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#31
Objekte und Stoffe / Aw: Hohe Luft-Radioaktivitäts-...
Letzter Beitrag von Floppyk - 23. Januar 2026, 17:44
Zitat von: Radiohörer am 23. Januar 2026, 14:05Die 30 Bq/m³ sind ja nicht wirklich die Wucht!
Man darf mich gerne korrigieren, aber nach meiner Erinnerung darf sich ein Heilstollen erst dann als solchen bezeichnen, wenn in der Raumluft 50.000 Bq/m³ Radon als Minimum gemessen werden. Zudem hat die Stollenluft extrem wenig Feinstaub.
#32
Objekte und Stoffe / Aw: Rubidium als Prüfstrahler
Letzter Beitrag von NoLi - 23. Januar 2026, 17:03
Zitat von: opengeiger.de am 23. Januar 2026, 16:31..
Beta-Teilchen werden da vom Gehäuse-Kunststoff des RC-103 bestimmt völlig abgeschirmt.
...
Leider nein, das Gehäuse und die Szint.Umhüllung des RadiaCode reichen bedauerndswerter Weise nicht aus, alle Beta-Teilchen zu absorbieren, vor allem nicht die des Y-90 mit Emax von 2,3 MeV.

Norbert
#33
Objekte und Stoffe / Aw: Rubidium als Prüfstrahler
Letzter Beitrag von opengeiger.de - 23. Januar 2026, 16:31
Ich habe nun auf der Suche nach dem RbCl Bremsstrahlungsspektrum einfach mal etwas größer angefangen und den Sr90 Prüfstrahler des Berthold LB1210B mit dem Radiacode 103 bei den ganz niedrigen Energien angeschaut. Der Sr90 Prüfstrahler war ursprünglich mit 60cps für den LB1210B angegeben, mittlerweile liegt er eher nur noch bei der Hälfte. Aber es ist natürlich schon noch deutlicher als das RbCl.

So wie bei einem GTLS mit Tritium sieht man mit dem RC-103 sehr deutlich ein signifikantes Spektrum. Und ich denke, bei den ganz niederen Energien ist das doch sicher nur die Bremsstrahlung aus dem Strontium. Beta-Teilchen werden da vom Gehäuse-Kunststoff des RC-103 bestimmt völlig abgeschirmt.

Hier mal das Spektrum, mit dem grünen Hintergrund der Bleiabschirmung.
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Als nächstes versuche ich mich nun nochmals am 5g RbCl Prüfstrahler, den ich gebaut habe.
#34
Objekte und Stoffe / Aw: Hohe Luft-Radioaktivitäts-...
Letzter Beitrag von opengeiger.de - 23. Januar 2026, 16:14
Zitat von: Radiohörer am 23. Januar 2026, 14:05...wäre es da nicht sinnvoller in einem der älteren Häuser in Stuttgart in den Keller oder einem Natursteinkeller am Killesberg zu gehen, um sich nur dem Radon und nicht dem Feinstaub mit den vielen anhaftenden Schadstoffen auszusetzten? Die 30 Bq/m³ sind ja nicht wirklich die Wucht!

Der Killesberg ist ne Lage in Stuttgart, wo man sich als Normalsterblicher keine Immobilie mit Keller leisten kann, ob es im Keller tickt oder nicht. Hotels in dieser Lage gehören auch nicht so zu meinen Empfehlungen. Aber klar, wer sich auskennt, könnte schon nach Keller-Abluftstutzen suchen und schnüffeln gehen. Aber war jetzt ja auch etwas belustigend gemeint. Es gibt aber tatsächlich Menschen die glauben an Homöopathie und da geht's meinem Verständnis nicht um Wirkstoffmengen, die man zu sich nimmt, sondern nur um gewisse Aufenthaltswahrscheinlichkeiten von Wirkstoffquanten in z.B. Globuli. Stimmt doch, oder nicht?

Ja, es ist tatsächlich auch mein Verständnis, Radonvorsorgegebiete resultieren aus integralen Betrachtungen und berücksichtigen die kleinräumigen Vorkommen mit erhöhter Konzentration nicht einzeln. Was die Geologie der U-haltigen Horizonte anbelangt, so sind das am Killesberg die Schichtenfolgen des Mittelkeuper, km2, km3 und km4, welche deutliche Urangehalte aufweisen. Und ja, die Schichten im schwäbischen Schichtstufenland sind von Ost nach West gekippt, wobei die Ostkante die Stuttgarter Bucht mit dem Talkessel der Stadt Stuttgart begrenzt. An der Kante liegt auch der Killesberg. Die Rn-Aktivität sieht man genauso in den Oberfächengewässern der Region Stuttgart z.B. an einigen gefassten Quellen im Wald.

Die Luft-Aktivitätskonzentrationen aus der Kraftwerksfernüberwachung in BW gibts übrigens hier:

https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/radioaktivitaet/luft-aktivitaetskonzentration#karte   
#35
Lebensmittel / Lebensmittelmessung mit Radiac...
Letzter Beitrag von dave_one - 23. Januar 2026, 15:49
Hei alle,
Habe mir für meinen Radiacode den Marinelli Silikonbehälter besorgt. Dieser ist bereits in die Software (App) von Radiacode integriert.

Nachdem wir hier in unserem Wald letztes Jahr kiloweise über Pfifferlinge gestolpert sind, habe ich einige kg davon eingetrocknet. Pfifferlinge sind wilde Pilze, die besonders gern Caesium anreichern, und die Rentierhalter im Norden mussten ja nach Chernobyl zuhauf ihre Herden schlachten. Nicht weit vom Polarkreis entfernt, erwartete ich mir also von einer Messung zumindest einen merkbaren Anstieg.
Da die teilweise -20*C einen gewissen stubenhockenden Effekt mit sich führen, habe ich endlich eine Messung vorgenommen.

Probenmessung laut Vorgabe von Radiacode:

Hintergrundmessung über 96 Stunden.


Marinelli Behälter dicht gepackt mit getrockneten Pilzen. Nettogewicht in die App eingetragen: 14 Gramm.

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Ich habe die Messung nach 8 Stunden gestoppt (nach Passieren von 662keV).

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Das Ergebnis ist für mich nicht nachvollziehbar: Das Spektrum der Pilze / die gesamte Zählrate ist NIEDRIGER als der Hintergrund!?
Messort ist an genau gleicher Stelle mit dem gleichen Messgerät, ohne Änderung einer Kalibrierung oder ähnlichem. Sogar das Wetter war gleich (kein besonderer Niederschlag o.ä.).
Das gesamte Spektrum der Pilze erscheint geringer als der Hintergrund zu sein, fast so als ob der Messkopf im Silikonmarinelli von der Hintergrundstrahlung abgeschirmt worden sei, was ja Unfug ist.
Mit unterschiedlichen Teststrahlern habe ich ermittelt, dass sich die Linien deren Isotopen mit den Linien im Spektrum decken. Einen reinen Cs137 Teststrahler habe ich leider nicht, nehme aber nicht an, dass mein Gerät falsch kalibriert ist.

So woran kann das liegen: Ein Messfehler? Zu kurzer Messzeitraum? Zu hohe Hintergrundstrahlung?

Grüsse David :paratrooper:

#36
Objekte und Stoffe / Aw: Hohe Luft-Radioaktivitäts-...
Letzter Beitrag von Radiohörer - 23. Januar 2026, 14:05
Zitat von: opengeiger.de am 23. Januar 2026, 11:20Wer an Arthrose leidet und sich die teure Radon-Kur in einem Stollen sparen will, der könnte alternativ eine deutlich kostengünstigere Luft-Kur in der Feinstaub-Hauptstadt Stuttgart im Winter machen, die auch deutlich schonender ist, was die Bq/m^3 der Luft-Aktivitätskonzentration anbelangt.
...
Jetzt liegt Stuttgart zu allem Übel auch noch im schwäbischen Keuperbergland, wo wir schöne poröse Sandsteinschichten haben, die gelegentlich ganz gut mit Uran imprägniert sind (Sedimentgestein) und so gesellt sich das Radon zum Feinstaub und bleibt ebenfalls in der stehenden Luft gefangen.
...wäre es da nicht sinnvoller in einem der älteren Häuser in Stuttgart in den Keller oder einem Natursteinkeller am Killesberg zu gehen, um sich nur dem Radon und nicht dem Feinstaub mit den vielen anhaftenden Schadstoffen auszusetzten? Die 30 Bq/m³ sind ja nicht wirklich die Wucht!
Da würde ich ja eher einen Besuch in dem Museum der römischen Thermen, die "Abluft" aus den Stollen neben der Fettquelle oder den anderen Quellfassungen in BAD und dem Kirchheimer Stollen in der Nähe empfehlen ;)

Müssten nicht einige Stadtteile wg. der Geologie in das Rn-Vorsorgeprogramm aufgenommen werden?
Welchen Horizonte genau haben den hohen U-Anteil? Die korrelieren doch bestimmt mit einer ~ Höhenlinie, die nach Osten leicht kippt? :unknw:
#37
Objekte und Stoffe / Aw: Hohe Luft-Radioaktivitäts-...
Letzter Beitrag von NoLi - 23. Januar 2026, 12:50
#38
Objekte und Stoffe / Hohe Luft-Radioaktivitäts-Mess...
Letzter Beitrag von opengeiger.de - 23. Januar 2026, 11:20
Wer an Arthrose leidet und sich die teure Radon-Kur in einem Stollen sparen will, der könnte alternativ eine deutlich kostengünstigere Luft-Kur in der Feinstaub-Hauptstadt Stuttgart im Winter machen, die auch deutlich schonender ist, was die Bq/m^3 der Luft-Aktivitätskonzentration anbelangt. Das Hotel müsste dabei am besten in der Nähe des Stadtparks ,,Untere Anlagen" gelegen sein, was topografisch gesehen den tiefsten Punkt im Stuttgarter Kessel darstellt.

Jedes Jahr im Winter bei schönem Hochdruckwetter findet dort ein schönes meteorologisches Spektakel statt, wie auch wieder die letzten Tage: kalte Polarluft sickert von Osten her in den Stuttgarter Talkessel ein und da sie schwerer ist als warme Luft, füllt sie ihn von unten her auf. Die Hanglagen um Stuttgart sind gut 200m höher als der Kesselboden, und verhindern einen lateralen Luftaustausch. Nun schiebt sich wärmere Luft über den Kessel und bildet den Deckel auf den Kessel. Die Sonne scheint im Winter so flach über den Kesselrand, dass sie am Tag den Boden nicht erwärmen kann. Dadurch stoppt dann auch jede vertikale Konvektion, und die Luft bleibt im Kessel stehen für einige Tage. Währen der Rush-Hour fahren dann die Autos in die Stadt, die Leute drehen ihre Heizungen auf bzw. heizen ihre Komfort-Holzöfen an, weil's kalt ist, beides emittiert kräftig Feinstaub und da die Luft quasi still  steht, konzentriert sich der Staub auf ein Vielfaches des zulässigen Grenzwerts von 50ug/m^3 für PM10 (max. Partikelgröße 10um) auf. In früheren Zeiten gab es da dann immer Feinstaub-Alarm in Stuttgart.

Jetzt liegt Stuttgart zu allem Übel auch noch im schwäbischen Keuperbergland, wo wir schöne poröse Sandsteinschichten haben, die gelegentlich ganz gut mit Uran imprägniert sind (Sedimentgestein) und so gesellt sich das Radon zum Feinstaub und bleibt ebenfalls in der stehenden Luft gefangen. Nun hat es alle Zeit der Welt um sich an die Feinstaub-Partikelchen anzulagern. Die kann man jetzt im Park besonders gut einatmen. Nun ist der erste Fernsehturm in Deutschland das Wahrzeichen Stuttgarts. Er steht auf der Höhe am Kesselrand und wurde zu Deutschlands Atomzeitalter für die Kraftwerksfernüberwachung genutzt. Da man das Equipment nach dem Atomausstieg nicht in die Tonne treten wollte und man immer noch einen gewissen Sinn in dem Weiterbetrieb sieht (besonders in turbulenten Zeiten, wo der Teufel den Autokraten dieser Welt öfters ins Hirn scheißt), läuft oben auf der Messtechnik Plattform des Turms immer noch die Luftpumpe und saugt große Mengen Luft eines Tages durch ein Filter während ein Gamma-Spektrometer draufschaut. Und was sehen wir da während diesen spannenden Tagen? Ja, genau, da wird die ,,attached Fraction" des Radons, die sich an den Feinstaubpartikeln angelagert hat, am Filter abgeschieden und so wie die Feinstaubkonzentration im Talkessel Rekordwerte erreicht, so bekommt die Luftaktivitäts-Messstation auf dem Fernsehturm eben auch mit, dass die Luft ganz schön tickt an solchen Tagen.

Ich habe das heute früh mal dokumentiert. Erstmal ein Foto von der Aussichtsplattform vom Fernsehturm, wo man sehr schön die Inversionsgrenze und den grauen feinstaubschwangeren Dunst darunter erkennen kann. Die globale Feinstaubwetterlage wird vom UBA dokumentiert, da waren wir gestern am 22.1.26 schon richtig knall-rot. Dann die PM10 und PM2.5 Messdaten der Luft-Messstation am Neckartor nahe dem Park, da sieht man wie die Werte gerade ungeahnte Höhen erreichen. Und dann eben die Kurven der Luft-Aktivitäts-Messstation. Beim Cs137 und I131 tut sich wenig, aber man sieht gerade so den täglichen Filterwechsel durch die Akkumulation mit der langen HWZ als Funktionskontrolle. Die Blei214 Aktivität ist aber unabhängig vom Filterwechsel und immer da (HWZ 27min) solange Feinstaub da ist.  Also genau richtig für die Feinstaub-Radon-Kur. ;)
Nur für die Asthmatiker ist es nicht so empfehlenswert.  :-\ 

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#39
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Aw: BERTHOLD LB 1210 D digital...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 23. Januar 2026, 11:13
Ich kümmere mich gerade um Ersatzteile für den LB1210D.
Das Display gibt es bei Reichelt Elektronik.
Der dazugehörige ICL7106 ist ebenfalls noch lieferbar.
Ebenso die CMOS Logikbausteine aus der 4000er Serie.
Etwas spezielle Bauteile ICL7611/ICL7663/ICL8069 habe ich bei Ebay gefunden.
Transistoren sind BCY59, also ganz normale Standard NPN Transistoren.
So wie es aussieht sind also alle Halbleiter noch lieferbar.
Die Diodentypen habe ich mir noch nicht angesehen.
Wobei es sehr selten ist, das die defekt sind.
Wobei ich erst noch weiter in die Fehleranalyse gehen muss.
Definitiv defekt ist das Display.
Das habe ich schon bekommen und werde es voraussichtlich heute einbauen.
#40
Termine und Veranstaltungen / 6. - 8. März 2026: AATiS Bunde...
Letzter Beitrag von DL3HRT - 22. Januar 2026, 19:57
Vom 6. bis 8. März findet in Goslar der AATiS-Bundeskongress statt. Hier könnt ihr euch das Programm ansehen:
https://www.aatis.de/content/41-bundeskongress-f%C3%BCr-amateurfunk-und-telekommunikation-schulen

Vielleicht hat ja jemand Lust hinzukommen? Man muss dazu kein AATiS-Mitglied sein. Ich bin mit einem Workshop zum Thema Smart-Teleskope dabei. Es gibt auch genug Workshops, bei denen man den Lötkolben schwingen kann. Die langen Abende in der Kellerbar und der Bibliothek sind legendär  :).