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#31
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Aw: BERTHOLD LB1210 B analoger...
Letzter Beitrag von Radiator - 05. Februar 2026, 00:11
Zitat von: Janni am 05. Januar 2026, 13:16Hm ja, wer weiß warum nun dieser blaue Draht im Inneren gebrochen war. Die Lötstelle von dem blauen Kabel an dem Stift sah auch nicht besonders aus (hab ich leider kein Foto von), aber gebrochen war er ja oberhalb der Lötstelle. Ob da schon mal vorher jemand was dran gemacht hatte oder ob sich da was losvibriert hat?  :unknw: 

Wenn das Gerät ein paar tausend Kilometer im Auto herumkutschiert wurde, können sich die Drahtbögen schon mal durchvibriert haben. Besonders wenn sie vorher durch die Montage eingekerbt waren.

Es gibt Erzählungen, daß bei freistehenden Bauteilen im TO-220-Gehäuse die Beinchen abgebrochen sind, nur weil das Gerät drumherum in einem Meßwägelchen im Labor jahrelang hin- und hergefahren wurde.

Zitat von: Janni am 05. Januar 2026, 13:16Den Isolierlack hab ich einfach mit dem Lötkolben weggebrannt. Machen professionelle Leute vielleicht nicht so, aber funktioniert hat es ja.  :D


Da brät nichts. Selbst extra "lötbarer" Fädeldraht zeigt sich von Lötkolben unbeeindruckt, geschweige denn dieser normale Kupferlackdraht. Vermutlich war die blanke Stirnseite dieses relativ dicken Drahts aber groß genug, daß der Lötzinntropfen dran gehalten hat.

Falls er sich nochmal löst und kein professioneller Lackkratzer vorhanden ist (sieht aus wie eine Wimpernpinzette für Klingonen): Die Seitenkante eines Abbrechmessers ist dafür sehr gut geeignet.

Dem Vorschreiber danke für die Anleitungen!
#32
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Radiohörer - 04. Februar 2026, 22:34
Zitat von: Carcosa am 04. Februar 2026, 15:27Der KI-Mathematiker sagt: (siehe Foto)
...kannst Du bitte mal das zweite Bild bemaßen, oder in Zukunft, wenn keine "Geschmacksmusteransprüche" Deines Sohns dagegen sprechen, auch das CAD-File posten. Wenn ich von den 2mm Cu beim 4. Bild ausgehe und auf das erste Bild interpretiere, würde ich von einem Spalt zur Füllung von ~12mm, max. ~15mm ausgehen. Kann natürlich auch 17mm sein. Aufgelegter Meterstab/Bemaßung schafft Klarheit ;)

Um es vorab klar zu stellen, war ich Mathe nicht der Beste. Habe aber vor ein paar Monaten als Beifang zwei Webseiten gefunden, die genau diese Packungsdichte mathematisch thematisieren. Ich setze auch voraus, dass die Kugeln in- und nicht übereinander liegen, weil sonst die Packungsdichte = Abschirmung noch viel schlechter wird.

Bei 12/15/17mm und dem richtigen! Radius läßt sich für die erste Schicht von einer vollständigen Füllung ausgehen. Die zweite Schicht liegt dann ja ein paar Zehntel in der Ersten. Die Dritte liegt wieder etwas in der Zweiten, die Vierte in der Dritten, usw.. Wieviel Luft = Verlußt bleibt dann bei 12/15/17mm bzw. ist er bei 12, 15 oder 17mm Spalt größer?

Was mich immer stört, dass der Lösungsweg, sprich die Voraussetzungen bzw. hier die zugrundeliegenden Abmessungen, seltenst angegeben sind: wie kommt die KI auf eine Schüttdichte bei 3mm = 6,8 kg/l und Pachungsdichte ~0,5996???
Aus diesem Grund bin ich auch gegen schlecht gemachte Multiple Choice Tests!
Ich bezweifle mittlerweile stark, dass die K auch I ist...
#33
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Peter-1 - 04. Februar 2026, 16:14
Hoffentlich wird die Schweinerei beherrschbar wenn das Gewicht der Bleikugeln das PETG Gerüst sprengt.  :unknw: Lieber keine Kugeln, sondern Dachdeckerblei. Das fällt dann nur auf die Füße. :o
#34
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Carcosa - 04. Februar 2026, 15:27
Der KI-Mathematiker sagt: (siehe Foto)

also nochmal: das wird nur ein Mittel um die Spektren ein wenig "aufzuhübschen", es besteht kein Anspruch eine "richtige" Bleiburg zu bauen. Ich will den Kids nur demonstrieren, mit einfachen Mitteln, wie Blei die Hintergrundstrahlung herabsetzen kann.

Das ist natürlich nur Kinderkram im Vgl zu was ihr Profis hier macht :-)

Ich hoffe mal, dass man bei ca 18-20mm Bleikugeln schon einen Effekt hat. Kupfer habe ich jetzt 2mm drum herum eingeplant.

Und natürlich: das Ding muss sich auch zur Not noch bewegen lassen. Der "Hut" wiegt dann wohl zw 13-14kg und der Deckel ca 5kg.

Und da das Material PETG ist: irgendwann packt der Kunststoff das nicht mehr. Denke auch, dass die Variante, das Ding mit Epoxidharz auszugießen, besser geeignet ist, da das dann mehr trägt und zur Stabilität beiträgt.

Wird schon schief gehen :-)

@DL3HRT
Aber der Vergleich zur Profi-Bleiburg würde mich schon interessieren, 130kg Blei, alter Schwede!
Also wenn Du da Werte hast zum KC761, das wäre Klasse, dann können wir das mit meiner Kinderburg vergleichen :_)

Und ein Foto von dem Ding wäre klasse: kann ich meinem Sohn zeigen :-D
#35
Zählrohre / Aw: Permanente Außensonde Vac...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 04. Februar 2026, 14:42
Nun ist das Zählrohr wohl defekt!
Ich habe gestern testweise die kleine Hochspannungsplatine gewechselt.
Es ergeben sich wieder merkwürdige Zählraten.
Siehe Foto.
Ich werde das Zählrohr nun auch tauschen.
#36
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Aw: BERTHOLD LB1210 B analoger...
Letzter Beitrag von Radiohörer - 04. Februar 2026, 12:05
...hier mal die Kurzbedienungsanleitung für den einseitigen und doppelseitigen Ausdruck.
Wer eine bessere Qualität braucht, melde sich...
#37
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Radiohörer - 04. Februar 2026, 09:28
:hi:  :good2:
Zitat von: Z. Erfall am 04. Februar 2026, 00:24Bei der genannten Variante von aufzulösenden Schuppen könnte es sich um einen klassischen Leim in Form von Knochenleim oder Fischleim handeln.
...lt. meinem Onkel ist der Sack mit dem Leim? noch von meinem Großvater der Schreiner war.

Zitat von: Z. Erfall am 04. Februar 2026, 00:24Eine anderer Ansatz, wenn es denn unbedingt vergossen sein soll, aber reversibel und der Verguss vor allem den Staub verhindern oder binden - wie wäre es einfach mit Paraffin? Wenn man den ganzen Behälter mit Kugeln auf ca. 50^C vorheizt und dann geschmolzenes Paraffin einfüllt, sollte sich das sehr gut verteilen. Alternativ kann man auch schauen, ob man ein anderes Wachs findet, welches beim Schmelzpunkt über den zu erwartenden Betriebstemperaturen, aber deutlich genug unter dem Schmelzpunkt des Filaments liegt...
...es gibt viele natürliche und technische Wachse mit unterschiedlichen Schmelzpunkten. Da müsste mal das Web mal umgraben. Auf die Schnelle und hier.
Meist kann man sie untereinander mischen um die Eigenschaften anzupassen oder in Lösungsmitteln auflösen, um dünnere Schichten zu erreichen ;)
#38
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Radioquant98 - 04. Februar 2026, 09:27
Danke für deine Erklärung.

Da ist Meine eher ein Bürglein. 30mm Blei, 2mm Kupfer und 4mm Plexiglas.

Du brauchst da ja schon einen Kran.

Meine ist zweiteilig - unten dem RAM II-Bleitopf und obendrauf ein gegossener Bleizylinder mit 3cm Wandung.
Meine NaJ-Sonde bringt in der Burg nur noch etwa ein zehntel der Hintergrundimpulse. Dafür kann ich sie aber noch tragen.

Viele Grüße
Bernd
#39
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von DL3HRT - 04. Februar 2026, 07:25
Zum Thema Kupfer: Das schirmt die Röntgenfluoreszenz des Bleis aus der Bleiburg im Bereich um die 80 keV ab (K-Linien). Es sollten aber schon 2-3 mm Kupfer sein, eine dünne Folie reicht nicht. Man nimmt Kupfer, weil dessen K-Linien bei 8 keV liegen und damit vom unseren Detektoren in der Regel nicht registriert werden. Bei den Profis kommen dann noch ein paar Millimeter Kunststoff, der die 8 keV Photonen des Kupfers absorbiert.

Was das Kupfer nicht abschirmen kann ist das Blei in der Probe selbst. Wenn man Uranmineralien vor dem Detektor hat, so kommt ein ordentlicher Anteil der 80 keV aus der Probe (Blei-214).

Haben wir hier einen Mathematiker der einmal berechnet, welcher Dicke Massivblei eine Schüttung aus Bleikugeln entspricht? Das hängt sicher stark vom Durchmesser der Kugeln ab. Die geplante Dicke der Bleiabschirmung erscheint mir etwas gering. Unter 2 cm Massivblei würde ich nicht gehen. Bei Kugeln ist das dann entsprechend mehr.

Ich würde bei der gedruckten Bleiburg ganz auf das Kupfer verzichten und stattdessen den Raum für die Bleikugeln entsprechend vergrößern. Ja, es wird dann viel schwerer und auch teurer, aber es lohnt sich. Es steht dann natürlich auch die Frage, ob ein 3D-Druckteil der Belastung gewachsen ist.

Mein 63 mm x 63 mm NaI(Tl)-Detektor steckt in einer Bleiburg mit folgender Abfolge:
- 60 mm  Blei
- 3 mm Kupfer
- 3 mm Acryl

Für den KC761 wäre das natürlich der Overkill  ;).

Es sind mehr als 130 kg Walzblei verbaut. Das Walzblei wurde ordentlich aufgerollt und die Rolle danach mit schwarzem Panzertape umwickelt. Damit ist es sicher eingeschlossen.

Ohne Bleiburg liegt der Hintergrund des Detektors bei ca. 300 cps. In der Bleiburg sind es 14,5 cps. Die Bleiburg hat die Zählrate also um 95% reduziert. Packe ich den RadiaCode in die Bleiburg, so liefert der nur noch 0,2 cps. Ich packe heute Abend den KC761 rein und schaue, was der als Hintergrund liefert.
#40
Strahlenschutz / Aw: Bleiburg bauen?
Letzter Beitrag von Z. Erfall - 04. Februar 2026, 00:24
Wenn man Holzleim nehmen wollte, dann sollte man bei der Löslichkeit nach der entsprechenden D-Klasse gehen, nicht nach Hersteller. D2 ist nicht Wasserfest, D3 schon ganz ordentlich und D4 komplett. Ob es D1 gibt, weiß ich nicht. Ein Problem gibt es aber grundsätzlich dabei - diese Leime müssen alle trocknen, also ablüftem, weil sie auf Lösemitteln basieren, auch wenn das meist Wasser sein kann. Es wird also in einem geschlossenen Gehäuse nicht wie gewünscht funktionieren.

Bei der genannten Variante von aufzulösenden Schuppen könnte es sich um einen klassischen Leim in Form von Knochenleim oder Fischleim handeln.

Vergussmassen sind im Gegensatz dazu meist zweikomponentig, was bedeutet, dass die Erhärtung aus der Reaktion der beiden Komponenten kommt und nichts verdunsten muss.

Eine anderer Ansatz, wenn es denn unbedingt vergossen sein soll, aber reversibel und der Verguss vor allem den Staub verhindern oder binden - wie wäre es einfach mit Paraffin? Wenn man den ganzen Behälter mit Kugeln auf ca. 50^C vorheizt und dann geschmolzenes Paraffin einfüllt, sollte sich das sehr gut verteilen. Alternativ kann man auch schauen, ob man ein anderes Wachs findet, welches beim Schmelzpunkt über den zu erwartenden Betriebstemperaturen, aber deutlich genug unter dem Schmelzpunkt des Filaments liegt...

VG

ZE