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#31
Berlin, Brandenburg / Neutronenquelle in Berlin Karl...
Letzter Beitrag von DG0MG - 25. März 2026, 12:27
In Berlin, auf dem Gelände des früheren "Staatlichen Amtes für Atomsicherheit und Strahlenschutz der DDR" (SAAS) in Berlin-Karlshorst, zwischen Köpenicker und Waldowallee wurde nach der Wende extra ein neuer Bunker gebaut, um eine dort vorhandene Plutonium-Beryllium-Neutronenquelle sicher zu lagern. Seitdem liegt die Zuständigkeit der sicheren Verwahrung beim Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE), vorher BfS und BfE. In einer kleinen Anfrage an den Bundestag erkundigte sich die AfD-Fraktion nach dem Stand, da bereits 2019 in Planung war, die Quelle dort fortzuschaffen, damals konnte jedoch kein zeitlicher Horizont genannt werden. [1]
Die Quelle wäre ein Zylinder aus Edelstahl, ca. 10cm lang und 6 cm im Durchmesser, der Lagerbunker ist mit Polyethylen abgeschirmt. [2] Da im Umfeld des Lagerbunkers neue Wohnbebauung errichtet werden soll, ist ein Abtransport angeraten.
Das Gelände sieht schon ziemlich wie ein Lostplace aus, wenn man mal in Streetview schaut [3].

Eine Information über die konkrete Aktivität habe ich nicht gefunden.

[1] https://www.bundestag.de/presse/hib/kurzmeldungen-1137384
[2] https://www.tagesspiegel.de/berlin/das-radioaktive-erbe-von-karlshorst-4956559.html
[3] https://maps.app.goo.gl/KiTDGLpdf2cQjTfLA
#32
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / ODL-Sonden finden
Letzter Beitrag von Peter-1 - 25. März 2026, 12:21
Nur mal ein Gedanke.
Wie wäre es, wenn jeder wie er kann, die gefundenen Koordinaten der ODL Sonden in eine (z.B.) EXCEL Datei einbringt. Beispiel mit ORT, BEMERKUNG, KOORDINATEN
mehr müßte es doch nicht sein.

Ist nur mal ein Gedankenspiel  ;)
Peter
#33
Allgemeine Diskussionen / Aw: ~500 neue CBRN-Erkunder
Letzter Beitrag von DG0MG - 24. März 2026, 21:44
In diesem Video werden von einem BBK-Mitarbeiter die einzelnen Komponenten des Erkunders vorgestellt:


Bei 9:00 min erwähnt er, dass die beiden Szintillationssonden rechts und links eingebaut sind:

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#34
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Lennart - 24. März 2026, 20:09
Als Test habe ich einfach mal 25 kg Walzblei um die Messingburg gewickelt, was eine ungefähr 20 mm starke, zusätzliche Pb-Abschirmung bedeutet. Vor dem Einrollen in das Bleiblech habe ich die Messingbauteile mehrfach mit Klebeband umwickelt, damit ich am Ende zumindest einige Zehntel mm Platz habe.

Als nächsten Schritt werde ich eine 20 mm hohe Messingscheibe auf den Deckel schrauben, damit ich auch in dieser Achse auf mind. 50 mm Messingwandstärke komme. Genau wie am Boden auch. Dazu noch ein schöner Griff, um den Deckel problemlos hochzuziehen.

Schlussendlich brauche ich noch ein Stahlrohr als äußere Hülle, um die würdelos anmutende Optik zu kaschieren  :D

Der RadiaCode-110 verbindet sich in diesem Zustand tatsächlich immer noch mit dem Handy, wenn man selbiges gegen die Außenwand lehnt. Das ist schon einigermaßen beeindruckend.

Das Wichtigste ist aber die aktuelle Hintergrundzählrate:

- 13,2 CPS ohne Messingburg
- ca. 2 CPS in der Messingburg
- ca. 0,84 CPS mit zusätzlicher Bleiabschirmung

So wird die Hintergrundzählrate nun um knapp 94 % reduziert. Wenn man die Röntgenfluoreszenz rausrechnet, sieht das Ergebnis vermutlich noch besser aus. Damit kann ich leben. Sollte man das Teil wirklich mal irgendwohin mitnehmen, kann man die Bleiabschirmung einfach daheim lassen. Im Ganzen sind die 45,6 kg für den mobilen Einsatz wohl etwas zu schwer.
#35
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Aw: ODL-Sonde DLM1420-2200 55/...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 24. März 2026, 19:03
Ich denke, die genauen Standorte sollen einfach geheim bleiben.Auch wenn es der eine oder andere Würdenträger weiß, wird er nichts ausplaudern.
Mich wundert auch, wie schwierig die Standortsuche mitunter ist.
Ich bin auch noch nicht weitergekommen.
#36
Allgemeine Diskussionen / Aw: ~500 neue CBRN-Erkunder
Letzter Beitrag von NoLi - 24. März 2026, 18:59
Zitat von: Radiohörer am 21. März 2026, 09:37-->
"Produkt eingestellt
Das Produkt (FHT1376: FHT 1376 Mobiler Radioaktivitätsmonitor) wurde eingestellt.
Wenden Sie sich bei Fragen bitte an unser Team für Technischen Support."
:o
...noch bevor alle CBRNs ausgeliefert sind???
 >:(
Es wurde das Messsystem FHT 1376 (ein Koffersystem mit dem FH 40 G) eingestellt, nicht das BBK-System FHT 1376 FMG.

Norbert
#37
Zählrohre / Aw: Suche Erfahrung mit dem Fü...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 24. März 2026, 17:55
Hallo, der Kleber Uhu Plus Endfest 300 mag für die Verklebung von Titanfolie auf Messingblech geeignet sein, für metallisierte Mylarfolie taugt es jedenfalls nicht!
Schon der kleine Überdruck beim durchströmen mit Füllgas hat die Verklebung gelöst >:(
Ich habe jetzt noch mal einen Schmuckkleber verwendet, da die Folie heil geblieben ist.
Aber das soll es jetzt von mir dann zu dem Thema gewesen sein!
#38
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Aw: Das ODL-Messnetz des BfS
Letzter Beitrag von Peter-1 - 24. März 2026, 17:49
Bad Bederkesa

gesucht, gefragt und nicht gefunden. Trotz eifrigem suchen war die Sonde nicht zu sehen. Freundliche Menschen wie ein Hausmeister einer Schule oder der Chef vom Bauhof haben keine Ahnung wo die Sonde versteckt sein kann. Auch eine höfliche Anfrage beim Rathaus wurde nicht beantwortet.  :(
Als Entschädigung haben wir in Dobbendeel sehr gut gegessen.  ;D
Direkt am See dann doch wenigstens eine Messung.
Erstaunlich gute Näherung ! Nach BfS Sonde mit 0,067 µSv/h, habe ich am See 0,069 µSv/h gemessen. Vielleicht war ich garnicht weit vom Standort entfernt.
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Es fehlt noch der genaue Standort:  53.62814  8.84530

Grüße vom Norden
Peter
#39
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von DL8BCN - 24. März 2026, 10:34
Interessant Lennart!
Da hast du viel Aufwand und Zeit investiert :)
Klasse Ergebnis.
#40
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 23. März 2026, 18:39
Zitat von: Lennart am 13. März 2026, 11:30Ich denke bereits jetzt kann man sagen, dass das wohl keine Einbildung war. Die Kalibrierung ist übrigens über den gesamten Energiebereich gut, das habe ich neulich mit einem Th-Spektrum verifiziert.

Ich bin wieder einmal begeistert  :yahoo:

Das war meine Reaktion auf den vermeintlichen Nachweis der Restaktivität von Co-60, die ich in zwei Röhren vom Typ 1B35A der Marke Sylvania vermutet hatte. Beide Röhren habe ich dann an @DL3HRT übergeben, um ein Spektrum mit seinem - deutlich empfindlicheren - NaI-Setup zu erhalten.

Nach ca. 24 h Messzeit dann die Überraschung: kein Hinweis auf Co-60, lediglich erhöhte K-40 Aktivität

Die Vermutung ist, dass mir der K-40 Peak mit seinem Comptongebirge zwei vermeintliche Co-60 Peaks vorgegaukelt hat. Schon ein wenig merkwürdig, weil eine anschließende Überprüfung der Energiekalibrierung mit Th-232 sehr gut passte, bis hin zum 2614 keV Peak.

So sah das ursprüngliche Spektrum (Beitrag #165) des RadiaCode-110 nach dem Import in BecqMoni aus, ohne Verstärkung oder Kantenglättung:

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Ich war also zu voreilig. Die wenigen verbliebenen Bq lassen sich scheinbar nur noch sehr schwer detektieren, selbst mit einem großen NaI-Kristall in einer beachtlichen Bleiburg und erst recht mit dem RC-110.

Nun habe ich einen zweiten Anlauf gewagt, diesmal mit dem SPRD-GN, der einen etwas größeren Szintillationskristall, mit eklatant besserer FWHM besitzt. Dazu habe ich noch ein weiteres Ass im Ärmel, nämlich ein Co-60 Referenzspektrum, direkt aus den heiligen Hallen von Thermo Scientific in Erlangen  :D
Das Spektrum wurde im Rahmen der Werkskalibrierung und Überprüfung auf dem Gerät gespeichert. Weil mich BecqMoni mit der Peak-Identifikation geärgert hat, habe ich folgende drei Spektren in InterSpec geladen:
- 65k s Hintergrundspektrum in der Bleiburg mit Wandstärke 60 mm / 0,36 CPS
- 65k s Spektrum von insgesamt neun (!) verschiedenen Co-60 Röhren / 0,47 CPS
- 40 s Referenzspektrum von einem Co-60 Präparat / 1146 CPS

Die beiden Referenzenergien (1173 und 1332 keV) sind mit roten Linien versehen.

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Das ist sicher auch kein definitives Ergebnis, aber mit etwas Phantasie und im direkten Vergleich zum Referenzspektrum, lässt sich ein Hauch von Co-60 erahnen... oder?

Das soll auch eine Warnung an potentielle Käufer sein. Röhren aus den 1950er und 1960er Jahren sind keine vernünftigen Co-60 Kalibrierquellen, die Restaktivität ist einfach zu gering. Zudem war die Aktivität schon damals auf 1 μCi begrenzt, zumindest bei den Standardröhren. Das sind umgerechnet 37 kBq, wobei die aktuelle Freigrenze 100 kBq (!) beträgt.