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#31
Allgemeine Diskussionen / SOEKS-USA.
Letzter Beitrag von NoLi - 24. Januar 2026, 22:37
SOEKS-USA sucht einen neuen Besitzer:

https://soeks-usa.com/

"SOEKS USA sucht einen neuen Eigentümer

Seit 2011 haben wir Tausenden geholfen, Strahlung zu erkennen. Jetzt bist du an der Reihe zu führen. Vollständige Übergangsunterstützung inklusive.
Kontaktieren Sie uns
"

Jemand interessiert?

Norbert
#32
Hallo Rainer,

den Schaltplan vom ICL7107 hast Du ja und der muß erstmal funktionieren. Mußt mal gucken , wo die Spannung herkommt und ob dessen Betriebs- und Referenzspannung stimmt. Wenn Du den Eingang kurzschließt muß  der erstmal Null-Anzeigen.

Hat der zwei Batterien, oder wird die negative Spannung erzeugt?

Viele Grüße
Bernd
#33
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Radioaktive Ladung schlecht ge...
Letzter Beitrag von NoLi - 24. Januar 2026, 21:24
Vorgestern in Bayern:

"Notwendige Genehmigung fehlt
Radioaktive Ladung schlecht gesichert – Transport gestoppt
22. Januar 2026, 20:06 Uhr

Polizisten kontrollieren einen Spezialtransporter mit potenziell gefährlicher Fracht. Was sie dabei entdecken, führt zum sofortigen Stopp.

Die Polizei hat einen nicht genehmigten und schlecht gesicherten Transport von radioaktivem Material gestoppt. Die Beamten stellten bei einer Kontrolle auf einem Rastplatz der Autobahn 93 bei Flintsbach am Inn vier Pakete des medizinisch genutzten Stoffs Lutetium-177 fest, wie sie mitteilten.

Das radioaktive Isotop, das in der Krebstherapie genutzt wird, wurde allerdings ohne eine laut Polizei notwendige Genehmigung des Landesamts für Umwelt befördert. Zudem sei die ,,wertvolle und potenziell gefährliche Fracht" nicht ausreichend gesichert gewesen.

Dem Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt. Die Spedition schickte einen Ersatzfahrer, der den Transport dann mit ordnungsgemäß gesicherter Ladung fortsetzte. Gegen den ersten Fahrer, die Spedition und den Verlader der aus Italien kommenden Fracht wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.
"
( https://www.sueddeutsche.de/bayern/flintsbach-inn-polizei-lutetium-radioaktivitaet-li.3373826 )

Norbert
#34
Objekte und Stoffe / Aw: Rubidium als Prüfstrahler
Letzter Beitrag von opengeiger.de - 24. Januar 2026, 21:15
Als Schwabe kann sogar noch mehr als nur Schwäbisch von einem Badener lernen, wie das Ergebnis der Sr90 Messung schon mit 4mm Plexiglas zeigt (siehe die Screenshots). 

Die 10h Messzeit für die Messung des Berthold LB1210B Prüfstrahlers, den ich nun mit 4mm Plexiglas abgedeckt hatte, sind rum und der RC-103 zeigt jetzt ein Spektrum, das dem des RbCl sehr ähnelt. Wir haben jetzt auch nur noch ein Muggeseggel an Differenz zum Background. Das heißt @NoLi hatte völlig recht, die Betas machen deutlich mehr Effekt als die Bremsstrahlung beim Sr90. Ich muss aber zugeben, ich hatte nicht an die Zerfallsreihe gedacht. Das Sr90 mit 28Jahren HWZ koexistiert inzwischen ja mit dem Y90 und 64h HWZ schon fast im Gleichgewicht. An das hatte ich nicht gedacht. Und das Y90 hat eine hohe Beta Energie im Mittel von 932keV. Das sieht man nun ganz deutlich wenn man auf die höheren Energien schaut. Ich denke ich kann mir jetzt die 8mm Plexiglasdicke sparen. Das Fazit beim Radiacode und Beta-Quellen: Immer gut über einen Betablocker nachdenken!

Jetzt müsste uns @Peter-1 nur verraten, wie sein Schichtenaufbau zwischen NaI und RbCl aussah, um abschätzen zu können wieviel Brems- bzw. Beta-Strahlung für das Spektrum verantwortlich war. Das Rb87 mit seinen 81keV an mittlerer Beta-Energie zerfällt in das stabile Sr87.

Aber ja, der Punkt geht eindeutig nach Baden  :(
#35
Objekte und Stoffe / Aw: Hohe Luft-Radioaktivitäts-...
Letzter Beitrag von opengeiger.de - 24. Januar 2026, 20:53
Zitat von: NoLi am 24. Januar 2026, 19:41Eigentlich müsste dies auch mit einem zweckentfremdeten umgebauten photoelektrischen Rauchmelder funktionieren, oder?

Norbert

Nein das glaube ich nicht, dass das geht. Die Rauchmelder brauchen eine viel höhere Partikeldichte um ein nennenswertes Signal zu  liefern, verglichen mit den Laser-Streulicht-Detektoren. Man sieht das auch wenn man sich so einen Ionisationsrauchmelder mit Am241-Quelle genauer anschaut. So ein Rauchmelder misst die DC-Stromänderung des Ionenstroms, das die Am241 Quelle generiert, infolge des Rauchs. Das sind zwar nur nA an Strom, aber so ein nA sind eben sehr viele Ionen. Um da jetzt eine nennenswerte Änderung durch den Rauch zu erreichen, braucht man eine sehr hohe Partikeldichte. Eine Feinstaub-Massenkonzentration von 50ug/m^3 Luft wird dagegen schon von wenigen 10um Partikeln erzeugt. Um einzelne Partikel bis runter zu unter einem Mikrometer zu erfassen, verwenden die Laser-Streulicht-Detektoren einen sehr dünnen fokussierten Laserstrahl mit nicht ganz wenig Energie, damit auch bei einzelnen, kleinen Partikeln genug Streulicht entsteht, das dann einen detektierbaren Puls erzeugt. Interessant ist, dass so ein Detektor aus China dann trotzdem noch für etwa 30Euro zu haben ist. Dafür lohnt dann auch nicht der Umbau eines Rauchmelders mehr. Der SDS011 von NovaFitness ist beispielsweise für 32Euro bei Reichelt zu haben (https://www.reichelt.de/de/de/shop/produkt/feinstaubsensor_nova_fitness_inkl_usb-adapter-243264?search=SDS011&), das ist ein guter Sensor zum Einsteigen und wird auch im "Airrohr" verwendet. Dafür gibts auch fertige Bibliotheken für die klassischen Mikrocontroller. Und der MCA ist quasi schon eingebaut als Firmware auf einem internen Mikrocontroller. Man bekommt also gleich die PM10 bzw. PM2.5 Größe über eine serielle Schnittstelle. Also auch für eine Schülerprojekt gut geeignet. Man müsste also Tabakrauch mit radonhaltiger Luft in einer Messkammer erzeugen, dann passend verdünnen und sowohl die Rn-Aktivitätskonzentration wie auch die PM-Massenkonzentration messen und schauen wie beides abhängig vom Verdünnungsgrad korreliert. Das könnte man sicher bei Jugend Forscht anmelden  :)     
#36
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Aw: BERTHOLD LB 1210 D digital...
Letzter Beitrag von NoLi - 24. Januar 2026, 19:48
Zitat von: DL8BCN am 24. Januar 2026, 19:29...
So eine Reparatur ist wirklich aufwändig und lohnt sich nur wenn man den Weg als das Ziel sieht.
Dann wünsche ich Dir mal einen erfolgreichen (Weg)Gang. :search:

Norbert
#37
Objekte und Stoffe / Aw: Hohe Luft-Radioaktivitäts-...
Letzter Beitrag von NoLi - 24. Januar 2026, 19:41
Zitat von: opengeiger.de am 24. Januar 2026, 18:46...
Andersrum gibts das schon: http://www-pub.iaea.org/MTCD/publications/PDF/P1541_web.pdf , also mit Radonmessungen auf Feinstaubkonzentrationen zu schließen.
...
Eigentlich durch Messung der Radon-Folgeproduktaktivität, denn das Radon als Edelgas bindet sich nicht an Feinstäuben.

Das Staubmessgerät von BOSEAN "tragbares Luftqualitätsmesser T-Z01" zeigt neben den Staubkonzentrationen auch die Temperatur und relative Feuchte an...damit kann man wenigstens die Plausibilität der angezeigten Werte beurteilen.

Zitat von: opengeiger.de am 24. Januar 2026, 18:46...
So ein Feinstaubpartikelzähler ist auch ein Sensor der bei jedem detektierten Partikel einen Zählpuls erzeugt. Und aus der Pulshöhe schließt man auf die Partikelgröße bzw. -masse, ähnlich wie beim MCA in der Gammaspektroskopie. Das Detektionsprinzip ist die Messung des Streulichts, wenn der Partikel durch den Laserstrahl in der Messkammer fliegt. Es reicht da eine PIN-Diode für die Messung des Streulichts.
...
Eigentlich müsste dies auch mit einem zweckentfremdeten umgebauten photoelektrischen Rauchmelder funktionieren, oder?

Norbert
#38
Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Aw: BERTHOLD LB 1210 D digital...
Letzter Beitrag von DL8BCN - 24. Januar 2026, 19:29
Tja, leichter gesagt als getan.
Die Funktion ist nicht so leicht zu durchschauen, da sind viele Logikbausteine am werkeln.
Da muss man strukturiert rangehen.
Bei so alten Geräten muss man zuerst mit schlechten Schaltkontakten rechnen.
Das Logikgatter defekt sind, davon sollte man nicht gleich ausgehen.
Leider sind die Schaltkontakte gekapselt, so das man dort nicht mit Kontaktspray hinkommt.
So eine Reparatur ist wirklich aufwändig und lohnt sich nur wenn man den Weg als das Ziel sieht.


#39
Objekte und Stoffe / Aw: Rubidium als Prüfstrahler
Letzter Beitrag von NoLi - 24. Januar 2026, 19:28
Zitat von: opengeiger.de am 24. Januar 2026, 18:27
Zitat von: NoLi am 24. Januar 2026, 13:30Wobei die Mugg oder "Mücke" im Südwesten Deutschlands die Bezeichnung für eine Stubenfliege ist:
...
Selbst als Schwabe wird wird man im Forum immer gscheiter.  :D   
Und mit badischer Unterstützung... :yahoo:  ;D  :whistle3:

Grüßle Norbert
#40
Objekte und Stoffe / Aw: Hohe Luft-Radioaktivitäts-...
Letzter Beitrag von opengeiger.de - 24. Januar 2026, 18:46
Zitat von: NoLi am 24. Januar 2026, 14:29Eine Idee wäre, beide Themen zu verbinden und die Radon-Dosis mit Radon-Folgeproduktdosis durch Messung der Feinstaubkonzentration abzuschätzen, sogar quasi online in der Umgebung:

Andersrum gibts das schon: http://www-pub.iaea.org/MTCD/publications/PDF/P1541_web.pdf , also mit Radonmessungen auf Feinstaubkonzentrationen zu schließen.

So rum wie Du es vorschlägst, das hätte auch was. So ein Feinstaubpartikelzähler ist auch ein Sensor der bei jedem detektierten Partikel einen Zählpuls erzeugt. Und aus der Pulshöhe schließt man auf die Partikelgröße bzw. -masse, ähnlich wie beim MCA in der Gammaspektroskopie. Das Detektionsprinzip ist die Messung des Streulichts, wenn der Partikel durch den Laserstrahl in der Messkammer fliegt. Es reicht da eine PIN-Diode für die Messung des Streulichts. Das Problem, das man aber lösen muss ist, dass die Partikel oft Salze enthalten und daher hygroskopisch sind. Gerade im Winter wenn es kalt ist, kann die rel. Luftfeuchte recht hoch werden, dann nehmen die Partikel Feuchte auf und werden größer, dann stimmt die Berechnung der Massenkonzentration nicht mehr. Was man daher tun muss ist die Luft trocknen, bevor man die Partikel vermisst. Leider macht das "Airrohr" genau das nicht, deswegen haben wir bei Nebel immer ganz schlechte Luft laut "Luftdaten.info". Da gabs von mir dann nen Vorschlag für nen "low cost Dryer", d.h. man beheizt das Luftansaugrohr mit einer Heizwicklung. Ich habs als Prototyp gebaut, und das hat auch brauchbar getan, aber bisher ist noch kein Sensor-Hersteller aufgesprungen. Vermutlich wegen des Stromverbrauchs. Aber für nen Sensor an einem E-Bike wär das eigentlich kein Thema  ;)