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Grundlagenwissen / Aw: Sonne, Polarlichter
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#22
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 20. März 2026, 22:52
StR 75/60

Ein Glimmstabilisator aus DDR-Produktion. Aufgrund eines Hinweises von @DL3HRT hab ich mal zwei Stück besorgt.

Das linke Exemplar trägt zahlreiche Prüfstempel und Gütesiegel auf dem Glas und ist weniger stark abgedunkelt. An dem Ring misst man mit dem RadiaScan-701A (offenes ZR) ca. 2-3 CPS. Das Gammaspektrum läuft aktuell noch, aber vermutlich handelt es sich um einen Hauch von Radium oder Thorium.

Das zweite Exemplar auf der rechten Seite ist nicht offensichtlich radioaktiv. Dazu steht auch noch ein Gammaspektrum aus, aber das steuert vermutlich jemand anders bei, für eine vergleichbare Röhre  ;)

Edit:

Die linke Röhre mit dem Ring enthält eine kleine Menge Th-232. Messzeit war 65k s mit dem SPRD-GN. Bei einem Hintergrund von 0,36 CPS ergab sich eine Nettozählrate von:
1,8 - 0,36 = 1,44 CPS
#23
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 20. März 2026, 21:06
РБ-5 / RB-5

Bei der RB-5-Röhre handelt es sich um einen edelgasgefüllten Überspannungsableiter sowjetischer Bauart.

Mein Verdacht war ursprünglich, dass das Modell mit Krypton gefüllt ist und zusätzlich dessen radioaktives Nuklid Kr-85 enthält. Im Verlauf der genaueren Untersuchung, haben sich diese Röhren als äußerst widerspenstig erwiesen.

Zunächst habe ich versucht, die Röhren mit dem USB Anschluss meines RC-110 zu vermessen. Schusselig wie ich bin, stand der RadiaCode falsch herum in der Abschirmung. Das war schon mal ein schlechtes Omen  >:(

Danach folgte ein fünfstündiges Spektrum mit dem RC-110, diesmal in korrekter Orientierung in der Messingburg.
Dabei sah man im höheren Energiebereich nur erhöhte K-40 Aktivität, am unteren Ende tat sich jedoch ein kurioser 80 keV Peak auf. Direkt neben dem XRF-Peak der Abschirmung. Hat dafür jemand eine Erklärung?

Im Bereich von knapp 80 keV würde ich z.B. Pb-XRF erwarten, für Ba-133 fehlen die Peaks bei > 300 keV, das kann es also nicht sein.

Da ich so nicht weiterkam, habe ich die 5 Röhren mit dem SPRD-GN zusammen in die große Bleiburg geschmissen, in der Hoffnung etwas Klarheit zu erhalten. Leider hat mich das auch nicht weitergebracht.

Wie man sieht ist auch hier der K-40 Peak leicht erhöht, was durch das Glas nicht ungewöhnlich ist. Bei 511 keV ist der Annihilationspeak etwas erhöht, verglichen mit dem 65k s Hintergrundspektrum. Ich würde aber nicht behaupten, dass sich dort ein deutlicher 514 keV Peak von Krypton-85 mit dem 511 keV Peak überlagert.

Nebenbei bemerkt: das mir vorliegende Datenblatt gibt keinen Hinweis auf mögliche rad. Zusätze, was aber absolut nichts heißen muss.

Also blieb nur der Griff nach KI, oder sagen wir mal nach einer "erweiterten Goggle Suche":

Frage: "Ist der sowjetische Überspannungsableiter RB-5 radioaktiv?"

Antwort: "Der Ableiter enthält eine geringe Menge eines radioaktiven Isotops, typischerweise Nickel-63 (Ni-63) oder in manchen sowjetischen Modellen Radium, um die Zündung der Gasentladung zu erleichtern."

Tja, soll man das jetzt einfach glauben? Das erklärt auch nicht, woher der ~ 80 keV Peak kommt? Sicher nicht von Ni-63, dessen Bremsstrahlung müsste im Mittel weit darunter liegen. Ich bin immer noch ratlos.

Edit:

Die Frage an die KI war über die reguläre Google-Suche gestellt. Wenn man dann auf "in den KI-Modus wechseln" klickt, kommt plötzlich folgende Antwort:

"Nein, der sowjetische Überspannungsableiter (Funkenstrecke) RB-5 (russisch РБ-5) ist in der Regel nicht radioaktiv.
Im Gegensatz zu einigen anderen sowjetischen Entladungsröhren oder Funkenstrecken, die radioaktive Isotope wie Tritium, Krypton-85 oder Promethium-147 zur Vorionisierung enthalten können, handelt es sich beim RB-5 um einen sogenannten Barium-Entlader (Разрядник бариевый)."

Ah ja... sehr hilfreich, wie üblich.
#24
Allgemeine Diskussionen / Aw: ~500 neue CBRN-Erkunder
Letzter Beitrag von DG0MG - 20. März 2026, 20:46
Jetzt gehts aber Schlag auf Schlag: Auch der zweite Erkunder im Landkreis Zwickau ist im Einsatz:


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#25
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 20. März 2026, 19:58
Zitat von: DL8BCN am 19. März 2026, 08:11Hübsch! ;D
Danke Rainer, wäre auch was für Dich  :)
#26
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von ABel - 20. März 2026, 15:10
Hallo Peter,

mir geht es so, das ich über wichtige Stellen hinweglese, wenn sie mir gerade nicht wichtig sind. Ob ich mich an sie erinnere, wenn sie wichtig werden, ist nicht gesichert.

Gruß Andreas
#27
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von Peter-1 - 20. März 2026, 14:24
Hallo Andreas,

dann hast du ja alles was nötig ist und richte dich danach;D
Dann brauchst du vom Forum keine weitere Hilfe und es funktioniert wie es soll.
Oder sehe ich das falsch  :unknw:
#28
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von ABel - 20. März 2026, 12:50
Hallo Peter,

das PMT Handbook von HAMAMATSU hatte ich schon (4th Edition). Nach deinem Hinweis hab ich nun auch die von BURLE, EMI, Oxford und RCA. Aber eigentlich hab ich mehr Lesestoff als ich wirklich aufnehmen und verarbeiten kann.

Gruß Andreas
#29
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von Peter-1 - 20. März 2026, 11:57
Wie wäre es mit etwas Lesestoff  :yahoo:
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#30
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von ABel - 20. März 2026, 11:55
Hallo Bernd,

du hast recht, ich hab es noch nicht begriffen. Vielleicht schau ich auch zu viel auf LTspice, aber auf ein Oszilloskop kann ich gerade nicht schauen.

Wenn ich mir die Ströme ohne Adapter bei LTspice ansehe (Anlage), dann bekomme ich mit anderen Widerständen PMT_RL2 sehr unterschiedliche Amplituden, weil der Puls sich in die Länge zieht. Wenn ich mir die Fläche unter den Pulsen ausrechnen lasse, dann sind sie zwar gleich, aber ich kann damit nicht auf die Amplitudenhöhe der Stromquelle schließen.

Mit dem Adapter und nach der Addition der beiden Teil-Ströme sind die sich ergebenden Pulse (alle 8 in blau, 2te Anlage) dagegen von Höhe und Länge fast identisch mit dem Puls aus der Stromquelle (in rot, 2te Anlage). Damit habe ich dann doch eine sehr gute Näherung für Amplitude und zeitlichen Verlauf meines Anodenstromes wie er aus der Stromquelle kommt und wie ich ihn dann zum Ausgangspunkt meiner Simulation machen kann?!

Gruß Andreas