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#21
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: air-Q radon
Letzter Beitrag von Harald der Strahler - 30. September 2026, 15:40
Zitat von: DG0MG am 30. September 2026, 14:00Hier ist ein (imho recht oberflächlicher) Testbericht über den Air-Q radon:


Immerhin hat man sich aber die Mühe gemacht, das Gerät in einem Eimer zusammen mit Urangestein zu versenken, um 125.000 Bq/m3 zu erreichen.

Im Text steht, das Gerät enthielte einen Ventilator?  :o Stimmt das?
Hört man den?
Nein, der Lüfter ist nur in der Variante mit Feinstaubsensor verbaut. Der dort verbaute Lüfter hat keinen Effekt auf die Radonmessung. Die Rn-Messung geht nur durch Diffussion.
Hier noch die Quelle: https://www.air-q.com/technologie-radonmodul?utm_source=chatgpt.com Punkt3
Anscheinend wird durch die Wärme der Elektronik ein Kamineffekt erzeugt, durch den ein Luftstrom entsteht. Daher wahrscheinlich auch die ungewöhnliche Form des Gerätes.
#22
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: air-Q radon
Letzter Beitrag von DG0MG - 30. September 2026, 14:00
Hier ist ein (imho recht oberflächlicher) Testbericht über den Air-Q radon:


Immerhin hat man sich aber die Mühe gemacht, das Gerät in einem Eimer zusammen mit Urangestein zu versenken, um 125.000 Bq/m3 zu erreichen.

Im Text steht, das Gerät enthielte einen Ventilator?  :o Stimmt das?
Hört man den?
#23
Radon / Aw: Darf es etwas Radon sein? ...
Letzter Beitrag von megapull - 30. September 2026, 13:00
Hier in Ungarn naht das kältere Wetter und damit steigt mein Wunsch, jeden Morgen die Fenster zu öffnen.

Das mag kontraproduktiv erscheinen, aber wie ich bereits erwähnt habe, besteht meine Wohnung aus industriellen Schlackenziegeln und autoklaviertem Porenbeton, die beide eine höhere Urankonzentration als normal aufweisen und daher eine ständige Radonquelle darstellen können.

Dies ist am deutlichsten auf meinen Böden zu erkennen, wo ich 0,4–0,5 µSv/h messen kann, wenn ich einen Laminatboden habe, und die Hälfte dieses Wertes, wenn ich Innenfliesen habe (was zeigt, dass dies als Schutzmaßnahme recht gut funktioniert).

Da die beiden Laminatbodenräume leider am schlechtesten belüftet sind, habe ich mir für Langzeitmessungen im Haus natürlich einen Aranet Rn+ gekauft.

Dies gilt umso mehr, als ich eine relativ kleine Mineraliensammlung besitze, die ebenfalls eine Radonquelle sein könnte (vielleicht ein Dutzend münzgroße oder kleinere Autunit-Exemplare, meist mit Acryl überzogen, in Plastikboxen, die Boxen selbst in einem Acrylschrank). Diese werden im kleineren Raum etwa auf Kopfhöhe in einer Ecke platziert. An meinem etwa 1 m entfernten Schreibtisch sind Hintergrundpegel normal (z. B. 0 % Unterschied bei Langzeitmessungen mit oder ohne Mineralien).

Ein Raum ist etwa 4,5 x 5 m groß, während der kleinere vielleicht 2 x 5 m groß ist. Beide Räume haben eine Tür, der kleinere Raum hat jedoch nur ein kleines Kippfenster, während der große Raum zwei große Fenster hat.

Ich stehe jetzt vor den Messungen für ein paar Monate, werde aber noch eine Weile bis vielleicht Weihnachten warten, um das Experiment wirklich in Gang zu bringen.

Bisher waren die Werte in den wärmeren Monaten tagsüber völlig normal und lagen zwischen 0 und 20-30 Bq/m3, gelegentlich auch über 40, blieben aber immer unter 50.

Dies galt für beide Räume, wobei der kleinere Raum stets ~10 Bq/m3 höhere Werte aufwies als der größere Raum.

Bisher trage ich dazu bei, dass der Raum kleiner ist und die Belüftung schlechter ist, und natürlich die Mineralien, aber der Unterschied ist bisher vernachlässigbar.

Als das kältere Wetter einsetzte, stiegen diese Werte deutlich an.

In der Nacht, wenn das Haus abkühlt (und warme Luft nach oben strömt usw.), erreichen die Radonwerte jetzt 100–150 Bq/m3, was genau an meiner persönlichen ,,Das ist nicht gut"-Toleranzgrenze liegt. Natürlich habe ich versucht, meine Mineraliensammlung zu räumen, nur um festzustellen, dass dies auf lange Sicht überhaupt keinen Unterschied macht.

Mit den größeren Werten ist der Unterschied zwischen den beiden Räumen nun etwas übertrieben. In den Nachtstunden erreichen die Radonwerte im großen Raum 100–110 und im kleineren Raum 100–150. Dieser erreicht seinen Höhepunkt etwa um 7–8 Uhr morgens und nimmt im Laufe des Tages allmählich ab.

Das liegt zwar immer noch unter der Grenze, aber ich bin überhaupt nicht glücklich darüber, aber wir sind sowieso schon seit langem auf der Suche nach einem neuen Zuhause.

Die Moral der bisherigen Geschichte: mehrere Tonnen Schlackensteine > eine kleine Sammlung eines Mineralienliebhabers

Ich werde das Excel/Diagramm natürlich veröffentlichen, sobald ich weitere Daten gesammelt habe.
#24
Tschechien (CZ) / Aw: Exkursion nach Jachymov
Letzter Beitrag von DG0MG - 30. September 2026, 12:56
Zitat von: Floppyk am 28. September 2026, 13:29Diese Radon-Heilbäder haben mein größtes Misstrauen.

Müssen sie nicht.
Der "Uranium Hunter" hat in einem Blogbeitrag eine Reihe von Studien zusammengetragen, die die Heileffekte bestätigen:
https://theuraniumhunter.co.uk/2026/09/26/bathing-in-radioactivity-my-day-at-the-radium-palace-jachymov/

Klar, einen Zweifler überzeugt sowas nicht unbedingt, aber es gibt doch solche Sachen auch an anderen Stellen:
  • Salben, die Schlangengift enthalten
  • Augen- oder Herztropfen, die Atropin enthalten
  • Herzmedikamente, die Nitroglycerin enthalten

und sicher könnte man die Liste noch fortführen, aber das ist das, was mir gerade so einfällt. Bei allen Beispielen ist die negative Wirkung unbestritten, aber bei Einsatz in geringer Menge überwiegen die Vorteile.
#25
Baden-Württemberg / Aw: Der schlechte Atem der Erd...
Letzter Beitrag von Harald der Strahler - 30. September 2026, 12:34
Ja, es ist sehr schade, dass das Potential des Air-Q (modular aufgebaut (Sensoren), API-Schnittstelle) nicht voll genutzt werden kann, obwohl es von Herstellerseite möglich wäre.  :unknw:

Die Messbedingungen waren gestern nicht optimal, da es leicht windig war. Auch am Boden der Doline war ein leichter Luftzug spürbar. Seit einiger Zeit befindet sich eine kleine Vertiefung an der tiefsten Stelle der Doline. Entweder von Tieren gegraben oder ein Wasserabfluss bei Starkregen. Die kleine Vertiefung könnte ich leicht mit Folie nach oben hin abdecken. Allerdings vermute ich, dass es Hohlräume unter der Doline gibt und es daher immer noch einen Luftaustausch gibt. Das nächste Mal versuche ich es erst einmal mit der Folie.
Der Air-Q hat sich von der gestrigen Messung noch nicht so richtig erholt. Er zeigt noch ca. 50 Bq/m3 zu viel an im Vergleich zu meinen anderen Rn-Messgeräten. Ich hoffe, dass dieser Off-Set nicht bleibt.
#26
Baden-Württemberg / Aw: Der schlechte Atem der Erd...
Letzter Beitrag von Radiohörer - 30. September 2026, 09:26
...großflächig abdecken = min. 1m (2m sind besser und wiegen kaum mehr) ums Messgerät mit einer dünnen "Malerfolie" bring sehr viel. Im Freien ggf. mit Ästen spannen, um Bewegungen der Folie zu verhindern!
Selbst leichter, kaum spürbarem Windhauch, verlängert oder verhindert Rn-Messungen bzw. saubere Ergebnisse 8) 
Kann auch in Kellerräumen, zum Eingrenzen der Kontaminationswege, hilfreich sein...
#27
Baden-Württemberg / Aw: Der schlechte Atem der Erd...
Letzter Beitrag von Flipflop - 30. September 2026, 07:56
Interessant, trotz Vor und Nachteile von dem Gerät. Eigentlich sollte man nach einer Std. doch das Max. Erreicht haben? Vermutlich hängt das mit der Doline zusammen? Und wenn du das Gerät in eine Tüte mit Bodenluft gelegt hättest, und mitgenommen hättest, oder beim Messen eine Kiste drauf gemacht hättest als Windschutz, hätte sich was geändert?
#28
Baden-Württemberg / Aw: Der schlechte Atem der Erd...
Letzter Beitrag von Radiohörer - 30. September 2026, 07:19
...da wäre jetzt ein Luftdrucksensor, natürlich auch ein CO2-Sensor bis 10 Vol%, sehr hilfreich, damit man abschätzen kann, ob es gerade ein- oder auszieht ;)
Statt dessen brüstet man sich mit virtuellen Sensoren, die nichts weiter als eine mathematische Verrechnung einzelner Sensorwerte darstellt... 8)
Verknüpfbare Schaltausgäng(e) des virtuellen Taupunkts und Rn-Wertes (incl. logischer Verknüpfung) zur Lüftersteuerung, vielleicht schon vorhanden, wären auch eine sinnvolle Erweiterung...
#29
Baden-Württemberg / Aw: Der schlechte Atem der Erd...
Letzter Beitrag von Harald der Strahler - 29. September 2026, 21:09
Ich habe jetzt eine Antwort von Air-Q bekommen. Ein Update ist nicht möglich, sie ändern aber ihr Datenblatt. Radonwerte werden also immer nur alle 2 - 30 Min aktualisiert (abhängig von der Zählrate), auch wenn man alle 2 Sekunden ein Datenpaket über die API-Schnittstelle bekommt. Das ist sehr schade und schränkt das "Science" Gerät leider für Versuche stark ein.
War heute etwas länger an der Doline und habe das Gerät sich erst 20 Min. akklimatisieren lassen und danach eingeschaltet. Mithilfe meiner neuen App und dem weitreichenden Hotspot des Air-Q kann man bequem die Messung außerhalb der Doline überwachen. Der Radonwert stieg kontinuierlich an und ich dachte, dass er sich bei ca. 60000 Bq/m3 einpendeln würde. Dann ging aber die Sonne unter, es wurde merklich kühler und plötzlich stieg der Wert wieder stärker an. Bei ca. 67000 Bq/m3 bin ich dann nach Hause gegangen. 
#30
Allgemeine Diskussionen / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von Flipflop - 29. September 2026, 16:20
Keine Ahnung, ich habe mal in der Schweiz nachgeschaut, an manchen Stationen sieht man auch eine Welle, allerdings sieht man nur etwa 2,5 Tage, was ist mit Tag und Nacht, Warm/Kalt oder Kondensiert Wasser in der Nacht? An der Station wo ich nachgesehen habe, wurde in der Nacht mehr Gemessen, am Tag wieder weniger.  Und was ist mit Wind, sieht man da einen Zusammenhang? Kein Wind=Wellen im Verlauf? :unknw:

https://www.naz.ch/aktuell/zeitverlauf#HLL