dafür, dass die Energiekalibrierung nicht mehr so ganz optimal  ist. Ich bin relativ sicher, dass der SiPM sich ein gutes Stück auf dem Kristall bewegt hat, als das Gerät herunterfiel. Die Koppelung ausschließlich durch das Gel führt auch dazu, dass die Energiekalibrierung im Laufe der Zeit abdriftet. Besonders bei starken Erschütterungen.

Ich habe mal einige Bilder aufgenommen. Darunter auch zwei Stacks, ein mal vom SiPM und von der darunterliegenden Kristalloberfläche. Als Referenz sei erwähnt, dass die Kantenlänge des SiPM ca. 6 mm beträgt.

Wenn es dunkel ist, werde ich mal versuchen den Kristall in einer Langzeitbelichtung abzubilden. Natürlich unter dem Einfluss ionisierender Strahlung  ;)


Wenn ich das Gerät wieder zusammenbaue, wie würdet Ihr da vorgehen? Darf man die Kristall- und SiPM-Oberfläche mit Alkohol reinigen und neu einfetten? Womit? Klares Silikonöl vielleicht? Kann der SiPM durch Lichteinfluss eigentlich beschädigt werden?
#29
Interessant wäre es zu erfahren, ob man bei RadiaCode einen einzelnen mit SIPM gekoppelten Kristall als Ersatzteil bekommen kann.
Falls es daran liegt.
Das wäre dann machbar so ein Gerät zu reparieren.
Oder bieten die sogar eine Reparatur an?
Kann man die RC´s dort einschicken?
Weiß das jemand?
#30
Oh, das ist ja nicht schön.

Aber wenn man sich mal überlegt, was bei einem Fall - bei einem nicht allzuschweren Stoß - kaputt gehen kann, dann muss es etwas relativ Schweres sein. Diese winzigen Bauteile auf der Platine können doch einige 10 G überstehen. Ich bin also ganz bei @TritiumLicht und würde den Fehler in der Kapsel mit dem Szintillator suchen.
Das zugehörige Kabel mal vorsichtig vom Steckverbinder auf der Platine lösen und schauen, was passiert, ist auch keine dumme Idee. Ich denke, dass der RC das merkt und eine Fehlermeldung bringt. Das würde bedeuten, dass ab dem SiPM eigentlich alles in Ordnung ist und vielleicht der Kristall "nur" nicht mehr richtig auf dem SiPM sitzt. Kann sich das dann derartig äußern? Ich weiß es nicht.

Ich meine, zu Beginn (beim RC-101) war auch mal von einer winzigen LED im Szintillatorbereich die Rede. Wozu die gut ist, haben wir niemals geklärt, vielleicht zur internen Funktionsprüfung oder für Stabilisierungszwecke. Ich habe auf jeden Fall auch schonmal eine "große" Szintilliationssonde gesehen, die seitlich am Lichteintritt des PMT ebenfalls eine LED verbaut hatte. Nicht zur Signalisation, sondern deren Licht ging in den PMT.

MMn liegt der Fehler in der Messkopfkapsel, vielleicht nur was Mechanisches.

Edit:
siehe hier: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=13424
und hier: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=13450