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#31
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Lebensmittelüberwachung Nu...
Letzter Beitrag von privy - 14. Januar 2026, 21:14
Danke Norbert für deine Hinweise und Empfehlungen. Hatte auch mit dem GRAETZ X-50 ZS geliebäugelt, mich dann aber zunächst für das AEGtest Radar-5633 entschieden ...

Bin und bleibe Optimist und hoffe das es nur nukleares Säbelrasseln ist.
#32
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von RolB - 14. Januar 2026, 20:31
Da ist ja auch gar nicht verwunderlich, wenn das gesamte Uran aus einer Zerfallsreihe abgetrennt wurde die im radioaktiven Gleichgewicht steht. Dann muss das U234 etwa die selbe Aktivität wie U238 aufweisen und das Häufigkeitsverhältnis spiegelt das Verhältnis der Halbwertszeiten.

Roland
#33
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Lebensmittelüberwachung Nu...
Letzter Beitrag von NoLi - 14. Januar 2026, 20:23
Zitat von: privy am 14. Januar 2026, 19:54Ist es denn wirklich schon soweit?  >:(
Schau mal bloß in den Osten zum Putin und seinen Vasallen, insbesondere dem Außenminister Sergei Wiktorowitsch Lawrow, und dessen Äußerungen. Aber auch noch weiter östlicher wird es auch nicht sicherer, insbesondere mit den Atommächten China + Nordkorea. Aber auch der alte Cowboy im Westen lässt nichts Gutes erahnen, falls er zu stark gereizt wird.
Zumindest wird ein begrenzter Atomschlag mit den Folgen in den entsprechenden deutschen Behörden nicht mehr, wie in den letzten 30 Jahren, rigoros ausgeschlossen.

Zitat von: privy am 14. Januar 2026, 19:54Welche wären zu empfehlen und wo bekommt man die dann günstig, wenn überhaupt?  :unknw:
Derzeit gibt es noch "Reste" des sehr robusten Zivilschutz-Dosisleistungsmessgerät GRAETZ X-50 ZS (bis 1 Sv/h) und des taktischen Alarmdosimeters FH42Z oder FH41F-M (bis 10 Sv) in den einschlägigen Auktionsplattformen.
Auch das analoge Zivilschutz-Dosisleistungsmessgerät AUTOMESS DL-Messer-6150 BUND ist sehr empfehlenswert, obwohl es "nur" bis 500 mSv/h geht. Als analoges ehemaliges Zivilschutz-Dosimeter das SEQ5 (0,5 Gy und 5 Sv) mit Ladegerät.

Militärische ehemalige Geräte der Bundeswehr wären für die Dosisleistung das SV-500 (aber Achtung, muß vollständig und möglichst geprüft sein!) und für die Dosis das Strahlendosimeter taktisch FH39 mit Ladegerät.

Norbert



#34
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von RolB - 14. Januar 2026, 20:20
Kann es sein, dass es doch vom U234 herkommt? Ich habe mal nachgerechnet und komme bei einem Anteil von 0.0055% und einer HWZ von 2.46E5 a auf 12.6 Bq/mg für natürliches U234?

Roland
#35
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von RolB - 14. Januar 2026, 19:56
Das natürliche Mengenverhältnis von U235 zu U238 ist 0,0072 (0,72%), das Verhältnis der entsprechenden HWZen (und damit dem reziprogen Aktivitätsverhältnis bei gleicher Masse) ist 0,16, damit ist übeschlagsmässig
A235 = A238 * HWZ238/HWZ235 * Anteil235 = 12,4 Bq/mg * 6,35 * 0,0072 = 0,58 Bq/mg

Wo ist mein Denkfehler ?

Roland
#36
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Lebensmittelüberwachung Nu...
Letzter Beitrag von privy - 14. Januar 2026, 19:54
Zitat von: NoLi am 13. Januar 2026, 19:01Wird leider immer aktueller:
Ist es denn wirklich schon soweit?  >:(

Zitat von: NoLi am 13. Januar 2026, 19:01Dies können durchaus Surplus-Geräte sein, weil viele davon noch einwandfrei funktionieren und nur auf Grund von "Modellwechsel" ausgemustert wurden.

Welche wären zu empfehlen und wo bekommt man die dann günstig, wenn überhaupt?  :unknw:
#37
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von NoLi - 14. Januar 2026, 19:26
Die 25 Bq für 1 mg Natururan setzen sich aus
- 12,4 Bq U-238
- 12,4 Bq U-235
- 00,2 Bq U-234
zusammen.

U-235 ist zwar mengenmäßig nur gering vorhanden, hat aber eine wesentlich kürzere Halbwertszeit als U-238 (700 Mio. Jahre zu 4500 Mio. Jahre)...daher die höhere Aktivität bei geringerer Menge, zerfällt schneller.
Die Zerfallsreihen spielen bei der reinen Uran-Aktivität keine Rolle.

Norbert
#38
Objekte und Stoffe / Aw: Radioaktive Fossilien
Letzter Beitrag von RolB - 14. Januar 2026, 19:10
Zitat von: NoLi am 14. Januar 2026, 16:511 mg Natururan hat eine Aktivität von 25 Bq U-235 + u-238, die reine U-238 Aktivität beträgt 12,4 Bq

Ich stehe vermutlich gerade etwas auf der Leitung. Woher kommen die 25 Bq her ? Der reine U235-Anteil in 1 mg Natururan trägt doch lediglich ca. 0,6 Bq bei.
Dann kommen die restlichen 12 Bq wohl von Nukliden der Zerfallsreihen. Im Gleichgewicht werden sie sicherlich nicht sein, schon gar nicht bei mobilisiertem Uran. Aber auch bis zum langlebigen U234 gibt es in der U238-Reihe 3 Nuklide. Müsste da die Aktivität nicht höher sein ?

Grüße Roland
#39
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: Lebensmittelüberwachung Nu...
Letzter Beitrag von NoLi - 14. Januar 2026, 19:03
Zitat von: dave_one am 14. Januar 2026, 18:02
Zitat von: NoLi am 13. Januar 2026, 19:01Die Strahlenbelastung beim Einsatz von Atomwaffen wäre um ein Vielfaches höher als bei einem jetzt geübten Vorgehen nach einem Reaktorunfall, bei dem Radioaktivität austritt. Rein messtechnisch würde man aber nicht anders vorgehen müssen.

Stimmt der letzte Satz (meine Hervorhebung)? Würde nicht bei einem Atomwaffeneinsatz sowohl die hohe Hintergrundstrahlung als auch andere Isotope gerade die Alpha- und Betawerte verfälschen? Ganz abgesehen von der erhöhten Gefahr der Kontamination sowohl der Proben als auch der Testumgebung durch Fallout?
...
Es kommt darauf an, wo man sich aufhält und wo die Fallout-Wolke hinzieht.

Auf Grund der Halb- beziehungsweise Zehntelwertszeit der Spaltprodukte wird man innerhalb der Zugbahn der Fallout-Wolke messtechnische Kompromisse eingehen müssen, zum Beispiel Aktivitätsbestimmung über Dosisleistungsmessung. Lebensmittel aus diesem Bereich werden aber sowieso gemieden oder nur in geringer Menge verzehrt werden, wenn es überhaupt nicht anders geht. Und Probenauswertungen sind hier nur in Bunkerräumen mit Eingangsdekontamination und den üblichen Detektorabschirmungen sinnvoll.
In den Randbereichen und abgewandten Bereichen der Fallout-Wolke wird eine Kontamination nicht so hoch werden, dass man mit den bisher üblichen Routine-Messmethoden in Schwierigkeiten kommt. Dies gilt auch für den globalen Fallout bei einem beschränkten Einsatz von Atomwaffen, wie die Erfahrungen aus den überirdischen Testreihen der 1950er und 1960er Jahren zeigten. So betrug die Beta-Kontamination in den Testreihen der frühen 1960er Jahren in Europa kurzzeitig (jeweils wenige Wochen) maximal nur einige Bq/cm², Regenwasserproben bis zu maximal ein paar kBq/l (durchschnittlich aber nur einige Bq/l bis zu einigen 10 Bq/l).

Was die Messgeräte und Dosimeter angeht, sind die Zivilschutz-/Katastrophenschutzgeräte so ausgelegt, dass sie mindestens 1 Sv/h Dosisleistung bzw. 10 Sv Dosis anzeigen können müssen, und eine 100-fache Überhöhung dieser Werte keinen Anzeigerückgang (Sättigung) auslösen darf. Dies gilt aber nur für professionelle Geräte! Wer für diesen Fall auch vorsorgen möchte, dem empfehle ich dringend, Geräte aus Militär- und Zivilschutz-/Katastrophenschutzbeständen oder Feuerwehrbeständen zu beschaffen. Dies können durchaus Surplus-Geräte sein, weil viele davon noch einwandfrei funktionieren und nur auf Grund von "Modellwechsel" ausgemustert wurden. Consumer-Geräte können in diesem Fall allenfalls in den Rand- und abgewandten Bereichen die Profi-Messtechnik in gewissem Maß ergänzen und unterstützen.

Norbert

#40
Interessanter Artikel, Norbert!

Zitat von: NoLi am 13. Januar 2026, 19:01Die Strahlenbelastung beim Einsatz von Atomwaffen wäre um ein Vielfaches höher als bei einem jetzt geübten Vorgehen nach einem Reaktorunfall, bei dem Radioaktivität austritt. Rein messtechnisch würde man aber nicht anders vorgehen müssen.

Stimmt der letzte Satz (meine Hervorhebung)? Würde nicht bei einem Atomwaffeneinsatz sowohl die hohe Hintergrundstrahlung als auch andere Isotope gerade die Alpha- und Betawerte verfälschen? Ganz abgesehen von der erhöhten Gefahr der Kontamination sowohl der Proben als auch der Testumgebung durch Fallout?
Und würden diese Messgeräte aufgrund der Strahlung Fehler anzeigen, oder ist das nur bei Dosimetern (Sättigung der GM-Zählrohre mit Anzeige zu geringer Werte) der Fall?

Ich frage mich, ob die heutigen zivilen Messgeräte für Lebensmittelkontrollen für den A-Fall überhaupt ausgelegt sind, da man ja diese Problematik in den letzten Jahrzehnten nicht gerade als prekär angesehen hat.

Grüsse, David