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#31
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von DL8BCN - 14. Januar 2026, 14:10
Manche Wasserwerke im Harz sollen Probleme mit Uran im Wasser haben.
Da werden es aber die natürliche Erze sein, die das Uran an Wasser in den wasserführenden Schichten abgibt.
Wobei metallisches Uran wohl kaum wasserlöslich sein dürfte.
Es werden eher Uransalze sein, oder?
Das wird vermutlich nicht mit Dünger im Zusammenhang stehen.
Man müsste ergründen, wo in Deutschland der meiste Phosphatdünger eingesetzt wird.
Und dort die Trinkwasseranalysen der Wasserwerke anschauen.
Bei mir zu Hause gibt das Wasserwerk neuerdings auch den Urangehalt an.
Offensichtlich gibt es dazu eine neue Pflicht.
Bei mir ist der Wert aber unter der Nachweisgrenze von 0,1 µg/l.
Grenzwert ist wohl 10 µg/l .
So, nun sind wir von radioaktiven Fossilien zum radioaktivem Wasser gekommen, sorry...
Habe dazu noch das gefunden, etwas älter: https://www.bs-energy.de/wp-content/uploads/2022/02/Uran_im_Trinkwasser.pdf
#32
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von DL3HRT - 14. Januar 2026, 13:27
Zitat von: NoLi am 14. Januar 2026, 13:01einzig mit dem krebserregenden Cadmium hatte es der Gesetzgeber geschafft, dieses aus dem Dünger zu verbannen.
Der Cadmiumgehalt beim untersuchten Dünger lag bei 18,8 mg/kg. Ab 20 mg/kg besteht Kennzeichnungspflicht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt  ;).
#33
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von DL8BCN - 14. Januar 2026, 13:18
Auch komisch das in dem Zusammenhang von Stoffmengen / Konzentrationen pro Liter gesprochen wird und nicht in Bq/l.
Man müsste das umrechnen können, oder ist das so wenig, das man es nicht radiologisch messen kann?
#34
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von NoLi - 14. Januar 2026, 13:01
Zitat von: DL8BCN am 14. Januar 2026, 10:27..
Die Schwermetalle werden bei der Düngerherstellung offensichtlich aus wirtschaftlichen Gründen nicht abgetrennt.
Da kommen viele Tonnen Uran auf die Felder.
Ich denke das wissen die wenigsten.
Noch nicht mal die meisten Landwirte.
Die Agrarlobby wehrt sich bis heute noch vehement gegen die Einführung eines Uran-Grenzwertes für mineralische Düngemittel; einzig mit dem krebserregenden Cadmium hatte es der Gesetzgeber geschafft, dieses aus dem Dünger zu verbannen.
Aus den Verkaufs- und Verbrauchsdaten wurde ein Uraneintrag in deutsche Böden von ca. 100 Tonnen/Jahr ermittelt. Und weil der Dünger gut wasserlöslich sein soll, führt dies allmählich bei intenstiv landwirtschaftlich genutzten Flächen zu Problemen, den Trinkwassergrenzwert von 10 µg/l (Erwachsene) bzw. 2 µg/l(Babies/Kleinkinder) einzuhalten, so dass bei den betroffenen Wasserwerken weniger uranhaltiges Fremdwasser zugemischt werden muß.

Norbert
#35
Au fein, eine deutsche Anleitun habe ich schon lange gesucht.

Vielen Dank
Bernd
#36
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von Radiohörer - 14. Januar 2026, 10:29
Zitat von: DL8BCN am 14. Januar 2026, 09:51https://www.ifg.uni-kiel.de/de/einrichtungen/museum/geologisches-und-mineralogisches-museum-1
Dort gab es unter anderem große Stücke von versteinertem Holz.
Ich habe da meinen RadiaCode rangehalten und er hat ungefähr 0,20 µSv/h angezeigt.
Ich hatte keine Geduld für ein Spektrum.
Daher weiß ich nicht, was da genau gestrahlt hat.
...U und was seit der Anlagerung daraus entstanden ist.
Die nordbayerischen Kieselhölzer können U eingelagert haben.
Im http://www.naturkunde-museum-coburg.de/ hab ich einige Stücke hinter Glas mit dem Raysid gefunden.
Bei denen um Nbg ist mir das noch nicht aufgefallen.
Empfehlen kann ich http://www.spessartit.de/Fossiles-Holz.html in dem die U-haltigen Hölzer erwähnt werden und das Museum in Karlstein darunter.
Dort sind auch zwei U-Medaillen zu finden ;)

#37
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von DL8BCN - 14. Januar 2026, 10:27
Das Thema Tripel-Superphosphatdünger ist spannend.
Ich hatte mir ja auch welchen besorgt und gemessen.
Die Schwermetalle werden bei der Düngerherstellung offensichtlich aus wirtschaftlichen Gründen nicht abgetrennt.
Da kommen viele Tonnen Uran auf die Felder.
Ich denke das wissen die wenigsten.
Noch nicht mal die meisten Landwirte.

#38
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von DL3HRT - 14. Januar 2026, 10:09
Viele der angebotenen Haifischzähne stammen aus den Phosphat-Minen in Marokko. Und die enthalten, wie wir ja wissen, reichlich Uran. Das hat die Messung am Tripel-Superphosphatdünger deutlich gezeigt. Den hatten wir damals sogar massespektrometrisch untersuchen lassen.
#39
und hier auf Englisch:  https://dl.radiacode.com/Radiacode_documentation_en.pdf

"ausführlich" ist wirklich nicht gelogen!
#40
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von DL8BCN - 14. Januar 2026, 09:51
Ich war letztes Jahr in Kiel.
Bei der Uni gibt es eine Mineralogische Sammlung mit einigen schönen Exponaten.
https://www.ifg.uni-kiel.de/de/einrichtungen/museum/geologisches-und-mineralogisches-museum-1
Dort gab es unter anderem große Stücke von versteinertem Holz.
Ich habe da meinen RadiaCode rangehalten und er hat ungefähr 0,20 µSv/h angezeigt.
Ich hatte keine Geduld für ein Spektrum.
Daher weiß ich nicht, was da genau gestrahlt hat.
Aber man sieht, daß Versteinerungen aus ehemals biologischem Ursprung durchaus etwas radioaktiv sein können.
Das ist interessant.