Neueste Beiträge

#31
Zählrohre / Aw: Permanente Außensonde Vac...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 04. Februar 2026, 14:42
Nun ist das Zählrohr wohl defekt!
Ich habe gestern testweise die kleine Hochspannungsplatine gewechselt.
Es ergeben sich wieder merkwürdige Zählraten.
Siehe Foto.
Ich werde das Zählrohr nun auch tauschen.
#32
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Aw: BERTHOLD LB1210 B analoger...
Letzter Beitrag von Radiohörer - 04. Februar 2026, 12:05
...hier mal die Kurzbedienungsanleitung für den einseitigen und doppelseitigen Ausdruck.
Wer eine bessere Qualität braucht, melde sich...
#33
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Radiohörer - 04. Februar 2026, 09:28
:hi:  :good2:
Zitat von: Z. Erfall am 04. Februar 2026, 00:24Bei der genannten Variante von aufzulösenden Schuppen könnte es sich um einen klassischen Leim in Form von Knochenleim oder Fischleim handeln.
...lt. meinem Onkel ist der Sack mit dem Leim? noch von meinem Großvater der Schreiner war.

Zitat von: Z. Erfall am 04. Februar 2026, 00:24Eine anderer Ansatz, wenn es denn unbedingt vergossen sein soll, aber reversibel und der Verguss vor allem den Staub verhindern oder binden - wie wäre es einfach mit Paraffin? Wenn man den ganzen Behälter mit Kugeln auf ca. 50^C vorheizt und dann geschmolzenes Paraffin einfüllt, sollte sich das sehr gut verteilen. Alternativ kann man auch schauen, ob man ein anderes Wachs findet, welches beim Schmelzpunkt über den zu erwartenden Betriebstemperaturen, aber deutlich genug unter dem Schmelzpunkt des Filaments liegt...
...es gibt viele natürliche und technische Wachse mit unterschiedlichen Schmelzpunkten. Da müsste mal das Web mal umgraben. Auf die Schnelle und hier.
Meist kann man sie untereinander mischen um die Eigenschaften anzupassen oder in Lösungsmitteln auflösen, um dünnere Schichten zu erreichen ;)
#34
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Radioquant98 - 04. Februar 2026, 09:27
Danke für deine Erklärung.

Da ist Meine eher ein Bürglein. 30mm Blei, 2mm Kupfer und 4mm Plexiglas.

Du brauchst da ja schon einen Kran.

Meine ist zweiteilig - unten dem RAM II-Bleitopf und obendrauf ein gegossener Bleizylinder mit 3cm Wandung.
Meine NaJ-Sonde bringt in der Burg nur noch etwa ein zehntel der Hintergrundimpulse. Dafür kann ich sie aber noch tragen.

Viele Grüße
Bernd
#35
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von DL3HRT - 04. Februar 2026, 07:25
Zum Thema Kupfer: Das schirmt die Röntgenfluoreszenz des Bleis aus der Bleiburg im Bereich um die 80 keV ab (K-Linien). Es sollten aber schon 2-3 mm Kupfer sein, eine dünne Folie reicht nicht. Man nimmt Kupfer, weil dessen K-Linien bei 8 keV liegen und damit vom unseren Detektoren in der Regel nicht registriert werden. Bei den Profis kommen dann noch ein paar Millimeter Kunststoff, der die 8 keV Photonen des Kupfers absorbiert.

Was das Kupfer nicht abschirmen kann ist das Blei in der Probe selbst. Wenn man Uranmineralien vor dem Detektor hat, so kommt ein ordentlicher Anteil der 80 keV aus der Probe (Blei-214).

Haben wir hier einen Mathematiker der einmal berechnet, welcher Dicke Massivblei eine Schüttung aus Bleikugeln entspricht? Das hängt sicher stark vom Durchmesser der Kugeln ab. Die geplante Dicke der Bleiabschirmung erscheint mir etwas gering. Unter 2 cm Massivblei würde ich nicht gehen. Bei Kugeln ist das dann entsprechend mehr.

Ich würde bei der gedruckten Bleiburg ganz auf das Kupfer verzichten und stattdessen den Raum für die Bleikugeln entsprechend vergrößern. Ja, es wird dann viel schwerer und auch teurer, aber es lohnt sich. Es steht dann natürlich auch die Frage, ob ein 3D-Druckteil der Belastung gewachsen ist.

Mein 63 mm x 63 mm NaI(Tl)-Detektor steckt in einer Bleiburg mit folgender Abfolge:
- 60 mm  Blei
- 3 mm Kupfer
- 3 mm Acryl

Für den KC761 wäre das natürlich der Overkill  ;).

Es sind mehr als 130 kg Walzblei verbaut. Das Walzblei wurde ordentlich aufgerollt und die Rolle danach mit schwarzem Panzertape umwickelt. Damit ist es sicher eingeschlossen.

Ohne Bleiburg liegt der Hintergrund des Detektors bei ca. 300 cps. In der Bleiburg sind es 14,5 cps. Die Bleiburg hat die Zählrate also um 95% reduziert. Packe ich den RadiaCode in die Bleiburg, so liefert der nur noch 0,2 cps. Ich packe heute Abend den KC761 rein und schaue, was der als Hintergrund liefert.
#36
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Z. Erfall - 04. Februar 2026, 00:24
Wenn man Holzleim nehmen wollte, dann sollte man bei der Löslichkeit nach der entsprechenden D-Klasse gehen, nicht nach Hersteller. D2 ist nicht Wasserfest, D3 schon ganz ordentlich und D4 komplett. Ob es D1 gibt, weiß ich nicht. Ein Problem gibt es aber grundsätzlich dabei - diese Leime müssen alle trocknen, also ablüftem, weil sie auf Lösemitteln basieren, auch wenn das meist Wasser sein kann. Es wird also in einem geschlossenen Gehäuse nicht wie gewünscht funktionieren.

Bei der genannten Variante von aufzulösenden Schuppen könnte es sich um einen klassischen Leim in Form von Knochenleim oder Fischleim handeln.

Vergussmassen sind im Gegensatz dazu meist zweikomponentig, was bedeutet, dass die Erhärtung aus der Reaktion der beiden Komponenten kommt und nichts verdunsten muss.

Eine anderer Ansatz, wenn es denn unbedingt vergossen sein soll, aber reversibel und der Verguss vor allem den Staub verhindern oder binden - wie wäre es einfach mit Paraffin? Wenn man den ganzen Behälter mit Kugeln auf ca. 50^C vorheizt und dann geschmolzenes Paraffin einfüllt, sollte sich das sehr gut verteilen. Alternativ kann man auch schauen, ob man ein anderes Wachs findet, welches beim Schmelzpunkt über den zu erwartenden Betriebstemperaturen, aber deutlich genug unter dem Schmelzpunkt des Filaments liegt...

VG

ZE
#37
War ja nur ein Tipp, viele Wege führen nach Rom ;D

Oder machst Du es wie die Japaner. Als man die "Qualität" noch an den verbauten Transistoren bewertete.
Ein "Six-Transistor-Radio" wo Fünf in der Schaltung waren und Einer mit allen drei Beinen auf Masse lagen. Aber es war dann ein ein besseres Radio , als das Fünftransistor der Konkurenz :D

Viele Grüße
Bernd
#38
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von exicator - 03. Februar 2026, 21:10
Guten Abend!
... gut gedruckte Teile.
Bevor die mit Bleikugel gefüllte "Burg" vergossen wird, würde ich sie testen, mit und ohne Blei + Cu ... einfach mal was messen, z.B. eine kleine Menge einer Kalium Verbindung, gerne natürlich die Pottasche von Müller, egal eigentlich ... ausprobieren, wie wenig Kalium noch sicher erkannt wird und sich bei einer vertretbar "langen" Mess-Zeit noch sicher nachweisen lässt. Für hohe Aktivitäten braucht es keine Abschirmung, wenn das Labor "sauber" ist (;-).
Denke die Gefahr vom Blei-Abrieb ist untergeordnet im Verhältnis zu der Gefahr, sich das Teil auf den Fuß fallen zu lassen ... die Teile der Burg werden doch nicht als Rhythmus-Instrument schüttelt benutzt, oder?
Und noch ein Hinweis aus meiner beruflichen Praxis, Holzkaltleim, egal ob von Po... oder von Bind.. ist kein füllender Leim, es ist keine "Verguss-Masse". Wenn, dann die Idee mit dem langsam aushärtenden Epoxi ...
Viel Erfolg!
Grüsse aus die HPGe Fraktion!
Ralf
#39
Ach du meine Güte, wo soll ich denn mit den ganzen Teilen dann hin?  :unknw:  :D  :D  :D

Ich werde es erstmal so aufbauen, wenn ich denn endlich dazu komme (wahrscheinlich am Wochenende). Und dann ist die nächste Herausforderung mit so wenig wie möglich Bauteilen auszukommen.  ;)
#40
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Carcosa - 03. Februar 2026, 13:37
Idee mit dem Holzleim gefällt mir auch. Ich drucke jetzt das Ding nochmal mit PETG, und nehme deutlich dickere Wandstärke und höhere Temperatur -> dann mach ich nochmal den Wsssertest um zu sehen ob das auch dicht ist.

Von da an entweder Leim oder langsam aushärtendes Epoxidharz.