Zitat von: NoLi am 07. Januar 2026, 21:24...
Polystyrol gibt es auch als Platten. Die meisten Kunststoffschilder, die man im Baumarkt bekommt, bestehen aus diesem Material.
Man braucht zur Herstellung dieses Alpha-Beta-Gamma-Prüfstrahlers eine möglichst kräftige Radon-Quelle (z.B. aus dem militärischen Bereich ein Fluginstrument mit radiumreicher Leuchtfarbe oder ein möglichst poröses Uranmineral; beides mit möglichst einer Dosisleistung im zweistelligen µSv/h-Bereich), und eine luftdichte Dose, in der beides zusammen mindestens einige Monate eingeschlossen bleibt, damit sich aus den kurzlebigen Radon-Folgeprodukten Po-218, Pb-214, Bi-215, Po-214 das relativ langlebige (Halbwertszeit 22,5 Jahre) Pb-210 aufbauen und am Polystyrol fest anreichern kann. Daran bildet es durch den Zerfall ebenfalls seine Tochernuklide Bi-210 und Po-210. Je länger die Einschlusszeit ist, desto mehr Pb-210 bildet und bindet sich am Polystyrol.
Die andere Möglichkeit ist die beschriebene Anwendung von radonbeladenem Ethanol.
Pb-210 ist ein Beta-Strahler mit niedriger Emax von 63,5 keV und einem 4,25 %igen Gamma-Anteil mit einer Energie von 46,5 keV.
Bi-210 ist ein reiner Beta-Strahler mit einer relativ hochenergetischen Emax von 1,16 MeV.
Po-210 ist ein reiner Alpha-Strahler mit einer Energie von 5,41 MeV.
Norbert
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