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#31
Zitat von: DL3HRT am 20. April 2026, 20:48Wie denn, mit einem Kunststoffszintillator?
Das klingt gerade so, als sei es allgemein bekannt, dass Kunststoffszintillatoren es nicht erlauben, Lichtpuls-Intensität zu messen? Kann ich nicht nachvollziehen. Es gibt Lichtpulse, und deren Intensität kann ich messen. Warum sollte dies gerade dann NICHT gehen, wenn diese aus "Kunststoff" kommen?

(Dass man dieses bei den anvisierten hohen Pulsraten nicht mehr kann, kann ich nachvollziehen, aber das ist ein ganz anderes Problem.)

Ist das hier der "bessere Geigerzähler" - viel empfindlicher und bis viel höherer Strahlung nutzbar?

#32
Deutsche Strahlenmessgeräte (DDR) / Aw: Flächengewichtsmessanlage ...
Letzter Beitrag von Lennart - 21. April 2026, 05:38
Ich habe dieses PDF der tschechischen Atomaufsichtsbehörde (SÚJB) durchgeblättert und dabei zufällig eine ähnliche Flächengewichtsmessanlage vom Typ "VA-T-7O B" gesehen. Scheinbar hat man neben Kr-85 auch Tl-204 als Strahlenquelle genutzt, wobei die mittlere Energie der Betastrahlung ähnlich ist. Die HWZ liegt jedoch nur bei ~ 3,8 Jahren.

Ebenfalls abgebildet ist eine polnische Variante vom Typ "ZPU 1304" mit nicht näher spezifizierter Strahlenquelle.

#33
Zitat von: Pinin am 20. April 2026, 21:31Wenn ich es korrekt verstehe, basieren die RadiaCode Modelle auf Szintillationsdetektoren, sind primär für Gamma- und teilweise Betastrahlung ausgelegt, während die gefährliche Alphastrahlung nicht erfasst wird. Für eine Privatperson ohne beruflichen Umgang mit radioaktiven Stoffen stellt sich daher die Frage nach dem praktischen Nutzen eines solchen Geräts. Insbesondere im Hinblick auf Radionuklide mit Alphazerfall, die bei Inkorporation von Nahrung radiologisch relevant sind, sind die Modelle daher nutzlos oder ist diese Einschätzung falsch?
Für Privatpersonen ist die Messung von reinen Alpha-Strahlern sekundär, weil diese in der Technik und Umwelt alleine kaum vorkommen. Meistens ist der Alpha-Zerfall mit der Emission eines Gamma-Quants oder eines Beta-Teilchen verbunden, oder sie liegt im Verbund mit einer Beta-/Gamma-Zerfallsreihe. Somit ist es ausreichend, diese Beta-/Gamma-Strahlung detektieren zu können.
Allenfalls im beruflichen Umfeld oder bei Notfallinstitutionen, welche auch mit reinen Alpha-Strahler in Berührung kommen können, ist die Ausstattung mit Messtechnik für eben diese Strahlenart angebracht.

Norbert
#34
Experimente / Aw: Pb-210/Bi-210/Po-210-Fläch...
Letzter Beitrag von HUG73 - 20. April 2026, 22:40
Aktivkohle, die mit Rn-222 Zerfallsprodukten angereichert ist, kann man [edit dg0mg: Link entfernt] bekommen. Das Ausgangsmaterial ist die sog. Hundsbühler Erde, die Uran-Erze enthält und damit Rn-222 abgibt.
Als Prüfstrahler recht gut geeignet.
Die Aktivkohle kann man auch in Ethanol legen, um damit dann die Kunststoffplatten zu beladen.
VG
Hubertus
   
#35
Vielleicht war es nur solch ein Mist: Fläschchen mit Plutonium

Das gibt es sicher auch als Polonium oder sonstwas. Den Leute ist gar nicht bewusst, was solche Spielereien bewirken können  >:( .

#36
Hier stehen die Spezifikationen: https://radiacode.com/docs/de/zero/device/tech-specs

Ich habe mich schon die ganze Zeit gefragt, wie man bis 9 Sv/h messen kann, wenn man bei 1 µSv/h Cs-137 bereits 16 Impulse pro Sekunde (cps) hat. Die Beschreibung der Symbole im Display klärt auf. Es werden offensichtlich zwei Messmodi unterschieden, "pulse mode" und "current mode". Das ergibt Sinn, denn irgendwann kommen so viele Impulse pro Zeiteinheit, dass man sie nicht mehr unterscheiden kann. Dann wird zur Messung des Stroms durch den SiPM übergegangen. Bei welcher Zählrate das passiert, müssen wir herausfinden. Ich glaube aber nicht, dass ein Stück Pechblende reicht, in den "current mode" zu kommen.
https://radiacode.com/docs/de/zero/device/device-components
#37
Zitat von: NoLi am 20. April 2026, 21:04Wie lange dauert es, bis der Messwert sich stabilisiert, der "Zebralook" erloschen ist?
Nach dem Einschalten hat es bei 0,19 µSv/h ca. 7 Minuten gedauert. Der Messwert ist bereits nach ca. 2 Minuten verhältnismäßig stabil und stabilisiert sich dann immer mehr. Die 0,19 µSv/h entsprechen ca. 1,2 cps. In 7 Minuten sind das knapp über 500 Impulse.

Kommt man in die Nähe einer Strahlungsquelle, so wird der "Zebralook" nahezu sofort beendet.
#38
Wenn ich es korrekt verstehe, basieren die RadiaCode Modelle auf Szintillationsdetektoren, sind primär für Gamma- und teilweise Betastrahlung ausgelegt, während die gefährliche Alphastrahlung nicht erfasst wird. Für eine Privatperson ohne beruflichen Umgang mit radioaktiven Stoffen stellt sich daher die Frage nach dem praktischen Nutzen eines solchen Geräts. Insbesondere im Hinblick auf Radionuklide mit Alphazerfall, die bei Inkorporation von Nahrung radiologisch relevant sind, sind die Modelle daher nutzlos oder ist diese Einschätzung falsch?
#39
Ich besitze seit einigen Tagen ein FNIRSI GC-01. Da es sich sowohl um mein ersten Geigerzähler als auch um meinen ersten Beitrag hier handelt, kurz zu meinem Hintergrund: Ich bin Bauingenieur in der Tragwerksplanung. Anfang dieses Jahres bin ich durch eine Dokumentation von Ranga Yogeshwar über Fukushima und Tschernobyl auf das Thema aufmerksam geworden. In der Folge habe ich mich intensiver mit den Ereignissen beschäftigt, insbesondere mit den zugrunde liegenden Unfallursachen sowie den konstruktiven Fehlern und sicherheitstechnischen Defiziten. Dabei wurde deutlich, dass das Eintreten solcher Ereignisse unter bestimmten Randbedingungen weniger unwahrscheinlich ist, als häufig angenommen wird. Besonders eindrucksvoll war übrigens eine Szene, in der Yogeshwar im Sperrgebiet von Tschernobyl bei dort verbliebenen Anwohnern eingemachtes Trockenobst mithilfe eines IdentiFinder-Strahlungsmessgeräts analysierte und dieses anschließend konsumierte.

Zum FNIRSI GC-01: Ich habe mein Gerät (blaue Ausführung) über Amazon direkt vom Hersteller bezogen. Eine Bestellung über die Herstellerwebseite habe ich verworfen, da dort eine Produktabbildung mit einer qualitativ einfacheren Zählrohrvariante gezeigt wurde. In meinem Gerät ist ein GM-Zählrohr des Typs 4011 (Baujahr 2025) verbaut. Der verwendete Mikrocontroller weist keine erkennbare Beschriftung auf. Die werksseitige Firmware (Version 1.80) habe ich getestet und anschließend durch ,,RadPro" ersetzt – falls Gissio hier aktiv ist: vielen Dank dafür! Die Firmware ist Spitzenklasse.

Sowohl der Mikrocontroller Firmware CH32F103R8T6 (WCH) als auch der APM32F103RBT6 (Geehy) scheinen bei meinem Gerät kompatibel zu sein. Laut Festplattenverwaltung (VID 0484) sollte es sich bei meinem Exemplar um einen CH32F103R8T6 handeln. Unklar ist mir jedoch, weshalb entgegen den Installationshinweisen von RadPro kein ,,Drive full"-Fehler auftritt, obwohl ich den Flash-Vorgang mit einem APM32F103RBT6-Firmware durchführt habe. Mein GC-01 führt nach Abschluss der Firmwareübertragung einen automatischen Neustart durch, allerdings nur, wenn während des Verbindungsaufbaus und des Flash-Vorgangs die OK-Taste gedrückt gehalten wird. Beim Zurückspielen der Original-Firmware erfolgt der Neustart hingegen unabhängig davon automatisch.

Die gemessene Hintergrundstrahlung ist bei meinem FNIRSI GC-01 plausibel, im Vergleich zu einem Automessgerät der Feuerwehr.
Einziger Kritikpunkt bisher: Ein s/w-LCD wäre bei Sonneneinstrahlung besser ablesbar als das Farb-TFT-Display des GC-01.

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#40
Zitat von: DL3HRT am 20. April 2026, 19:47...
Noch ein Tipp an, damit man sich beim ersten Einschalten nicht erschrickt. Wenn noch nicht genug Impulse registriert wurden um einen stabilen Messwert zu bestimmen, wird der Messwert im "Zebralook" angezeigt. Ich dachte nach dem Einschalten, dass das Display einen Fehler hat. :D
...
Wie lange dauert es, bis der Messwert sich stabilisiert, der "Zebralook" erloschen ist?

Norbert