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#21
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Kermit - 21. März 2026, 23:46
Zitat von: Lennart am 21. März 2026, 23:20Den müsste man dann logischerweise in Labyrinth-Durchführung anbringen, ohne direkte "Sichtverbindung" zum Detektor.

Korrekt, so macht man das im baulichen Strahlenschutz  :) bei den Schlüssellöchern bzw. Klinken.

Jetzt mein "aber" bzw "ich weiß es nicht", wie sich ein Labyrinth auf die bei der Übertragung benutzten Fequenzen auswirkt, da muss man einen HF-Erfahrenen fragen. Ich würde mich diesbezüglich an einen OM wenden :yahoo:

Oder anders, eventuell geht das ja , wie im Auto ("Scheibenantenne"), welches ja auch einen Faraday-Käfig bildet: In die Bleiburg eine Antenne und die über einen elektrischen Leiter zu einer äußeren Antenne. Die Durchführung durch die Burg müsste dann nur das Kabel betreffen.

Aber ob sich der Aufwand so richtig lohnt??
#22
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Lennart - 21. März 2026, 23:20
Zitat von: Lennart am 18. März 2026, 18:45Der RadiaCode leistet sich grundsätzlich keine Schwächen, was den Verbindungsaufbau angeht. Ich hatte nie Probleme, egal ob das Gerät in der Bleiburg (eine tatsächliche 104 kg Bleiburg), oder in einem anderen Raum 10 m weiter liegt. Mit dem neuen "Brass Castle" sieht die Sache anders aus. Die Verbindung mit dem Handy kommt nur zustande, wenn die Entfernung im Bereich weniger cm liegt. In diesem Fall funktioniert die Bedienung zwar reibungslos, optimal ist das aber nicht.

Ich habe dazu mal eine Verständnisfrage. Würde eine kleine Bohrung (wenige mm Durchmesser) helfen, die Bluetooth-Verbindung wirksam zu verbessern? Ein "Kurzgespräch" mit der KI sagt: nein. Laut der KI müsste es eher ein schmaler, ca. 6 cm langer Schlitz sein. Den müsste man dann logischerweise in Labyrinth-Durchführung anbringen, ohne direkte "Sichtverbindung" zum Detektor.

Wie seht Ihr das?
#23
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 21. März 2026, 23:00
Die Western Electric 395A wurde bereits in Beitrag #4 (auf Seite 1) vorgestellt. Jede Information zu dieser Röhre, inklusive Datenblatt und KI-Suche, nennt Kr-85 als einzigen radioaktiven Zusatz. Nun sind mir davon Exemplare zugelaufen, die tatsächlich merklich radioaktiv sind. Bei Exemplar Nr. 1 misst man ca. 0,5 CPS mit dem (offenen) RadiaScan 701A, bei einem Hintergrund von 0,38 CPS. Das entspricht 0,12 CPS netto.

Exemplar Nr. 2 kommt sogar auf 1,05 CPS bzw. 0,67 CPS netto.

Das Baujahr dieser Röhren liegt grob zwischen dem Ende der 40er Jahre und Anfang der 60er Jahre. Die vergleichsweise geringe HWZ, kombiniert mit der geringen Gamma-Emission von Kr-85, machte mich stutzig. Entweder war die Ausgangsaktivität von Kr-85 absurd hoch, oder es handelt sich tatsächlich um einen anderen Zusatz.

Ein Gammaspektrum der aktiveren Röhre zeigt, dass das fragliche Radionuklid eindeutig Ra-226 ist. Ein Spektrum der anderen Röhre ist noch ausstehend.

Bild 1 + 2 zeigen die Röhre mit der geringeren Aktivität. Im Detailbild sieht man den vorderen Bereich der stärkeren Röhre. Dort sieht man eine Art weiße Ablagerung. Könnte es sich dabei um eine Art Salzfleck handeln, wo das Radium aufgetragen wurde? Tatsächlich misst man im stirnseitigen Bereich die höchste Zählrate.

Edit:

Die andere Röhre enthält tatsächlich eine messbare Restaktivität von Kr-85. Im RC-110 Spektrum über 15 h sieht man den schönen 514 keV Peak. Den ungewöhnlich hohen Röntgenpeak würde ich für ein Produkt der Betastrahlung halten, also vermutlich Bremsstrahlung. Im Bereich um 100 - 150 keV sieht man wahrscheinlich einen Rückstreupeak.
#24
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von Gigabecquerel - 21. März 2026, 18:19
Ich habe heute mal den Tag der offenen Tür beim DWD in Oberschleißheim genutzt und mir die Messtechnik da im Garten anzuschauen  ;)

Da steht ein ganzer Wald an Messmitteln, aber der Pfosten bei 48.2443122, 11.5525994 gehört eigentlich dem BfS, nicht dem DWD  ;D

An sich eine ganz klassische Sonde (oder auch zwei), aber leider von außen nicht ersichtlich, somit bleiben nur wenige tdot um an sie zu kommen.

Auch Spannend ist der kleine kasten südlich davon, bei 48.2438780, 11.5525492. Da drinnen sitzt ein kleiner elektrisch gekühlter 15%er HPGe und schaut auf den Boden. Der zweck dessen ist nicht die direkte bestimmung der ODL, sondern die "schnellerkennung" von Washout im regen, wo eben der Boden als filter wirkt. Die "richtige" überwachung vom regenwasser ist etwas langsamer, da die filterkartuschen physisch getauscht werden müssen für die messung.
#25
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von DL3HRT - 21. März 2026, 16:59
Na da will ich mal ;).

Ich habe seit gestern zwei StR 75/60 vor dem Detektor. Die beiden Röhren haben keinen Ring sondern sehen genauso aus, wie die rechte Röhre in Lennarts Foto.

Im Datenblatt der StR 75/60 wird explizit auf den radioaktiven Zusatz zur Verbesserung des Zündverhaltens hingewiesen. Röhren mit Ring vom Werk für Fernsehelektronik enthalten Th-232. Irgendwann in den 1970er/1980er Jahren ist man wohl zu Kr-85 übergegangen.

Problematisch bei der Messung schwacher Kr-85 Aktivität ist die Tatsache, dass die Gammalinie mit 514 keV sehr dicht an den 511 keV der Vernichtungsstrahlung liegt. In diesem Fall ist das Ergebnis nach Abzug des Hintergrunds aber eindeutig.
Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Die Kr-85 Restaktivität ist allerdings äußerst gering. Ich kann leider das Herstellungsjahr nicht eindeutig entschlüsseln. Auf den Röhren ist "NS 932" bzw. "NS 920" aufgedruckt. Laut KI steht die die erste Ziffer für das Jahr innerhalb eines Jahrzehnts und die letzten beiden Ziffern für die Kalenderwochen. Es kommen dann realistisch 1969 und 1979 in Frage, denn 1989 wurden diese Röhren nicht mehr gebaut. Kr-85 deutet auf spätere Röhren hin, so dass 1979 am wahrscheinlichsten ist. Das wären dann 47 Jahre bzw. 4,4 Halbwertszeiten.
#26
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von Radioquant98 - 21. März 2026, 10:00
Hallo Andreas,

mir geht es jedenfalls so. Nur mit Theorie lerne ich nicht richtig. Ich brauche die Praxis.Eine aufgebaute Schaltung zeigt dir Alles , auch das , was Du in der Theorie nicht berücksichtigt hast.

Du hast soviel Geld für SMD-HV-Kondensatoren ausgegeben. Statt dessen hätte ich Normale genommen und mir für das Geld zumindest einen Oszi gekauft. 100MHz sind mehr als ausreichend und auch nicht allzuteuer - muß ja nicht ein zentnerschwerer TEK mit Röhren sein. Ein normaler Zweikanal Transistoroszi ohne Speicher reicht vollkommen.
Ein Multimeter und ein Labornetzteil mit zwei getrennten Spannungen sollten dann für den Anfang ausreichen.

Elektronik live ist viel besser als trockene Buchstaben.

Viele Grüße
Bernd
#27
Allgemeine Diskussionen / Aw: ~500 neue CBRN-Erkunder
Letzter Beitrag von Radiohörer - 21. März 2026, 09:37
Zitat von: NoLi am 15. September 2025, 12:13Der neue CBRN-Erkunder hat auch neue Szintillatorsonden (5 l), diesmal sogar 2 Stück, damit eine Richtungspeilung der einfallenden Strahlung durchgeführt werden kann. Typ FHT 1376 MFG.
https://www.thermofisher.com/order/catalog/product/FHT1376
-->
"Produkt eingestellt
Das Produkt (FHT1376: FHT 1376 Mobiler Radioaktivitätsmonitor) wurde eingestellt.
Wenden Sie sich bei Fragen bitte an unser Team für Technischen Support."
:o
...noch bevor alle CBRNs ausgeliefert sind???
 >:(
@DG0MG: könntest Du beim Tag der offnene Türe erruieren, ob die "neuen FHT1376" mit dem hier
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,2733.0.html
vorgestellten, außer der Bezeichnung, irgendwie überein stimmen?
#28
Europa und der Rest der Welt / Aw: Der Goiânia-Unfall (Parque...
Letzter Beitrag von Flipflop - 21. März 2026, 08:25
Übersetzung:

Fast vier Jahrzehnte nach dem Unfall mit Césio-137 lebt Goiânia immer noch mit den unsichtbaren Spuren der Tragödie. Die Faszination, die durch den "leuchtenden blauen Glitzerpulver" ausgelöst wurde, war kurz. Aber für diejenigen, die mit radioaktivem Material in Kontakt gekommen sind, gab es körperliche Narben, schwer zu löschende Erinnerungen und gesundheitliche Probleme, die bis heute bestehen.

Césio-137: os relatos inacreditáveis de quem sobreviveu ao acidente radiológico

Metrópoles

#29
Grundlagenwissen / Aw: Sonne, Polarlichter
Letzter Beitrag von Flipflop - 21. März 2026, 00:11
Neu auch auf YouTube:

Mar 20Final Update for CMEs and G2Watch

NOAA Space Weather Prediction Center

#30
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 20. März 2026, 22:52
StR 75/60

Ein Glimmstabilisator aus DDR-Produktion. Aufgrund eines Hinweises von @DL3HRT hab ich mal zwei Stück besorgt.

Das linke Exemplar trägt zahlreiche Prüfstempel und Gütesiegel auf dem Glas und ist weniger stark abgedunkelt. An dem Ring misst man mit dem RadiaScan-701A (offenes ZR) ca. 2-3 CPS. Das Gammaspektrum läuft aktuell noch, aber vermutlich handelt es sich um einen Hauch von Radium oder Thorium.

Das zweite Exemplar auf der rechten Seite ist nicht offensichtlich radioaktiv. Dazu steht auch noch ein Gammaspektrum aus, aber das steuert vermutlich jemand anders bei, für eine vergleichbare Röhre  ;)

Edit:

Die linke Röhre mit dem Ring enthält eine kleine Menge Th-232. Messzeit war 65k s mit dem SPRD-GN. Bei einem Hintergrund von 0,36 CPS ergab sich eine Nettozählrate von:
1,8 - 0,36 = 1,44 CPS