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#21
Zitat von: DG0MG am 21. April 2026, 11:20
Zitat von: Pinin am 20. April 2026, 21:31Insbesondere im Hinblick auf Radionuklide mit Alphazerfall, die bei Inkorporation von Nahrung radiologisch relevant sind, sind die Modelle daher nutzlos oder ist diese Einschätzung falsch?
Welche Nuklide wären das denn und in welchem Szenario?
...stark Radon haltiges Wasser, dass man sich in fast allen Radon-Bädern als Trinkur selbst verabreichen kann ;)
Am meisten drüfte man sich, lt. Literatur, bei einem Bad im warmen Rn-Wasser "einverleiben".

Gibt es irgenwo Untersuchungen, wie lange der Körper nach der vorgeschriebenen Badezeit Rn exhaliert?
Sicher interessant, dass mit einem Rn-Messgerät zu dokumentieren.
Kann ich ja mal jemanden in einem der Rn-Bäder fragen ;D
#22
Zitat"Die deutsche Bibel"
Sehr hilfreich, danke!
#23
Zitat von: ullix am 21. April 2026, 11:15Hoch-5! Das klingt plausibler. Kannst Du für die hoch-5 einen Link posten?

"Die deutsche Bibel":
"Hanno Krieger, Grundlagen der Strahlungsphysik und des Strahlenschutzes": S. 160
https://preparecenter.org/wp-content/uploads/2021/03/Grundlagen-Strahlenphsik-und-Strahlenschutz.pdf

"Die Theorie des Photoeffekts (s. z. B. [Heitler]) ergibt für den
Photoeffekt an K-Elektronen für den mittleren Energiebereich eine Ordnungszahlabhängigkeit
von Z5. Etwa 80% aller Photowechselwirkungen finden an K-Elektronen
statt, die verbleibenden 20% an Elektronen der äußeren Schalen.
"
#24
Achso.
Naja, die spielt auch mit, aber nur direkt linear.
Doppelte dichte entspricht doppelter interaktionswahrscheinlichkeit.
#25
Plausibler als eine direkte Abhängigkeit von der physikalischen Dichte.
#26
Zitat von: ullix am 21. April 2026, 11:15Hoch-5! Das klingt plausibler. Kannst Du für die hoch-5 einen Link posten?


Plausibler als was?

Die hoch fünf sind ein grober wert der häufig zitiert wird, siehe z.B.
https://de.wikipedia.org/wiki/Photoelektrischer_Effekt#Photoionisation
#27
Zitat von: Pinin am 20. April 2026, 21:31Wenn ich es korrekt verstehe, basieren die RadiaCode Modelle auf Szintillationsdetektoren
Das ist richtig.

Zitat von: Pinin am 20. April 2026, 21:31sind primär für Gamma- und teilweise Betastrahlung ausgelegt,
Das stimmt für Gammastrahlung. Dass sie teilweise auch für Betastrahlung empfindlich sind, ist eher ein ungewollter konstruktiver Nachteil. Man nimmt das in Kauf, da entsprechende Filter das Gerät erheblich größer machen würden. Bei einer normgerechten Dosisleistungsmessung in z.B. 1 Meter Höhe vom Boden spielt es auch keine Rolle mehr, da kaum Beta-Strahlung den Sensor erreicht.

Zitat von: Pinin am 20. April 2026, 21:31während die gefährliche Alphastrahlung nicht erfasst wird. Für eine Privatperson ohne beruflichen Umgang mit radioaktiven Stoffen stellt sich daher die Frage nach dem praktischen Nutzen eines solchen Geräts.
Hierbei möchte ich nur mal auf die 160 Seiten(!) dieses Threads verweisen, in dem man den praktischen Nutzen deutlich vor Augen geführt bekommt. Die RadiaCode-Modelle sind weltweit die beliebtesten Strahlungsmessgeräte im Nicht-professionellen Bereich, wenn man mal von den vielen chinesischen reinen Zählrohr-Modellen absieht. Das hat natürlich seinen Grund. Wie @NoLi schon schrieb: Es kommt im 'normalen Leben' einfach nicht vor, dass Du einem reinen Alpha-Strahler begegnest. Selbst das Tschernobyl-Cäsium ist ein Gamma-Strahler, den man mit dem RadiaCode-1xx auch nach 40 Jahren in Lebensmitteln nachweisen kann. Du findest kein anderes Gerät in dieser Preisklasse, mit dem das derartig komfortabel zu machen ist.

Zitat von: Pinin am 20. April 2026, 21:31Insbesondere im Hinblick auf Radionuklide mit Alphazerfall, die bei Inkorporation von Nahrung radiologisch relevant sind, sind die Modelle daher nutzlos oder ist diese Einschätzung falsch?
Welche Nuklide wären das denn und in welchem Szenario?
#28
Hoch-5! Das klingt plausibler. Kannst Du für die hoch-5 einen Link posten?
#29
Am ende geht es nicht um die dichte, sondern um die Ordnungszahl. Die wahrscheinlichkeit der Photoelektrischen interaktion steigt mit ca. Z⁵.
In NaI ist vorallem das I für die Interaktion verantwortlich.
#30
Zitat von: Flipflop am 21. April 2026, 10:51eine ... relativ geringe Dichte (ca. 1 g / cm³)
...was den Claim von "tissue like" erlaubt, aha. Und der doch eher geringe Sprung auf 3.7 g/cm³ von Na-Iodide Kristallen erlaubt dann die Photopeak Erkennung? Erstaunlich.

Interessant: Das Problem, auch Betas in diesen Radiacode et al. Kristallen zu erkennen wird (siehe Link) geradewegs umgedreht zur Beta-Erkennung trotz hoher Gamma Werte, gerade weil Gamma so eine schlechte Wechselwirkung hat:

ZitatDünne (0,25 mm dicke) Plastik – Szintillatoren, gekoppelt an PMTs, können für niedrige Hintergrunddetektion von Beta – Partikeln in Anwesenheit von Gammastrahlen verwendet werden. Das Eintrittsfenster besteht normalerweise aus aluminisierter Mylarfolie.