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#21
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von NoLi - 24. April 2026, 19:07
Genau, das Problem der Röntgenstrahlungsemission war schon in den 1950er Jahren bekannt, aber auf Grund des Kalten Krieges und der Nationalen Sicherheit wurde das Problem ignoriert, weil es sonst den Ausfall der permanenten Radarüberwachung (meist nach Osten) nach sich gezogen hätte. Und die betroffenen Soldaten ließ man im Ungewissen, "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß".

Norbert
#22
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 24. April 2026, 18:59
Zitat von: NoLi am 24. April 2026, 18:49Auch dieses Bewußtsein trat in den 1950er Jahren in den Vordergrund, nachdem es zu Strahlenschädigungen bei Radarpersonal (vor allem Wartungspersonal) kam.

Das widerspricht diesem Absatz im Wikipedia-Artikel, der auch mit Quellen untermauert ist:

"Laut der Radarkommission war der Bundeswehr ab etwa 1958 das Problem der Röntgenstrahlung aus Radargeräten bekannt.[17] Nach Aussagen von Soldaten und Dokumenten wurden jedoch erst ab 1976 bei der Bundesmarine, dann ab den frühen 1980er Jahren generell Warnungen ausgesprochen, Warnhinweise angebracht und Schutzmaßnahmen ergriffen.[25] In den 1960er und 1970er Jahren waren die Bundeswehrsoldaten und -techniker weitgehend unwissend über die Gefahren, ebenso wie die der NVA der DDR.[26] Es gab auch keine vorgeschriebenen Maßnahmen zum Strahlenschutz wie das Tragen von Bleischürzen.[11]

Noch in den 1990er Jahren bestritt die Bundeswehr jeglichen Zusammenhang zwischen Radargeräten und Erkrankungen. Kranke Soldaten mit komplexen Krankheitsbildern wurden teilweise als Hypochonder eingestuft.[2]"
#23
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von NoLi - 24. April 2026, 18:49
Zitat von: Lennart am 24. April 2026, 15:41...
Das Symbol ist magentafarben auf gelbem Untergrund, also wahrscheinlich bereits vom Hersteller in den USA aufgeklebt. Oder war dies damals auch hier der Standard?
...
Diese Farbgebung war in den frühen 1960er Jahren auch von den USA übernommener Standard in der BRD. Magenta deswegen, weil diese Farbe nur sehr schwer zu mixen war (wegen Fälschungen). Erst mit der ersten StrlSchV von 1965 wurde "schwarz/gelb" eingeführt.
Zitat von: Lennart am 24. April 2026, 15:41...
Eine weitere Frage ist, ob es damals überhaupt schon ein Bewusstsein dahingehend gab, dass Komponenten im Radarbereich Röntgenstrahlung emittieren?
...
Auch dieses Bewußtsein trat in den 1950er Jahren in den Vordergrund, nachdem es zu Strahlenschädigungen bei Radarpersonal (vor allem Wartungspersonal) kam. Die Dosisleistung an Gehäusen von amerikanischen Radaranlagen (andere gab es zu der Zeit bei der Bundeswehr nicht) von Schiffen und mobilen Anlagen betrugen bis zu 50 R/h (500 mSv/h), welche dann durch Anbringen von zusätzlichen Bleiplatten "auf annehmbare Werte" reduziert wurde.

Norbert
#24
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 24. April 2026, 15:41
Das wäre eine Möglichkeit, in diesem Fall bin ich aber nicht überzeugt davon. Bei diesem Bauteil geht die Wahrscheinlichkeit gegen Null, dass dort kein radioaktiver Zusatz enthalten ist. Wenn es sich um Co-60 gehandelt hat, was nebenbei bemerkt von Varian und Bomac häufig eingesetzt wurde, so wäre ein Hinweis auf ionisierende Strahlung sicher nicht verkehrt. Viele Röhren sind dahingehend gar nicht gekennzeichnet, aber es gab damals schon gewisse Freigrenzen, die man in den USA für solche Bauteile festgelegt hatte. Beispielsweise war je nach Nuklid eine Grenze von 1 µCi gesetzt, alles darüber musste dann gekennzeichnet werden.

Meine Vermutung ist, dass diese duale TR-Röhre damals über der Freigrenze lag und deshalb ein Warnsymbol trägt.

Das Symbol ist magentafarben auf gelbem Untergrund, also wahrscheinlich bereits vom Hersteller in den USA aufgeklebt. Oder war dies damals auch hier der Standard?

Eine weitere Frage ist, ob es damals überhaupt schon ein Bewusstsein dahingehend gab, dass Komponenten im Radarbereich Röntgenstrahlung emittieren?

#25
Eine Frage an alle zur Displaybeleuchtung.

Ich habe schon seit sehr langer Zeit den Eindruck, dass irgendwas mit der Displaybeleuchtung nicht konsistent ist. Genauer konnte ich das bisher nicht definieren. Kürzlich habe ich mir vorgenommen, da mal gezielt genauer drauf zu achten.

Die gefühlte Inkonsistenz rührt daher, dass man (allermeistens) das Gerät erst entsperren muss, (langer Druck auf den runden Knopf) und dann erst der nächste Tastendruck das Licht einschaltet.

Es gibt aber auch einen Zustand, in dem bereits ein kurzer Druck auf den runden Knopf das Licht einschaltet. Dabei ist das Gerät weiterhin gesperrt und Druck auf die Wippe hat keine weitere Funktion. Ein alleiniger Druck nur auf die Wippe schaltet das Licht aber auch nicht ein. Ein nochmaliger Druck auf den runden Knopf schaltet das Licht sofort wieder aus, alternativ verlischt es auch nach der eingestellten Zeit (30 Sekunden).

Ist soetwas schonmal jemandem aufgefallen?

Wo kommen diese zwei Zustände/Betriebsmodi her? Sind sie Bug oder Feature?

- In der App habe ich in den Backlight-Einstellungen des Gerätes "Automatisch" eingestellt.

Die Doku schreibt dazu:
S. 26: "You can select one of ten screen backlight brightness levels (0 to 9). The default setting is 5. Lower levels use up battery power more slowly. The screen backlight will turn off automatically after a period of time when no buttons are pressed. You can select a shutdown delay of 5, 10, 15, 30 seconds and 2, 5 minutes. The screen backlight can be disabled completely, allowed to be unconditionally turned on by pressing the buttons or by pressing the button in case of insufficient light level."

S. 14: "If there is sufficient light in the "Auto" mode, the backlight will not be switched on. The buttons can be switched back to the locked state by briefly pressing the round button [1]."

Der letzte Satz deutet auf den Helligkeitssensor hin, von dem ganz zu Beginn mal die Rede war, der aber sonst nicht weiter aufgetaucht ist. Ändert der das Verhalten? Das konnte ich bisher noch nicht gezielt feststellen. Man sieht das in dem Video hier: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,3172.0.html Ich muss trotz "Düsterness" immer erst entsperren, bevor das Licht wieder angeht.

- Eine weitere Idee - resultierend aus meiner Art der Geräte-Benutzung - war, dass es vielleicht davon abhängig ist, ob das Gerät mit der App verbunden ist oder nicht? Aber nein, diese Abhängigkeit gibt es nicht.

Welchen Sinn macht der Helligkeitssensor, wenn das Licht bei ausreichender Helligkeit trotzdem angeschalten wird, nur ANDERS?

Hat jemand weitere Hinweise?
#26
Zitat von: Radiator am 24. April 2026, 05:41...
Anstatt daß die ganzen Unwissenden in der Sendung ehrfürchtig ihren Erklärungen zugehört hätten, haben sie die Frau niedergebrüllt als wäre sie eine Hexe, Kindsmörderin und Brunnenvergifterin in einem. Unfaßbar.
...
Niederbrüllen ist ein Verhalten von Affen und Primaten...die Ausführenden sollten sich nicht wundern, mit denen gleichgesetzt zu werden!

Norbert
#27
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von NoLi - 24. April 2026, 08:46
Je nach Betriebsspannung kann mit dem Trefoil auch vor Röntgenstrahlung bei Betrieb gewarnt werden.
Dies ist kein Zeichen für Radioaktivität, sondern für ionisierende Strahlung.

Norbert
#28
Wenn man denkt, die Leute würden erst in letzter Zeit so enorm lügen - nee, haben sie schon immer getan. Allerdings konnten sie in Vor-Internet-Zeiten davon ausgehen, nie erwischt zu werden. Und falls doch, hätte es niemand veröffentlicht.

Als Feigenblatt kam dann Monitor oder Panorama, nachts um 3 mit 400 Zuschauern.

Das Krasse heute ist halt, daß Politiker wie Wirtschafts****** noch genauso wie damals lügen, aber genau wissen, daß alle wissen daß sie lügen. Und es trotzdem tun.

Wer damals solche DDR-Sendungen schauen mußte, kriegt heute natürlich nachvollziehbarerweise Hautausschlag, wenn er Talkshows schauen muß. Die sind zwar nicht zentral gesteuert, aber jeder der drinsitzt, hat hinter sich eine Organisation, deren Agenda er faktenfern vertritt. Und die Auswahl der Gäste ist natürlich schon eine Steuerung.

Das einzige Mal, als ich sowas geschaut habe, war um 2020 als diese eine nicht ganz unattraktive Virologin in Minirock und Schaftstiefeln auftrat. Natürlich nur wegen ihrer Fachkompetenz.

Anstatt daß die ganzen Unwissenden in der Sendung ehrfürchtig ihren Erklärungen zugehört hätten, haben sie die Frau niedergebrüllt als wäre sie eine Hexe, Kindsmörderin und Brunnenvergifterin in einem. Unfaßbar.

Niemand von denen konnte ein Virus von einem Stopfei unterscheiden, aber erklären der Expertin die Welt. Ohne sie auch nur einen Satz ausreden zu lassen.


#29
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 24. April 2026, 01:05
BOMAC BL-651H

Eine duale TR-Röhre für Radarsysteme (X-Band). Mit Kennzeichnung des Bundesministeriums für Verteidigung "BMVtdg", also vermutlich aus Bundeswehrbeständen. Herstellungsdatum ist wahrscheinlich November 1963.

Trotz doppeltem Warnzeichen konnte ich bisher keine erhöhte Strahlung nachweisen. Ich tippe auf Co-60, muss aber noch mal die andere Flanschseite testen. Durch die massive Bauweise (beschichtetes Kupfergehäuse) könnte das bereits einen Unterschied machen. Ich erhoffe mir aber kein aussagekräftiges Ergebnis. 
#30
Nach dem 40. Jahrestag des Tschernobyl-Unfalls und 15 Jahre nach Fukushima bietet die ICRP am kommenden Montag ein Webinar über Zoom mit dem Titel

"ICRP Webinar
Lessons for Radiological Protection from the Chornobyl NPP and Fukushima Daiichi NPP Accidents" an.

Termin:
"27 April 2026  |  10:00 - 13:00 UTC  |  Virtual Event"

Hier der Link zur Veranstaltung mit dem Programm:
https://icrp.org/page.asp?id=710

Die Teilnahmegebühr beträgt ab 10 Euro aufwärts, die Bedeutung der einzelnen Preiskategorien habe ich nach dem ersten Überfliegen aber noch nicht verstanden.