Neueste Beiträge

#21
Sachsen / Aw: Radiumquelle Thierberg
Letzter Beitrag von DG0MG - 30. August 2026, 09:32
Zitat von: DG0MG am 17. September 2025, 16:03
Zitat von: DG0MG am 09. September 2018, 12:46

"Jedenfalls attestierte man der Quelle irgendwann einmal eine Radonaktivitätskonzentration von 3kBq/Liter,"

@opengeiger.de : Kannst Du für diese Angabe eine Literatur-Quelle angeben, bzw. wo stammt die Info her?

Leider gab es immer noch keine Literaturquelle für diese Angabe von 3000 Bq/l. Ich meine inzwischen, dass diese Zahl zu niedrig ist.

Warum?

Ich gehe davon aus, dass das Maximum der Gamma-Zählrate bei einer Messung *IM* Wasser (nach 2-3 Stunden) ein Maß für den Radongehalt ist. Dieser Messwert liegt bei der Thierbergquelle und meinem Messaufbau bei rund 60 cps. Bei der Quelle Plesna sind es 180 cps, also das Dreifache. Letztere hat einen amtlich angegebenen Radongehalt von 15.000 Bq/l. Wenn zwischen Radongehalt und Zählrate Proportionalität besteht, sollte die Thierbergquelle demzufolge bei etwa 5000 Bq/l liegen.
#22
Tschechien (CZ) / Aw: Radium-Quelle Břetislav be...
Letzter Beitrag von DG0MG - 30. August 2026, 09:14
Gestern war ich auch mal an dieser Quelle und ich muss sagen, die ist schon ziemlich spannend. Wenn man vergleicht, welcher Zirkus in Bad Brambach gemacht wird, so dass es quasi unmöglich ist, auch nur einen Liter Wasser der Wettinquelle zu wissenschaftlichen Zwecken abzuzapfen, so einfach geht das hier. Es ist allerdings - wie schon von @DG0JN und @Radiohörer beschrieben, mit einer kleinen Wanderung verbunden. Ich habe die im ersten Beitrag beschriebene Route von "Plesna Hauptbahnhof" (mit großer Wartehalle) aus gewählt, der Weg führt durch den Tunnel und dann etwa 1 km entlang der Bahnlinie.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Wie schon festgestellt, ist durch eine schnelle Messung am Auslauf der Quelle nicht sehr viel von den "Qualitäten" des Wassers zu bemerken. Auf diese Weise könnte man sich arg täuschen, wenn man es nicht schon besser wüsste:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen. Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Bereits im Umfeld der eingegrabenen Edelstahlwanne ist auch schon eine Erhöhung festzustellen. In die Stirnseite der Wanne ist ein Loch geschnitten, das den  Überlauf darstellt, der Wasserspiegel in der Wanne ist also immer gleich:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen. Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

In der Wanne hat das im Wasser gelöste Radon also Zeit, zu zerfallen und Folgeprodukte aufzubauen.
Direkt an der Wasseroberfläche misst man bereits 2,4 µSv/h:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Also kam ich auf die Idee, den Quellwasser-Marinelli erstmal mit dem Wannenwasser zu füllen, zu versenken und direkt in der Wanne zu messen. 5.9 µSv/h direkt *IM* Wasser!:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Ich habe dann am Auslauf den Kanister mit "frischem" Quellwasser gefüllt, es dauerte 2:05 Minuten. Die Fließrate liegt also bei 2,4 Liter pro Minute. Dabei sind es erstmal nur 0.24 µSv/h resp. 28 cps.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen. Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Hier ein Screenshot nach einem dreiviertel Tag, man sieht wieder sehr schön den Aufbau der Zerfallsprodukte. Der einzelne Peak ist das eintauchen in die Wanne.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Zum Vergleich: Dieser cps-Wert (im Maximum bei 180) liegt unter denselben Messbedingungen) bei der Thierbergquelle im Vogtland bei etwas über 60. Die dortige Quelle ist also mMn aktiver, als die bisher angegebenen 3kBq/l.







#23
Eigenbau, Elektronikbasteln und Programmieren / Aw: Opengeiger PMT-Adapter
Letzter Beitrag von ABel - 30. August 2026, 08:50
Hallo Bernd,

hier das Ganze mit 2 10x-Tastköpfen (150MHz). Für beide die Kompensation vor der Messung überprüft (waren noch OK).

Es entspricht meinen Erfahrungen, das mit den Tastköpfen die Signale Spikes aufweisen und an Sprungstellen die Überschwingen größer ausfällt. Drum arbeite ich lieber mit BNC-Kabeln als mit den Tastköpfen.

Im Excel-Diagramm ist das Überschwingen wieder weg?! In der exportierten csv-Datei sind die Werte für CH1 max. 6,092V und min. -45,2mV, während sie in der Oszilloskopmessung (am rechten Rand des Screenshot) max. 8,1434V und min. -78,600mV sind?! Für CH2 (Achtung: Teiler stand auf 1x statt auf 10x, die folgenden Werte sind korrigiert) sind die entsprechenden Werte übrigens max. 196,05mV und min. 853,33µV, bzw. max. 1,273V und min. -819,04mV.

Gruß Andreas
#24
Allgemeine Diskussionen / Aw: Frieseke & Höpfner
Letzter Beitrag von Lennart - 30. August 2026, 00:18
Zitat von: DL3MFO am 29. August 2026, 23:39Warum sind sie untergegangen? Wer kann da näheres sagen?

"Untergegangen" würde ich nicht sagen. Wenn ich die Historie von FAG Kugelfischer anschaue, dann ist es wohl so, dass Frieseke & Höpfner bereits relativ früh aufgekauft und in das Unternehmen eingegliedert worden ist. 1993 hat sich FAG wieder auf Wälzlager fokussiert und u.a. die Strahlenmesstechniksparte verkauft. Käufer war Eberline, was schon längere Zeit zu Thermo Electron gehört hat. Das ging dann in ESM Eberline auf, wie man hier sieht. Später kam es zur Fusion zwischen Thermo Electron und Fisher Scientific, was heute dementsprechend als Thermo Fisher Scientific bekannt ist. Produkte wie das FH40G erinnern noch an die Marke Frieseke & Höpfner.
#25
Allgemeine Diskussionen / Frieseke & Höpfner
Letzter Beitrag von DL3MFO - 29. August 2026, 23:39
Warum ist eigentlich FRIESEKE & HÖPFNER vom Markt verschwunden? F&H waren einst führend auf dem Gebiet der Strahlenmesstechnik und haben eine Unmenge Aufträge vom Staat bekommen. Bis zuletzt haben sie noch respektable Radiometrie – Geräte hergestellt. Warum sind sie untergegangen? Wer kann da näheres sagen?
#26
Hallo,

anbei Oszilloskop-Screenshots (eigentlich in einer Auflösung von 1024x600, beim Hochladen im Forum werden sie auf 1000x586 reduziert) und Excel-Diagramme (entstanden aus dem csv-Export der Oszilloskop Daten nit 1000 Datensätzen). Die Oszilloskopdaten sind mit "Single" fixiert worden, Screenshot und exportierte Daten gehören also zusammen.

Im ersten Bilderpaar (RigolDS9) habe ich mit großem Erstaunen bemerkt, das im Screenshot ein Übersteuern auf CH1 nach dem Triggerpunkt zu erkennen ist, das im Excel-Diagramm nicht vorhanden ist?! Drum habe ich gleich noch eine weitere Aufzeichnug (RigolDS10) gemacht, mit selbem Befund?!

Wenn ich die Messzeit kürzer mache (RigolDS11), findet sich das Übersteuern auch im Excel-Diagramm wieder.

Wie ist das zu erklären? Welchen Daten ist zu trauen?

Der Screen kann doch nicht mehr darstellen (von den 1024 Bildpunkten muss der Ramen doch noch abgezogen werden) als der exportiere Datensatz enthält (1000 Datensätze). Wird der exportierte Datensatz gefiltert?

Das Excel-Diagramm verschluckt übrigens auch keine Daten. In der csv-Datei finden sich keine Werte über 6V, also kein Übersteuern.

Gruß Andreas
#27
Ja, ohne kompensierten Taskopf sind solche "Feinheiten" nicht zu vermeiden. Anpassung Meßobjekt, Kabel und Oszi.

Messen kommt halt von Mißt.

Viele Grüße
Bernd
#28
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: -- Youtube-Sammelthread --
Letzter Beitrag von DL8BCN - 29. August 2026, 19:59
Hier mal ein Youtube Video über den Mansfelder Kupferschiefer.
Es geht zwar nicht direkt um Radioaktivität ist aber meiner Meinung nach trotzdem interessant.
Wie viele Youtube Videos inzwischen ist es KI Generiert.
Das sollte man bedenken.
https://youtu.be/M4BoJ6uEK0Q?is=QKYsZqFk3ziYrH1U
#29
Eigenbau, Elektronikbasteln und Programmieren / Aw: Opengeiger PMT-Adapter
Letzter Beitrag von ABel - 29. August 2026, 18:41
Hallo Bernd,

nein, kein Tastkopf. Bin direkt mit nem BNC-Kabel ins Oszilloskop.

Gruß Andreas
#30
Zeitliche Störung sind vermutlich Einstreuungen von Handy, Schaltnetzteilen usw..

Das Überschwingen kann auch dein Tastkopf sein. Hat der einen Kompesationstrimmer?

Viele Grüße
Bernd