Neueste Beiträge

#1
Geehrte Forenmitglieder,

letztens informierte ich mich über diese bekannte und sehr günstige blaue Geiger-Müller Platine aus China mit J305 Röhre. Kurz vor dem Kauf las ich irgendwo, dass die Stromaufnahme um 100mA liegt. Dazu kommt noch, dass die Platine komplett voll mit Komponenten ist, was mich etwas stört weil es auch mit deutlich weniger geht.

Letztendlich habe ich eine deutlich kleinere Alternative gebaut, welche mit unter 5mA bei 5V auskommt.

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Der USB Anschluss dient für die Versorgungsspannung von 5V. Alternativ kann man 1,7 bis 4,5V an den Vin Pins anlegen wenn ein MT3608 Spannungsreglermodul an dem vorgesehenen Platz auf der Unterseite angebracht wird. An den ON Pins kann ein externer Ein/Aus Schalter für den Akkubetrieb angeschlossen werden, oder man brückt sie mit einem Jumper.

An den DIG Pins kann man ein digitales Signal für einen Arduino o.ä. abgreifen wenn der Jumper auf der Unterseite gesetzt ist.

Unten rechts kann man einen Taster verlöten, welcher den akustischen Ausgang toggelt. Standardmäßig gibt es einen Piepser pro Impuls. Gleichzeitig leuchtet die SMD LED, welche man gegen eine andere (im Gehäuse etwa) tauschen kann.

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Alles in Kürze:

- Maße: 115mmx50mm
- Spannung USB in: 5V
- Strom USB in: ca. 5mA (beim Start viel mehr)
- Spannung VIN: 1,7V - 4,5V (mit MT3608 Modul auf Unterseite an vorgesehenen Lötpunkten)
- Digitaler Ausgang DIG: 5V (High=Triggered)
- Röhren: J305, (SBM-20)
#2
Grundlagenwissen / Aw: Periodensystem der chemisc...
Letzter Beitrag von Tothem - Heute um 19:43
Seien Sie vorsichtig bei der Bestellung dieser Periodensysteme! Ich habe 2 für je 69 € bestellt, die angeblich ein bisschen von jedem Element enthalten. Aber ich wurde getäuscht ... Es war nur ein Aufkleber auf der Rückseite!

Aber ich weiß, dass es auch solche gibt, die echt sind.
#3
Zitat von: DG0MG am Heute um 16:43Oh, was neues - und interessanter Formfaktor!
Mich wunderts, dass er zum Laden diese DC-Hohlbuchse einbaut und nicht einen USB-C. Vielleicht weil die Hohlbuchse robuster ist.
Meine Vermutung: die Basis/Plattform ist die gleiche wie beim HANGETSU, also vielleicht Signalverarbeitung vom SiPM, Anzeige etc. Das ganze ist "ausentwickelt" und das vielleicht schon ein Weilchen. Oder es hat andere Gründe, vielleicht die von Dir vermuteten. :unknw: 
Und ja, ich sehe das auch so und habe das schon beim HANGETSU angesprochen. USB, selbst mikro-USB, wäre einfach praktischer. Aber es gibt nicht so viele Geräte mit ZnS:Ag die mir bekannt sind, insofern war das kein Hindernis für mich :-D
#4
Oh, was neues - und interessanter Formfaktor!

Mich wunderts, dass er zum Laden diese DC-Hohlbuchse einbaut und nicht einen USB-C. Vielleicht weil die Hohlbuchse robuster ist.


#5
@dekagon und andere die das Board mit PMTs testen wollen und hier mitlesen:

Das ist mir grade, leider ein bisschen spät aufgefallen, aber ihr müsste den Wert von

delayMicroseconds(1);
 von 1 mindestens auf eure höchste zu erwartende Pulsdauer/2 ändern. Also bei z.B. 20 µs Pulsen stellt hier am besten

delayMicroseconds(10);
 oder mehr ein. Sonst triggert der ADC zu früh und ihr bekommt falsche Werte ausgelesen!

Hier ist der Code in dem aktuellsten Arduino Sketch markiert:
https://github.com/Open-Gamma-Project/Open-Gamma-Detector/blob/c48d7cded6a02ae83dea506a05235e752aa821a6/software/opengamma_pico/opengamma_pico.ino#L542

Ich weiß zwar nicht, ob das alle eure Probleme löst, aber anders funktioniert es oft erst gar nicht.

Falls ihr SiPMs mit Szintillatoren benutzt, die ebenfalls eine längere Pulsdauer als vielleicht 1 oder 2 µs haben (also nicht NaI oder schneller), solltet ihr das auf jeden Fall auch ändern!
Ich werde dazu bald noch ein FW Update raushauen, damit man das über die serielle Schnittstelle on-the-go ändern kann, auch um zu sehen wie sich das Spektrum ändert.
#6
Meine Schwäche für Produkte von findigen Bastlern und kleinen Firmen hat mich vor kurzem dazu gebracht ein weiteres Produkt von Konrad (Radiometech "YOKAI") zu kaufen.
Diesmal handelt es sich um ein recht handliches Messgerät für alpha-Teilchen. "Recht handlich" bedeutet das die runde Form ein wenig ungewöhnlich ist, allerdings lässt sich das Gerät mit meinen normalgroßen Händen gut halten, mit einem Durchmesser von 70 mm und einer Länge von 100 mm.

Im Gegensatz zum sehr robusten "HANGETSU, der  auch eine gewisse Wasserresistenz bietet, is "YOKAI" etwas empfindlicher. Was sicher in der verwendeten Technologie bzw. der Natur der alpha-Teilchen geschuldet ist.
Das Gerät basiert auf einem 40 cm2 ZnS:Ag Szintillator mit gekoppeltem SiPM. Das erlaubt die Detektion von Teilchen mit 2-6 MeV.
Da ich mit der Detektion von alpha-Teilchen keine Erfahrung habe, fehlt mir der Vergleich, das Ansprechverhalten im Labor ist aber sehr gut bei Testung mit Actinium-225 und Thorium-228/Radium-224. Ein Berthold LB 124 Scint mit ZnS:Ag Szintillator ist ähnlich im Ansprechverhalten aber ,aufgrund der über 4x größeren Messfläche natürlich empfindlicher.
Mit meinen Pechblendebrocken und einem der heißeren Thoriumobjektive detektiert man auch was, aber es kommen am Ende natürlich viel weniger counts raus als bei einer Lösung auf Filterpapier ;)
Eine Gammaempfindlichkeit konnte ich nicht feststellen (MBq Cu-64, kBq Cs-137, MBq Na-22 und noch ein paar andere), was aber auch nicht überrascht.
Ähnlich wie HANGETSU hat das Gerät einen eingebauten Li-Poly Akku, hier mit 750 mAh. Die Laufzeit habe ich nicht ausgiebig getestet, aber nach der ersten Ladung werden immer noch 90% angezeigt, obwohl ich das Gerät schon mehrfach benutzt habe. Geladen wird, auch wieder wie beim HANGETSU, mittels eines USB zu Hohlsteckers, die Stecker sind austauschbar.
Angezeigt werden die Daten auf einem hellen OLED, kleiner als dem vom HANGETSU, aber völlig ausreichend. 
Einzustellen gibt es nicht viel, nach dem Start kann man wählen ob man CPS oder Bq/cm2 angezeigt haben will. Inwiefern die Bq/cm2 kalibriert sind, weiß ich nicht genau, da müsste ich Konrad noch mal fragen.
Alles in allem ein interessantes Gerät., wenn auch eher ein "One trick pony". Ich denke für Radium-226 Sammler ohne empfindliches gamma-Equipment könnte es interessant sein, einfach um Oberflächenkontaminationen zu erkennen.
Extra Bilder habe ich diesmal nicht gemacht, die auf der Radiometech-Webseite zeigen eigentlich alles was es zu sehen gibt.
Hier noch die Reaktion auf Actinium-225 und Thorium 228/Radium-224 Lösungen auf Filterpapier:

#7
Tschechien / Aw: Exkursion nach Jachymov
Letzter Beitrag von DL3HRT - Heute um 08:00
Es ist auch gut möglich, dass an der Messstelle mit Uranfarben "herumgesaut" wurde. Dann hat man es mit chemisch reinem Uran zu tun, ohne Radium und dessen Tochternuklide. Das erklärt das Fehlen der Blei-214 und Bismut-214 Peaks.

Ich war damals mit DG0MG an genau dieser Stelle und wie bereits geschrieben wurde, handelt es sich weniger um eine Hotspot als um ein kleines Hotarea. Daher ist es kein Problem, die Geräte nebeneinander zu legen.

Die Stelle befindet sich am Rand des Kurparks am Fuß einer Böschung. Oben verläuft eine Straße, die es sicher auch zu Zeiten der Uranfarbenfabrik bereits gab. Es handelt sich also um den Rand des Fabrikgeländes. Ein prädestinierter Ort zum Lagern oder Entsorgen von Abfällen.
#8
Endlich wieder ein paar hunder Stück vom MICROFC-60035-SMT-TR1 auf Lager! :yahoo:  :yahoo:

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https://eu.mouser.com/ProductDetail/onsemi/MICROFC-60035-SMT-TR1?qs=byeeYqUIh0MxSRIaBcfS6g%3D%3D
#9
Tschechien / Aw: Exkursion nach Jachymov
Letzter Beitrag von Janni - Gestern um 22:31
Und mein Radiacode ist nicht kaputt. Dieses Spektrum ist von meinem Prüfstrahler, ein kleiner Uranerzstein. Da sieht man ganz deutlich die vorderen Peaks.  :unknw:
#10
Tschechien / Aw: Exkursion nach Jachymov
Letzter Beitrag von Janni - Gestern um 22:28
Hier sind jetzt die Spektren, die aber alle nicht besonders markant aussehen.

Zur Erklärung:
Bild 1 - Spektrum vom "nackten" Radiacode, also einfach so wie auf dem Foto das ich gestern hochgeladen hab.
Bild 2 - da ist der Radiacode in dem Petling drin (siehe Bild 4). Das Spektrum sieht aber nicht groß anders aus.
Bild 3 - da ist der Radiacode im Petling und zusätzlich oben auf dem Backstein, d.h. der Backstein schirmt ja auch noch das ab was von unten kommt. Spektrum sieht trotzdem genauso aus. Ein Blech oder sowas hatte ich leider nicht mit.

Mit dem Mirion HDS-101 hab ich auch noch ein Spektrum gemacht, aber das hab ich noch gar nicht ausgelesen. Ich hoffe das ist was geworden - kommt demnächst.  :)