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#21
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 22. August 2026, 17:45
Werk für Fernsehelektronik "HSE 952" TR-Röhre

Bei dieser TR-Röhre, die direkt zwischen die Hohlleiter geflanscht werden kann, handelt es sich um einen Nachbau der amerikanischen 1B63(A). Die 1B63A nutzte zur Vorionisation nachweislich Co-60. Bisher konnte ich an der HSE 952 keine Radioaktivität nachweisen, wobei ich erst eine Seite vermessen habe und die Form nicht gerade optimal ist, um einen Detektor möglichst nah heranzubekommen. Irgendetwas Instabiles zur Vorionisation muss in der Röhre gesteckt haben, daran gibt es keinen Zweifel. Die 14TN52S von Tesla ist ebenfalls ein 1B63-Klon, der auch als radioaktiv gekennzeichnet ist.

Ich bin auf jeden Fall froh, endlich ein Exemplar zu besitzen  :)

Sehr löblich ist, dass die Oberfläche extra angeraut wurde, um der Farbe mehr Halt zu geben. Trotzdem platzt der grüne Lack, den man damals auch gerne für Werkzeugmaschinen eingesetzt hat, stellenweise ab.

Kann mir jemand erklären, was die zahlreichen Nummern auf dem angehängten Zettel zu bedeuten haben? Ich vermute, dass dieser nicht nachträglich angebracht worden ist. In der Röhrensammlung von Udo Radtke sieht man einen ähnlichen Zettel: https://www.tubecollection.de/ura/sperrroehren.htm
#22
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 22. August 2026, 17:12
Sylvania ATR-Röhre "JAN-CHS-6081"

Der große Bruder der 1B35A. Mit meinem Equipment konnte ich bisher keine wirklich erhöhte Zählrate nachweisen. Ich gehe trotzdem davon aus, dass die ATR-Röhre mit einer geringen Menge an Co-60 benetzt wurde. Das Fenster ist von undurchsichtigen Bereichen durchzogen, trotzdem lässt sich ein kleiner Fleck erkennen.
#23
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 22. August 2026, 16:56
Das Dokument, welches ich in Beitrag #231 verlinkt habe, hat mich dazu gebracht, sämtliche Co-60-Röhren auf eingetrocknete Flecken einer wasserverdünnten Cobaltchloridlösung zu untersuchen. Tatsächlich findet sich bei genauer Betrachtung ein Fleck, der teilweise schwer zu erkennen und zu fotografieren ist. Wenn man also solche Röhren überprüfen möchte ist es förderlich, den Fleck mit minimalem Abstand zum Detektor hin auszurichten. Theoretisch müsste man auf der gegenüberliegenden Seite des Flecks eine geringere Zählrate detektieren. Das werde ich demnächst noch überprüfen.

Zwischen der Größe des Flecks und der genutzten Aktivität kann man sicherlich keinen direkten Zusammenhang herstellen – trotzdem hat die aktivste Röhre bisher auch den größten Fleck  ;)

#24
Strahlenschutz / Aw: Praktische Döschen für rad...
Letzter Beitrag von ALARA - 22. August 2026, 13:26
Ich würde auf Glas- oder Plexiglasröhren setzen, die dann luftdicht abgeschlossen werden können.
#25
Eigenbau, Elektronikbasteln und Programmieren / Aw: Opengeiger PMT-Adapter
Letzter Beitrag von ABel - 22. August 2026, 13:10
Hallo,

einen HF-Rechteckgenerator mit einem LTC1799 hab ich mir schon zusammengebastelt (http://www.dl2lto.de/sc/HB_HFRGEN.htm). Damit wollte ich eigentlich Kapazitäten im pF-Bereich genauer messen. Die Messergebnisse variieren aber sehr mit der Größe des verwendeten Widerstandes und der Frequenz. Es lassen sich damit auch nur symmetrische Rechteckfunktionen erzeugen, also keine kurzen Pulse mit langer Totzeit.

Pulse aus dem Detektor kann ich mit dem Oszilloskop gut aufzeichnen, als cvs exportieren und nach wav wandeln. Die haben dann aber eine Samplingrate von 5MHz. Kann ich einen solchen Puls mit einem Frequenzgenerator reproduzieren?

Wenn ja: Was muss ein solcher Frequenzgenerator können (Kennwerte, Funktionen)? Die billigen Frequenzgeneratoren machen doch nur einen AC-Output (Sinus, Rechteck, Sägezahn, ...).

Gruß Andreas

PS: Anlage HF Rechteckfunktionen
#26
Strahlenschutz / Praktische Döschen für radioak...
Letzter Beitrag von RadPalace - 22. August 2026, 12:44
Hallo Ihr,

ich lagere meine wenigen radioaktiven Mineralien an sicherer Stelle auf dem Grundstück, so dass weder Strahlung noch Radon in die Raumluft kommen können. Ich würde aber gern ein, zwei besonders interessante Stücke in meine Sammelvitrine stellen. Von der Strahlung her würde es gehen, Plexiglas + Glas der Vitrine + Abstand senken die Strahlung für einen Betrachter auf Hintergrund-Niveau. Das Polystyrol der normalen Mineraliendöschen ist allerdings nicht für seine Radondichtheit berühmt. Hat jemand eine Bezugsquelle für passende Döschen? Die Stücke sind alle im Bereich weniger Zentimeter.
#27
Strahlenschutz / Aw: Notfall - Bitte um Hilfe
Letzter Beitrag von RadPalace - 22. August 2026, 12:38
Ich hab das Tc mal an den Finger bekommen, als ein Handschuh gerissen ist (danke dass im ÖD meist vom billigsten Anbieter gekauft wird). Tolle Möglichkeit, selbst Mal eine Halbwertszeitkurve zu erstellen.  ;D
#28
Hallo Andreas,

 ......Was brauche ich um einen Input zu erzeugen......

Das hatte Peter schonmal gezeigt, wie das mit einfachsten Mitteln geht. Mußt mal suchen - er hatte glaube einen Impulsformer für einen Rechteckgenerator gezeigt.

Viele Grüße
Bernd
#29
Hallo Andreas, ein Funktionsgenerator gehört wie auch ein Oszilloskop zur Grundausstattung eines Elektroniklabors.
Zumindest wenn man so wissenschaftliche Messungen machen will wie du.
Da solltest du dringend einen Funktionsgenerator kaufen.
Die Auswahl ist riesig und die Kosten für ein professionelles Gebrauchtgerät oder etwas einfachere Neugeräte sind überschaubar.
#30
Eigenbau, Elektronikbasteln und Programmieren / Aw: Opengeiger PMT-Adapter
Letzter Beitrag von ABel - 22. August 2026, 09:13
Hallo,

ich habe versucht die Linearität meines opengeiger PMT-Adapter-Nachbaus exakter zu messen.

Da mir kein Funktionsgenerator zur Verfügung steht, habe ich den Theremino ,,Puls simulator" und mein externes USB-Audio-Interface (192 kHz, 32Bit) zur Erzeugung des Input-Signals benutzt. Theremino empfiehlt als Freq. 50 Hz. Die Amplitude lässt sich nur in ganzzahligen dB-Schritten einstellen, der Puls für 0dB ist immer zu klein (um ca. 2% entsprechend -0,2dB), ab -1dB scheint die Amplitude linear zu sein. Der Puls selbst ist natürlich viel länger als ein Puls aus dem Detektor (FallTime ca. 60µs, RiseTime ca. 100µs).

Für die Tabelle im angehängten PDF, habe ich die Statistik meines Oszilloskops genutzt. Die Werte für Avg, Max und Min sind immer über 1000 Messungen entstanden. Die Amplitude für den Input-Puls habe ich auf max. 2V eingestellt, um den möglichen Nutzungsbereich der Operationsverstärker ausloten zu können (die beiden LMP7731 werden mit +/- 2,4V versorgt).

Ich hatte gehofft, eine Erklärung dafür zu finden, das in meinen Theremino MCA Histogrammen die Peaks bei höheren Energien ( > 1800keV) nach links verschoben sind. Die vermutete Ursache war, eine nicht-Linearität im PMT-Adapter, die Pulse hoher Amplitude weniger stark verstärkt.

Diese vermutete Ursache finde ich in meinen Messungen nicht bestätigt.
Liegt das evtl. am ungeeigneten Input?
Was brauche ich um einen Input zu erzeugen, der einem Detektor-Puls entspricht? Eine Samplingrate von 192kHz reicht da sicher nicht.

Gruß Andreas

PS: Simulation mit dem digitalisierten Input (grün), Simulationsoutput (magenta) und digitalisiertem Output (blau).