Neueste Beiträge

#21
Objekte und Stoffe / Aw: Radiumbecher, Radium-Emana...
Letzter Beitrag von Peter-1 - 09. April 2026, 16:20
Ach was gab es doch für nette Gebrauchsgegenstände in dieser Zeit.  :o
Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

und dann mit Wasser aus dem Emanationsgefäß den Mund spülen.  :)
#22
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 09. April 2026, 16:07
Ich muss mal wieder zurückrudern. Meine Langzeitmessung an den SG1P-EW wirkte eigentlich ziemlich eindeutig. Eine fast verdoppelte Zählrate - das schreit doch nach irgendeinem radioaktiven Zusatz...

So einfach ist es leider nicht. Draußen ist mir eine der Röhren aus der Hand gerutscht und heruntergefallen. Den Kontakt mit dem Steinboden hat das Glas nicht überstanden. Nun habe ich die Röhre vorsichtig frikassiert und dabei sämtliche Bauteile auf eine radioaktive Beschichtung überprüft. Am Stäbchen in der Mitte der Röhre fand ich einen grauen Belag vor, der ringsum in einem kleinen Bereich aufgetragen wurde. Eigentlich eine offensichtliche Art, radioaktives Material in die Röhre einzubringen. Vorsichtig habe ich das Stäbchen mit Zangen herausgetrennt und eingetütet. Anschließend folgte die Ernüchterung: Zu messen ist absolut gar nichts!

Weder mit dem Fensterzählrohr in einer einstündigen Langzeitmessung, die ziemlich genau mit der Hintergrundzählrate endete, noch mit dem Szintillationszähler, der keinerlei Peaks oder erhöhte Zählraten lieferte. Absolut kurios!

Entweder ist der Belag nie radioaktiv gewesen, oder es handelte sich tatsächlich um eine geringe Anfangsaktivität von Pm-147, die nun "vollständig" zu quasistabilem Sm-147 zerfallen ist. Auch möglich ist eine nicht nachweisbare radioaktive Gasbeimischung, wobei der Belag eine andere Funktion hatte.

Die erhöhte Zählrate an der intakten Röhre könnte auch vom Glas selbst herrühren, viele Röhren zeigen deutlich erhöhte K-40 Aktivität im Gammaspektrum. Diese Vermutung, die nicht von mir stammt, muss ich noch gesondert testen. Bilder des Belags siehe Anhang.
#23
Objekte und Stoffe / Aw: Radiumbecher, Radium-Emana...
Letzter Beitrag von DG0MG - 09. April 2026, 13:00
Hier hat einer eine ganze Sammlung von Radon-Wasser-Generatoren, dem REVIGATOR:


Er erklärt im Video, dass diese nicht einem Radiumpräparat arbeiten, sondern stattdessen wurde gemahlenes Uranerz mit Lehm gemischt und als poröse Schicht auf die Innenseite der Keramik aufgetragen. Vermutlich danach gebrannt. Wenn man so ein Ding hätte, könnte man also nicht mal eben den Strahler entfernen.
Immerhin sieht man auch mal eine Dosisleistungsmessung an der Innenseite: Etwa 12 µSv/h.
#24
Zitat von: miles_teg am 09. April 2026, 11:28
Zitat von: megapull am 08. April 2026, 18:46
Hübsch! Siehst Du eine Möglichkeit, noch ein längeres Video zu veröffentlichen? Vielleicht mit mehr Videos vor Ort?

Ja, das ist so mein Ding. Normalerweise mache ich Videos von 30 bis 40 Minuten Länge pro Drehort.

Es ist gerade im Schnitt, ich muss es noch vertonen.

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich den ersten Teil so veröffentlichen oder noch etwas Material hinzufügen soll. Ich werde es mir auf jeden Fall später noch mal ansehen und schauen, wie es wird.
#25
Zitat von: megapull am 08. April 2026, 18:46
Hübsch! Siehst Du eine Möglichkeit, noch ein längeres Video zu veröffentlichen? Vielleicht mit mehr Videos vor Ort?
#26
Und nun aufbauen und gucken , was wirklich passiert.

Viele Grüße
Bernd
#27
Eigenbau, Elektronikbasteln und Programmieren / Aw: Impedanzwandler
Letzter Beitrag von ABel - 09. April 2026, 08:47
Hallo Bernd,

was mich am Operationsverstärker als Impedanzwandler so fasziniert hat, war, dass der Output doch sehr genau der Stromquelle folgt. Die Differenz dazu ist nur das was durch C0 (den Kondensator parallel zur Stromquelle) fließt; das steht im Verhältnis 60 zu 1,5 uA.

Allerdings ist das alles nicht so einfach, wie es nach den Lehrbuchbeispielen erscheint.

Mit dem AD4500 funktioniert die Simulation zwar, aber der reale Chip will nur max. 5,5 V zur Versorgung haben,, und das reicht nicht für den nötigen Output. In der Simulation funktioniert er auch zwischen +12 und -12 V!?

Auch der MCP601 will in der Realität nur max. 6 V haben.

Anbei auch noch das Ergebnis mit ein paar anderen OpAmps. Zum Teil mit einem DC-Offset, den ich nicht brauchen kann, oder auch mit völlig unerwartetem Output.

Mit FET's und Transistoren bewege ich mich auch auf Neuland. Für so etwas bräuchte ich einen Schaltplan, in dem alle Bauteile genau spezifiziert sind und zu meiner Anwendung passen.

Gruß Andreas
#28
Hallo Andreas,

du hast eine Stromquelle und einen Widerstand . Der Strom fließt durch den Widerstand, somit hast Du am Widerstand eine Spannung, ist halt eine Spannungsquelle.

Die Spannung koppelst Du über den Koppel-C auf den Impedanzwandler aus.

Der Impedanzwandler muß kein OPV sein. Ein FET als Sourcefolger oder Transisistor als Emitterfolger tuen das auch, sogar rauschärmer.

Parameter: der Eingang muß wesentlich hochohmiger als der Anodenwiderstand sein um die Spannung nicht zu beeinflussen. Ansonsten bricht deine Spannung etwas zusammen, was Du aber einrechnen kannst und nicht weiter stört.
Der impedanzwandler muß die Frequenz können. Und er muß wenn er 50 Ohm treiben soll, den Strom dafür aufbringen können. Deine Ausgangsspannung am Impedanzwandler muß niederohmig genug sein, damit am Ausgangswiderstand auch die Eingangsspannung abgebildet wird. Wobei am Kabelende mit Abschlußwiderstand dann die halbe Spannung anstehen muß.

Zum letzten Punkt :D rechne mal die gebrauchte Leistung für die HV aus bei meinetwegen 800V und 50 Ohm :rofl:
Die Frage sollte sich nun schonmal erledigt haben :P

Viele Grüße
Bernd
#29
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Männer finden Fläschchen m...
Letzter Beitrag von NoLi - 08. April 2026, 21:56
Weiteres Update:

" Pforzheim / Enzkreis
Gefährlicher Fund
Rätsel um ,,Polonium 210" in Vaihingen: Wie gefährlich das Strahlengift ist – und was wir über den Fund wissen

Ein Fläschchen mit der Aufschrift ,,Polonium 210" löst in Vaihingen an Ostern einen Großeinsatz der Feuerwehr aus. Die Substanz ist in der Welt der Geheimdienste als Gift berüchtigt. Was die Ermittler bisher wissen.


Großeinsatz der Feuerwehr am Ostersonntag in Vaihingen an der Enz: Statt der Ostereier finden zwei Männer im Garten eine Flasche mit der Aufschrift ,,Polonium 210". Ob der tödliche radioaktive Stoff in dem Behälter ist, bleibt noch unklar.

vor 3 Stunden

Im Jahr 2006 ging ein erschütterndes Bild um die Welt: Es zeigte einen kahlköpfigen Mann mit viel Elend in den Augen. Der frühere russische Geheimagent Alexander Litwinenko hatte sich offen gegen den Präsidenten Wladimir Putin aufgelehnt. Die Strafe für den 44-Jährigen, der sich nach der Flucht in Großbritannien einbürgern ließ, war ein besonders grausamer wie ungewöhnlicher Tod.

Litwinenko hatte in einem Londoner Hotel einen vergifteten Tee getrunken, den ihm ein Landsmann angeboten hatte. Der Täter soll ebenfalls ein russischer Geheimdienstler gewesen sein und auf Anweisung aus dem Kreml gehandelt haben. Am nächsten Tag nach dem Treffen hat das Opfer heftig erbrochen. Mit Schmerzen, Haarausfall und blutigem Durchfall kam es in ein Krankenhaus.

Gerichtsmediziner spricht von gefährlichster Obduktion

Drei Wochen später verlor Litwinenkos Körper die Fähigkeit, neue Blutzellen zu bilden. Seine Leber und andere Organe versagten, es folgten drei Herzstillstände. Den letzten überlebte der Ex-Spion nicht. Als seine radioaktive Leiche untersucht wurde, sprach der zuständige Gerichtsmediziner von der ,,gefährlichsten Obduktion, die jemals in der westlichen Welt durchgeführt wurde".

Die Untersuchung des Vorfalls durch die britische Regierung wies nach, dass Alexander Litwinenko mit einer radioaktiven Substanz getötet wurde, von der die meisten Menschen zuvor nie gehört hatten: Polonium 210. Experten kennen das Zerfallprodukt von Uran als Erzeuger von Energie in der Raumfahrt, als Neutronenquelle in der Forschung – oder eben als exotisches Gift.

Auch in der Leiche des 2004 verstorbenen Ex-Palästinenserchefs Jassir Arafat waren später Spuren des radioaktiven Stoffes nachgewiesen worden. Nach dem spektakulären Fall Litwinenko geriet Polonium 210 in der Öffentlichkeit in Vergessenheit. Bis an diesem Ostersonntag zwei Männer in einem privaten Garten in Vaihingen an der Enz ein seltsames Fläschchen fanden.

Nach Polizeiangaben war es mit ,,Polonium 210" beschriftet. Die alarmierte Stadtverwaltung von Vaihingen rief deswegen am Feiertag rund 140 Feuerwehrleute aus dem gesamten Landkreis zusammen, die in Schutzkleidung den Behälter sicherten und den Fundort in Augenschein nahmen. Auch die Anwohner wurden medizinisch untersucht.

Seitdem wird über den Fund im Wohngebiet ,,Am Wolfsberg" gerätselt. Die 20 Kilometer östlich von Pforzheim gelegene Kleinstadt mit 28.000 Einwohnern ist für ihren Wein, das Fachwerk, eine KZ-Gedenkstätte und ein Schloss bekannt – weniger als Zufluchtsort von Putin-Gegnern und Spionen im Ruhestand. Handelt es sich nur um einen makabren Scherz?

Für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit ist in Baden-Württemberg das Umweltministerium in Stuttgart zuständig. Auf Anfrage unserer Redaktion beruhigt das Ressort der Grünen-Ministerin Thekla Walker, dass im Umfeld des Behälters im Garten ,,keine erhöhten Strahlenwerte" gemessen seien.

    Lebensgefährlich wird die Substanz nur, wenn sie dem Körper zugeführt wird.
    Sprecherin des Landesumweltministeriums
    zum angeblichen Fund von Polonium 210

Damit werde aus Sicht des Ministeriums auch jegliche Gefährdung der Finder oder Anwohner am Fundort ausgeschlossen. Denn: Polonium 210 wäre ,,ein reiner Alphastrahler". Damit ist gemeint, dass der radioaktive Stoff beim Zerfall kaum Beta- oder Gammastrahlung aussendet, sondern ,,nur" Alphastrahlung von kurzer Reichweite, die relativ leicht abgeschirmt werden kann.

,,Lebensgefährlich wird die Substanz nur, wenn sie dem Körper zugeführt wird", informiert das Umweltministerium. Da der Behälter dicht sei und an seiner Außenseite keine Verschmutzung festgestellt wurde, müsse man keine Schutzmaßnahmen ergreifen. Aber ist überhaupt Polonium 210 in dem Fläschchen drin? Oder etwas anderes? Darauf gibt es drei Tage nach dem Fund keine klare Antwort.

Die Feuerwehr in Vaihingen hatte das berüchtigte Strahlengift nicht ausgeschlossen. Experten des Stuttgarter Ministeriums hielten das aber zunächst für unwahrscheinlich. Das Fläschchen wird nun im Landeskriminalamt untersucht. Anschließend kommt die Landesanstalt für Umwelt (LUBW) in Karlsruhe zum Zug. Erst in der kommenden Woche wird das definitive Ergebnis erwartet.

Der hohe Zeitaufwand erkläre sich damit, dass Polonium 210 ,,schwer nachweisbar" sei, sagt unserer Redaktion eine Sprecherin des Landesumweltministeriums. ,,Aufgrund der physikalischen Eigenschaften von Alphastrahlung bestehen sehr hohe Anforderungen an die Probenvorbereitung und die Messbedingungen mittels Alpha-Spektrometrie."

Polonium 210 lässt sich schwer zurückverfolgen

Was aber, wenn im Radioaktivitätslabor der LUBW sich der erste Verdacht bestätigen sollte? Die Polizei untersucht bereits, wie das Fläschchen in den Garten gelangt ist. Eine Spur direkt zum Hersteller der Substanz – ob russischer oder einer anderen Herkunft – zurückverfolgen ist bei Polonium 210 aber schwierig. Obwohl davon weltweit jährlich nur 100 Gramm produziert werden.

Die Substanz wird laut der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) erzeugt, indem man das Isotop Bismut-209 in einem Reaktor mit Neutronen bestrahlt. Wegen der kurzen Halbwertszeit von 138 Tagen könnte man wohl noch zurückrechnen, wann ungefähr das Material entstanden ist. Nach Angaben des Umweltministeriums besitzt Polonium 210 aber keine charakteristischen Eigenschaften, die auf einen speziellen Reaktor in einem bestimmten Land schließen lassen könnten.

Radioaktiver Inhalt wird bei Karlsruhe entsorgt

Es besteht also die Möglichkeit, dass die Ermittlungen im Sande verlaufen. Klar ist dagegen, was mit dem Inhalt des Fläschchens geschieht, sollte es radioaktiv strahlen: Nach Darstellung des Ministeriums wird er auf der Landessammelstelle für radioaktive Abfälle in Eggenstein-Leopoldshafen entsorgt werden.
"
(https://bnn.de/pforzheim/enzkreis/raetsel-um-polonium-210-in-vaihingen-wie-gefaehrlich-die-substanz-ist-und-was-bekannt-ist)

Norbert
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