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#21
Zitat von: NoLi am Gestern um 18:55- PackEye XS Thermo Scientific Rucksack mit Gamma- und Neutronensonde und dazugehöriges Smartphone.

Wenn man sich den Rucksack im Video bei 0:53 anschaut, dann trägt der schon ganz schön auf - wirkt für die Frau fast ein bisschen zu groß. Googelt man nach dem "PackEye XS Thermo Scientific", dann sieht der im vergleich schon etwas kleiner aus.

Bei 1:03 sieht man irgendwelche Kästchen mit Display, auf denen BT-DU3 zu lesen ist. Googelt man danach, dann ist das ein Bluetooth-Adapter für Geräte von ATOMTEX. Weitere Suche führt zu den spektroskopischen Rucksäcken von ATOMTEX: AT6101C, AT6101CM Spectroscopic Backpacks. Und das ist ziemlich genau das, was sie im Video zeigen. NaI(Tl) Ø 63×160 mm(!) als Sensor möglich. Mal sehen, ob mal einer bei Kleinanzeigen auftaucht ..  ;D
#22
Tschechien (CZ) / Aw: Exkursion nach Jachymov
Letzter Beitrag von Lennart - Gestern um 19:02
Okay, aber wie erklärt das die vorliegende Gammastrahlung? Es ist offenbar kein Radium vorhanden, oder nur sehr geringe Mengen. Somit auch keine bzw. kaum Tochternuklide. Du sagst zudem, die Rückstände seien allgemein kaum uranhaltig. Das erschließt sich mir nicht wirklich.
#23
- zahlreiche nicht genau identifizierbare RadEye (S)PRDs mit den DeSantis-Gürteltaschen
#24
Zitat von: Lennart am Gestern um 16:58...
Im Videos sieht man einige verschiedene Geräte. Wer kann denn alle identifizieren?  :)
- SSM-1 (alt) mit Szint.Großflächendetektor.
- FLIR IdentiFinder.
- PackEye XS Thermo Scientific Rucksack mit Gamma- und Neutronensonde und dazugehöriges Smartphone.

Norbert
#25
Tschechien (CZ) / Aw: Exkursion nach Jachymov
Letzter Beitrag von NoLi - Gestern um 18:38
Abgereichertes Uran wurde und wird bis heute in abgepackter Portion bezogen und dort in der Glasindustrie verarbeitet. Als Wertstoff wird dies kaum auf Halde gekippt worden sein. Es handelt sich bestimmt um Rückstände aus der ehemaligen Natururanaufbereitung des vorletzten und der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts für die Farbenproduktion, welche stark an Uran verarmt sind.

Norbert
#26
Schutz vor nuklearen Bedrohungen bei Großveranstaltungen

Zu diesem Thema gibt es ein kurzes Video der IAEA:


Insbesondere geht es hierbei um den diesjährigen "Eurovision Song Contest", den ich nicht verfolgt habe  :)

Scheinbar hat sich auch im professionellen Bereich die Nutzung einer App durchgesetzt. Das Messgerät ist verdeckt im Rucksack, während die Werte vom Handy abgelesen werden.

Im Videos sieht man einige verschiedene Geräte. Wer kann denn alle identifizieren?  :)

#27
Tschechien (CZ) / Aw: Exkursion nach Jachymov
Letzter Beitrag von Lennart - Gestern um 16:05
Zitat von: Janni am Gestern um 15:46Was ist denn eigentlich eine DU-Kontamination?

Weiter vorne im Thread war die Rede von der Uranfarbenproduktion und der Möglichkeit, dass die Kontamination eher aus abgereichertem Uran (DU) bestehen könnte, wo die ganzen Ra-Zerfallsprodukte weitestgehend abgetrennt sind.

Mein Gerät ist eigentlich in der Lage, U-238 zu identifizieren. Dabei werden wahrscheinlich auch die Pa-234 Peaks miteinbezogen. Nur sieht das, wie Du schon sagst, sehr komisch aus...
#28
Tschechien (CZ) / Aw: Abertamy (Abertham) / Karl...
Letzter Beitrag von Lennart - Gestern um 15:58
Durch die Abtragung von "Uranhalden" zur Schottergewinnung landet gelegentlich Uranerz auf Waldwegen, oder unter dem Straßenbelag. Das war damals sehr verbreitet, als man das Material radiologisch mit Sicherheit nicht untersucht hat, siehe "Wismutschotter".

Nun war hier mal die Rede von den Tschechen, bei denen das Material heutzutage sehr wohl untersucht und freigemessen wird. Sicher gibt es keine Möglichkeit, eine Verunreinigung mit kleinen Krümeln von Pechblende komplett auszuschließen. Man sollte aber meinen, dass das zumindest eine Beimischung von Reicherzbrocken verhindern sollte.


Gestern war ich erneut beim Uranschacht "Abertamy Ost" unterwegs. Der Waldweg ist teilweise asphaltiert, aber in relativ schlechtem Zustand. Seitlich hat man nun, vermutlich um ein Abrutschen zu verhindern, an einigen Stellen Schotter aufgeschüttet. Der Schotter ist nicht sonderlich fein und sah mineralogisch recht interessant aus. Er kam mir regelrecht bekannt vor  ;D

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Grundsätzlich gibt es auf dem Weg einige Hotspots, auch unterhalb der Asphaltdecke. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, schließlich wird der Weg schon zur Zeit des Uranbergbaus existiert haben. Merklich radioaktiv waren aber auch Bestandteile des neuen Schotters.

An einer Stelle waren die Messwerte sogar so massiv erhöht, dass ich gar nicht anders konnte, als dort etwas herumzuwühlen. Tatsächlich handelte es sich um einen Reicherzbrocken. Die Art von Reicherz, die man in Jáchymov und Umgebung kaum noch finden kann.

Zur Herkunft des Schotters sei gesagt, dass die Optik stark für die Barbora-Halde spricht. Eine andere Herkunft würde auch wirtschaftlich kaum Sinn ergeben, schließlich ist die dortige Schottergewinnung nur 1,4 km entfernt.
#29
Tschechien (CZ) / Aw: Exkursion nach Jachymov
Letzter Beitrag von Janni - Gestern um 15:46
Moin Lennart,

ich hatte damals mit dem Radiacode auch ein Spektrum genau an der Stelle gemacht und es sah genauso komisch aus wie deins (da ist auch ein Foto ganz viele Seiten weiter vorne). Da gab es auch ganz viele Erklärungen, aber so ganz hundertprozentig hatte sich das nicht geklärt, glaub ich.  :unknw:

Mein Mann und ich wollen da dieses Jahr im September auch mal wieder hin. Vielleicht nehme ich mal etwas Erde mit und messe das mit dem HPGe Detektor, der funktioniert jetzt ja wieder.  ;D

Was ist denn eigentlich eine DU-Kontamination?

Das Marie Curie Denkmal ist aber schön geworden, beim letzten Mal als ich da war sah es auch schon etwas heruntergekommen aus.

Zum Glück haben sie die Kontamination nicht weggemacht, wir brauchen doch unseren Spielplatz.  :D
#30
Tschechien (CZ) / Aw: Exkursion nach Jachymov
Letzter Beitrag von Lennart - Gestern um 15:26
Das Marie-Curie-Denkmal in Jáchymov hat man teilweise umgestaltet.

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Jetzt könnte man denken: "Ganz sicher hat man die Kontamination entfernt..."

NEIN! Hat man nicht...   :)

Zwei Dinge sind mir zusätzlich aufgefallen:

Der RadiaCode-110 zeigt, trotz Silikonhülle, Laubschicht und Ästen auf dem Boden, ungefähr den doppelten Wert an, den man an diesem Punkt eigentlich erwarten würde. Ich habe auch den Anfang dieses Threads erneut durchgelesen. Für die energiekompensierten Geigerzähler bewegt sich der Höchstwert bei ca. 10-12 µSv/h, bei meinem RadEye SPRD-GN sind es auch ca. 12 µSv/h. Nun sind wenige µSv/h mehr oder weniger nichts, was mich großartig interessieren würde. Aber gleich 100% mehr ist schon eine Ansage. Schwer vorstellbar, dass das an einem Einfluss von Betastrahlung liegt. Was meint Ihr?

Punkt Nr. 2 ist das Gammaspektrum, bzw. die genaue Art der Kontamination. Auch dies wurde bereits eingangs im Thread besprochen, jedoch ohne endgültiges Ergebnis. Nun konnte ich es mir nicht nehmen lassen, mal den SPRD-GN zur Identifikation auf die besagte Stelle zu legen. Am Punkt mit der höchsten Impulsrate von ca. 6 kCPS identifiziert er... nichts. Wobei die Impulsrate vermutlich bereits über der Spezifikation für ein ordentliches Spektrum liegt. Ich glaube die empfohlene Grenze war bei 5 kCPS. Also habe ich mich etwas weiter entfernt und erneut ein Spektrum aufgezeichnet. Nun wurde Ra-226 identifiziert, jedoch nur mit vergleichsweise geringer Sicherheit und hauptsächlich basierend auf dem 609 keV Peak, der jedoch eine ziemliche Abweichung hatte und eher bei ~ 585 keV lag.

Nun weiß ich aber, dass die Peaks bei dem Gerät nur eine sehr geringe Abweichung vom Sollwert haben. Ich weiß zwar nicht, wie Thermo das bei einer Energiekalibrierung mit Lu-176 hinbekommt, aber es ist so. Also habe ich eben ein Ra-226 Referenzspektrum aufgezeichnet und wie nicht anders erwartet, liegt der Peak bei 610 keV.

Das einzig relevante Nuklid mit einem Peak bei ca. 583 keV wäre Tl-208, aus der Th-Reihe.

Wenn es sich wirklich um eine DU-Kontamination handelt, sollte das Gerät doch U-238 anhand der Pa-234 Gammapeaks identifizieren können. Es geht hier ja nicht nur um einen winzigen Krümel Uranglas.

Hat dazu jemand weitere Ideen?