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#21
Ich hatte es gerade korrigiert – die »vergrabenen Ampullen« standen woanders im Anreißer zu dem Beitrag :)
#22
Im Text des MDR-Beitrages steht: " Nach Angaben der Polizei wurden gegen 18 Uhr am ehemaligen Kasernengelände nördlich des Adalbert-Stifter-Weges mehrere Fläschchen und Dosen mit unbekanntem Inhalt gefunden."

Das klingt dann schon eher vorstellbar, als "Ampullen".
#23
Im MDR war von »mehreren Fläschchen und Dosen« die Rede:

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/chemnitz/chemnitz-stollberg/feuerwehr-abc-alarm-radioaktiv-strahlung-100.html

Wie die wohl entdeckt worden sind?

Leider sieht man im Video nicht viel, nur ein ca. 10–20 cm tiefes Loch und eine orangefarbene Plastiktüte bei 00:10. Im Hintergrund sind IMHO gelockerte würfelförmige Pflastersteine sichtbar – strahlt da evtl. nur Mansfelder Schlacke?

#24
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Radioaktive Ampullen in Ch...
Letzter Beitrag von NoLi - 06. Mai 2026, 00:22
Na ja, wenn man an die Hinterlassenschaften der Westgruppe der Roten Armee beim Abzug denkt, auch die radiologischen Hinterlassenschaften, kann da schon was dran sein. Da ist ja in den 1990er Jahren jede Menge entsprechendes Material in den geleerten Kasernen gefunden worden.
Mir hatte man seinerzeit drei Ionisationsrauchmelder mit je 40 MBq Pu-239 angeboten, welche aus einem leeren Kasernengebäude stammen sollten...ich hatte dankend abgelehnt. In Fachberichten wurde über die Funde von (Übungs)Strahlenquellen in den Ex-Sowjetliegenschaften der DDR in Lagerräumen und auch im freien Gelände (wohl bei Übungen nicht mehr aufgefunden) berichtet.

Norbert
#25
Das ist interessant!
Mal sehen, ob es da nähere Informationen zu den Fundumständen gibt (die Fw hat ja offenbar geschaufelt) und worum es sich handelt. "Ampullen" klingen ja, als wären sie aus Glas.

Interessant deshalb, weil das Gelände in Chemnitz-Ebersdorf schon eine bewegte Geschichte hat: Bereits 1912 erbaut, war es Kaserne in zwei deutschen Kriegen und dann - bis 1990 - Kaserne der Sowjetarmee.

So sah es 2008 dort aus, eine Straße südlicher, am Adalbert-Stifter-Weg (Foto von mir):

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Inzwischen wurden die Gebäude saniert und sind Wohngebiet.
#26
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Radioaktive Ampullen in Chemni...
Letzter Beitrag von NoLi - 05. Mai 2026, 21:14
Ganz aktuell, mit Bilder:

"Radioaktive Ampullen in Chemnitzer Waldstück entdeckt: Feuerwehr im Einsatz

ABC- Einsatz in Waldstück – Kameraden bergen gefährliche Funde zur weiteren Untersuchung
Von Jan Härtel
05.05.2026, 20:45 Uhr

Ebersdorf

Am Dienstagabend gegen 18 Uhr wurden die Kameraden der Feuerwehr Chemnitz auf die Irmtraud-Morgner-Straße gerufen.
Ampullen im Waldstück entdeckt

Nach ersten Informationen vor Ort waren in einem angrenzenden Waldstück Ampullen aufgetaucht.
Radioaktive Strahlung

Nach eingehender Untersuchung stellten die Kameraden der Feuerwehr eine teilweise fünffach erhöhte radioaktive Strahlung der Ampullen fest.

Weitere Untersuchungen nötig
Zur Stunde werden die Ampullen geborgen und dann weiterführend untersucht.
"
(https://www.blick.de/chemnitz/radioaktive-ampullen-in-chemnitzer-waldstueck-entdeckt-feuerwehr-im-einsatz-artikel14239890)


"Radioaktiver Alarm in Chemnitz! Feuerwehr im Einsatz, Waldstück abgeriegelt
Von Julian Winkler

Chemnitz - Radioaktiver Alarm in Chemnitz am Dienstagabend! In einem Waldstück im Stadtteil Ebersdorf fanden Polizei und Feuerwehr mehrere Ampullen, in denen sich offenbar ein radioaktiver Stoff befindet. Der Bereich wurde abgeriegelt.

Gegen 18 Uhr rückten Feuerwehr und Polizei zu einem kleinen Waldstück an der Irmtraud-Morgner-Straße aus. Die Polizei bestätigte auf TAG24-Nachfrage den Einsatz, konnte allerdings zu den Hintergründen keine Auskunft geben.

Wie die Feuerwehr vor Ort mitteilte, wurden mehrere Ampullen gefunden. Beängstigend: Die Einsatzkräfte prüften mit einem Geigerzähler, wie hoch die radioaktive Konzentration ist. Der Zähler schlug aus. Eine erhöhte Konzentration wurde gemessen!

Aus diesem Grund näherten sich die Feuerwehrleute in Schutzanzügen. Der Bereich um den Fundort wurde abgeriegelt.
"
(https://www.tag24.de/chemnitz/feuerwehreinsatz-chemnitz/radioaktiver-alarm-in-chemnitz-feuerwehr-im-einsatz-waldstueck-abgeriegelt-3495948)

Norbert



#27
Danke für die schnelle Antwort.
#28
Gamma-Spektroskopie / Aw: K40 Peak
Letzter Beitrag von Banev - 05. Mai 2026, 20:46
Zitat von: hg1978 am 05. Mai 2026, 19:23Gibt es irgendwo eine Anleitung für Doofe wie die Kalibrierung mit K40 und Radiacode iOS geht?
K-40 allein eignet sich nicht zum Kalibrieren, da es nur einen einzigen Photopeak hat.
Ist man auf frei verfügbare Quellen angewiesen, macht sich Thorium – genauer gesagt, Th-232 – wesentlich besser, da es mehrere gut sichtbare Photopeaks aufweist, die zwischen 238 und 2614 keV über das Spektrum verteilt liegen. Man findet Thorium z.B. in Form von Schweißelektroden (WT 20 rot oder gar WT 40 orange), als älteren Glühstrumpf (z.B. HK 300 vom VEB Leuchtstoffwerk Bad Liebenstein), als Monazit (Mineral) oder auch als Th-dotierte optische Linse (schwerer zu finden und nicht ganz billig). Gut gealtert ist dabei übrigens durchaus von Vorteil :)
Mit einem aufgezeichneten Th-232-Spektrum lassen sich die drei Kalibrierkoeffizienten z.B. mit dem Programm InterSpec ermitteln und können dann über die Konfiguration der App ins Gerät übertragen werden.
Es geht aber auch mit Excel – wie, das ist z.B. sehr anschaulich in einem PDF bei OpenGeiger erklärt.
#29
Genau, das ist beides die Röntgenfluoreszenz des Bleis.
#30
Hallo, eine Frage zum Hintergrundspektrum in einer Bleiburg:

Ich habe mir für meinen RC110 aus neuem Walzblei eine kleine "Bleiburg", eher ein "Türmchen" oder "Dose"  gebaut. Ca. 10cm Durchmesser, 15cm Höhe und 1,5cm Wanddicke. Tatsächlich lässt sich damit der Hintergrund von 17 auf 1,5 cps senken. Allerdings wie zu erwarten hauptsächliche im niedrigen Gamma-Energiebereich.
Was mich erstaunt sind die zwei kräftigen Peaks bei ca. 18keV und 80keV im Untergrundspektrum der Dose (grüne Kurve). Diese können auch ein paar keV abweichen da bei diesen niedrigen Energien die Kalibrierung sicher nicht besonders präzise ist.
Ich vermute mal, dass hier der Absorptionskanten von Blei eine Rolle spielen, speziell die K- und L-Absorptionskanten, die ja in diesem Energiebereich liegen.
Oder liege ich damit völlig falsch ?

Grüsse Roland

29h-Untergrund in der "BleiDose" (grün) im Vergleich zum Untergrund ohne Abschirmung
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Die Peaks im Pb-Untergrund
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