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#31
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Gigabecquerel - 05. April 2026, 12:52
In Haushaltsmagnetrons ist kein BeO.
Ich verstehe nicht, wieso sich diese Mythos noch so lange hält. Die Antenne des Magnetrons muss an dieser Stelle nicht viel Wärmeleistung abführen, also ist die Wärmeleitfähigkeit dieses Isolators auch egal. BeO ist, wie die menschheit schon lange weiß, extrem giftig und wird nur dort verwendet, wo es wirklich notwendig ist. Jedes Hochfrequenzgerät das in den letzten 40 jahren gebaut wurde hat eine BeO warnung außen auf dem gehäuse wenn auch nur ein Transistor da drinnen ein solches Keramikgehäuse hat, aber Hausmaltsmikrowellen, die überall stehen und unbedacht entsorgt werden sollen mehrere gramm davon enthalten, ohne warnung oder info?
(Alte) Leistungsmagnetrons, wie sie in der industrie, für radar und ähnliches eingestzt werden, haben manchmal BeO drinnen, sind dann aber auch entsprechend gekennzeichnet.

Saphir ist übrigens der Sonderfall, denn die Titan-Ionen im Alumina unterdrücken die fluoreszenz.
Reines alumina leuchtet stark rot unter UV.

Darüber hinaus würde es mich auch sehr wundern, wenn die Funkenstrecken ihre wärme über das Fenster abgeben bzw. ableiten müssen, da die elektroden dafür ja garnicht am fenster liegen.
#32
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von DL8BCN - 05. April 2026, 11:56
An Magnetrons von Mikrowellenöfen gibt es an dem Zapfen für die Auskoppelung auch eine rosafarbene Keramikisolierung.
Das ist nach gängiger Meinung Berylliumoxid.
Ich habe das Ding eben mit einer 365 nm Taschenlampe angeleuchtet.
Es fluoresziert rosafarben. In ähnlicher Farbe wie im Weißlicht.
Bei UV Kurzwelle bei 254 nm keine Fluoreszenz.

#33
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 05. April 2026, 11:39
Also ich wollte keinen Zusammenhang zwischen der roten Fluoreszenz und Berylliumoxid herstellen. Eine absichtliche Dotierung oder Verunreinigung mit Chrom ist mit Sicherheit auch bei anderen Keramiken möglich, abseits von Aluminiumoxid. Darüber hinaus ist doch die rote Fluoreszenz überhaupt kein Beleg für Aluminiumoxid, das Glas meiner Uhr zeigt als künstlicher Saphir schließlich auch keine rötliche Fluoreszenz.

Warum genau ich von BeO ausgehe, liegt einfach am Einsatzbereich dieser Bauteile. Das Material muss besonders durchlässig für Mikrowellen sein, eine hohe Hitzebeständigkeit haben und die Wärme zügig abgeben. Sonst werden Komponenten beschädigt, die deutlich teurer sind, als die TR-Röhre selbst.

Es ist natürlich auch gut möglich, dass das tatsächlich nur reines Aluminiumoxid ist. Ich würde mich trotzdem auf keinen "Inhalationstest" des Pulvers einlassen, um zu sehen, ob man morgens noch aufwacht  :)

#34
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Gigabecquerel - 05. April 2026, 10:37
Warum sollten die Keramikteile BeO sein?
Rote Fluoreszenz ist typisch für Alumina, vorallem mit Chrom-Dotierung ("Rubin").
#35
Mineralien, Glas und Keramik / Aw: unbekannes Granulat
Letzter Beitrag von Peter-1 - 05. April 2026, 10:29
Frohe Ostern,

ja Aris stimmt !

Peter
#36
Mineralien, Glas und Keramik / Aw: unbekannes Granulat
Letzter Beitrag von Spalter - 05. April 2026, 09:56
Hallo Peter,

kommt das Steinchen von Aris? Von dort sind ein paar Thorium-haltige Mineralien bekannt, z.B. Steacyit und Thornasit. Vielleicht hilft eine Autoradiographie zum Orten. Ich würde es mal für ein bis zwei Wochen auf einen Zahnfilm legen.

Frohe Oster, Spalter
#37
Mineralien, Glas und Keramik / Aw: unbekannes Granulat
Letzter Beitrag von Radioquant98 - 05. April 2026, 08:05
Das ist eigentlich nicht verwunderlich. Steine sind oft verschiedene Mineralien und somit auch Elemente. Und je nach Herkunft sind dann auch radioaktive Elemente mit dabei.

Es ist schon interessant, wie empfindlich Meßgeräte sein können.

Ein einfacher Geigerzähler würde das wohl nicht bemerken - oder?

Viele Grüße
Bernd
#38
Objekte und Stoffe / Aw: radioaktive Röhren
Letzter Beitrag von Lennart - 05. April 2026, 00:51
Sowjetische Radar-Sperröhren (RR-3; RR-7; RR-21-1; RR-49M; RR-83A-1)

Ich habe mir jetzt mal einige sowjetische "TR-Röhren" aus der Radartechnik angeschaut. Da die westlichen Pendants vermutlich allesamt radioaktive Zusätze enthalten, wird das auch hier nicht anders sein. Die Datenlage ist natürlich dünn, die KI nennt beispielsweise Pm-147, H-3, Ni-63, usw.

Aufgrund der massiven Bauweise lässt sich mit dem Flächenzählrohr kaum etwas nachweisen. An der RR-3 konnte ich einseitig, trotz der Metall-Keramik-Konstruktion, ca. 0,1 CPS (+-5%) netto messen.

Ein Gammaspektrum zu den einzelnen Modellen steht zwar noch aus, ich erhoffe mir aber dahingehend nicht viel.

Interessant ist, dass die Keramikbauteile vermutlich aus Berylliumoxid bestehen. Die rosafarbene Keramik des RR-21-1 und RR-83A-1 beinhaltet irgendwelche Verunreinigungen, die zu einer tiefroten Fluoreszenz unter UV-Licht führen. Die Keramik des RR-3 ist farblos und transluzent, zeigt aber keine Fluoreszenz.
#39
Mineralien, Glas und Keramik / Aw: unbekannes Granulat
Letzter Beitrag von DL8BCN - 04. April 2026, 23:43
Aber meine Idee war nicht so verkehrt, oder?
#40
Mineralien, Glas und Keramik / Aw: unbekannes Granulat
Letzter Beitrag von Peter-1 - 04. April 2026, 23:11
Ein Ei zu Ostern ins Nest gelegt  :yahoo:
Ich habe sowas vermutet, denn die kleinen Stückchen NaF sind kaum sichtbar.
War mal eine Spassmessung  :D  Giftig  :(  für einen Schwiegermuttermord reicht es nicht  ;D