Neueste Beiträge

#31
Allgemeine Diskussionen / Aw: an Ostern 2026
Letzter Beitrag von Gigabecquerel - 03. April 2026, 14:12
Servus aus dem Süden,

Auch von mir: Schöne Feiertage euch allen und immer etwas Aktivität auf dem Detektor!

Strahlende Grüße,
Lukas
#32
Allgemeine Diskussionen / an Ostern 2026
Letzter Beitrag von exicator - 03. April 2026, 14:04
Grüsse in die Runde,

... erlaube mir die Ereignisse der hinter uns liegenden Woche und die der nächsten Tag so zusammenzufassen:

Wünsche uns ALLEN schöne Ostern!

Und möge der Menschheit der Verstand nicht gänzlich abhanden kommen ...

Beste Grüsse aus Berlin,
Ralf

PS: ... vielen Dank auch für die Reaktionen auf meine Kältemittel Frage (;-).
#33
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 03. April 2026, 00:13
Р-21 / R-21

Ein sowjetischer Gasentladungsableiter aus der "R-Serie". Baujahr vermutlich Januar 1984. Meiner Recherche nach dient der Draht im Abschmelzstutzen als zusätzliche Zündhilfe. Bei genauerem Hinsehen erkennt man am innenliegenden Drahtende eine leicht gräuliche Beschichtung.

Dieser Ableiter wird teilweise zu recht hohen Preisen gehandelt, insbesondere von ukrainischen Anbietern. Ebenfalls auffällig ist die extrem robuste und hochwertig anmutende Bauweise, die man so nicht von allen sowjetischen Röhren kennt.

Als radioaktive Zusätze kommen Ni-63 oder Pm-147 in Frage, wobei ich eher zu Ersterem tendiere. Ergebnis von drei Langzeitmessungen mit dem offenen Zählrohr des RadiaScan-701A:

Hintergrund: 0,381 CPS
Messung #1: 0,436 CPS / 0,055 CPS netto
Messung #2: 0,435 CPS / 0,054 CPS netto
Messung #3: 0,449 CPS / 0,068 CPS netto
#34
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 02. April 2026, 23:10
СГ1П-ЕВ / SG1P-EW

Sowjetischer Glimmstabilisator in militärischer Spezialausführung. Die Zusatzbezeichnung "-EW" steht wohl für erhöhte Langlebigkeit und Zuverlässigkeit. Eine Langzeitmessung mit dem RadiaScan-701A (offenes Zählrohr) zeigt auch bei diesem Modell eine erhöhte Zählrate.

Hintergrund: 0,381 CPS
2x SG1P-EW (1): 0,618 CPS / 0,237 CPS netto
2x SG1P-EW (2): 0,685 CPS / 0,304 CPS netto

Laut KI-Suche ist wohl eine galvanische Beschichtung der Kathode mit Ni-63 als wahrscheinlichste Strahlenquelle anzusehen.
#35
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 02. April 2026, 22:56
GV5A-2800

Corotron Spannungsregulator von Victoreen. Das ähnliche Modell GV6A-1400 wurde bereits von @DL3HRT  in Beitrag #70 vorgestellt. Beide Röhren zeigten leicht erhöhte Zählraten, wenn der RadiaScan-701A mit offenem Zählrohr für eine Langzeitmessung genutzt wurde.

Hintergrund: 0,381 CPS
Röhre Nr. 1: 0,463 CPS / 0,082 CPS netto
Röhre Nr. 2: 0,498 CPS / 0,117 CPS netto

Die Vermutung liegt nahe, dass auch hier Ni-63 zur Vorionisation genutzt wurde. Die beiden gebogenen Drähte der GV6A-Corotrons fehlen jedoch.
#36
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 02. April 2026, 22:35
StR 85/10-C

Ein weiterer Glimmstabilisator aus dem VEB Werk für Fernsehelektronik. Die Röhren tragen den sowjetischen OTK-Stempel und gekreuzte Schwerter, ich vermute für den Export. Datenblatt für die Standardversion ohne "-C" siehe HIER. Strahler im Ring Th-232, wie üblich.
#37
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 02. April 2026, 22:25
Z 860 X

Dieser Thyratron wurde bereits kurz gezeigt. Hier zwei Varianten mit Originalverpackung aus dem Jahr 1964. Der Ring enthält auch in diesem Fall einen Hauch von Th-232. Datenblatt siehe HIER.

#38
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von ABel - 02. April 2026, 20:54
Hallo,

Entschuldigung, mein Schema hatte einen Fehler. Der PMT-Adapter hatte kein GND.

Nach der Behebung des Fehlers sind die Veränderungen nun nicht mehr gar so gravierend, aber dennoch bedeutend.

Ohne BNC-Kabel hat die Amplitude -3,1 V und der Puls ist sehr kurz. Mit BNC-Kabel und RS vor dem BNC-Kabel sind es -1 V und der Puls ist lang, mit RS nach dem BNC-Kabel sind es -1,45 V.

Gruß Andreas
#39
Zitat von: ABel am 02. April 2026, 15:22Hallo,

nun erkenne ich langsam an, das ich mir wohl doch ein eigenes Oszilloskop anschaffen sollte.

Ich denke, 2 Kanal reicht, aber 100 MHz sollte es schon haben. 8-Bit Auflösung sind - denke ich - OK?!, gerne würde ich mir aber die Daten exportieren können, um damit in anderen Programmen weiterarbeiten zu können. Die absolute Billigware bei Ali... will ich mir nicht kaufen. Im einheimischen Versandhandel gibt es so etwas ab 260,-

Für den Preis gibt es manchmal auch schon Markengeräte aus den 1980 bis 1990 Jahren. Für den HiFi-Bereich hab ich den Standpunkt gehört, das nach 30 Jahren so mancher Kondensator durchgebrannt ist. Trifft das auch für Marken-Oszilloskope zu, oder bauen die bessere Komponenten ein?

Ganz allgemein die Frage: Ist ein gebrauchtes Gerät eine Option, oder sollte es dann doch eher ein Neugerät sein?
Und: Wieviel müsste ich anlegen, damit es "was Gescheites" ist?

Gruß Andreas

Hallo Andreas,

abgesehen von der Tatsache, dass das Tektronix556 das einzig wahre Oszilloskop ist😉, würde ich Dir zu einem Neugerät raten:
In den letzten Jahren hat die Technik in diesem Bereich enorme Fortschritte gemacht und die Neupreise sind stark gefallen, inzwischen gibt es auch von den Chinesen gute und preisgünstige Geräte.
Ich hatte mir bspw. letztes Jahr das Siglent SDS1202X-E zugelegt, es hat 8 bit Vertikalauflösung, eine Analogbandbreite von 200 MHz, eine Abtastrate von 1 GSa/s, einen sehr großen Speicher mit einer brauchbaren FFT und eine USB-Schnittstelle u.a. zum Datenaustausch. Ich habe es mit Rabatten für rund 350 Euro bekommen, mit 3 Jahren Herstellergarantie. Auch Rigol hat in diesem Bereich einen guten Ruf.

Ja, auch ältere Markengeräte leiden unter defekten, meistens ausgelaufenen, Kondensatoren, auch die Geräte von Tektronix, die letzte große Kondensatorkrise betrifft wohl insbesondere die Baujahre ab dem Jahr 2000 bis etwa 2005. Dazu kommen mögliche Kontaktprobleme bei älteren Geräten, bei Analog- oder Analog-/Digitalkombigeräten mit mehreren Kontakten/Schaltern auf einer Welle gibt es da auch immer wieder Ausfälle mit den Jahren.

Grüße

Joachim
#40
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Atomar, biologisch, chemisch -...
Letzter Beitrag von NoLi - 02. April 2026, 17:59
"Atomar, biologisch, chemisch - wie Karlsruhes ABC-Zug für den Notfall mit Nuklearmaterial trainiert

 Strahlen-Alarm: Einsatzkräfte der Spezial-Einheit üben den Ernstfall mit Radioaktivität! Strahlenschutz ist in Karlsruhe Teamwork - und das seit 25 Jahren.
Von Katharina Peifer | 27.03.26, 19:44 Uhr

Was viele nur aus Science-Fiction-Filmen kennen, ist für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des Karlsruher ABC-Zugs, die spezialisierte Einheit für Einsätze mit atomaren, biologischen und chemischen Gefahrstoffen der Feuerwehr Karlsruhe wohl Alltag.

Anlässlich des 25. Jubiläums der interkommunalen Zusammenarbeit zwischen Stadtkreis und Landkreis, das heißt, im Bereich Strahlenschutz arbeitet der Strahlenschutzzug des Landkreises mit dem ABC-Zug zusammen, gibt die Spezial-Einheit einen Einblick in ihre Aufgaben.

Wie sieht die Arbeit mit radioaktivem Material bei der Feuerwehr aus?

Philipp Moisé, Abteilungskommandant beim ABC-Zug in Karlsruhe, sagt gegenüber der Redaktion vor Ort: ,,Wir üben gemeinsam mit dem Strahlenschutzzug des Landkreises. Wir haben auch schon gemeinsam Einsätze mit Nuklearmaterial gehabt. Wir bilden uns vor, prüfen Geräte und sind auch als Fachberater tätig, wenn Bedarf da ist."
Wie nimmt man eine radioaktive Probe, um sie beispielsweise in einem Labor auswerten zu können? Und wie funktioniert die Abschirmung von radioaktivem Material? ,,Dazu haben wir einen Strahler, einen Prüfstrahler, der mit verschiedenen Materialien abgeschirmt werden kann und so können wir messen, was je nach Abschirmung an Strahlung noch durchkommt", erklärt Philipp Moisé, Abteilungskommandant beim ABC-Zug in Karlsruhe, gegenüber der Redaktion vor Ort.
Auch das Messen von Kontamination gehört zu den Übungen des ABC-Zugs. ,,Dazu haben wir ein Whiteboard ausgelegt, mit kleinen Prüfstrahlungen unten drunter, wo die Messenden nicht wissen, wo die Strahler sind", sagt Moisé. Mit einem Messgerät muss nun definiert werden, wo der Strahler versteckt ist.
Und zuletzt müssen auch die Transportbehälter, die Verpackungen des radioaktiven Materials gemessen werden.

ABC-Zug Karlsruhe zählt 30 Ehrenamtliche

Der ABC-Zug besteht aus 30 Einsatzkräften, aus dem Stadtgebiet Karlsruhe, die ehrenamtlich in ihrer Freizeit bei der Feuerwehr mitmachen und sich speziell für dieses Thema ABC, in Karlsruhe hauptsächlich für atomar und chemisch interessieren.

Schönleber gründet Strahlenschutzzug im Landkreis 1999

Der Strahlenschutzzug des Landeskreises wurde 1999 von Ralf Schönleber, dem heutigen Einheitsführer, ins Leben gerufen. ,,Ich wurde also 1999 von unserem damaligen Kreisbrandmeister eigentlich dazu aufgefordert, weil ich der Feuerwehrkommandant der Stadt Philippsburg zu der Zeit war und Philippsburg und Kernkraft, das ist ja eine Einheit", sagt er gegenüber der Redaktion vor Ort.

Laut Schönleber waren es glückliche Umstände, wie die der junge Strahlenschutzzug auch mit der Stadt Karlsruhe zusammenkam. Denn im Landkreis setzen sich die Teileinheiten aus Bruchsal, Bretten, Eggenstein, Lepoldshafen, Malsch, Philippsburg und der Werkfeuerwehr des K.I.T. zusammen.

Der Einheitsführer ergänzt: ,,So entstand diese Zusammenarbeit. Damals wusste ich noch gar nichts über den Begriff interkommunale Zusammenarbeit, der ja heute ganz hoch im Kurs steht durch die knappen Mittel der Kommunen. Und die Ehe hält jetzt zur silbernen Hochzeit und hoffentlich auch zur goldenen, wahrscheinlich in anderer Besetzung." Die Zusammenarbeit sei zudem besonders wichtig, da Strahlenschutz keine Aufgabe einer kleinen Gruppe sei, es erfordere viel Personal und auch viel Material.
"
( https://www.ka-news.de/karlsruhe/blaulicht/atomar-biologisch-chemisch-feuerwehr-karlsruhe-uebt-strahlenschutz-113855964)  Mit Bildern

Norbert