Scionix Szintiilationsdetektor 51B51/2

Begonnen von ABel, 27. März 2025, 09:43

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Radioquant98

Hallo Andreas,

Da war aber auch eine fehlerhafte Schaltung verantwortlich 8) 

Aber weiterhin hast Du immernoch: keine Anpaßstufe direkt am PMT - warum machen das wohl alle Kommerziellen das so?
Du hast immernoch mehrere Integratoren, das mit den Massen hast Du nun bemerkt und die Abblockkondensatoren fängst Du schon wieder an falsch zu setzen. Das haben wir dir schon mehrfach aufgezeigt :rtfm:
Das ist nicht böse gemeint, und ich verstehe auch , daß dein Elektronikwissen einfach nicht ausreicht.
Ja, es gibt viele Wege nach Rom, aber warum über Nord- und Südpol >:(

Es fällt mir schwer noch Ratschläge zu geben, wenn die dann doch wieder in den Wind geschlagen werden :unknw:

Also nichts für ungut.

Viele Grüße
Bernd

ABel

Hallo,

ich hab Mal eine Messreihe gemacht, um herauszubekommen wie sich der Photomultiplier (PMT) in meinem Szintillationsdetektor abhängig von der Hochspannung verhält. Abgesehen von den Messwerten für 800V und 1200V sieht das Ganze doch recht Linear aus. Als Datenreihe2 ist im Excel-Diagramm meine Näherung zu sehen.

Dann hab ich das Ganze in LTspice simuliert. Im LTspice-Diagramm ist zu sehen, dass die Pulse für 800V, 1000V, 1100V und 1200V (alle in grau) nicht so recht in die Reihe passen. Die Oszilloskop-Kurven für 400V, 500V, 600V, 700V und 900V sind in rot zu sehen, nur für diese gibt es in blau auch simulierte Kurven. Um Simulation und Messung einander nahe zu bringen hab ich mit der Spannung des HV-Netzteils, der Amplitude der Stromquelle und dem Kondensator C0 gespielt.

Die Simulation des PMT aus einer Stromquelle mit parallelem Widerstand (R0 > 1TΩ) und Kondensator (C0 eigentlich < 10pF) habe ich aus einer Broschüre des PMT-Herstellers übernommen.

Das Datenblatt des PMT gibt für den Anodenstrom ein Maximum von 100µA vor. Damit kann nicht die Amplitude der Stromquelle I0 gemeint sein, die ist immer sehr groß, weil ein großer Strom durch C0 abfließt. Es muss also der Strom gemeint sein, der in den Divider hineinfließt, in meinem Schema also I(C2)+I(RL). I(RL) ist mit einem RL von 2,2MΩ kein Problem (bei 1200V ca. 33,6µA), aber I(C2) ist mit ca. 3,5mA viel zu groß und überdies von Schwingungen überlagert (siehe dazu insbesondere den Auszug aus dem Diagramm). Das die Pulse mit hoher HV nicht in die Reihe passen und sehr verformt aussehen, mag also daran liegen, das der Anodenstrom viel zu groß ist.

Frage: Wie messe ich die Spannung des Pulses nach C2 ohne über 66,4µA zu kommen?

Ein weiterer Widerstand in der Leitung bring nichts, der verändert die Form des Pulses und die will ich erhalten.

Gruß Andreas

Radioquant98

Hallo Andreas,

I0 ist der Strom, der von der Anode über den Anodenwiderstand nach +HV fließt.

Aber die Spannungsamplitude wird durch Belastung nach Masse verringert und sollte immer sehr viel hochohmiger als der Anodenwiderstand sein. Und deine Belastung ist doch schon gering. Dein Tastkopf hat doch bestimmt 10M oder mehr.

Und nein, der Dynodenteiler hat nichts direkt mit der mit der Anodenbeschaltung zu tuen - er wird von der HV versorgt.

Viele Grüße
Bernd

ABel

Achtung: Messung und Simulation weichen erheblich voneinander ab. An meinem Schema stimmt was nicht. Ich weiß aber noch nicht was.

Hallo Bernd,

ja, Tastkopf und Oszilloskop haben zusammen 10MΩ.

Die maximalen 100µA Anodenstrom aus dem Datenblatt meint doch den Spitzenwert der Pulsamplitude?! Und für dem muss ich doch den Strom durch RL und den der durch C2 zum Tastkopf fließt addieren (nicht die Spitzenwerte, sondern entlang der Zeit).

In LTspice lasse ich mir dafür am einfachsten den Strom durch C2 im Diagramm anzeigen (dunkelgrüne Kurve). Der hat für 900V HV dann als Spitzenwert ca. 3,4mA.

Ich will nun wissen, wie ich die Spannung hinter C2 messen kann, dabei unter 100 µA Spitzenwert bleibe, aber die Charakteristik meines Pulses erhalten bleibt.

Wenn ich einen Widerstand zwischen C2 und Tastkopf einsetze streckt sich der Puls in die Länge (und wird kleiner). Wenn ich einen 100x-Tastkopf (100 MΩ) verwende, tut sich am Spitzenwert auch nichts (jedenfalls in der Simulation).

Das Ganze ist mit der Impedanz des Tastkopfes alleine nicht zu erklären. In meinem Schema berücksichtige ich auch Kapazität und Induktivität in Tastkopf und Oszilloskop (siehe Anlagen). Die Werte dafür hab ich aus dem Internet, wie realistisch sie sind, weiß ich leider nicht.

Was mir helfen könnte, wäre eine direkte Messung des Stromes. Ich habe aber leider keinen Differentialtastkopf zur Verfügung. Allerdings wird das HV-Netzteil durch Akkus versorgt (hat also keinen Erdschluss). Wenn ich auf die Messung der HV (CH1 in meinem Schema) verzichte, müsste ich doch an einem Widerstand als Shunt mit meinem Oszilloskop den Strom messen können?! Wie mache ich das, so dass ich auch realistische Werte erhalte?

Gruß Andreas