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#31
Hallo,

im Datenblatt des AD8065 heisst es:

VERHALTEN BEI EINGANGS- UND AUSGANGSÜBERLASTUNG

Abbildung 56 zeigt ein vereinfachtes Schaltbild der Eingangsstufe des AD8065/AD8066. Darin sind das kaskadierte N-Kanal-JFET-Eingangs-Paar, die ESD- und andere Schutzdioden sowie die zusätzliche NPN-Eingangsstufe dargestellt, die jegliches Phasenumkehrverhalten verhindert. Wenn die Gleichtakt-Eingangsspannung des Verstärkers auf einen Wert von etwa 3 V unterhalb der positiven Versorgungsspannung gebracht wird, schaltet der Vorspannungsstrom des Eingangs-JFET ab und die Vorspannung des NPN-Paares schaltet ein, wodurch dieses die Steuerung des Verstärkers übernimmt. Das NPN-Differenzpaar legt nun den Offset des Verstärkers fest, und der Eingangsvorspannungsstrom liegt nun im Bereich von mehreren zehn Mikroampere. Dieses Verhalten ist in Abbildung 32 dargestellt. Der Normalbetrieb wird wieder aufgenommen, sobald die Gleichtaktspannung unter den Schwellenwert von 3 V gegenüber der positiven Versorgungsspannung fällt.

Die Ausgangstransistoren der Rail-to-Rail-Ausgangsstufe verfügen über eine Schaltung, die den Grad ihrer Sättigung begrenzt, wenn der Ausgang übersteuert wird. Dies verkürzt die Erholungszeit des Ausgangs. Die Erholung des Ausgangs nach einer Übersteuerung von 0,5 V bei einer ±5-V-Versorgung ist in Abbildunetg 24 dargestellt.

(übersetzt mit deepl)

Darin kann ich zwar keinen Hinweis auf einen DC-Offset des Output finden, aber es kommt in mir die Idee auf, dass ich die Versorgungsspannung erhöhen sollte. Nun sind es +/-9,6 V (statt zuvor +/-6V).

Nur mit einem 10x-Tastkopf am Output bekomme ich einen DC-Offset von -9,3 V.

Dann habe ich am Output zusätzlich verschiedene Lastwiderstand nach GND eingesetzt.
Mit 1 kΩ ergibt sich ein sehr kurzer Peak und ein DC-Offset von -15 mV.
Mit wachsendem Lastwiderstand wird der Puls länger, aber auch der DC-Offset größer.
Mit 10 kΩ sind es -200 mV, mit 100 kΩ  -1,7 V, mit 1 MΩ -6,1 V und mit 10 MΩ -8,8 V.
Erst mit 10 MΩ ist der Output-Puls ähnlich lang wie der-Puls am Anodenausgang (wobei: mit Berücksichtigung des parallelen 10x-Tastkopfer sind das ja eigentlich nur 5 MΩ).

Als Impedanzwandler überzeugt mih das alles nicht. Wie verhelfe ich dem AD8065 zu einer besseren Funktion als Impedanzwandler?

Gruß Andreas
#32
Zitat von: Radioquant98 am Gestern um 15:37Der Kollege sagte doch es sei eine wismuteigene Entwicklung.

Auf der Frontplatte des Gerätes steht - sicher nicht ohne Grund: "kernstrahlung@gmx.de" als Kontaktadresse:

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Schon das allein lässt auf eine Produktion von frühestens etwa im Jahr 2000 schliessen. Vorher hatte man Mailadressen bei aol, yahoo oder bestenfalls t-online.
Da 2009 die Wartung von in Morsleben verwendeten Geräten an die Wismut übergegangen ist (==> #8), werden spätestens ab da auch keine mehr produziert worden sein.  Somit ergibt sich ein Zeitfenster von maximal 9 Jahren für den Produktionszeitpunkt dieses AZ-3.

Der AZ-2 wurde im WTZ Grüna der SDAG WISMUT entwickelt, also noch zu DDR-Zeiten oder an deren Ende.
Der gestern gesehene AZ-3 ist die Weiterentwicklung des AZ-2 der Firma "Alpha-Kernstrahlungsmesstechnik GmbH". Einfach deshalb, weil es die DDR und auch das WTZ der WISMUT auf Grund schneller Abwicklung bzw. Ausgliederung nicht mehr gab. Im September 1990 trat man der bei der Jahrestagung des Fachverbandes Strahlenschutz noch als "WTZ der Wismut" auf, aber das wird nicht mehr lange gegangen sein. Ab 3. Oktober war die Wismut ein staatliches Unternehmen der BRD. Ich nehme an, einer der 4 Autoren des Vortrages in Antwort #1 hat seinen Geschäftsbereich beim WTZ in eine privatwirtschaftliche Firma überführt, vielleicht über einen Zwischenschritt beim Umweltengineering  der DFA. Leider habe ich dafür bisher keinen Beleg und auch keinen Namen herausfinden können, wer also Geschäftsführer von "Alpha-Kernstrahlungsmesstechnik" war.

Der AZ-3 muss auf jeden Fall (erkennbar am 2x 16 Zeichen LCD-Display) einen Prozessor haben.
Möglicherweise hat der AZ-2 keinen und die Ablaufsteuerung des Messprogramms (Pumpe Ein/Aus) ist mit CMOS-Schaltkreisen gelöst. Die Anzeige (mit einem 4stelligen LCD) könnte von einem reinen Digitalzähler angesteuert werden. Deshalb auch der gelbe Aufkleber mit dem Umrechnungsfaktor - den konnte man einfach noch nicht mit einprogrammieren. Beim AZ-3 womöglich dann schon, deshalb Anzeige direkt in MeV/cm3.

#33
Thüringen / Aw: Die Referenzflächen der WI...
Letzter Beitrag von NoLi - Gestern um 16:16
Ha, ist ja fast wie bei uns hier:
Um 16:12 Uhr: Im Freien 38 Grad, im Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Schlafzimmer, Bad 32 Grad. :heat:

Über die Messflächen in Reust gibt es, außer in diesem Bericht und hier im Forum, leider wenig Informationen.

Norbert
#34
Übrigens, wer das Glück hatte am Glücksrad den Hauptgewinn zu erdrehen bekam einen Referenzstrahler - siehe Bild.
Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.
Leider paßt der nich in meine kleine Bleiburg.

Viele Grüße
Bernd
#35
Hallo Steffen,

Firma "Alpha-Kernstrahlungsmesstechnik" ????

Der Kollege sagte doch es sei eine wismuteigene Entwicklung.

Viele Grüße
Bernd
#36
Thüringen / Aw: Die Referenzflächen der WI...
Letzter Beitrag von Peter-1 - Gestern um 14:18
Hallo Norbert,

danke für die heißen Grüße. Jetzt habe ich reichlich zu lesen.

Im Freien 38°C , Wohnzimmer 26°C, Arbeitszimmer 30,5°C.
es reicht !

Peter
#37
Sieht aus wie ein Gerät zur Bestimmung der Alpha-Energiedeposition im Lungen- und Bronchialbereich durch Radon und Folgeprodukte zur Ermittlung der deponierten Dosis.

Norbert
#38
Termine und Veranstaltungen / Aw: 27.06.2026 Tag der offenen...
Letzter Beitrag von DG0MG - Gestern um 12:29
Dabei darf man aber auch nicht ausblenden, warum sie überhaupt Gelegenheit und Rechtfertigung dazu hatte.
#39
Termine und Veranstaltungen / Aw: 27.06.2026 Tag der offenen...
Letzter Beitrag von NoLi - Gestern um 12:26
Zitat von: DG0MG am Gestern um 11:31...
Von 1967 bis 1983 wurde das Uran in konventionellem untertätigen Bergbau gefördert, dabei gewann man ca. 12.250 Tonnen Uran.
Von 1984 bis 1990 wurde das Prinzip der untertägigen, schwefelsauren Laugung verwendet. Dabei gewann man 5750 Tonnen Uran.
...
Ist schon ne Sauerei, wie die Sowjetunion unseren Rohstoff ausgebeutet hat. Mit diesen Mengen wäre bei entsprechender Voraussetzung unsere Energieversorgung unabhängig auf viele Jahre gesichert gewesen, und zwar klimaneutral!

Norbert
#40
Thüringen / Aw: Die Referenzflächen der WI...
Letzter Beitrag von NoLi - Gestern um 12:14
Zitat von: Peter-1 am Gestern um 10:11Im Mai 2024 hatte ich nach Spektren der 3 Felder gefragt, aber die Frage ist untergegangen. Also nochmal, wo finde ich die Spektren? Das BfS hat doch sicher schon X-mal gemessen.

Tropische Grüße
Peter
Moin Peter.

Guckst Du mal in diesen umfangreichen Bericht des BfS:  https://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-2015111813780/3/BfS-SW-20-15_ISIGAMMA2005-Gesamt_151120.pdf

Heiße Grüße
Norbert