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#31
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von NoLi - 03. Januar 2026, 19:18
Die Haifischzähne sowie alle Fossilien müssen, wenn sie Radium-226 enthalten, auch in gleichem Aktivitätsverhältnis Uran-238 enthalten, weil ohne Uran das Ra-226 mit seinen 1600 Jahren Halbwertszeit schon vollständig zerfallen wäre. Da es aber heute noch nachweisbar ist, muß auch die Mutter U-238 noch vorhanden sein (siehe Uran-Zerfallsreihe).

Norbert
#32
Radon / Aw: Darf es etwas Radon sein? ...
Letzter Beitrag von NoLi - 03. Januar 2026, 19:09
Zitat von: Carcosa am 03. Januar 2026, 15:46...
Okay, das ist jetzt ein qualitativer Nachweis (?!?) aber muss ich mir bei den Werten Sorgen machen?
...
Das ist "nur" ein qualitativer Nachweis, welcher keine Aussage über eine Radon-Konzentration zulässt, weil
a) das Filtermaterial und sein Abscheidegard nicht bekannt sind.
b) nur GLASFASERfilter gegenüber Radon-Folgeprodukte einen über 99 %igen Abscheidegrad aufweisen.
c) der Luftdurchsatz in m³/min deines Staubsaugers und damit der Filterdurchsatz unbekannt ist.
d) die Zähleffizienz des Radiacode für Radon-Folgeprodukte unbekannt ist.

Zitat von: Carcosa am 03. Januar 2026, 18:00...
Ich hatte nur gelesen dass viele Leute von mehreren hundert CPS beim Staubsaugerversuch gesprochen haben, aber das liegt bei mir wirklich nur bei + 20CPS.

Auch der Herr im Video was ich verlinkt hatte, der konnte mehrere müSv/h messen, das ist bei meinen 320nSv/h auch nicht so. Aber vielleicht liegt das am Radiacode110 der nicht empfindlich genug ist.
Die mit dieser Filter-Sammelmethode hauptsächlich messbaren Strahlenarten der Radon-Folgeprodukte Po-218, Pb-214, Bi-214 und Po-214 sind zu annähernd gleichen Aktivitätsverhältnissen Alpha- und Beta-Strahler. Dazu muß sich aber auf dem Filter ein weitgehendes Aktivitätsgleichgewicht eingestellt haben, wozu eine Sammelzeit von mindestens 1 Stunde notwendig ist. 

Die Zählraten sind sehr stark abhängig vom benutzten Strahlenmessgerät und lassen sich NICHT vergleichen. So liefern z.B. professionelle Kontaminationsmessgeräte mit Großflächendetektoren am gleichen Filter wesentlich mehr Impulse/Sek als Consumer-Strahlenmessgeräte mit einfacheren, in der Regel Geiger-Müller, Detektoren; und selbst bei denen gibt es, je nach Bauart, große Unterschiede. Und dann gibt es noch Geräte mit Szintillationsdetektoren mit kleinem Volumen wie dem Radiacode für einen die Zerfälle begleitende Gamma-Anteil.

Die Aussagen im Video über die Dosisleistung in µSv/h sowie die Zahlenwerte selber sind wertlos, weil dazu NUR der reine Gamma-Anteil bestimmt werden darf. Wie im Video bei der Badewannenmessung erkennbar ist, liegt das Zählrohr (Typ "Pancake-Zählrohr") auf der Rückseite des Messgerätes RADIASCAN-701A offen dar, so dass Alpha- und Betastrahlung nachgewiesen wurde und dadurch der Anzeigewert µSv/h stark verfälscht ist, quasi Hausnummern darstellt. Daher kann man in diesem Fall auch die Anzeigen der beiden Geräte RADIASCAN-701A und RADIACODE-110 nicht miteinander vergleichend werten.

Es bleibt also für`s Erste für eine einigermaßen quantitative Radonbestimmung nur der Einsatz eines aktiven Radon-Messgerätes übrig. Endgültige Sicherheit bringt allerdings nur ein passives Radon-Dosimeter mit Auswertung bei einer professionellen Messstelle.

Norbert
#33
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von exicator - 03. Januar 2026, 18:37
Guten Abend,

... in den im Video gefundenen Hai-Fischzähnen ist eine Spur Ra-226 zu finden, ohne nennenswerte Mengen der Mutter Uran 238 ... da Ra ein Erdalkalimetall ist, kann es leicht das Ca in den Zähnen und auch in den Knochen ersetzen und sammelt sich so dort messbar an ... und über die sehr lange Zeit, die die Zähne und Knochen im Boden in Kontakt mit Grundwasser verbracht kann dies vorkommen.
Ich denke, Fruchtzwerge sind bei entsprechend hoher Dosierung deutlich schädlicher für Kinder ...
Grüsse aus Berlin, Ralf
PS: ... Grüsse auch an die HPGe Fraktion!
#34
Lebensmittel / Aw: Die Kakao-Nachweisgrenze
Letzter Beitrag von Harald der Strahler - 03. Januar 2026, 18:04
Zitat von: Harald der Strahler am 02. Januar 2026, 23:19Neuerdings fast 700 Euro,

Sind doch nur 590 Euro (Habe US-Dollar = Euro gesetzt...). Also gewissermaßen ein Schnäppchen!  :))
#35
Radon / Aw: Darf es etwas Radon sein? ...
Letzter Beitrag von Carcosa - 03. Januar 2026, 18:00
okay danke Dir!! Ja wie gesagt das Gerät RadonEye ist bestellt, dauert aber wohl noch bis es geliefert ist.

Die CPS sind im unbelüfteten Keller identisch zum 1.OG.
Draussen habe ich noch keine Langzeitmessung gemacht, ist zu kalt momentan.

Ich hatte nur gelesen dass viele Leute von mehreren hundert CPS beim Staubsaugerversuch gesprochen haben, aber das liegt bei mir wirklich nur bei + 20CPS.

Auch der Herr im Video was ich verlinkt hatte, der konnte mehrere müSv/h messen, das ist bei meinen 320nSv/h auch nicht so. Aber vielleicht liegt das am Radiacode110 der nicht empfindlich genug ist.
#36
Radon / Aw: Darf es etwas Radon sein? ...
Letzter Beitrag von Lennart - 03. Januar 2026, 17:36
Zitat von: Carcosa am 03. Januar 2026, 15:46Bitte entschuldigt meine blöden Fragen, bin nur ein überängstlicher Mensch und mache mir Sorgen um meine Familie. Den RadonEye habe ich bereits bestellt, aber der ist gerade on backorder, dauert noch bis ich den bekomme.

Hey,

in diesem Fall würde ich Dir dazu raten, einfach in den sauren Apfel zu beißen und ein geeignetes Radonmessgerät anzuschaffen. Anhand der CPS kannst Du nicht wirklich eine seriöse Aussage darüber treffen, ob die Radonbelastung bei dir grenzwertüberschreitend erhöht ist. Da die CPS aber drinnen und draußen identisch sind, wird die Belastung im Keller zumindest nicht astronomisch hoch sein. Sofern Du den Keller vor deiner Langzeitmessung länger nicht gelüftet hast. 

Hier im Forum werden viele unterschiedliche Radonmessgeräte vorgestellt, ich besitze z.B. das Aranet und bin damit auch voll zufrieden. Mir fehlt es aber an Vergleichsgeräten, daher hat meine Meinung nur begrenzte Aussagekraft. Der RadonEye soll aber wohl auch gut sein.

Nebenbei bemerkt kannst Du Deine Bilder im Forum direkt hochladen, dann bleiben sie dauerhaft erhalten und man muss nicht 20 Links durchklicken.

#37
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Aw: Berthold Kontaminationsmon...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 03. Januar 2026, 16:39
Hallo Janni, das ist ein sogenannter Schalenkern.
Wenn man den Metallbügel abmacht kann man das Teil in 2 Hälften zerlegen.
Es befinden sich verschiedene Wicklungen mit Kupferlackdraht darauf.
Das der Draht durchbrennt ist sehr selten, fast ausgeschlossen.
Eventuell habe ich noch so ein Teil von einem defekten Berthold im Keller👍

Die Drähte Schwarz und Weiß sind verbunden mit der Hochspannungswicklung und haben bei mir ca. 3,7 kOhm.
Die anderen beiden Blau/Rot und Gelb/ Grün sind sehr niederohmig also Primärwicklungen mit ca. 0,5 und 0,7 Ohm.
#38
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Personendosimeter Isotrak Dose...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 03. Januar 2026, 16:26
Hallo, ich habe mir ein gebrauchtes Personendosimeter Isotrak DoseGUARD S₁₀ gekauft.
Ich denke das Gerät wurden hier noch nicht besprochen.
Es macht einen guten Eindruck und es scheint ein deutscher Hersteller zu sein.
Die Anleitung habe ich im Netz gefunden.
Wenn ich das Gerät habe, werde ich es hier genauer vorstellen.

Edit: Das Gerät kommt von der Fa. RADOS aus Turku in Finnland.
Zulassungsinhaber ist die Firma Eckert & Ziegler in Braunschweig.

https://www.ezag.com/wp-content/uploads/2023/08/Gebrauchsanweisung_DoseGUARD_S10.pdf

Und bitte diesen Beitrag verschieben in sonstige Strahlungsmessgeräte.

#39
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Aw: Berthold Kontaminationsmon...
Letzter Beitrag von Janni - 03. Januar 2026, 16:26
Moin allerseits und erstmal frohes neues Jahr!  :)

Ich hab ja auch so einen LB1210b. Jetzt hab ich aber noch einen zweiten, der defekt ist. Den habe ich jetzt mal probiert zu reparieren.

Das gute ist ja, dass ich einen habe der funktioniert, da kann man dann ja mal Teile tauschen und Vergleichsmessungen machen. Der Schaltplan ist hier ja auch ganz am Anfang verlinkt, das war auch sehr nützlich. Ich war leider bisher nur teilweise erfolgreich...

Also mein defekter hatte gar nichts mehr von sich gegeben. Ich hatte neue Batterien reingetan, aber es kam rein gar nichts. Kein Ton, keine LED hat geleuchtet, das einzige was funktioniert hat war die Batterieanzeige.

Hab dann erstmal das Zählrohr mit dem anderen intakten ausprobiert und das funktioniert schon mal. Besser sogar als mein anderes. Das misst zwar auch, aber zeigt eigentlich immer etwas zu wenig an.

Jedenfalls erschien es mir, als wenn da ein Problem mit der grundsätzlichen Stromversorgung ist. Also hab ich im Schaltplan einfach mal der Reihe nach geguckt, was denn da so für Bauteile sitzen und bin auf den Transistor T42 gekommen. Der hat einen Kurzschluss zwischen Basis und Kollektor. Das ist ein BCY79, so einen hatte ich gerade nicht da. Ich hab dann einen BC557B genommen, den hatte ich gerade so im Haushalt.

Weiter vorne hatte der Rainer genau den gleichen Transistor auch mal ausgetauscht.

Zitat von: DL8BCN am 01. August 2023, 18:01So, ich beantworte meine Frage mal selber:
Zuerst habe ich wie immer die mechanischen Kontakte mit Tunerspray (das bessere Kontaktspray) gewaschen.
Dann zuerst die Betriebsspannung gemessen:
Oh, an Pin 8 vom M6 (1/2 3240) liegen knapp 9V :o
Da sollen 4,6V sein.
Also die Spannung an der Z-Diode D38 gemessen: 2,46V, das ist o.k.
Also hatte ich T42 (BCY79/PNP) in Verdacht.
Und richtig:
Schluss zwischen Kollektor und Emitter!
BCY79 hatte ich nicht, also habe ich da einen BC557C eingelötet.
Der kann sogar noch ein wenig mehr Verlustleistung (0,5W zu 0,3W).
Und tatsächlich läuft das Gerät wieder einwandfrei.
Und diesmal hatte ich Glück:
Ich habe für beide Teile zusammen 100 Euro bezahlt.
Für das einwandfreie Zählrohr und den Berthold wo ein Transistor für 5 Cent defekt war :yahoo:  :yahoo:

Also für unsere Knowledgebase: Bei Vollausschlag am Berthold, ohne Zählrohr eingesetzt, zuerst den T42 checken!




Also wenn mal gar nichts geht, T42 ist echt ein heißer Tipp.  ;D


Seit ich den Transistor ausgetauscht hatte, ging schon mal wieder die Batterie LED beim Einschalten ganz kurz an und die obere x10 LED blinkt auch, wenn man die Taste drückt. Das war aber leider noch lange nicht alles.

Der LB1210 macht nämlich leider keine Hochspannung. Das kann man direkt hören. Bei dem intakten Gerät höre ich ein ganz leises Summen von der Hochspannung, wenn ich es einschalte und ganz nah ans Ohr halte, bei dem kaputten kommt da gar kein Ton. Also es ist ganz offensichtlich, dass da keine Hochspannung ist.

Also habe ich weiter gemessen und das nächste defekte Bauteil gefunden: Den TR3402. Laut Schaltplan und Bezeichnung eine Art Transformator. Laut ChatGPT heißt das Teil in diesem Fall wohl Schwingkreis Hochspannungskonverter bzw. Oszillator.

Der hat ja die folgenden Anschlüsse (sieht man auch im Schaltplan):
Wicklung W2 zwischen Pin 1 und Pin 4
Wicklung W3 zwischen Pin 5 und Pin 6
Wicklung W1 zwischen Pin 7 und Pin 8

Zwischen Pin 1 und Pin 4 ist ein Widerstand von 3,7 kOhm. Erschien mir erst viel, ist aber beim intakten Gerät auch so und laut Internet Recherche normal, weil es die Hochspannungsseite ist mit ganz vielen Windungen, also ist das wohl normal.

Zwischen Pin 5 und Pin 6 ist ungefähr 3,5 Ohm, das finde ich soweit auch plausibel und es ist beim heilen Gerät auch so.

Zwischen Pin 7 und Pin 8 ist 20 Megaohm, beim funktionierenden Gerät ist da auch nur 3,5 Ohm.  :o

Also schein da wohl eine Unterbrechung in der Spule zu sein und dann kann ja dieser Schwingkreis so nicht funktionieren. So jedenfalls bisher meine Erkenntnisse.

Ich hab das Teil bisher noch nicht ausgebaut, alles im eingebauten Zustand gemessen. Hab aber mehrfach gemessen, es ist wie es ist.

Das blöde ist, dieses Teil ist kein Standardbauteil, ich finde jedenfalls im ganzen Internet nicht so ein Teil. Vielleicht hat ja jemand von euch eine Idee, was man stattdessen nehmen kann. Oder kann man das reparieren? Kann ich die Spule selber neu wickeln? Ich weiß nicht ob sowas möglich ist...  :unknw:

Hier ist der ausgetauschte Transistor (der schwarze):

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Und hier ist dieses blöde defekte Hochspannungsspulenteil:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Vielleicht hat ja jemand Ideen? Oder so ein Teil zufällig zuhause rumliegen... :D

#40
Radon / Aw: Darf es etwas Radon sein? ...
Letzter Beitrag von Carcosa - 03. Januar 2026, 15:46
erst mal möchte ich mich für meinen Doppelpost entschuldigen, wollte eigentlich den ersten noch bearbeiten/löschen, aber die Frist ist wohl abgelaufen.

Also ich habe jetzt noch mal viele Beiträge von euch hier gelesen und ich habe mich dazu entschlossen diesen Staubsaugertest zu machen:

im Grunde habe ich genau diesen Versuchsaufbau verwendet:
https://youtu.be/1s8wYJybizc?si=D6DbYI3xy9uYE0u3

Also ich habe einen frischen Staubsaugerbeutel vorne am Einlass befestigt und 15 Minuten die Luft da durchsaugen lassen bei ca 75% Leistung.

https://www.directupload.eu/file/d/9153/6w5choqj_png.htm

nach habe ich fix genau diese Stelle mit dem Radiacode110 vermessen (ich habe leider keinen Geigerzähler)

https://www.directupload.eu/file/d/9153/f7ed4dg6_png.htm

Die CPS sind sofort auf ca 35 angestiegen (vorher im Schnitt bei 10-12CPS).

https://www.directupload.eu/file/d/9153/x3jxr2ij_png.htm

Die Dosisrate ist von 100nSv/h auf 320nSv/h angestiegen:

https://www.directupload.eu/file/d/9153/l7zeyxqw_png.htm

Im Gammaspektrum kann ich deutlich die Signale für Bi214 und Pb214 sehen:

https://www.directupload.eu/file/d/9153/3g2m4355_png.htm

Okay, das ist jetzt ein qualitativer Nachweis (?!?) aber muss ich mir bei den Werten Sorgen machen?

Der Staubsauger stand in unserem "am schlechtesten belüfteten" Kellerraum, Haus ist von 1999, Kreis Rosenheim Bayern.

Ich habe das Ganze auch nochmal wiederholt für einen Raum wo ich vorher gelüftet hatte und da habe ich dann 23CPS gemessen und 180nSy/h....

Bitte entschuldigt meine blöden Fragen, bin nur ein überängstlicher Mensch und mache mir Sorgen um meine Familie. Den RadonEye habe ich bereits bestellt, aber der ist gerade on backorder, dauert noch bis ich den bekomme.