Neueste Beiträge

#21
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von DL3HRT - Gestern um 08:24
Ich habe den Versuch gestern wiederholt, diesmal mit einer dicken Bleiglasplatte zwischen Funkenstrecke und Detektor. An den Zählimpulsen hat sich (leider) nichts geändert. Offensichtlich reagiert der RadiaCode Zero doch auf die elektromagnetischen Störungen. Gleiches gilt für den chinesischen KC761B, auch der fängt lustig an zu piepsen.

Fazit: Ich konnte KEINE Röntgenstrahlung von der Funkenstrecke nachweisen. Das YouTube-Video werde ich entsprechend umbenennen.

Da sieht man wieder einmal, wie kritisch man gegenüber Messergebnissen sein muss. Ich hätte nicht gedacht, dass die relativ schwachen Entladungen die Messgeräte so beeinflussen können.
#22
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: -- Youtube-Sammelthread --
Letzter Beitrag von DL8BCN - 27. April 2026, 22:47
Hier geht es um belastetes Molkenpulver nach Tschernobyl.
Interessant ist, das zuletzt Teile davon verbrannt wurden.
Wo bleibt das Cäsium 137 dann?
In den Rauchgasen, dem Rauchgasfilter, oder der Asche?
https://youtu.be/t-5XeRRoX9w?is=V6zBOj4bthXDf_eN
#23
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Aw: Strahlenspür- und Verstrah...
Letzter Beitrag von Lennart - 27. April 2026, 22:21
Ich wollte meinen SV-500 nach längerer Zeit mal wieder einschalten, um ihn für ein Video zu benutzen. Dabei habe ich bemerkt, dass die Skala sich nicht mehr gedreht hat. Nach dem Aufschrauben ist auch klar, warum das so ist:
Mir ist tatsächlich die gesamte Skalentrommel gerissen...

Tja... ein Gerät kann die Elektronik betreffend zwar reparaturfreundlich sein, vor der altersbedingten Versprödung der Kunststoffe ist man trotzdem nicht gefeit. Extrem robust war die Konstruktion meiner Meinung nach von Anfang an nicht, wenn man an den "harten Militäreinsatz" denkt, für den das Gerät gebaut wurde. Besonders wenn man den doch recht großen Widerstand der Indexscheibe betrachtet, den man beim Umschalten des Messbereichs deutlich spürt.

Ich habe das Problem, zusammen mit einigen notwendigen Modifikationen, auf die primitivste Art und Weise behoben, die mir in den Sinn gekommen ist: Kleber und Draht  :)
#24
Software / Aw: Rad Pro : quelloffene Alte...
Letzter Beitrag von Gissio - 27. April 2026, 21:36
Die Quellen-Kompensation lässt sich ganz einfach aktivieren: Einfach zu Einstellungen > Messungen > Quellenkompensation gehen und die passende Quelle aus der Liste auswählen.

Dabei ist Folgendes zu beachten:
  • Das funktioniert nur für Gammastrahler, da Betastrahlung ihr Energiespektrum mit der Entfernung verändert – Betateilchen werden in der Luft abgebremst und ihr Spektrum verschiebt sich, während Gammastrahlen deutlich durchdringender sind und ein wesentlich konstanteres Spektrum haben.
  • Um Betastrahlung auszublenden – vor allem bei Mischquellen wichtig – am besten einen metallischen Abschirm zwischen Quelle und Detektor setzen. Für den Heimgebrauch reicht es, das Gerät einfach in einen Stahltopf zu legen: Der blockt den Großteil der Betateilchen, während Gammastrahlen nur minimal geschwächt werden.
  • Die Kompensation funktioniert nur, wenn die Strahlung mindestens 10-mal über dem Hintergrund liegt, damit das Hintergrundspektrum das Ergebnis nicht verfälscht.
  • Die Korrekturfaktoren sind theoretisch berechnet und berücksichtigen die spannungsabhängige Steigung des Geiger-Müller-Plateaus nicht.
  • Das alles ist Theorie. Ein echtes Zählrohr kann Schwächen haben: falsche Gasfüllung, Eigenaktivität durch radioaktive Baumaterialien, mechanische Probleme. Deshalb ist es immer am besten, sich auf eine Kalibrierung mit einem Prüfstrahler zu verlassen. Rad Pro bietet dennoch Quellenkompensation als nächstbeste Alternative.
#25
Zitat von: Pinin am 27. April 2026, 14:56...
Ich frage mich allerdings, ob die Empfindlichkeit einfach so angepasst werden kann damit die Messwerte stimmen.
Im Grunde ist das wie eine Kalibrierung, oder sehe ich das falsch
Die Empfindlichkeit und damit Kalibrierung ist durch diese Veränderung nun nicht mehr auf die Photonenenergie von Cs-137/Ba-137m (662 keV) ausgelegt, sondern auf das komplexere natürliche Gamma-Spektrum, vor allem Uran/Thorium/K-40. Damit stimmt der Dosisleistungsanzeigewert bei Vorliegen von Cs-137 als Leitnuklid nicht mehr, das Gerät wird bei diesem Radionuklid im ungünstigsten Fall jetzt 46 % zu wenig anzeigen.
Welche cpm/µSv/h man letztendlich bevorzugt, muß jeder für sich entscheiden.

Selbst eichfähige Geräte wie das AUTOMESS 6150AD-6/E (geeicht mit Cs-137) dürfen über ihr zugelassenes Photonenenergiespektrum (60 keV - 1,3 MeV) maximale Abweichungen vom SOLL-Wert von +/- 40 % (Efficiency- und Winkelabhängigkeit zusammen) aufweisen.

Man sollte aber bedenken, dass auch die BfS-Sonden mit Cs-137 kalibriert werden, weil dies internationaler Standard ist. Wie allerdings die Rad Pro Kalibrierung mit Cs-137 abgelaufen ist, muss zur Beurteilung des Kalibrierfaktors cpm/µSv/h bekannt sein. Hoffentlich in einem größeren parallel verlaufenden Strahlenfeld mit mindestens der Größe des Zählrohres, und hoffentlich NICHT mit Hilfe eines Prüfstrahlers (zum Beispiel einer Disc amerikanischer Bauart oder einem verschraubbaren Strahler a la AUTOMESS-6706, diese Prüfstrahler sind NICHT für eine Kalibrierung geeignet!).

Norbert
#26
Software / Aw: Rad Pro : quelloffene Alte...
Letzter Beitrag von privy - 27. April 2026, 18:13
Zitat von: Gissio am 26. April 2026, 19:12Übrigens, Rad Pro 3.1.1 wurde soeben veröffentlicht und behebt das Abschaltproblem beim Bosean FS-5000.
Super! Gissio, hat geklappt!  :yahoo:
Das sieht schon mal sehr gut aus: Neue sekundäre Messansichten Kumulativ und Momentan
Bin mal gespannt wie sich das Quellen-Presets macht ...
Mein Dank an Gissio, klasse Arbeit!!
#27
Aus Rad Pro Referenzhandbuch: Rad Pro enthält Standard-Sensitivitätswerte für die M4011 GM-Röhre: 108,345 cpm/µSv/h
(abgeleitet aus numerischen Simulationen mit Rad Lab für eine Standard-Gammaquelle Cs-137).

Ich habe diesen Wert auf 199,53 cpm/µSv/h angepasst (weitere Einstellungen: Röhre: M4011, HV-Profil: Werkseinstellung).

Ergebnis unter Rad Pro 3.1.1: Die Messwerte für die natürliche Hintergrundstrahlung stimmen nun mit den Gamma-Messstationen des Bundesamtes für Strahlenschutz überein (aktuelle Messwerte: 0,109 µSv/h), sind also in meiner Umgebung, als auch mit der Original FNIRSI-Firmware 1.8 konsistent.
Für den Test habe ich den GC-01 in eine Blechdose gepackt und auf einen Tisch gelegt, die gleichen Werte wurden jedoch auch ohne die Blechdose erzielt.
Ich frage mich allerdings, ob die Empfindlichkeit einfach so angepasst werden kann damit die Messwerte stimmen.
Im Grunde ist das wie eine Kalibrierung, oder sehe ich das falsch

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.
#28
Zitat von: DG0MG am 28. November 2025, 14:45@Radiacode-101

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Ich möchte mal die Alarmfunktionen des RadiaCode diskutieren. Es sind insgesamt NEUN Alarmschwellen: Zählrate, Dosisleistung und Dosis, jeweils in zwei Stufen + "Off the SCale" einstellbar. Dazu noch Optionen, ob akustisch und/oder haptisch gemeldet werden soll und ob die Alarme ebenfalls auf dem Mobilgerät ausgegeben werden sollen. Weiterhin noch, ob der Alarm einmalig oder dauerhaft bestehen bleibt. Das sind schon ganz schön viele Varianten. Funktionieren tut das gut und sicher so, wie vorgesehen. Die Dosisalarme hab ich ausgeschalten, ebenso die Dosisleistung und verwende nur die Zählrate als Alarm-Indikator, ob irgendetwas aktives in meinem Umfeld ist (z.B. auf dem Flohmarkt).

Aber ist das auch wirklich 100% praxistauglich?

MMn nicht so ganz und hatte dazu auch schonmal einen Thread gestartet: Alarmfunktion in Messgeräten

Es gibt schon Situationen, wo einen die Alarmfunktion des RC nervt. z.B. schon, wenn ich einen Waldweg entlang wandere, der mit Wismut-Schotter belegt ist. Oder auch auf einem großen geteerten Flohmarktparkplatz, auf dem zu DDR-Zeiten mal Schlaglöcher mit Haldenmaterial ausgebessert wurden. Man ist eigentlich unnötigerweise ständig mit dem Anpassen der Alarmschwelle beschäftigt: Handy rausholen, App öffnen, Einstellung suchen, überlegen, welchen Wert man jetzt einstellt usw.  Wenn einem das Gepiepe oder Gebrummel in der Tasche zu bunt wird, schaltet man den Alarm oder das ganze Gerät wutentbrannt ganz aus, damit man Ruhe hat und ist dann natürlich radiologisch total blind. Dazu kommt, dass man trotz toller, hochintelligenter Technik (erheblich mehr, als der Mondlandecomputer!) in der Tasche, SELBST DARAN DENKEN muss, die Alarmschwelle später wieder herunterzusetzen.

Der RAYSID hat eine Funktion, die eine DYNAMISCHE Anpassung einer Alarmschwelle ermöglicht: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=39329
Das wäre eine Möglichkeit: Langsame Änderungen verschieben die Alarmschwelle nach oben oder unten, schnelle Änderungen nach oben lösen ein Alarmereignis aus.

Eine andere Variante, mit der ich mich möglicherweise auch anfreunden könnte, wäre eine "manuelle" dynamische Änderung der Alarmschwelle. Also etwa so: Ich stelle die Alarmschwelle auf 25cps und hake eine imaginäre Funktion "dynamic" an. Wenn der Alarm auslöst (die Zählrate also über 25cps steigt) muss man den Alarm "quittieren". Dabei wird die Alarmschwelle auf z.B. das 1,5fache des ursprünglichen Wertes gesetzt (25*1.5=37). Beim nächsten Alarm wieder genauso (37*1.5=55). Sinnvollerweise könnte die so manuell erhöhte Alarmschwelle langsam gleitend wieder auf den ursprünglich eingestellten Wert absinken. Auf diese Weise funktioniert übrigens der "Radiation Pager-S": https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=11051

Was wurde daraus, ist das etwas für Radiacode im Bereich des möglichen, gibt es dazu von RC eine Antwort?
#29
Radiacode Zero vs 102 – Is the Upgrade Worth It?

ChemiCode

#30
Zitat von: NoLi am 24. April 2026, 10:08Niederbrüllen ist ein Verhalten von Affen und Primaten...die Ausführenden sollten sich nicht wundern, mit denen gleichgesetzt zu werden!

Norbert
Als Biologe muss ich hier natürlich einfügen, das wir genau das sind. ;-)